Betrieb des Fuhrparks des Landkreises Kassel mit Flüssiggas und damit verbundene ökonomische und ökologische Aspekte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Schölzel
- Abgabedatum: August 2007
- Umfang: 40 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Verwaltungsfachhochschule in Wiesbaden Deutschland
- Bibliografie: ca. 7
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1594-5
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schölzel, Marc August 2007: Betrieb des Fuhrparks des Landkreises Kassel mit Flüssiggas und damit verbundene ökonomische und ökologische Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Autogas, Flüssiggas, Fuhrpark, Schadstoffausstoß, Erdgas
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Diplomarbeit von Marc Schölzel
Einleitung:
In Zeiten knapper Haushaltsmittel bei der öffentlicher Hand und der nicht verstummenden Klimadiskussion suchen auch die Kommunen nach neuen Wegen, um Kosteneinsparungen zu erzielen und Umweltbelastungen zu reduzieren.
Ein nicht geringes Einsparungspotential aus sowohl ökonomischer als auch ökologischer Sicht besteht beim Betrieb kommunaler Fahrzeugflotten mit alternativen Energieträgern wie zum Beispiel Rapsmethylester (Biodiesel), Wasserstoff, Erdgas und Autogas.
Der Landkreis Kassel hat aufgrund dieser neuen Denkweise im Jahr 2005 eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen und begonnen, seinen Fuhrpark schrittweise auf Autogasantrieb umzustellen.
Nachdem zum Zeitpunkt der Verfassung dieser Arbeit 18 Monate seit der Einführung verstrichen sind und der Umrüstgrad des Fuhrparks weiter fortgeschritten ist, soll in diesem Werk untersucht werden, ob sich der Flüssiggasbetrieb für den Landkreis Kassel tatsächlich als wirtschaftlich erweist, welche zusätzlichen Einsparungen noch erzielt werden können und ob sich die Umstellung eventuell positiv auf die Umwelt auswirkt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Darstellung der Ausgangssituation | 1 |
| 1.2 | Der Einsatz von Flüssiggas in der Fahrzeugtechnik | 2 |
| 2. | Untersuchung der aktuellen Situation und Betrachtung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten | 5 |
| 2.1 | Umrüststatus der Dienstfahrzeuge im Juli 2007 | 5 |
| 2.2 | Standort Kassel | 7 |
| 2.2.1 | Dienstfahrzeugpool Wilhelmshöher Allee | 7 |
| 2.2.2 | Fahrzeuge der Zwangsvollstreckung am Standort Wilhelmshöher Allee | 9 |
| 2.2.3 | Sonstige Fahrzeuge Standort Kassel Wilhelmshöher Allee | 10 |
| 2.2.4 | Außenstelle Kulturbahnhof | 11 |
| 2.2.5 | Außenstelle Kassel Waldau | 12 |
| 2.3 | Standort Hofgeismar | 13 |
| 2.3.1 | Dienstfahrzeuge Manteufelanlage | 13 |
| 2.3.2 | Dienstfahrzeuge Garnisonstraße | 14 |
| 2.3.3 | Dienstfahrzeug Kasinoweg | 14 |
| 2.4 | Standort Wolfhagen | 15 |
| 2.4.1 | Wolfhagen Ritterstraße | 15 |
| 2.4.2 | Wolfhagen Liemeckestraße | 15 |
| 2.5 | Eigene Gastankstellenanlage am Standort Kassel Wilhelmshöher Allee | 17 |
| 3. | Kurzbetrachtung der Umstellung auf Autogas unter ökologischen Gesichtspunkten | 22 |
| 3.1 | Reduzierung der CO²-Emmissionen | 22 |
| 3.2 | Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes | 23 |
| 4. | Probleme | 24 |
| 4.1 | Volkswagen | 24 |
| 4.2 | Schwierigkeiten bei der Einführung der ersten Autogasfahrzeuge | 25 |
| 4.2.1 | Ausschreibungstext | 25 |
| 4.2.2 | Fehlende Informationen zum Tankstellennetz | 26 |
| 4.3 | Bisherige Probleme bei der Betankung der Fahrzeuge und fehlende Praxiserfahrung beim Fahren mit Autogas | 27 |
| 5. | Zusammenfassung | 28 |
| Literaturverzeichnis | 30 | |
| Anhang | 31 |
Textprobe:
Kapitel 4., Probleme:
Wie viele Neuerungen ist auch die Einführung der Autogasfahrzeuge beim Landkreis Kassel mit einigen Schwierigkeiten und Problemen verbunden. Es handelt sich dabei um ganz unterschiedliche Faktoren, die auf die Umstellung einwirken.
Probleme gibt es damit, dass der Fuhrpark beim Landkreis Kassel fast ausschließlich aus Fahrzeugen der Marke Volkswagen besteht und auch weiterhin überwiegend Fahrzeuge dieser Marke beschafft werden.
Weitere Probleme gab es in der Vergangenheit bei der Einführung der ersten Autogasfahrzeuge sowie zum Zeitpunkt der Verfassung dieser Arbeit mit der Akzeptanz der Autogasfahrzeuge und der Bequemlichkeit der Kreisbediensteten Gas zu tanken.
