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Bestimmung der Nutzungseignung von Gewerbeflächen für eine differenzierte Standortentwicklung

Für diese Studie erhielt der Autor im Jahr 2000 den Immobilien-Forschungspreis der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung sowie den Anerkennungspreis des DIFA-Awards 2001.
Bestimmung der Nutzungseignung von Gewerbeflächen für eine differenzierte Standortentwicklung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Sorsch
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 328 Seiten
  • Dateigröße: 3,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3107-5
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3107-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Für diese Studie erhielt der Autor im Jahr 2000 den Immobilien-Forschungspreis der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung sowie den Anerkennungspreis des DIFA-Awards 2001.
  • Arbeit zitieren: Sorsch, Thomas Mai 2000: Bestimmung der Nutzungseignung von Gewerbeflächen für eine differenzierte Standortentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Standorteignung, Standortentwicklung, Standortanforderung, Standortpotential, Nutzwertanalyse

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Diplomarbeit von Thomas Sorsch

Die Studie ist aufgrund des Seitenumfangs nur in digitaler Form (CD oder Download) erhältlich.

Zusammenfassung:

Die wirtschaftliche Entwicklung einer Gemeinde hängt stark von der Standortgunst der gewerblichen Bauflächen, d.h. von der Qualität der relevanten Rahmenfaktoren ab. Die Ansprüche daran sind nicht einheitlich, sondern unterscheiden sich zwischen den potentiellen Nutzergruppen. Um ein attraktives Angebot an geeigneten Gewerbeflächen für Investoren zu schaffen, ist eine Strategie der differenzierten Standortentwicklung notwendig. Dazu bedarf es der genauen Kenntnis über die Potentiale der Standorte und die Anforderungen relevanter Zielgruppen.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Aufstellung eines Verfahrens, mit dem Gewerbestandorte auf ihre Eignung für bestimmte Zielgruppen untersucht werden können. Dabei werden neue nutzwertanalytische Ansätze mit verbal-argumentativen Bewertungsbestandteilen eingearbeitet, die einen flexiblen Interpretationsspielraum zulassen. Inhaltlich aufgebaut ist das Verfahren in drei Bausteine: einer Stärken-Schwächen-Analyse zur Bestimmung des Standortpotentials, einer Zielgruppenanalyse zur Ermittlung der Standortanforderungen und einer Analyse der Standorteignung. Die ersten beiden Bausteine können unabhängig voneinander abgearbeitet werden und dienen dem letzen als Datengrundlage.

Es erfolgt zunächst eine strikte Trennung zwischen Potentialen und Anforderungen, was aufgrund der unterschiedlichen Zielsysteme beider Akteure (Kommune und Unternehmen) notwendig ist. Die Analyse der Standorteignung untersucht schließlich anhand von kriteriellen Paarvergleichen die Wechselwirkung zwischen Standortgegebenheiten und -anforderungen. Sie orientiert sich am kommunalen Zielsystem, in dem eine optimale, qualitative Flächenausnutzung angestrebt ist. Diese ist dann erreicht, wenn die Muster beider Seiten übereinstimmen. Wert gelegt wird vor allem auf eine tiefgründige Betrachtungsweise, wozu ein detaillierter Kriterienkatalog die Basis ist. Visuell dargestellt werden die Ergebnisse in Form von Profilen und Matrizen.

Erprobt wird das Verfahren anhand ausgewählter Gewerbegebiete der Stadt Leipzig und einiger Branchen des Verarbeiteten Gewerbes sowie der Logistikunternehmen und des produzierenden Handwerks. Als Endergebnis werden die Standorte durch die Ausgabe von Nutzwerten nicht in eine Besser-Schlechter-Beziehung gebracht sondern durch eine Einteilung in Grade der Nutzungseignung den Zielgruppen zugeordnet.

