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Betrieb einer Middleware als strategische Plattform für die Informationstechnologie in der Telekommunikation

Betrieb einer Middleware als strategische Plattform für die Informationstechnologie in der Telekommunikation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiko K.P. Faure
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 146 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: AKAD Rendsburg, Hochschule für Berufstätige Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2742-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2742-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2742-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Faure, Heiko K.P. September 1998: Betrieb einer Middleware als strategische Plattform für die Informationstechnologie in der Telekommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: DTPM, TopEnd, Middelware, Transaktionsmanager, Systembetrieb

Diplomarbeit von Heiko K.P. Faure

Einleitung:

Eine Middleware ist als eine eigenständige Softwareschicht zu betrachten, die Anwendungssystemen Dienste zur Verteilung von Präsentation, Funktionalität und Daten im Rahmen einer Mehr-Schichten-Architektur bereitstellt.

Ein sinnvolles Vorgehen für die Einführung einer Middleware bilden die Schritte „strategische Entscheidung“, „Evaluierung“, „Prototyp“, „Einführung“ und „Pilotprojekt“.

Kernanforderungen an ein Architekturdesign sind Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Lastverteilung und Sicherheit. An die verschiedenen betrachteten Umgebungen Entwicklungs-, Produktions-, Systemtest- und Lasttestumgebung werden diese Anforderungen in unterschiedlichem Ausmaß gestellt. Eine Umsetzung des Architekturkonzepts wurde bei MMO durch technische Gegebenheiten und finanzielle Mittel eingeschränkt, wobei jedoch die Anforderungen grundsätzlich erfüllt wurden.

Die Sicherheit wird gemäß dem theoretischen Sicherheitskonzept durch das Zusammenspiel von „Identifizierung“, „Authentifizierung“, „Autorisierung“, „Vertraulichkeit“, „Integrität“, „Bestätigung“ und „Kontrolle“ gewährleistet. Diese werden in der Praxis durch den Einsatz von Kerberos und AT-Server umgesetzt. „Bestätigung“ und „Überwachung“ können jedoch mit den Funktionalitäten von „TOP END“ nicht gewährleistet werden.

Monitoring ist in „realtime Monitoring“, „realtime Analyse“, „Alarmmanagement“ und „historisches Monitoring“ zu gliedern. Das Operating erfolgt auf Basis des Monitoring und hat neben typischen Operatingfunktionen auch das Tuning der DV-Systeme zur Aufgabe. Durch die Funktionalitäten von „TOP END“ kann nur ein sehr beschränktes Monitoring durchgeführt werden. Die Operatingfunktionen von „TOP END“ hingegen sind wesentlich ausgeprägter.

Durch den Einsatz von Nutzern kann eine Antwort auf die Frage „Wer darf was von wo wann womit?“ gegeben werden. Als Anforderungen an eine Nutzerverwaltung sind Flexibilität, Wirtschaftlichkeit, Übersichtlichkeit und Sicherheit zu stellen. Diese konnten durch die entsprechenden Funktionalitäten der eingesetzten Middleware nur im geringen Maße erfüllt werden.

Konfigurationsmanagement besteht aus der Konfigurationsverwaltung, der Versionsverwaltung und dem Änderungsmanagement. Das in „TOP END“ enthaltene Modul ermöglicht jedoch nur eine aufwendige Konfigurations- und Versionsverwaltung, so daß nur ein unzureichendes Konfigurationsmanagement implementiert werden konnte.

Im Rahmen der Migration gilt es, Softwarekomponenten von der abgeschlossenen Entwicklung über den System- und Lasttest in die Produktion zu überführen. Der Prozeß der Softwareverteilung besteht aus Verteilung, Installation und Inbetriebnahme. Das theoretische Softwareverteilungs- und Migrationskonzept konnte bei MMO innerhalb von „TOP END“ mit geringen Einschränkungen umgesetzt werden.

Um „TOP END“ einzuführen, werden 831.000 DM investiert. Dabei wird voraussichtlich ein Personalaufwand von 240.000 DM anfallen. Der jährliche Aufwand für Wartung beträgt 112.000 DM und der jährliche Personalaufwand 380.000 DM. Der Nutzen muß aufgrund des über die Multifaktorenanalyse ermittelten Nutzenkoeffizienten von -0,41 als gering bezeichnet werden.

