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Bestimmung der Finanzierungsstrategie durch Marktparameter und die zugrunde liegende Markteintrittsstrategie bei technologieorientierten Start-ups

Die Studie erhielt eine besondere Auszeichnung durch die Fachhochschule.
Bestimmung der Finanzierungsstrategie durch Marktparameter und die zugrunde liegende Markteintrittsstrategie bei technologieorientierten Start-ups
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernhard Theuer
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 256 Seiten
  • Dateigröße: 3,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7516-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7516-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7516-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie erhielt eine besondere Auszeichnung durch die Fachhochschule.
  • Arbeit zitieren: Theuer, Bernhard September 2002: Bestimmung der Finanzierungsstrategie durch Marktparameter und die zugrunde liegende Markteintrittsstrategie bei technologieorientierten Start-ups, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Businessplan, Finanzierung, Marketing, Technologieunternehmen, STU

Diplomarbeit von Bernhard Theuer

Einleitung:

Die Diplomarbeit trägt den Titel „Bestimmung der Finanzierungsstrategie durch Marktparameter und die zugrundeliegende Markteintrittsstrategie von technologieorientierten Start-ups“. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird versucht, einen Einfluss der Marktparameter und damit der Markteintrittsstrategie auf die Finanzierungsstrategie empirisch nachzuweisen. In der Literatur gibt es zwar eine große Fülle an Ausführungen zum Marketing, zu Markteintrittsstrategien und zu Finanzierungskonzepten, doch werden diese Themen jeweils isoliert betrachtet. Die Praktiker und in die Gründungsthematik involvierten Personen vermuten eine Korrelation der beiden zu untersuchenden Größen. Bisher existieren verschiedene Hypothesen und Theorien in den Gedanken der Gründungsforscher und -berater, ein wissenschaftlicher und empirisch fundierter Zusammenhang aber fehlt noch. Dies wird mit dieser Diplomarbeit geleistet.

Diese Diplomarbeit besteht aus zwei Teilen, einem theoretischen und einer empirischen Untersuchung. Im theoretischen Abschnitt werden die, die praktische Untersuchung betreffenden Begriffe definiert und anhand der aktuellen und anerkannten Literatur dargestellt. Durch die empirische Analyse sollen bisher nicht nachgewiesene Hypothesen und noch nicht erkannte Zusammenhänge ermittelt werden.

Die empirische Analyse soll durch die geschickte Auswertung von über 200, bei der Businessplan Wettbewerb Nordbayern GmbH eingereichten, Businessplänen geschehen. Der Businessplan Wettbewerb ist eine vom Freistaat Bayern (High Tech Offensive) und von privaten Sponsoren getragene Initiative, um den Wirtschaftsstandort Nordbayern zu fördern und zu stärken. 1996 wurde das amerikanische Modell der Businessplan-Wettbewerbe aus dem Sillicon Valley nach Deutschland importiert. Inzwischen zählt der Businessplan-Wettbewerb Nordbayern zu den erfolgreichsten regionalen Wettbewerben in Europa.

Im Rahmen einer Diplomarbeit ist die zu untersuchende Gesamtmenge tendenziell gering. Die ca. 200 zu bearbeitenden Businesspläne stellen auch nur einen kleinen Teil, der in Deutschland eingereichten Businesspläne, dar. Doch zum einen werden bei der empirischen Arbeit alle eingereichten und relevanten Businesspläne seit Gründung des Businessplan Wettbewerbs im Jahre 1998 berücksichtigt und zum anderen ist Bayern dafür bekannt, technologisch fortschrittlicher zu sein als andere Bundesländer. Durch die Berücksichtigung von Businessplänen über mehrere Jahre, verschiedenen wirtschaftlich-konjunkturellen Entwicklungen und branchenspezifischen Trends hinweg, kann ein sinnvolles Ergebnis erwartet werden und aus dem relativ kleinen Sample Nordbayern ein Schluss auf die gesamte Entwicklung bei Unternehmensgründungen gezogen werden.

Vor der Auswertung der Businesspläne werden sinnvolle Kriterien der Auswertung festgelegt, anhand derer Signifikanztests und Korrelationsanalysen durchgeführt werden kann. Dabei werden die verschiedenen Theorie-Modelle modifiziert, also bei Bedarf komprimiert oder ergänzt, um den Bedürfnissen der Untersuchung gerecht zu werden. Bei der Auswertung und der Ableitung bestimmter Korrelationen und Muster wird sowohl der gesunde Menschenverstand berücksichtigt als auch eine statistische Auswertung anhand von SPSS durchgeführt.

