Bestandsaufnahme und Optimieriung eines Total Quality Management-Projektes bei der Sparda-Bank Kassel eG
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Claudia Pitterle
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 70 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2475-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2475-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2475-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pitterle, Claudia Januar 2000: Bestandsaufnahme und Optimieriung eines Total Quality Management-Projektes bei der Sparda-Bank Kassel eG, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: TQM, Kundenzufriedenheit, Qualitätssteigerung
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Diplomarbeit von Claudia Pitterle
Einleitung:
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung der theoretischen und praktischen Ausgestaltung eines Total Quality Managements in Kreditinstituten.
Im Laufe der Bearbeitungszeit der Diplomarbeit, die sich hauptsächlich auf das TQM-Konzept der Sparda-Bank Kassel eG ausrichten sollte, hat sich jedoch gezeigt, daß gravierende Mängel an diesem Konzept vorlagen. So wurden Recherchen in anderen Kreditinstituten notwendig, die ein funktionsfähiges TQM darstellen, wie auch anhand der Literatur vorzufinden ist. Diese vorgestellten Konzepte dienen zugleich als Maßstab für die Sparda-Bank Kassel eG, um auch dort ein erfolgreiches TQM zu gewährleisten.
Gang der Untersuchung:
Die Ausarbeitung ist in insgesamt vier Kapitel gegliedert.
Im ersten Kapitel wird die Notwendigkeit der Einführung von TQM aufgrund der veränderten Wettbewerbsbedingungen auf dem Sektor der Kreditinstitute dargestellt. Der Begriff "Kreditinstitut" wird näher erläutert und im Anschluß folgt eine Unternehmensvorstellung der Sparda-Bank Kassel eG.
Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen von TQM dargelegt. Ein Exkurs zum Thema Qualität soll zum besseren Verständnis beitragen. Meßmethoden bzw. Qualitätswerkzeuge, die eine erfolgreiche Implementierung überhaupt ermöglichen sowie unterstützende Maßnahmen, die TQM verbessern können, werden erläutert. Qualitätspreise und die Möglichkeit einer Zertifizierung schließen dieses Kapitel ab.
Das dritte Kapitel stellt taugliche TQM-Konzepte in Kreditinstituten dar, die im Rahmen der Explorationen erarbeitet wurden. Diese orientieren sich zugleich an den im zweiten Kapitel erläuterten Grundlagen.
Das TQM-Konzept der Sparda-Bank Kassel eG wird im vierten Kapitel erläutert. Da sich gemessen an den Darstellungen der anderen Kreditinstitute viele Mängel aufzeigen, wird hier konstruktive Kritik geübt, in dem funktionsfähige TQM-Konzepte als Meßlatte angesetzt werden. Ziel ist, den Fortbestand des TQM zu gewähren.
In der Zusammenfassung und Schlußbetrachtung des fünften Kapitels erfolgt ein abschließendes Resümee.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 1.2.1 | Problemstellung - Situation der Kreditinstitute | 2 |
| 1.2.2 | Abgrenzung von Kreditinstituten | 4 |
| 1.3 | Privatkundengeschäft - Firmenkundengeschäft | 5 |
| 2. | Grundlagen | 7 |
| 2.1 | Was versteht man unter Total Quality Management | 7 |
| 2.1.1 | Historische Entstehung | 7 |
| 2.1.2 | Begriffserläuterung TQM | 8 |
| 2.1.3 | Exkurs zum besseren Qualitätsverständnis | 9 |
| 2.2 | Das gesamtheitliche TQM-Konzept | 13 |
| 2.2.1 | Der Kunde steht im Mittelpunkt | 13 |
| 2.2.2 | Definierte Qualitätsziele | 14 |
| 2.2.2.1 | "Unqualität" | 15 |
| 2.2.3 | Die Mitwirkung aller Mitarbeiter | 17 |