Die Zielsetzung der Diplomarbeit wurde erreicht. Auch hat sich der methodische Aufbau bewährt, da so die Anforderungen an die Dienste und Funktionalitäten einer Middleware definiert werden konnten, ohne durch die eingesetzte Middleware beeinflußt zu werden. Die im zweiten Teil der Arbeit erfolgte Darstellung der Umsetzung bot anschließend die Möglichkeit zu einer kritischen Betrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis iii
Tabellenverzeichnis vi
Abbildungsverzeichnis vii
1. Einleitung 1-1
2. Middleware 2-2
2.1 Begriffsbestimmung und Einordnung 2-2
2.1.1 Begriffsbestimmung 2-2
2.1.2 Middleware und Client/Server 2-5
2.1.3 Abgrenzung von Middleware 2-7
2.2 Kategorien von Middleware 2-8
2.2.1 Präsentationsdienste 2-9
2.2.2 Datenmanagementdienste 2-10
2.2.3 Applikationsdienste 2-12
2.2.4 Kommunikationsdienste 2-16
2.2.5 Objektmanagementdienste 2-18
2.2.6 Übergreifende Dienste 2-19
3. Mannesmann Mobilfunk 3-21
3.1 Das Unternehmen 3-21
3.2 Anforderungen an die Informationstechnologie 3-22
3.3 Entwicklung der Datenverarbeitung 3-24
3.4 Infrastruktur der Datenverarbeitung 3-27
3.5 Ziele der Middleware-Einführung bei Mannesmann Mobilfunk 3-30
3.6 Anforderungen an eine Middleware bei Mannesmann Mobilfunk 3-31
4. Einführung und Betrieb einer Middleware in der Theorie 4-33
4.1 Vorgehen für die Einführung einer Middleware 4-33
4.2 Begriffsbestimmung 4-37
4.3 Anforderungen an den Betrieb 4-38
4.3.1 Wirtschaftlichkeit 4-38
4.3.2 Sicherheit und Verfügbarkeit 4-38
4.3.3 Flexibilität 4-39
4.4 Theoretische Basis für den Betrieb einer Middleware 4-39
4.4.1 Architekturdesign 4-39
4.4.1.1 Entwicklungsumgebung 4-44
4.4.1.2 Produktionsumgebung 4-46
4.4.1.3 Systemtestumgebung 4-50
4.4.1.4 Lasttestumgebung 4-52
4.4.2 Sicherheitskonzept 4-52
4.4.3 Monitoring- und Operatingkonzept 4-62
4.4.4 Nutzerverwaltungskonzept 4-67
4.4.5 Konfigurationsmanagementkonzept 4-71
4.4.6 Softwareverteilungs- und Migrationskonzept 4-74
5. Einführung und Betrieb einer Middleware in der Praxis 5-80
5.1 Ablauf der Einführung einer Middleware 5-80
5.2 Praktischer Betrieb einer Middleware 5-81
5.2.1 Architekturdesign 5-82
5.2.1.1 Entwicklungsumgebung 5-83
5.2.1.2 Produktionsumgebung 5-85
5.2.1.3 Systemtestumgebung 5-91
5.2.1.4 Lasttestumgebung 5-93
5.2.2 Sicherheitskonzept 5-93
5.2.3 Monitoring- und Operatingkonzept 5-95
5.2.4 Nutzerverwaltungskonzept 5-97
5.2.5 Konfigurationsmanagementkonzept 5-100
5.2.6 Softwareverteilungs- und Migrationskonzept 5-101
5.3 Kosten und Nutzen einer Middleware 5-103
5.3.1 Einführungskosten 5-103
5.3.2 Betriebskosten 5-105
5.3.3 Nutzen 5-107
6. Schlußbetrachtung und Ausblick 6-109
7. Zusammenfassung 7-111
Anhang 113
Literaturverzeichnis 137
Glossar 141
Index 147

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.1 Ablauf der Einführung einer Middleware Die Einführung der Middleware „TOP END“ bei MMO wird einen Zeitraum von ca. zwei Jahren erfordern. 1996 wurde mit der durch den Arbeitskreis „Anwendungsarchitektur“ definierten Zielarchitektur die strategische Entscheidung durchgeführt. Die Zielarchitektur basiert auf dem Client/Server-Prinzip mit einer strikten Trennung der Präsentation, der Verarbeitung und der Datenverwaltung. Bis Oktober 1996 wurde anschließend mit dem Prototyp „Kundenrückgewinnung“ die Evaluierung durchgeführt, die in eine Empfehlung von „TOP END“ mündete. Der gesamte Prozeß wurde durch den Fachbereich Systemarchitektur mit sehr geringer Beteiligung des Systembetriebs und der Systemrealisierung durchgeführt. Mitte 1997 erfolgte der Beschluß, zwei Projekte mit „TOP END“ zu realisieren. Beide Projekte eigneten sich für den Einsatz einer Middleware, da der Bedarf bestand über mehrere Plattformen hinweg verteilte Anwendungssysteme zu implementieren. Zielsetzung eines der Projekte war es, im INTERNET die Einzelentgeltnachweise für D2-Kunden anzubieten. Aufgrund der erstmaligen Präsenz von MMO mit einem Dienst im INTERNET ist diese Anwendung als kritisch einzustufen. Die Einführung von „TOP END“ wurde entgegen dem in Kapitel „4.1 Vorgehen für die Einführung einer Middleware“ vorgestellten phasenweisen Vorgehen projektbezogen durchgeführt. Die Phasen Prototyp und Evaluierung wurden nicht getrennt. [...]