Volkswagen:
Aufgrund der Ausschreibungsergebnisse ergibt sich beim Landkreis Kassel in den meisten Fällen die Situation, dass Fahrzeuge der Marke Volkswagen beschafft werden.
Mit dieser Tatsache sind bei der Umrüstung auf Autogas einige Schwierigkeiten verbunden. Zwar ist die Produktpalette des Volkswagenkonzerns hinsichtlich Fahrzeugtypen und Motoren sehr umfassend, jedoch werden bei Volkswagen in vielen Fahrzeugen sogenannte FSI-Motoren verbaut, die sich für eine Umrüstung auf Autogas nur bedingt eignen.
Hierzu ist anzumerken, dass lediglich Volkswagen mit dieser Technik arbeitet. Turbo- oder Kompressormotoren anderer Hersteller sind ohne Einschränkungen auf Autogas umrüstbar.
Aufgrund der rechtlichen Bindung an die Ausschreibungsergebnisse, in denen sich in der Vergangenheit in den meisten Fällen Volkswagen als günstigster Anbieter erwies, und der Tatsache, dass auf einige Motoren aus o. g. Gründen verzichtet werden muss, war es beispielsweise erforderlich, die drei Volkswagen Passat mit Autogasantrieb in der 75-KW-Variante zu beschaffen, da nur dort eine Umrüstung auf Autogas möglich war. Dies führte dazu, dass die Fahrzeuge aufgrund der geringen Leistung stark untermotorisiert wirken.
Als weiteres Problem ist festzustellen, dass aufgrund der Vorgaben, die bei den Ausschreibungen gemacht werden, die Teilnahme anderer Automobilhersteller an den Ausschreibungsverfahren nur sehr gering ist.
Die Praxis hat gezeigt, dass sich lediglich die Volkswagenautohäuser aus dem Großraum Kassel an den öffentlichen Ausschreibungen beteiligen. Dies führt dazu, dass es wenige Vergleichsmöglichkeiten bei den abgegebenen Angeboten gibt.
Nach dem Vergleich aller in der Vergangenheit abgegebenen Angebote ist festzustellen, dass darin und in den daraus später resultierenden Leasingverträgen die in den Fahrzeugen verbauten Autogasanlagen komplett berechnet werden.
Diese Verfahrensweise der Autohäuser ist nicht ganz korrekt, zumal die Autogasanlagen nach 48 Monaten nicht wertlos sind und die Fahrzeuge nach Ablauf des Leasingzeitraumes mit eingebauter Gasanlage einen im Vergleich zu Fahrzeugen ohne Gasanlage höheren Wiederverkaufswert haben.
Die Tatsache, dass die Autogasanlagen über den 48-monatigen Leasingzeitraum dem Landkreis Kassel komplett berechnet werden, wirkt sich sehr negativ auf die mit dem Autogasbetrieb erzielten Einsparungen aus. Durch die im Vergleich zu Benzinfahrzeugen durchschnittlich 600,00 Euro höheren jährlichen Leasingraten pro Fahrzeug werden in vielen Fällen – besonders bei den sparsameren Volkswagen Fox – die Kosteneinsparungen stark gemindert.
In Zukunft sollte bei der Beschaffung weiterer Fahrzeuge beim Abschluss der Leasingverträge darauf geachtet werden, dass eine moderatere Erhöhung der Leasingraten bei Autogasfahrzeugen erfolgt und der Autogasanlageneinbau nicht komplett über die Leasingraten finanziert wird.
Schwierigkeiten bei der Einführung der ersten Autogasfahrzeuge:
Bei der Einführung der ersten Autogasfahrzeuge beim Landkreis Kassel ergaben sich auch noch weitere Schwierigkeiten, die sich anfangs negativ auf die Einsparungen und auch das Image der Autogasfahrzeuge auswirkten.
Ausschreibungstext:
Da Autogasfahrzeuge und deren Technik anfangs in der Kreisverwaltung – wie auch bei einem Großteil der restlichen Bevölkerung – völlig unbekannt waren, war zunächst nicht klar, wie die Ausschreibung erfolgen und welche Eigenschaften man den ausgeschriebenen Fahrzeugen abverlangen sollte.
So erfolgten die ersten Ausschreibungen lediglich mit dem Passus „Gasanlage für den Betrieb mit Flüssiggas (Autogas) nach dem neusten Stand der Technik inklusive Tankbehälter in der Reserveradmulde anstelle von Reserverad“.
Durch diesen Anforderungstext wurden den Leasingpartner bei der Ausgestaltung der Gasanlage alle Möglichkeiten offengelassen. Dies führte mit sich, dass an fast allen Fahrzeugen der so genannte DISH-Tankanschluss verbaut wurde.
Dieser kann zwar ziemlich unauffällig im Karosserieblech oder den Stoßstangen verbaut werden, hat jedoch den Nachteil, dass bei der Betankung der Fahrzeuge immer ein Adapter erforderlich ist, der vorher aufgeschraubt und nach der Betankung wieder entfernt werden muss.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836615945
Arbeit zitieren:
Schölzel, Marc August 2007: Betrieb des Fuhrparks des Landkreises Kassel mit Flüssiggas und damit verbundene ökonomische und ökologische Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Autogas, Flüssiggas, Fuhrpark, Schadstoffausstoß, Erdgas



