Best Ager
Welche Anforderungen haben Unternehmen im Rahmen der Produkt- und Kommunikationspolitik zu bewältigen, wenn die Maßnahmen bei der Zielgruppe der Best Ager gewinnbringend sein sollen?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Katja Zaroba
- Abgabedatum: August 2002
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 4,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: IMK - Privates Institut für Marketing und Kommunikation GmbH Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6015-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6015-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6015-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zaroba, Katja August 2002: Best Ager, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fallbeispiele, Besonderheiten, Senioren, Werbung
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Diplomarbeit von Katja Zaroba
Einleitung::
Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte wird es für Unternehmen immer bedeutsamer, sich Wettbewerbsvorteile gegenüber den Konkurrenten zu sichern. Es gilt, sich in Märkten zu etablieren und neue Käufergruppen zu erschließen. Immer wichtiger für die Unternehmen und somit auch für die Werbetreibenden wird die Zielgruppe der Senioren, da in diesem Marktsegment sehr viel Potenzial steckt. Alleine die Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung lässt erkennen, wie hoch der mengenmäßige Anteil dieser zukünftig sein wird. Hinzu kommt, dass diese Zielgruppe nicht mehr geprägt ist durch Defizite sondern aktiv am Leben teilnimmt, unternehmungslustig und konsumfreudig ist. Aus diesem Grund sollte diese attraktive Zielgruppe einen gesicherten Platz in der Marketingplanung erhalten.
Durch die veränderte Lebenseinstellung ergeben sich für Unternehmen Probleme, Produkte für diese Zielgruppe zu entwickeln und über etwaige Medien zu kommunizieren. Zum Teil werden diese „Seniorenprodukte“ von der Zielgruppe beim ersten Kontakt – über Werbung - nicht akzeptiert und somit nicht gekauft. Auch wenn die Werbung gut ist, muss sie nicht zwangsläufig zum Erwerb des Produktes führen. Mängel in der Produktgestaltung und am Point of Sale können den Kauf des Produktes unattraktiv werden lassen. Die Kommunikation mit dieser kaufkräftigen Gruppe gestaltet sich für Unternehmen wie auch für Werbetreibende sehr schwierig, denn sie lassen sich nicht alle gemeinsam auf Grund ihres chronologischen Alters schubladisieren. Sie grenzen sich untereinander durch verschiedene Faktoren ab wie die jüngeren Konsumenten. Zudem haben sie bestimmte Vorstellungen von Produkten und sind deshalb für das Marketing schwer zu fassen.
Um eine Lösung der bestehenden Problematik herbeizuführen, nimmt diese Arbeit eine Abgrenzung des Seniorenmarktes in Bezug auf wirtschaftliche, soziale und altersbedingte Hinsicht vor. Anhand von Fallbeispielen – Verbrauchsgüter aus dem Konsumgüterbereich wird aufgezeigt, was Unternehmen in der Kommunikation und Produktpolitik beachten müssen, um ihre Produkte erfolgreich bei den Senioren abzusetzen und sie als neue Käufergruppe zu gewinnen. Letzten Endes soll die Arbeit Leitlinien liefern, die zur Orientierung dienen.
Zur Erreichung der Ziele gliedert sich die Arbeit in 9 Teile. Um auf den Markt und die Potenziale der Senioren eingehen zu können, bedarf es vorerst der Definition des Begriffes „Senioren“. Da in der Arbeit auf diese Bezeichnung verzichtet wird, liefert das Kapitel 2 eine kurze Begründung für die Verwendung einen anderen Begriffs. Im Kapitel 4 wird der Senioren-Markt näher ins Visier genommen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 4 |
| 1.1 | Problemstellung | 4 |
| 1.2 | Ziel der Arbeit | 4 |
| 1.3 | Vorgehensweise | 4 |
| 2. | Begriff Senioren | 5 |
| 3. | Das Best Age-Marketing | 6 |
| 3.1 | Definition Marketing | 6 |
| 3.2 | Aktuelle Bedeutung des Best Age-Marketing für Unternehmen | 6 |
| 4. | Der Best Age-Markt | 7 |
| 4.1 | Demografische Altersentwicklung | 7 |
| 4.2 | Wertewandel | 8 |
| 4.3 | Kaufkraft | 9 |
| 4.3.1 | Einkommen | 10 |
| 4.3.2 | Vermögen | 11 |
| 4.4 | Segmentierung des Best Age-Marktes | 11 |
| 5. | Besonderheiten der Best Ager | 14 |
| 5.1 | Psychologische Besonderheiten der Best Ager | 14 |
| 5.1.1 | Emotionen | 15 |
| 5.1.2 | Motivationen | 15 |
| Einstellungen | 15 | |
| Kognitive Prozesse | 16 | |
| Informationsaufnahme/Informationsverarbeitung | 16 | |