| 2.2.3.1 | Zusammenhang zwischen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit | 17 |
| 2.2.4 | Langfristige Ausrichtung | 18 |
| 2.2.5 | Kontinuierliche Verbesserung | 19 |
| 2.3 | Methoden (Qualitätswerkzeuge) | 20 |
| 2.4 | Maßnahmen zur Implementierung eines TQM | 24 |
| 2.4.1 | QM-Organisation | 24 |
| 2.4.2 | Qualitätszirkel | 26 |
| 2.4.3 | Betriebliches Verbesserungsvorschlagswesen | 27 |
| 2.5 | Zertifizierung und Qualitätspreise im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems | 28 |
| 2.5.1 | Die Zertifizierung | 28 |
| 2.5.2 | Qualitätspreise | 30 |
| 2.5.2.1 | Der Malcom Baldrige National Quality Award | 31 |
| 2.5.2.2 | Der European Quality Award | 32 |
| 2.5.2.3 | Der Deming Prize | 32 |
| 2.5.3 | Abschlußbetrachtung | 32 |
| 3. | Beispiele für TQM-Systeme und Implementierungen in Kredit-instituten | 33 |
| 3.1 | Empirische Erhebung über die Anwendung von TQM in Kreditinstituten | 33 |
| 3.2 | Exploration bei der Stadtsparkasse München | 33 |
| 3.2.1 | Der Projektablauf im Überblick | 34 |
| 3.2.2 | Das "Korsett" des Projekts | 37 |
| 3.2.3 | Ergebnissicherung - Wie soll der Erfolg langfristig gesichert werden? | 38 |
| 3.3 | Strategisches Qualitätsmanagement bei der Dresdner Bank AG | 39 |
| 3.3.1 | QM stellt die organisatorische Umsetzung von FQB sicher | 40 |
| 3.3.2 | Qualitätsmaßnahmen zur Sicherstellung von FQB | 41 |
| 4. | Das TQM Konzept der Sparda-Bank Kassel eG | 42 |
| 4.1 | Welche Gründe führten zur Einführung von TQM? | 42 |
| 4.2 | Chronologie der Ereignisse/Schritte/Maßnahmen | 43 |
| 4.2.1 | Die Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement | 43 |
| 4.2.2 | Die Vorbereitungsphase | 43 |
| 4.2.2.1 | Leitsätze zur Qualität | 46 |
| 4.3 | Die Einführungsveranstaltung | 47 |
| 4.4 | Umsetzung | 48 |
| 4.5 | Derzeitige Situation | 49 |
| 4.6 | Kritische Würdigung | 49 |
| 5. | Zusammenfassung und Schlußbetrachtung | 51 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Anhang | IX | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XIX |
Eng verbunden hiermit ist auch die nächste Grundkomponente. 2.2.2 Definierte Qualitätsziele Gute Qualität für den Kunden zu liefern heißt, seine Anforderungen und Erwartungen genau zu kennen, eine Ware oder Dienstleistung mit ihm zu treffen und diese Vereinbarung dann immer auf jeden Fall einzuhalten. Borgward hat in einer grundlegenden Betrachtung festgestellt: Qualität beginnt im Kopf! Diese gewollt doppeldeutige Aussage erläutert eine Voraussetzung für TQM. Es muß im Kopf des Unternehmens – sprich in der Unternehmensleitung – beginnen, und es muß im Kopf aller Mitarbeiter - sprich mit dem Willen und in der Überzeugung aller – anfangen. Beide Aspekte sind gleichgewichtet und zwingend notwendig.33 Setzen von Qualitätsstandards, wie, bei Kundenanrufen erfolgt ein Rückruf am selben Tag, es sei denn, der Ansprechpartner ist außer Haus oder das Telefon wird spätestens nach dem dritten Mal Läuten abgehoben, erleichtern den Umgang mit dem Kunden und sichern so die Qualität. Diese Forderung impliziert aber auch, daß Qualität meßbar gemacht werden muß, um diese zu erkennen und Fortschritte/Verbesserungen auf einem Gebiet zu machen. Eine Möglichkeit hierfür sieht so aus, daß man bereits definierte Ziele in Teilziele herunterbricht und in ihrem zeitlichen Ablauf quantifiziert und festlegt. Beispiel: Möglichst kurze Wartezeiten am Schalter sind sicherzustellen. Das bedeutet: Die einfache Beratung im Massengeschäft darf nicht länger als 15 Minuten dauern! [...]
