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Bestimmung sehr schneller Übergangsraten in Markov-Prozessen durch verbesserte Berücksichtigung der Amplitudenverteilung im direkten Zeitreihenfit

Bestimmung sehr schneller Übergangsraten in Markov-Prozessen durch verbesserte Berücksichtigung der Amplitudenverteilung im direkten Zeitreihenfit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Philipp Harlfinger
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 112 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2515-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2515-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2515-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Harlfinger, Philipp Mai 2000: Bestimmung sehr schneller Übergangsraten in Markov-Prozessen durch verbesserte Berücksichtigung der Amplitudenverteilung im direkten Zeitreihenfit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Betaverteilungen, Patch-Clamp-Technik, Besselfilter, Ionenkanäle, Markov-Modell

Diplomarbeit von Philipp Harlfinger

Einleitung:

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Auswertung von Patch-Clamp-Messungen. Die Patch-Clamp-Technik, mit deren Hilfe der Strom durch einzelne Ionenkanäle einer biologischen Membran gemessen werden kann, ermöglicht die Erforschung von Schaltprozessen der Transportmoleküle.

Die Analyse der mit der Patch-Clamp-Technik gemessenen Kanalströme geht davon aus, dass das Verhalten der Kanäle durch Markov-Modelle beschrieben werden kann. Markov-Modelle haben eine endliche Anzahl diskreter Zustände, zwischen denen das Transportmolekül wechseln kann. Die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen den verschiedenen Zuständen verändern sich nicht mit der Zeit und hängen insbesondere nicht davon ab, wie lange das Transportmolekül in einem Zustand verweilt hat und in welchem Zustand es vorher war. Dieser einfache Aufbau der Markov-Modelle führt dazu, dass sie sich gut mathematisch behandeln lassen.

Ziel der Arbeit ist es, das Zeitauflösungsvermögen für die Bestimmung der Übergangsraten zwischen den verschiedenen Zuständen des Markov-Modells zu verbessern. Der konkrete Ansatzpunkt liegt darin, im "Direkten Zeitreihenfit" den bis jetzt vernachlässigten Einfluss des Tiefpassfilters auf die Verteilung der Stromwerte zu berücksichtigen. Im "Direkten Zeitreihenfit", einem Verfahren, das ursprünglich für die Spracherkennung entwickelt wurde, wird mit einem Prädiktionsalgorithmus ein Wert für den nächstfolgenden Stromwert vorhergesagt und dieser vorhergesagte Wert mit dem tatsächlichen Messwert verglichen.

Zusammenfassung:

Ergebnis der Arbeit ist es, dass durch geeignete Wahl der Parameter das Zeitauflösungsvermögen gegenüber vorhandenen Auswerteverfahren um den Faktor 10 gesteigert werden kann. Es können damit Übergangsraten bis zum Zehnfachen der Abknickfrequenz des Tiefpassfilters erkannt werden.

Eine wichtige Vorarbeit besteht in der Untersuchung des Einflusses von Tiefpassfiltern (Besselfiltern) verschiedener Ordnung auf die Verteilung der Stromwerte eines zwischen diskreten Zuständen wechselnden Signals. Diese Untersuchungen sind deswegen interessant, weil jedes Signal, das digital aufgezeichnet werden soll, vorher gefiltert werden muss.