Bei den Recherchen zur Arbeit und der Aufstellung von Standort- und Branchenprofilen ergaben sich teilweise neue Erkenntnisse, die bei dem Verfolgen einer Strategie der differenzierten Standortentwicklung zu beachten sind. Das betrifft insbesondere die Informationsbeschaffung und -verarbeitung, an die hohe Ansprüche gestellt werden, wenn die Resultate eine qualitativ hohe Aussagekraft haben sollen. Das entwickelte Verfahren und die systematische Aufbereitung des Entscheidungsvorbereitungsprozesses dienen schließlich auch als Ansatz für eine DV-technische Umsetzung zu einem einsatzfähigen Instrumentarium für die kommunale Planungspraxis.

Inhaltsverzeichnis:

Vorbetrachtungen I
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis XI
Tabellenverzeichnis XV
Abkürzungsverzeichnis XVIII
Index XIX
1. Abschnitt: Kommunales Gewerbeflächenmanagement in der Stadtplanung 1
A. Quantitative Angebotsplanung von Gewerbeflächen 2
B. Differenzierte Standortentwicklung als Instrument qualitativer Gewerbeflächenpolitik 3
2. Abschnitt: Standortangebot 6
A. Stärken-Schwächen-Analyse zur Bestimmung des Standortpotentials 6
I. Methode der Stärken-Schwächen-Analyse 7
II. Potentiale von Gewerbestandorten aus kommunaler Sicht 12
a) Grundstück 13
1. Fläche 13
2. Bebaubarkeit 14
3. Zeitliche Verfügbarkeit 15
4. Altlasten 15
5. Konflikte mit der Nachbarnutzung 16
6. Gebäude 17
7. Bodenrichtwert 17
b) Verkehrsinfrastruktur 18
1. Verkehrsgeographische Lage 18
2. Verkehrsverträglichkeit 19
c) Nachrichtenübermittlung 20
d) Technische Ver- und Entsorgung 20
1. Versorgung 21
2. Entsorgung 21
e) Arbeitsmarkt 22
1. Erwerbspersonen 22
2. Bildungseinrichtungen 23
3. Forschungseinrichtungen 24
f) Agglomeration 24
1. Siedlungsstruktur 24
2. Lage in der Region 25
3. Lage im städtischen Raum 26
g) Wirtschaftsstruktur und Fertigung 26
1. Gebietsprägung 26
2. Gebietseignung 27
3. Regionalstruktur 28
h) Kommunalpolitische Rahmengestaltung 29
1. Bauleitplanung 29
2. Gewerbepolitik 30
3. Haushaltsgleichgewicht 30
B. Potentiale ausgewählter Gewerbestandorte 31
3. Abschnitt: Standortnachfrage 35
A. Zielgruppenanalyse zur Bestimmung der Standortanforderungen 36
I. Methode der Zielgruppenanalyse 36
II. Branchenspezifische Anforderungen an Gewerbestandorte 38
a) Grundstück 39
1. Fläche 39
2. Bebaubarkeit 40
3. Zeitliche Verfügbarkeit 41
4. Altlasten 41
5. Konflikte mit der Nachbarnutzung 41
6. Gebäude 42
7. Grundstückskosten 43
b) Verkehrsinfrastruktur 43
1. Anbindung an das Verkehrsnetz 44
2. Verkehrsqualität 44
c) Nachrichtenübermittlung 45
d) Technische Ver- und Entsorgung 46
1. Versorgung 46
2. Entsorgung 47
e) Arbeitsmarkt 47
1. Quantitativer Bedarf an Humankapital 47
2. Qualifikation des Humankapitals 48
3. Rahmenbedingungen 48
f) Agglomeration 49
1. Verdichtung 49
2. Lage im Raum 50
g) Wirtschaftsstruktur und Fertigung 52
1. Gebietsprägung 52
2. Gebietseignung 53
3. Regionalstruktur 54
h) Kommunalpolitische Rahmengestaltung 54
1. Planungssicherheit 54
2. Administrative Regelungen 55
B. Nutzungsanforderungen ausgewählter Zielgruppen 55
I. Branchen des Verarbeitenden Gewerbes 56
II. Logistik und Lagerhaltung 57
III. Produzierendes Handwerk 58
4. Abschnitt: Standorteignung 60
A. Nutzwertanalyse zur Bestimmung geeigneter Nutzungen von Gewerbeflächen 61
I. Methodik des nutzwertanalytischen Verfahrens 62
II. Modellierung eines Instrumentariums zur Entscheidungsvorbereitung im Rahmen der differenzierten Standortentwicklung 68
B. Untersuchung der ausgewählten Gewerbestandorte 72
C. Schlussfolgerungen für eine Strategie der differenzierten Standortentwicklung 74
Resümee 78