Die Diplomarbeit steht auf drei festen Säulen. Das große Engagement des Autors wird unterstützt durch das Fachwissen und Unterstützung der Hochschule und der Businessplan Wettbewerbs Nordbayern GmbH.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Abbildungs- /Tabellen- /Abkürzungsverzeichnis
Einleitung 1
Theoretischer Teil
1. Definitionen 5
1.1 Unternehmensgründung 5
1.2 Start-up 7
1.3 Unternehmensgründer / Entrepreneur 8
1.4 Technologieorientierung 10
1.5 Strategie 10
1.6 Innovation 11
2. Junge Technologieunternehmen (JTU) 13
2.1 Bedeutung 13
2.2 Was sind JTU? 15
2.3 Erfolgsfaktoren 17
2.4 Lebensphasen 18
2.5 Voraussetzungen 19
2.6 Strategien 20
2.6.1 Produktstrategie 21
2.6.2 Potenzialstrategie 22
2.6.3 Marktstrategie 23
2.6.4 Technologiestrategie vs. Wettbewerbsstrategie 24
2.7 Risikostruktur bei JTU 25
2.8 Ablauf des Gründungsprozesses 25
3. Warum Markteintritts- und Finanzierungsstrategie? 27
4. Markteintrittsstragtegien 29
4.1 Einführung in das Marketing 29
4.1.1 Begriffserläuterung 29
4.1.2 Marktparameter 29
4.1.3 Geschäftstypologie 30
4.1.4 Konzeptioneller Ansatz 31
4.1.5 Marketing-Ziele 32
4.1.6 Marketing-Strategie 33
4.1.7 Marketing-Mix 35
4.2 Markteintrittsstrategie 36
4.2.1 Einführung 36
4.2.2 Modell nach Bieker 38
4.2.3 Modell nach Specht / Zörgiebel 41
4.2.4 Modell nach Rüggeberg 43
4.2.5 Typen von Markteinführungsstrategien nach Rüggeberg incl. Rahmenbedingungen 52
4.3 Strategie-Bewertung 57