| 5.2 | Physiologische Besonderheiten der Best Ager | 18 |
| 5.2.1 | Blickfeld | 18 |
| 5.2.2 | Sehschärfe | 18 |
| 5.2.3 | Adaption | 18 |
| 5.2.4 | Farbwahrnehmung | 19 |
| 5.2.5 | Hörsinn/Geruchsinn/Geschmack | 19 |
| 5.2.6 | Beweglichkeit/Kraft | 19 |
| 5.3 | Soziologische Besonderheiten der Best Ager | 20 |
| 5.3.1 | Selbstbild/Fremdbild | 20 |
| Soziale Integration | 20 | |
| Freizeitverhalten | 21 | |
| 5.4 | Besonderheiten der Best Ager im Konsumverhalten | 21 |
| 5.4.1 | Bedeutung Konsum | 22 |
| 5.4.2 | Einkaufshäufigkeit/Einkaufsstätten | 22 |
| 5.4.3 | Informationsquellen | 23 |
| 5.4.4 | Qualitätsbewusstsein | 23 |
| 5.4.5 | Markenbewusstsein | 24 |
| 5.4.6 | Innovationsfreudigkeit | 24 |
| 5.4.7 | Ein Blick auf wichtige Märkte | 25 |
| 5.5 | Besonderheiten der Best Ager im Medienverhalten | 26 |
| 5.5.1 | Fernsehen | 27 |
| 5.5.2 | Zeitungen und Zeitschriften | 27 |
| 5.5.3 | Hörfunk | 28 |
| 6. | Best Ager und die Werbung | 28 |
| 6.1 | Definition Werbung | 28 |
| 6.2 | Darstellung von Best Agern in der Werbung | 28 |
| 6.3 | Einstellungen der Best Ager zur Werbung | 30 |
| 7. | Exkurs Farben | 30 |
| 8. | Fallbeispiele | 32 |
| 8.1 | Beiersdorf und die Nivea Vital-Kampagne | 32 |
| 8.1.1 | Nivea-Historie | 32 |
| 8.1.2 | Strategische Überlegungen zur Kampagne | 33 |
| 8.1.3 | Ziele und Zielgruppe der Kampagne | 33 |
| 8.1.4 | Produktgestaltung | 34 |
| 8.1.5 | Mediastrategie | 36 |
| 8.1.6 | Kommunikation | 36 |
| 8.1.7 | Fazit | 38 |
| 8.2 | Apotheker Walter Bouhon GmbH und die Frei Öl-Kampagne | 39 |
| 8.3 | Queisser Pharma und die Doppelherz-Kampagne | 42 |
| 8.4 | Paul Hartmann AG und die Ria-Lady Care-Kampagne | 45 |
| 8.5 | Marke Poise | 48 |
| 8.6 | Marke Juvena | 49 |
| 8.7 | Marke Oil of Olaz | 49 |
| 8.8 | Marke Vichy | 50 |
| 8.9 | Zahnersatzpflegeprodukte | 51 |
| 8.10 | Marke 4711 | 52 |
| 8.11 | Radiosender 50plus vs. Spreeradio | 53 |
| 9. | Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick für das Marketing | 54 |
| 9.1 | Maßnahmen in der Kommunikationspolitik | 54 |
| 9.2 | Maßnahmen in der Produktpolitik | 58 |
| Erklärung | 60 | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | 61 | |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 62 | |
| Anhang | I |
Ihre Freizeit gestalten sie aktiv und sind gegenüber Neuem aufgeschlossen. Darüber hinaus wird die Ausübung ihrer Hobbies, sich fit zu halten, sich gesund zu ernähren um dadurch gesünder zu leben und gesund zu bleiben, immer bedeutender. Ein weiterer strategisch wichtiger Punkt ein Produkt für Best Ager zu entwickeln, ist die Kaufkraft dieser Zielgruppe. Wie schon in den vorangegangenen Kapiteln erläutert wurde, sind die Best Ager sehr vermögend und konsumfreudig. Sie bevorzugen Markenprodukte und stellen hohe Ansprüche an die Qualität. Der Preis spielt insofern eine Rolle, dass das Verhältnis zwischen Preis und Leistung ausgeglichen sein muss. Der wachsende Markt der Best Ager gewinnt massiv an Bedeutung, auch im kosmetischen Bereich. Denn diese Zielgruppe achtet vermehrt auf ihre Erscheinung. Sie erwarten von den Produkten klare Produktinformationen und keine fantastischen Versprechen. Auf Grund ihrer Erfahrungen, die sie über die Jahre gemacht haben, lehnen sie unrealistische Produktversprechen kategorisch ab. Die Best Ager sind nicht daran interessiert ihr Alter zu verdecken und jünger auszusehen. Sie möchten einfach gut, frisch und gesund aussehen. Ein gepflegtes Äußeres ist ihnen sehr wichtig. Sie möchten sich in ihrer Haut wohl fühlen und dies auch nach außen tragen. Da der Gesichtspflegemarkt der drittgrößte Teilmarkt unter den Körperpflegemitteln ist, umsatzstark und sehr dynamisch, hat sich Beiersdorf ihm zugewendet40. Für den Gesichtpflegemarkt wird ein hohes Marktwachstum prognostiziert. Das Segment „reife Haut“ existiert bislang nicht auf dem Massenmarkt, obwohl die Potenziale sehr groß sind. Für Beiersdorf bedeutet dies, dass es keine Wettbewerber gibt gegen die sich das Unternehmen behaupten muss. Zwar befinden sich Hersteller auf dem Markt, die Produkte für die älter werdende Zielgruppe entwickeln, jedoch diese bei der Kernzielgruppe Frauen zwischen 20 und 40 Jahren positionieren. Zudem hat es noch kein Anbieter im Kosmetikbereich gewagt, die Zielgruppe für reife Haut direkt anzusprechen. Beiersdorf sichert sich mit diesem Konzept einen Markteintritt als Pionier und schafft einen Vorsprung auf der Erfahrungskurve gegenüber den Frühen Folgern. [...]
