Betriebliche Gesundheitsförderung unter besonderer Berücksichtigung des Gesundheitszirkels
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christine Freywald
- Abgabedatum: Juli 2000
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 4,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2278-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2278-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2278-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Freywald, Christine Juli 2000: Betriebliche Gesundheitsförderung unter besonderer Berücksichtigung des Gesundheitszirkels, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Prävention, Krankheit, Risiko, Gesundheit am Arbeitsplatz, Lebensqualität
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Diplomarbeit von Christine Freywald
Einleitung:
Im Zuge veränderter Produktionsbedingungen in der Arbeitswelt gewinnen psychosoziale Belastungen und statische körperliche Anforderungen als Gesundheitsrisiken zunehmend an Bedeutung. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, daß psychosoziale Belastungen wie Zeitdruck, Verantwortung für die Sicherheit anderer, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten das psychosomatische Wohlbefinden und die Gesundheit von Arbeitnehmern beeinträchtigen können. Solche Faktoren können zu chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Magen-Darm-, aber auch Muskel- und Skeletterkrankungen beitragen. Trotzdem werden psychosoziale Arbeitsbelastungen und die mit ihnen verbundenen Gesundheitsrisiken bisher im Arbeitsschutz nicht beachtet. Dieser Belastungswandel verdient aber im Kontext von Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt unsere ganze Aufmerksamkeit.
Gang der Untersuchung:
Das erste Kapitel dieser Arbeit soll einen Überblick über das gewandelte Krankheitspanorama durch Veränderungen in den Lebens- und Arbeitsbedingungen seit der industriellen Entwicklung verschaffen. Im Anschluß daran werden die gesellschaftlichen Faktoren, die die Gesundheit durch Lebens- und Arbeitsbedingungen beeinflussen können, erläutert.
Im zweiten Kapitel soll die Entstehung und Zielsetzung der Gesundheitsförderung durch die Ottawa-Charter für Gesundheitsförderung vorgestellt werden. Was heißt Gesundheitsförderung, was bedeutet Prävention und wie grenzen sie sich voneinander ab?
Das dritte Kapitel erläutert die ersten Schritte zur Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung. Ausgehend von den Beteiligten (Arbeitssicherheit und Betriebsrat werden nur kurz vorgestellt) und Initiatoren eines Betriebes, werden Einrichtung und Aufgaben eines "Arbeitskreises Gesundheit" dargestellt. Da Daten und Informationsmaterial die Basis für gezielte und betriebsnahe Präventions- und Interventionsarbeit ausmachen, bildet die Gewinnung gesundheitsrelevanter Daten einen wichtigen Bestandteil einer betrieblicher Gesundheitsförderung. Wie diese Daten in den Gesundheitsbericht einfließen, soll am Beispiel eines Unternehmens dargestellt werden.
Im letzten Kapitel wird versucht, die Entwicklung, Implementierung sowie erste Erfahrungen mit "betrieblichen Gesundheitszirkeln" als einer praxisnahen Methode zur Gesundheitsprävention zu beschreiben. Gesundheitszirkel bilden ein neues Element im Bereich des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, denn es existieren keine gesetzlichen Vorschriften oder andere normative Regelungen, nach denen sie eingerichtet werden und arbeiten sollen. Weder in dem Regelwerk der Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften noch in den entsprechenden Bestimmungen des Gesundheitsreformgesetzes finden sie explizit Erwähnung. Sie vereinigen und enthalten aber bekannte Vorstellungen, denn der Leitgedanke der Zirkel baut auf zentralen Zielsetzungen und Regelungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf. Die Ursachen arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen und -schäden sollen mit der Zirkelarbeit erkannt werden. Sie erweitern somit bestehende Arbeits- und Gesundheitsschutzziele und konkretisieren sie.
Um aussagefähige Ergebnisse der Gesundheitsförderung im Betrieb durch den Gesundheitszirkel erzielen zu können, sollen abschließend Schritte zur Vervollständigung der Datenerhebung eines Projekts betrachtet werden.
Betriebe sind nicht allein Produktionsstätten für wirtschaftliche Güter, sondern sie sind auch soziale Systeme, die sowohl zum Erhalt als auch zur Beeinträchtigung der Gesundheit beitragen können.
Wie die Gesundheit von Beschäftigten in einem Betrieb erhalten werden kann und Krankheiten vermieden werden können, soll in dieser Arbeit anhand des Gesundheitszirkels aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 4 | |
| 1. | Krankheit - Risiko - Lebensqualität | |
| 1.1 | Das Panorama der neuen Krankheiten | 7 |
| 1.1.1 | Die modernen Zivilisationskrankheiten | 11 |
| 1.2 | Lebensbedingungen: Gesellschaftliche Faktoren der Gesundheit | 13 |
| 1.2.1 | Lebensbedingungen als Gesundheitsressourcen | 18 |
| 1.2.2 | Arbeitsbedingungen als Gesundheitsressourcen | 20 |
| 1.3 | Arbeitsbedingungen und Berufsanforderungen als Gesundheitsrisiken | 21 |
| 1.3.1 | Belastungswandel im Arbeitsbereich | 24 |
| 1.3.2 | Unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen | 27 |
| 1.3.3 | Die häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen | 29 |
| 2. | Gesundheitsförderung und Prävention | |
| 2.1 | Entstehung und Zielsetzung der Gesundheitsförderung | 31 |
| 2.1.1 | Interpretationen von Gesundheitsförderung | 33 |
| 2.2 | Gesundheitsförderung und Prävention | 34 |
| 2.2.1 | Verhaltens- und Verhältnisprävention | 36 |
| 2.3 | Die neue gesetzliche Grundlage zur Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung | 40 |
| 2.3.1 | Umsetzung der Gesundheitsförderung im Betrieb durch die Krankenkassen | 42 |
| 3. | Gesundheit am Arbeitsplatz | |
| 3.1 | Beteiligte und Initiatoren der Gesundheitsförderung im Betrieb | 45 |
| 3.1.1 | Arbeits- und Gesundheitsschutz | 47 |
| 3.1.2 | Der Betriebsrat | 49 |
| 3.1.3 | Die Beschäftigten | 50 |
| 3.2 | Der Arbeitskreis Gesundheit | 52 |
| 3.2.1 | Der betriebliche Gesundheitsbericht | 56 |
| 3.2.2 | Betrieblicher Gesundheitsbericht und Datenschutz | 61 |
| 3.3 | Mitarbeiterinformation durch die Betriebsversammmlung | 62 |
| 3.3.1 | Betriebsbegehung und Belegschaftsbefragung | 64 |
| 4. | Partizipation durch betriebliche Gesundheitszirkel | |
| 4.1 | Der "Düsseldorfer Gesundheitszirkelansatz" | 68 |
| 4.1.1 | Gründzüge des Gesundheitszirkels | 70 |
| 4.2 | Die Zusammensetzung | 74 |
| 4.3 | Durchführung und Mittel | 76 |
| 4.3.1 | Inhaltlicher Aufbau | 78 |
| 4.3.2 | Die Moderation | 81 |
| 4.4 | Abschließende Schritte zur Vervollständigung des Gesamtprojekts | 84 |
| 4.5 | Erfahrungen und Probleme mit Gesundheitszirkeln | 86 |
| 5. | Schlußbemerkung | 94 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 98 |
| Anhang |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832422783
Arbeit zitieren:
Freywald, Christine Juli 2000: Betriebliche Gesundheitsförderung unter besonderer Berücksichtigung des Gesundheitszirkels, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Prävention, Krankheit, Risiko, Gesundheit am Arbeitsplatz, Lebensqualität