5. Finanzierungsstrategien 59
5.1 Einführung 59
5.1.1 Definition 59
5.1.2 Güter- und Zahlungsströme-Modell 60
5.1.3 Finanzierungsarten 61
5.1.4 Finanzierungsvorgang 62
5.1.5 Finanzmanagement 63
5.2 Vorbereitende Überlegungen zur Finanzierungsstrategie 64
5.2.1 Finanzplanung 64
5.2.2 Situation der Gründungsfinanzierung 65
5.2.3 Kapitalbedarf 67
5.3 Strategiebildung 69
5.3.1 Finanzierungsanlässe /-gründe 70
5.3.2 Finanzierungsphasen und –runden 70
5.4 Finanzierungsquellen und –instrumente 71
5.4.1 Eigenkapitalfinanzierung 73
5.4.2 Fremdkapitalfinanzierung 86
5.4.3 Sonderformen der Finanzierung 88
5.4.4 Mezzanine Finanzierung 90
5.4.5 Unterstützungsinstrumente (Arten, Programme, Träger, Vorgehensweise, Beratung) 91
5.4.6 Gründungsfinanzierungsgrundsätze 94
5.5 Finanzierungsstrategie 95
5.5.1 Ausgangssituation 95
5.5.2 Theoretische Gründungsfinanzierungsmodelle 96
5.5.3 Praxisorientierte Gründungsfinanzierungsmodelle 99
5.5.4 Things to remember 100
5.6 Finanzierungsmodelle 100
5.6.1 Einführung 101
5.6.2 Innovative Existenzgründung vs. Technologieorientierte Unternehmensgründung 103
5.6.3 Innovative Existenzgründung 104
5.6.4 Technologieorientierte Unternehmensgründung 105
5.7 Strategien zur Akquisition finanzieller Mittel 106
5.7.1 Businessplan 106
5.7.2 Kriterien einer erfolgreichen Kapitalverhandlung 107
5.7.3 Verfahrensablauf zwischen Gründer und Finanzier 108
5.8 Optimierung der Finanzierung 109
5.8.1 Auswahl VC 109
5.8.2 Optimale Finanzierungsstruktur 110
5.8.3 Optimaler Finanzierungs-Mix 112
5.8.4 Optimaler Finanzpartner-Mix 112
5.9 Beispiel: Technologieorientierte Unternehmensgründung 113
6. Zusammenfassung 117
B) Empirische Analyse
1. Modellbildung 119
1.1 Rahmenmodell 119
1.2 Auswertungsmatrix 120
1.3 Erläuterungen zu den Auswertungshindernissen 123
1.4 Aussortieren 124
1.5 Erläuterungen zur Bestimmung der Merkmalsausprägungen und Darstellung und deren Häufigkeitsverteilung 125
1.5.1 Allgemeine Daten 125
1.5.2 Marktdaten 132
1.5.3 Markteintrittsstrategie 139
1.5.4 Finanzierungsstrategie 150
2. Hypothesen 159
2.1 Statistische Grundbegriffe 159
2.1.1 Art der Tests 159
2.1.2 Orientierungsgrößen 159
2.2 Testen der Hypothesen 161
2.2.1 Hypothese 1 161
2.2.2 Hypothese 2 162
2.2.3 Hypothese 3 163
2.2.4 Hypothese 4 164
2.2.5 Hypothese 5 165
2.2.6 Hypothese 6 166
2.2.7 Hypothese 7 167
2.2.8 Hypothese 8 168
2.2.9 Hypothese 9 169
2.2.10 Hypothese 10 170
2.2.11 Hypothese 11 171
2.2.12 Hypothese 12 172
2.2.13 Hypothese 13 173
2.2.14 Hypothese 14 174
2.2.15 Hypothese 15 175
2.2.16 Hypothese 16 177
2.2.17 Hypothese 17 178
2.2.18 Hypothese 18 179
2.2.19 Hypothese 19 180
2.2.20 Hypothese 20 181
2.2.21 Hypothese 21 182
2.2.22 Hypothese 22 184
2.2.23 Hypothese 23 185
2.2.24 Hypothese 24 187
2.3 Zeitlicher Bezug 188
3. Schlussbetrachtung 190
Bibliographie 191
Anhang 199
Messkonzept für den Unternehmenserfolg 199
Auswertungsraster 200
Statistische Auswertungen für Hypothesen 207

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Technologieunternehmen entwickeln, produzieren und vermarkten innovative Produkte bzw. Verfahren. Das geschieht im Rahmen des güterwirtschaftlichen Prozesses. Hierzu sind finanzielle Mittel erforderlich, z.B. für Investitionen, Betriebsmittel, Gehälter. Auf der anderen Seite fließen dem Unternehmen aus den Erlösen finanzielle Mittel zu. Das heißt, der güterwirtschaftliche Prozess steht mit dem finanzwirtschaftlichen in Wechselbeziehung. Der Wertekreislauf eines Unternehmens setzt sich somit aus den Güterströmen des güterwirtschaftlichen Prozesses und den Geldströmen des finanzwirtschaftlichen Prozesses zusammen. Unter Geldströmen sind die den Güterströmen entgegengerichteten Einnahmen und Ausgaben zu verstehen. Geld- und Güterströme fallen zeitlich auseinander. Die Einnahmen aus der Vermarktung von Leistungen erfolgen später als die Ausgaben, die durch die Leistungserstellung verursacht werden. Daher ist die Zeit ein dominanter Faktor finanzieller Vorgänge. Zunächst benötigen Unternehmen Geld für eine bestimmte Zeit (Kapital) für Investitionen. Diese Zahlungen werden auch als kapitalzuführende Einzahlungen bezeichnet. Ihnen folgen mit der Beschaffung der Produktionsfaktoren kapitalbindende Ausgaben. Erst mit dem Absatz werden kapitalfreisetzende Einzahlungen erzielt. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen Gewinne sind kapitalzuführende Einzahlungen, die zur erneuten Investition (kapitalbindende Auszahlung) oder zur Rückzahlung von Kapital bzw. Gewinnausschüttung (kapitalentziehende Auszahlung) verwendet werden können.“8 Güter- und Zahlungsströme [...]