zeichen wurde. Nivea war die Basic-Marke der kosmetischen Ära, mit ihr begann das Zeitalter der Kosmetik38. Die Nivea Creme - eine Allzweck-Feuchtigkeitscreme, die zeitlos, zuverlässig, ehrlich ist und in der gesamten Familie von jung und alt verwendet wird. Die erprobte und geprüfte Rezeptur dieser Creme wurde über die Jahre wenig verändert. Jedoch wurde die Marke ausgedehnt und in andere Hautpflegekategorien und verwandte Produktgebiete übernommen. Nivea setzt auf die Stärken Natürlichkeit, Reinheit, Milde und verbindet auch heute noch Generationen und soziale Schichten. Durch ihr individuelles Markenprofil hat Nivea die optimale Voraussetzung geschaffen, neue Marken zu profilieren. Dadurch gelingt es Nivea in der Psyche der Konsumenten fest zu verankern und sich von den Mitbewerbern abzugrenzen. Nivea kann wohl als Megamarke bezeichnet werden. Schon seit 10 Jahren erzielt die Marke in verschiedenen Produktbereichen zweistellige Zuwachsraten und steht an der Spitze der Hautpflegemarken39. Die Nivea-Produkte zeichnen sich durch ein einheitliches Profil aus und differenzieren sich somit weltweit von anderen Produkten. Selbstverständlich wird das Markenkonzept an individuelle Ländergegebenheiten angepasst. Mittlerweile werden unter dem Namen Nivea 14 Produktlinien, die die Kerneigenschaften dieser Marke in sich tragen, erfolgreich vertrieben. Nachdem in der Schweiz die Pflegeserie Nivea Vital einen derart guten Zuspruch erzielte, ging Beiersdorf 1995 mit Gesichtpflegeprodukten auch auf den deutschen Markt. In diesem Bereich wird Nivea heute von zwei Marken repräsentiert: Nivea Visage, einer umfangreichen Produktserie für alle Hauttypen und Nivea Vital, einer Reinigungs- und Pflegeserie, für die spezifischen Bedürfnisse reifer Haut. [...]
8.1.1 Nivea-Historie Beiersdorf wurde 1882 in Hamburg gegründet. Die Produkte aus den Bereichen Kosmetik- und Körperpflege, medical und Tesa werden in mehr als 100 Ländern von Europa, Afrika, Nordamerika, Lateinamerika bis Asien verkauft. Die Produktpalette von Beiersdorf reicht von Körperpflegeprodukten wie Nivea Visage, Nivea Body, Handcreme Atrix sowie Labello als Lippenpflegestift über Sonnenpflegeprodukte, beispielsweise Nivea Sun bis hin zu Haut- und Körperpflegeprodukten für den Mann, z. B. die Marke Gammon. Weiterhin werden dem medical-Bereich die Gesichtpflegelinien Basis ph und Eucerin zugeordnet. Die Prestige-Produkte Juvena und La Prairie als die luxuriöseste Form der Kosmetikpflegeserien runden das Produktportfolio von Beiersdorf ab37. Die Stärke von Beiersdorf liegt ganz klar im Kosmetik- und Körperpflegemarkt. Die wohl bekannteste Marke in dieser Sparte ist Nivea. Die Geschichte von Nivea begann 1911 mit einer Creme, deren blaue Dose mit der weißen Schrift heute weltweit bekannt ist und zum unverwechselbaren Marken- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832460150
Arbeit zitieren:
Zaroba, Katja August 2002: Best Ager, Hamburg: Diplomica Verlag
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