Speziell geht es hier um die Fragestellung der analytischen Berechenbarkeit der Verteilung der Stromwerte. Bekannt ist die Theorie der Betaverteilungen, mit der die Verteilung für solche Signale berechnet werden kann, die mit einem Filter erster Ordnung gefiltert wurden. In realen Aufzeichnungsanlagen kommen aber wegen des günstigeren Frequenzganges in der Regel Filter höherer Ordnung zum Einsatz. In dieser Arbeit werden Korrekturfaktoren gesucht, mit denen die Theorie der Betaverteilungen auf Filter höherer Ordnung übertragen werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Grundlagen 3
2.1 Die gemessene Zeitreihe 3
2.2 Das Amplitudenhistogramm 4
2.3 Rekonstruktion der originalen unverrauschten Zeitreihe 5
2.4 Die Dwell-Time-Analyse 6
2.5 Der direkte Zeitreihenfit 7
3. Das Amplitudenhistogramm bei schnellem Schalten 10
3.1 Einleitung 10
3.2 Betaverteilungen 13
3.3 Die Aufgabe dieser Arbeit 14
4. Betaverteilungen höherer Ordnung 17
4.1 Das Problem der Filterunghöherer Ordnung 17
4.2 Angleichen der Sprungantworten 18
4.3 Vierpoliges Besselfilter 22
4.4 Zwei- und achtpoliges Besselfilter 27
4.5 Versuch der direkten Optimierung des einpoligen Ersatzfilters 28
4.6 Folgerungen für Fitverfahren 29
5. Testmethoden 30
5.1 Vorgehensweise 30
5.2 Simulation von Patch-Clamp-Zeitreihen 31
5.3 Rauschabhängigkeitstest 32
5.4 Reichweitentest 33
6. Test des Betafits 35
6.1 Einleitung 35
6.2 Ergebnisse 36
6.3 Diskussion 37
7. Verbesserte Variante des Betafits 39
7.1 Unterschiedliche Verteilungen in Abhängigkeit vom Stromwert 39
7.2 Ergebnisse des Rauschabhängigkeitstests 41
7.3 Ergebnisse des Reichweitentests 43
8. Der verbesserte Betafit mit anderen Gaußverteilungen 46
8.1 Andere Normierung der Gaußverteilungen gi(y) aus Gleichung 7.2 46
8.2 Verschiebung der Gaußverteilungen gi(y) aus Gleichung 7.2 50
8.3 Folgerungen 52
9. Der Prädiktionsfit 52
10. Test des Prädiktionsfits mit dem Positionsfaktor g=1/2 54
10.1 Rauschabhängigkeitstest 54
10.2 Reichweitentest 55
10.3 Diskussion 56
10.4 Abhängigkeit der Ergebnisse von der Besetzungswahrscheinlichkeit 56
10.5 Abhängigkeit der Ergebnisse von den Anfangswerten 60
10.6 Ergebnisse beim Fünf-Zustands-Modell 61
11. Der Prädiktionsfit mit anderen Positionsfaktoren 64
11.1 Einführung 64
11.2 Reichweitentest 66
12. Der Prädiktionsfit mit variablen Positionsfaktoren 67
12.1 Analytische Beziehung zwischen Reichweite und Positionsfaktor 67
12.2 Variable Positionsfaktoren bei einpolig gefilterten Zeitreihen 72
12.3 Andere Abknickfrequenz des vierpoligen Filters 75
13. Der Prädiktionsfit mit variablen Positionsfaktoren beim Zwei-Zustands-Modell 77
13.1 Einleitung 77
13.2 Abhängigkeit der Ergebnisse von der Besetzungswahrscheinlichkeit 78
13.3 Abhängigkeit der Ergebnisse von den Anfangswerten 82
13.4 Abhängigkeit der Ergebnisse vom Rauschen 85
13.5 Folgerung 89
14. Der Prädiktionsfit mit variablen Positionsfaktoren beim Fünf-Zustands-Modell 91
14.1 Vorgehensweise 91
14.2 Positionierung der Sprungverteilungen nach Gleichungen 12.1/12.2 91
14.3 R-g-Gleichung beim Fünf-Zustands-Modell 93
15. Fazit und Ausblick 96
16. Zusammenfassung 99
Literaturverzeichnis .101
Danksagung .104
Erklärung 105

Arbeit zitieren:
Harlfinger, Philipp Mai 2000: Bestimmung sehr schneller Übergangsraten in Markov-Prozessen durch verbesserte Berücksichtigung der Amplitudenverteilung im direkten Zeitreihenfit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Betaverteilungen, Patch-Clamp-Technik, Besselfilter, Ionenkanäle, Markov-Modell

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