5.1 EINFÜHRUNG „Money is like a sixth sense without which you cannot make a complete use of the other five“1 5.1.1 Definition Für die sich in einem Betrieb abspielenden finanziellen Vorgänge werden in der Betriebswirtschaftslehre unterschiedliche Begriffe wie z.B. Finanzierung, Finanzwirtschaft, Kapitalwirtschaft, finanzieller Sektor, finanzielle Sphäre verwendet. Es ist nicht eindeutig abgegrenzt, unter welchen Begriffen finanzwirtschaftliche Vorgänge subsumiert werden.2 Auch hinter dem gebräuchlichen Begriff `Finanzierung` verbergen sich in der Literatur unterschiedliche Begriffe. Konsens besteht in der Literatur, dass „Finanzierungsmaßnahmen der Beschaffung von Geld bzw. geldwerten Einlagen diesen.“3 Der enge Finanzierungsbegriff steht für die Vorgänge der Kapitalbeschaffung, der weitere versteht zusätzlich zur Kapitalbeschaffung auch die Kapitaldisposition, die zur Durchführung der Betriebsprozesse notwendig sind. Dabei kann die Kapitalbeschaffung auch wieder unterschiedlich strikt verstanden werden. Zum einen kann die Kapitalbeschaffung sämtliche lang- und kurzfristigen Maßnahmen integrieren oder bei engerer Fassung, Einschränkungen hinsichtlich „der Fristigkeit, der Verwendung und der Art des zu beschaffenden Kapitals“ 4 vornehmen. Dabei kommt dem Kapital eine „leistungs- und eine finanzwirtschaftliche Dimension [zu]. In der leistungswirtschaftlichen Dimension stellt Kapital einen Produktionsfaktor dar. In der finanzwirtschaftlichen Dimension ist Kapital die Überlassung von Geld auf Zeit. In Regel erwirbt der Kapitalgeber hierfür einen Anspruch auf künftige monetäre Rückflüsse. [...] Für den Kapitalgeber ist der Akt der Kapitalüberlassung ein Investitionsvorgang, für den Kapitalnehmer hingegen ein Finanzierungsvorgang.“5 Das Kapital wird über den Kapitalmarkt beschafft, wo sich Kapitalgeber und Kapitalnehmer treffen. „In der weiten Abgrenzung versteht man unter dem Kapitalmarkt den Markt für langfristige Finanzbeschaffungen, das heißt für langfristige Kredite und Beteiligungskapital.“6 Am Geldmarkt dagegen werden kurzfristige Finanztitel gehandelt. Für diese Arbeit scheint eine weit gefasste Begriffsdefinition sinnvoll. „Finanzierung in diesem Sinne ist die Bereitstellung von finanziellen Mitteln jeder Art einerseits zur Durchführung der betrieblichen Leistungserstellung und Leistungsverwertung und andererseits zur Vornahme bestimmter außerordentlicher finanztechnischer Vorgänge wie z.B. die Gründung“.7 [...]

4.2.5.7 Bewertung Durch die clusteranalytische Untersuchung der Erfolgsfaktoren der Markteinführungsstrategie wurden sechs Strategiemuster identifiziert, mit denen JTU Produktinnovationen ihre Absatzmärkte bearbeiten können. Diese Strategien können in Gruppen von jeweils zwei Strategien mit eher höherer, mittlerer und niedriger Erfolgswahrscheinlichkeit unterteilt werden. Unter den Pionierstrategien besitzt also die Markteinführungsstrategie des High-Tech & Price- Pioniers in jungen Märkten die größten Erfolgschancen. In späteren Marktphasen dagegen ist die Strategie des internationalen Outpacers mit einer besonders hohen Erfolgsrate bei JTU verknüpft. „Diese beiden Markteinführungsstrategie-Typen stellen besonders gelungene Kombinationen von strategischen Markteinführungsentscheidungen dar, die es zulassen, dass JTU zu jeder (!) Entwicklungsphase eines Marktes einen Markteintritt mit überdurchschnittlich hoher Erfolgswahrscheinlichkeit vornehmen können.“134 Allerdings sind die Spannbreiten von objektiven Erfolgsdimensionen erheblich. [...]

Arbeit zitieren:
Theuer, Bernhard September 2002: Bestimmung der Finanzierungsstrategie durch Marktparameter und die zugrunde liegende Markteintrittsstrategie bei technologieorientierten Start-ups, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Businessplan, Finanzierung, Marketing, Technologieunternehmen, STU

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