2. Installation 3. Inbetriebnahme Die Verteilung beinhaltet neben der eigentlichen Distribution auch die Auswahl der zu verteilenden Komponenten. Die Versionskonsistenz wird durch das Konfigurationsmanagement sichergestellt. Der der Auswahl schließt sich die Verteilung der Komponenten (= Softwarepakete) auf die Zielsysteme an. Bei den Zielsystemen handelt es sich um die Rechnersysteme, auf denen die Komponenten anschließend installiert werden sollen. Es ist die automatische - batchorientierte - und die manuelle Verteilung zu unterscheiden. Eine manuelle Verteilung ist nur für kleine Softwarepakete oder in Ausnahmefällen zu verwenden, da diese online durchgeführt wird. Normalerweise wird die Verteilung automatisch und meist nachts durchgeführt. Die dazu notwendigen Schedulingmechanismen müssen durch das Tool bereitgestellt werden. Nach der Installation der Komponenten erfolgt die Verteilung. Die Installation fügt die Softwarepakete so in das Betriebssystem oder die Middleware ein, daß diese schnell und problemlos in Betrieb genommen werden können. Sie kann automatisch oder manuell erfolgen. Der Erfolg automatischer Installationsprozeduren muß z.B. anhand von Protokollmechanismen überprüfbar sein. Erst mit der Inbetriebnahme beginnt die produktive Nutzung der Komponenten. Auch die Inbetriebnahme kann automatisch oder manuell erfolgen. Eine automatische Inbetriebnahme ist jedoch in der Praxis eher selten, da bei Problemen unter Umständen ein Administrator nicht umgehend zur Verfügung steht. In Ausnahmefällen jedoch kann eine vollständig automatisierte Softwareverteilung - im weiteren Sinne zwingend notwendig sein. Diese Notwendigkeit ergibt sich, wenn ein Anwendungssystem über mehrere Plattformen hinweg zeitgleich in Betrieb genommen werden muß. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Einsatz von Datenbankapplikationen, bei denen die Frontends direkt vom Design der Datenbank abhängig sind. [...]

bestände definierbar sein müssen. Durch die zweiphasige Autorisierung ist dies möglich. Wirtschaftlichkeit stellt eine wichtige Anforderung an eine Nutzerverwaltung dar, wenn diese im realen Unternehmen praktiziert werden soll. Die Nutzerverwaltung darf nicht aufwendig sein, um die geforderte Flexibilität und Sicherheit wirtschaftlich bereitzustellen. Es müssen Hilfsmittel zur Verfügung stehen, die eine einfache Nutzerverwaltung ohne großen Personalaufwand ermöglichen. Dazu gehört ebenfalls die Verwendung von Templates und Gruppen, die eine Verwaltung einer Vielzahl von Nutzern möglich machen. Der Mehraufwand aufgrund der zusätzlichen Nutzerverwaltung innerhalb der Ressourcenmanager ist durch Verwendung von automatisierten Schnittstellen zu beschränken. Übersichtlichkeit wird zu einem wichtigen Punkt, sobald eine größere Anzahl von Nutzern zu verwalten ist. Dann ist es notwendig, daß jederzeit mit einfachen Hilfsmitteln genau ermittelt werden kann, welcher Nutzer auf welche Funktionen Zugriff hat. Entsprechendes gilt auch für Gruppen und Templates. Eine Darstellung, wie die Nutzer den Gruppen und die Templates den Nutzern bzw. Gruppen zugeordnet sind, muß realisierbar sein. Diese Übersicht sollte sich ebenfalls über die Grenzen der Middleware hinaus erstrecken, so daß ein globaler Einblick in die Nutzerstrukturen der Ressourcenmanager möglich ist. Aus Sicht des Nutzers bedeutet Übersichtlichkeit, daß er für alle Anwendungssysteme und Datenbestände immer nur eine UserID mit einem Paßwort benötigt - das „Einmal-Login-Konzept“. Die Anforderung der Sicherheit bezieht sich auf den schon beschriebenen Aspekt des Datenschutzes. Der Einsatz eines Nutzerverwaltungstools stellt eine sinnvolle Möglichkeit dar, um eine wirtschaftliche, flexible, übersichtliche und sichere Nutzerverwaltung zu realisieren. [...]

Arbeit zitieren:
Faure, Heiko K.P. September 1998: Betrieb einer Middleware als strategische Plattform für die Informationstechnologie in der Telekommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
DTPM, TopEnd, Middelware, Transaktionsmanager, Systembetrieb

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