Anhang 1: Kriterien des Standortpotentials und der Standortanforderungen XX
A. Standortpotential XX
B. Standortanforderungen XXI
Anhang 2: Transformationsregeln für das ordinale Skalensystem XXII
A. Standortpotential XXII
I. Grundstück XXII
II. Infrastruktur XXV
III. Wirtschaft XXVIII
IV. Kommunalpolitische Rahmengestaltung XXXI
B. Standortanforderungen XXXIII
I. Grundstück XXXIII
II. Infrastruktur XXXVI
III. Wirtschaft XL
IV. Kommunalpolitische Rahmengestaltung XLII
Anhang 3: Umweltbelastungen durch die Industrie XLIII
Anhang 4: Abstände zwischen Industrie- bzw. Gewerbegebieten und Wohngebieten im Rahmen der Bauleitplanung XLIV
Anhang 5: Vergleichende Gegenüberstellung von Potential- und Anforderungsseite XLV
Anhang 6: Zusammenfassung von Kriterien bzw. Indikatoren der Potential- und Anforderungsseite XLVI
A. Standortpotential XLVI
I. Grundstück XLVI
II. Infrastruktur XLVII
III. Wirtschaft XLVII
IV. Kommunalpolitische Rahmengestaltung XLIX
B. Standortanforderungen L
I. Grundstück L
II. Infrastruktur L
III. Wirtschaft LII
Anhang 7: Kriterien der Potential- und Anforderungsseite nach erfolgter Zusammenfassung LIV
Anhang 8: Paarvergleiche zur Bestimmung von Teilnutzwerten LV
A. Zuordnung der Referenzmatrizen für den Paarvergleich LV
I. Grundstück LV
II. Infrastruktur LVI
III. Wirtschaft LVII
IV. Kommunalpolitische Rahmengestaltung LX
B. Referenzmatrizen LX
Anhang 9: Gewerbeflächen im Stadtgebiet Leipzig LXII
A. Verteilung der gewerblichen Bauflächen in Leipzig LXII
B. Gewerbegebietspässe LXIII
I. Gebietspaß 07: Mockauer Straße LXIII
II. Gebietspaß 08: Rackwitzer Straße LXIV
III. Gebietspaß 09: Rohrteichstraße LXV
IV. Gebietspaß 10: Leipzig Nordost LXVI
V. Gebietspaß 11: Bautzner Straße (Ost) LXVII
VI. Gebietspaß 12: Torgauer Straße (Technologiepark) LXVIII
VII. Gebietspaß 13: Permoser Straße LXIX
VIII. Gebietspaß 14: Torgauer Straße LXX
IX. Gebietspaß 15: Schongauerstraße LXXI
X. Gebietspaß 16: Riesaer Straße LXXII
XI. Gebietspaß 17: Geithainer Straße LXXIII
Anhang 10: Standortprofile LXXIV
A. Leipzig – Kommunales Profil LXXIV
B. Gewerbegebiete LXXV
I. Gewerbegebiet Mockauer Straße LXXV
II. Gewerbegebiet Rackwitzer Straße LXXVI
III. Gewerbegebiet Rohrteichstraße LXXVII
IV. Gewerbegebiet Leipzig Nordost LXXVIII
V. Gewerbegebiet Bautzner Straße (Ost) LXXIX
VI. Gewerbegebiet Torgauer Straße (Technologiepark) LXXX
VII. Gewerbegebiet Permoser Straße LXXXI
VIII. Gewerbegebiet Torgauer Straße LXXXII
IX. Gewerbegebiet Schongauerstraße LXXXIII
X. Gewerbegebiet Riesaer Straße LXXXIV
XI. Gewerbegebiet Geithainer Straße LXXXV
C. Gesamtübersicht der Standortprofile LXXXVI
Anhang 11: Klassifikation der ausgewählten Gewerbestandorte LXXXVII
A. Potentiale LXXXVIII
I. Grundstück LXXXVIII
II. Verkehrsinfrastruktur LXXXIX
III. Technische Ver- und Entsorgung XC
IV. Wirtschaft und Kommunalpolitische Rahmengestaltung XCI
B. Gesamtdarstellung XCII
Anhang 12: Branchenprofile XCIII
A. Verarbeitendes Gewerbe XCIII
I. Ernährungsindustrie XCIII
II. Maschinenbau XCIV
III. Metallverarbeitung XCV
IV. Textilindustrie XCVI
V. Bekleidungsindustrie XCVII
VI. Chemische Industrie XCVIII
VII. Elektrotechnische Industrie XCIX
VIII. Druckindustrie C
B. Logistik CI
C. Produzierendes Handwerk CII
Anhang 13: Standorteignung CIII
A. Nutzwertermittlung CIII
I. Verarbeitendes Gewerbe CIV
II. Logistik CXII
III. Produzierendes Handwerk CXIII
B. Ergebnis CXIV
I. Berechnungsgrundlage für die Einteilung in Grade der Nutzungseignung CXIV
II. Gesamtdarstellung der branchenspezifischen Eignung der Standorte CXV
Abstract CXVI
Quellenverzeichnis CXVII
Eidesstattliche Erklärung CXXXI

