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Bestandesbeurteilung im Dauergrünland als Indiz für die Klimaforschung

Bestandesbeurteilung im Dauergrünland als Indiz für die Klimaforschung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernhard Nöbauer
  • Abgabedatum: Mai 2007
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 4,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Österreich
  • Bibliografie: ca. 28
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0642-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nöbauer, Bernhard Mai 2007: Bestandesbeurteilung im Dauergrünland als Indiz für die Klimaforschung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Grünland Österreich, Bestandesbeurteilung, Pflanzenbau, Grünlandwirtschaft, Klimawandel

Diplomarbeit von Bernhard Nöbauer

Einleitung:

Das Wetter und die Witterung beschreiben den momentanen Zustand der Troposphäre und bieten letztlich den Rahmen für die tägliche Bewirtschaftung unserer Wiesen und Weiden. Das Klima hingegen beeinflusst durch seine Langfristigkeit den Pflanzenbestand und ist mitverantwortlich für die Vegetation an bestimmten Standorten. Das Klima bestimmt neben vielen anderen Faktoren welche Pflanzen an welchem Standort gedeihen können. Es ist möglich, aus einem Pflanzenbestand Rückschlüsse auf das in Richtung Klima zu ziehen. Dennoch ist die Bestandesaufnahme am Dauergrünland ein Indiz für die Bestimmung klimatischer Gegebenheiten und möglicher Veränderungen. Gerade Wetterextreme wie Hitze oder Feuchtperioden die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten sind, wirken sich auf die Artenzusammensetzung unseres Grünlandes aus. Bestandesaufnahmen am Grünland nach solchen Extremen zeigen deutliche Veränderungen des Pflanzenbestandes. Aufgrund der Beobachtung des Pflanzenbestandes ist es also möglich, Veränderungen des Klimas zu erkennen und darauf zu reagieren.

Ich werde beschreiben wie ich die Bestandesaufnahme auf dem von mir betreuten Exaktversuch vollziehe und auf welche Ergebnisse ich bis zum heutigen Tag kam.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 2
Inhalt 3
1. Einleitung 5
1.1 Grünland in Österreich 6
1.2 Klimaänderung und Klimaforschung 9
1.3 Problemstellung 12
2. Material und Methodik 13
2.1 Standortbeschreibung 13
2.1.1 Boden 13
2.1.2 Klima 14
2.2 Versuchsanordnung und Versuchsführung 14
2.2.1 Versuchsplan 14
2.2.2 Versuchsvarianten 15
2.2.3 Düngung, Mahd und Futterprobennahme 15
2.2.3.1 Düngung 15
2.2.3.2 Mahd 17
2.2.3.3 Futterprobennahme 17
2.3 Bestandesbeurteilung 18
2.4 Futter-, Wirtschaftsdünger- und Bodenanalytik 21
3. Ergebnisse und Diskussion 22
3.1 Boden und Nährstoffe 22
3.2 Pflanzen 22
3.2.1 Artengruppenverhältnis 23
3.2.2 Artenvielfalt 25
3.3 Futterertrag 25
3.4 Futterqualität und Qualitätsertrag 27
4. Ausblick für das Dauergrünland 31
4.1 Ausblick auf die Bestandesführung 34
5. Zusammenfassung 36
6. Summary 38
7. Literaturverzeichnis 39
8. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 41
9. Anhang 43

Textprobe:

Kapitel 3, Ergebnisse und Diskussion:

3.1, Boden und Nährstoffe:

Die genauen Bodenuntersuchungsergebnisse befinden sind im Anhang. Die Bodenreaktion befindet sich im neutralen Bereich bei pH 6,9. Der Mittelwert bei allen 27 Versuchen lag laut RESCH bei pH 6,2. Zurückzuführen ist diese Abweichung auf den sehr carbonathältigen Oberboden und den hohen Anteil an Kalkblöcken im BC Horizont.

Aus der Grunduntersuchung der Mengenelemente sind die Gehalte an Phosphor (P2O5) und Kali (K2O) wesentliche Kennwerte für die Pflanzenernährung. Die Versorgung von Phosphat und Kalium wird in fünf Gehaltsstufen eingeteilt (A bis E). Mit 2mg P2O5 pro 100g FB liegt der Versuch in der Gehaltsstufe A unter 2,6 mg. Dabei ist klar erkennbar, dass der Wert von 2002 mit durchschnittlich 5,2 mg P2O5 pro 100g FB höher ist als der Wert von 2004 mit 2mg P2O5 pro 100g FB. Im Bereich des Kaliums maßen wir 2002 einen durchschnittlichen Wert von 7,4 mg K2O pro 100 g FB und im Jahr 2004 eine Wert von 8,7 mg. Damit liegt der Versuch in der Gehaltsstufe B. Am Versuch herrscht eine unterdurchschnittliche Versorgung mit Phosphor und Kalium vor. Diese Unterversorgung war bereits bei der Versuchsanlage 2002 erkennbar, jedoch verringerte sich der Phosphorgehalt vom Jahr 2002 bis zum Jahr 2004 stark. Beim Kalium hingegen kam es zu einer leichten Erhöhung des Gehaltes im Zeitraum von 2002 auf 2004. Im Vergleich zum Durchschnitt aller 27 Versuche befindet sich der Versuchsstandort Altmünster, im Bezug auf Phosphor und Kalium in einem schlechten Versorgungszustand.

3.2, Pflanzen:

Der Pflanzenbestand wurde vor jeder Nutzung mittels der Methode der Gewichtsprozentschätzung nach KLAPP von mir erhoben und im ersten Aufwuchs 2005 mittels der Flächenprozentschätzung nach SCHECHTNER. Im Anhang sind die Ergebnisse beider Methoden angeführt. Bis heute habe ich bereits 135 Bestandesaufnahmen am Versuch vorgenommen.

Arbeit zitieren:
Nöbauer, Bernhard Mai 2007: Bestandesbeurteilung im Dauergrünland als Indiz für die Klimaforschung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Grünland Österreich, Bestandesbeurteilung, Pflanzenbau, Grünlandwirtschaft, Klimawandel

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