Eben die immateriellen und zumeist auch kaum objektiv bzw. schwer zu messenden Aspekte wie z.B. telefonische und persönliche Erreichbarkeit, Freundlichkeit und Zuvorkommenheit der Mitarbeiter, Wartezeiten am Schalter etc. Der Kunde erfährt durch Servicequalität einen sogenannten Zusatznutzen bzw. einen sogenannten Anreiz, der über die eigentliche Bankdienstleistung hinausgeht. Dieser Zusatznutzen, bzw. diese Servicequalität entscheidet zum Großteil darüber, ob der Kunde bei der Bank bleibt. Der Kunde gewichtet diese materiellen und immateriellen Komponenten; dadurch manifestiert sich für ihn die dominante Erscheinungsform der Leistung - eben die für ihn wahrgenommene Qualität. Je nach Positionierung und Ausstattung der Bank (Potentialqualität des Anbieters), sowie der Erfahrung des Kunden im Umgang mit Bankgeschäften kann ein und dieselbe Leistung aber auch unterschiedlich klassifiziert werden der eine Kunde empfindet sie als qualitativ wertvoll, ein anderer nicht. Gerade dieser Punkt ist in bezug auf die jeweilige Vermögensbildung der Kundengruppe von Bedeutung. Je höher der Anteil an interaktiven und immateriellen Elementen und je weniger standardisiert die Leistung ist (Geldabhebung am SB-Automaten), desto höher ist deren Komplexität. Gerade dieser Grad an Komplexität wirkt sich auf die Qualitätsmessung und Qualitätssicherung aus, (siehe Qualitätsmethoden 2.3) die wiederum wichtig ist um sich am Markt langfristig zu behaupten. Die Qualitätsbemühungen eines kundenorientierten Kreditinstitutes müssen sich daher auf die Sicherung und Erhöhung der Produkt- und vor allem Servicequalität richten, um somit eine höhere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu erreichen. „Management“ bedeutet: Es ist ein aktiv zu betreibender Prozeß. Alle Führungs-, Planungs-, Steuerungs-, und Überwachungstätigkeiten wirken durch die sie ausübenden Personen an der ständigen Qualitätsverbesserung mit und sind der Motor selbst.28 TQM wird in der Norm DIN EN ISO 8402 wie folgt definiert: „... auf der Mitwirkung aller ihrer Mitglieder basierende Führungsmethode einer Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellen [...]
ein Kleinwagen. Die Anforderungen an ersteres sind höher, es ist eine andere Klasse Automobil. Nur wenn es die Anforderungen an seine Klasse erfüllt, besitzt es gute Qualität, nicht aber weil es z.B. bequemer oder teurer ist. Für den Gebrauch in der Praxis heißt das: Qualität ist die Erfüllung von Anforderungen - über die Erfüllung entscheidet nur der Kunde! Anzumerken ist an dieser Stelle, daß eine Bestandsaufnahme der vielfältigen Literatur zur Qualitätsproblematik zeigt, daß den Veröffentlichungen kein einheitliches Qualitätsverständnis zugrunde liegt. Wegen der großen Bedeutung des Qualitätsverständnisses, gerade auch in Bezug zu Finanzdienstleistungsunternehmen, ist es deshalb wichtig sich intensiv dieser Problematik zu widmen. 2.1.3 Exkurs zum besseren Qualitätsverständnis in Bezug zu Kreditinstituten Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen möchte ich an dieser Stelle bereits zusammengefaßte Erkenntnisse erwähnen, auf denen dann die nachfolgenden Überlegungen aufbauen.26 In der Bankenliteratur fällt auf, daß Bankleistungen durchgängig als Finanzdienstleistungen bezeichnet werden. ...sämtliche Angebote eines Kreditinstitutes sind als Dienstleistungen zu kennzeichnen...27 Kreditinstitute bieten ein Leistungsbündel aus Dienstleistungen (z.B. Zahlungsverkehrsleistungen, Anlageberatung), Waren (z.B. Goldbarren, Medaillen) und Chancen (z.B. Chance Geld im Zahlungsverkehr) an und übernehmen in einzelnen Bereichen Handelsfunktionen. Der Bankkunde erhält so ein Bündel aus Teilleistungen mit materiellen und immateriellen Elementen in unterschiedlicher Zusammensetzung. Ersteres (Bündel aus Teilleistungen mit materiellen Elementen) auch Produktqualität genannt, also „Was“ (quantifizierbar) man erhält z.B. Zinsen, Laufzeit von Geldanlagen, Angebot an SB-Geräten etc. Diese umfaßt somit die Kernleistung des Kreditinstitutes. Letzteres aus Kundensicht auch Servicequalität genannt, also „Wie“ man etwas erhält. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424756
Arbeit zitieren:
Pitterle, Claudia Januar 2000: Bestandsaufnahme und Optimieriung eines Total Quality Management-Projektes bei der Sparda-Bank Kassel eG, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
TQM, Kundenzufriedenheit, Qualitätssteigerung