Automatisiert erstellter Textauszug:

! Mindestanforderungen, ! Präferenzen sowie ! Indifferenzen. Es existieren eine Reihe von Faktoren und Kriterien, deren Beachtung für den Er186 folg der Unternehmen einer Zielgruppe von großer Bedeutung ist. An sie werden bestimmte Mindestansprüche gestellt, die am Standort in der geforderten Weise unbe187 dingt erfüllt sein müssen. Diese sogenannten K.O.-Kriterien dienen dazu, eine Vorselektion der Standortalternativen durchzuführen. Anderseits existieren aber auch Kriterien, bei denen die Zielgruppe eine bestimmte Eigenschaft präferiert. Eine Nichtübereinstimmung führt nicht automatisch zum Ausschluß des Standortes, sondern geht, zwar mit einem entsprechend negativen Werturteil, in die Gesamtbeurteilung ein. Ein komplementäres Kriterium mit einer starken Ausprägung kann die negative Bewertung schon wieder kompensieren. Es ist denkbar, daß für eine Zielgruppe bestimmte Kriterien bei einer Standortwahl keine wesentliche Rolle spielen, sie möglichen Gegebenheiten somit indifferent gegenüber steht. In der Praxis würden diese Kriterien unberücksichtigt bleiben. Je differenzierter aber die Verflechtungen des Betriebes mit seiner Umwelt sind, um so mehr Kriterien müssen bei einer Standortsuche angesetzt werden.188 [...]

Mittels einer Zielgruppenanalyse sollen die spezifischen Standortanforderungen von Zielgruppen ermittelt, aufbereitet und in strukturierter Form visuell dargestellt werden. Sie läßt Einflußfaktoren erkennen, die das Rentabilitätspotential der Unternehmen besonders beeinflussen (Kriterien mit hohen Anforderungen).179 Es werden aber auch Faktoren sichtbar, die nur eine untergeordnete Bedeutung haben und somit die Standortwahl kaum behindern (Kriterien mit geringen Anforderungen). Diese Informationen sollen der Kommune schließlich dazu dienen, geeignete Rahmenbedingungen für unternehmerische Aktivitäten in der Gemeinde zu schaffen.180 Dazu zählt z.B. auch die Bereitstellung geeigneter Flächen, entsprechend den Anforderungen der Investoren. Für eine Kommune sind Zielgruppen bestimmte abgrenzbare Gruppen von potentiellen Nutzern gewerblicher Flächen, die für die wirtschaftliche Entwicklung einer Gemeinde von besonderer Bedeutung sind. Von Interesse sollen hier insbesondere die Wirtschaftszweige des sekundären Sektors sein. Deren spezifische Standortanforderungen weisen untereinander eine sehr heterogene Struktur auf, so daß sich Verallgemeinerungen nur begrenzt anstellen lassen.181 Die Schwierigkeit, zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu gelangen, liegt in dem komplexen System vielfältiger, qualitativer Anforderungen, die sich sowohl zwischen den verschiedenen industriellen Bereichen als auch zwischen den einzelnen Unternehmen unterscheiden können. Obwohl gerade die betriebsspezifischen Ansprüche meist einen hohen Einfluß auf das Standortwahlverhalten haben, können diese in der Analyse nicht berücksichtigt werden.182 Persönliche Präferenzen der Eigentümer nehmen dagegen nur noch eine untergeordnete Bedeutung ein.183 [...]

Eine Standortentscheidung ist für ein Unternehmen eine strategische Entscheidung mittel- bis langfristigen Charakters aus rein betriebswirtschaftlich motivierten Gründen heraus, mit nachhaltigen Auswirkungen auf Kosten und Erlöse und damit 173 auch auf die relative Wettbewerbsposition auf dem Markt. Unter Vernachlässigung irrationaler Entscheidungen orientiert sich die unternehmerische Planungspraxis an dem ökonomischen Prinzip der Gewinn- und Rentabilitätsmaximierung.174 Es existieren demnach nachvollziehbare Gründe, die zur Wahl eines bestimmten Standortes führen. Diese Bestimmungsgründe konkretisieren sich in den Gebrauchsanforderungen und unterscheiden sich in ihren Ausprägungen u.a. zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen. Das Anspruchsniveau variiert zudem in Abhängigkeit von dem Typus der Standortentscheidung (Neugründung, Verlagerung, Ausgliederung eines Betriebsteils etc.), dem betrieblichen Funktionsbereich (Produktion, Verwaltung, Lagerhaltung, 175 Forschung- und Entwicklung), der Betriebsgröße und der Technologieorientierung. Vereinfacht ausgedrückt ist die Nachfrage nach geeigneten Flächen das Ergebnis eines Entscheidungsprozesses über Quantität und Qualität der einzusetzenden Produk176 Sie wird aber tionsfaktoren auf der Grundlage relevanter Anforderungskriterien. auch beeinflußt von den Determinanten Kosten, Zeit und von subjektiven Wert- bzw. Zielvorstellungen innerhalb des Informationsbeschaffungsprozesses. Das Risiko einer Fehlentscheidung kann minimiert werden, wenn die Informationsbeschaffung und -verarbeitung bei der Standortentscheidung einen hohen Stellenwert einnimmt.177 In der Praxis läuft der Prozeß der Standortwahl meist stufenweise ab, d.h. zuerst erfolgt die Auswahl auf Makroebene (Land, Region) und Mesoebene (Kommune, Stadtteil), 178 danach auf Mikroebene (bestimmte Fläche innerhalb der Kommune). Die Makroebene soll in der Arbeit unberücksichtigt bleiben. In den folgenden Unterabschnitten geht es darum, ein Transformationsverfahren zur Übertragung von spezifischen Standortanforderungen in eine bewertbare Form aufzustellen und anschließend auf ausgewählte Zielgruppen anzuwenden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die visuelle Darstellung in sogenannten Zielgruppenprofilen gelegt, welche ein Bestandteil des später zu entwickelnden Verfahrens zur Analyse der Standorteignung sind. [...]

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Arbeit zitieren:
Sorsch, Thomas Mai 2000: Bestimmung der Nutzungseignung von Gewerbeflächen für eine differenzierte Standortentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Standorteignung, Standortentwicklung, Standortanforderung, Standortpotential, Nutzwertanalyse

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