Besonderheiten bei der Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen durch Oecotrophologen aus betriebswirtschaftlicher Sicht
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Beate Angerbauer
- Abgabedatum: Oktober 2004
- Umfang: 134 Seiten
- Dateigröße: 4,2 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Niederrhein Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8591-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8591-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8591-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Angerbauer, Beate Oktober 2004: Besonderheiten bei der Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen durch Oecotrophologen aus betriebswirtschaftlicher Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Catering, Existenzgründung, Businessplan, Marktanalyse, Rechtsform
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Diplomarbeit von Beate Angerbauer
Einleitung:
Der Weg in die berufliche Selbständigkeit ist weiterhin für viele Menschen eine interessante Alternative. Dies wird dadurch belegt, dass sich im vergangenen Jahr rund 1,6 Mio. Menschen als Existenzgründer versucht haben, wobei der mit Abstand größte Teil der Unternehmensgründung im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (im Folgenden kurz: KMU) anzusehen ist.
Eine erfolgversprechende Existenzgründung erfordert neben einer guten Idee ebenso Kapital und Kontakte. Darüber hinaus wird von jedem Gründer während der Startphase ein überdurchschnittlicher Einsatz, Mut zum Risiko und Hunger auf Neues gefordert. Neben unternehmerischem Denken ist auch eine betriebswirtschaftliche Sichtweise für den Gründungserfolg unerlässlich.
Abgesehen vom Existenzgründungszuschuss für Arbeitslose (ICH AG) und dem Überbrückungsgeld, welches ebenfalls nur durch Bezieher von Arbeitslosengeld in Anspruch genommen werden kann, gibt es auch für gründungsinteressierte Hochschulabgänger viele Möglichkeiten und finanzielle Förderprogramme mit denen der Sprung in die Selbstständigkeit unterstützt werden kann. Leider ist trotz umfangreicher Medienkampagnen der Bekanntheitsgrad von Programmen für Existenzgründer speziell im Hochschulbereich überraschend niedrig.
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, Studienabgängern und hierbei speziell Abgängern der Fachrichtung Oecotrophologie eine Hilfestellung zu geben, indem Einblicke über die Gründungsmöglichkeiten bzw. Hinweise auf betriebswirtschaftliche Schwerpunkte gegeben werden, um somit die Besonderheiten bei der Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen durch Oecotrophologen aus betriebswirtschaftlicher Sicht darzustellen.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei versucht wurde, beim Thema Branchenanalyse durch die Darstellung der möglichen Informationsquellen, einen Schwerpunkt zu setzen.
Im theoretischen Teil wird versucht, anhand einer Literaturrecherche einen Überblick über betriebswirtschaftlich wichtige Punkte der Existenzgründung zu gegeben. Hier wird besonders auf kleine und mittelständische Unternehmen eingegangen. Da dieser Teil sehr allgemein gehalten wurde, kann er nicht nur für Existenzgründer aus dem Bereich der Oecotrophologie von Nutzen sein. Weiter wird versucht, in diesem Teil der Arbeit einen Grundstock zum Thema Existenzgründung aufzubauen, der anschließend einen fließenden Einstieg in den praktischen Teil ermöglichen soll.
Im praktischen Teil wird, zum besseren Verständnis für den Leser und zur Wiederholung der im Theorieteil angesprochenen Punkte, ein kompletter Businessplan zur Vorlage bei einem Kapitalgeber ausgearbeitet. Die Grundlage hierfür bilden vereinfacht festgestellte bzw. von der Verfasserin geschätzte Zahlen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 2. | Vorgehensweise der Arbeit | 2 |
| 3. | Die Besonderheiten bei der Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht | 4 |
| 3.1 | Gründungsformen | 4 |
| 3.1.1 | Neugründung | 4 |
| 3.1.2 | Betriebsübernahme | 5 |
| 3.1.3 | Weitere Gründungsformen | 5 |
| 3.2 | Rechtsformwahl | 6 |
| 3.2.1 | Einzelunternehmen | 7 |
| 3.2.2 | Personengesellschaft | 7 |
| 3.2.3 | Kapitalgesellschaft | 8 |
| 3.3 | Marktanalyse | 9 |
| 3.3.1 | Aufgabe und Inhalt | 9 |
| 3.3.2 | Informationsbeschaffung | 11 |
| 3.3.3 | Allgemeine Vorgehensweise bei der Marktanalyse | 15 |
| 3.3.3.1 | Absatzmarkt | 15 |
| 3.3.3.2 | Marktgröße | 16 |
| 3.3.3.3 | Martkdynamik | 16 |
| 3.4 | Wettbewerbsanalyse | 17 |
| 3.4.1 | Allgemeines | 17 |
| 3.4.2 | Vorgehensweise bei der Wettbewerbsanalyse | 18 |
| 3.5 | Standortwahl | 19 |
| 3.5.1 | Standortfaktoren | 20 |
| 3.5.2 | Standortanalyse | 21 |
| 3.6 | Gründungsmarketing | 22 |
| 3.6.1 | Marketingkonzept | 23 |
| 3.6.2 | Marketingaufgaben in den Phasen des Gründungsprozess | 25 |
| 3.6.2.1 | Ideenentwicklungsphase | 25 |
| 3.6.2.2 | Gründungsdurchführungsphase | 27 |
| 3.6.2.3 | Frühentwicklungsphase | 28 |
| 3.7 | Finanzierung | 29 |
| 3.7.1 | Ermittlung des Kapitalbedarfs | 29 |
| 3.7.2 | Struktur der Finanzmittel | 30 |
| 3.7.3 | Förderprogramme für Existenzgründer | 31 |
| 3.8 | Businessplan | 33 |
| 3.8.1 | Der formelle Aufbau | 33 |
| 3.8.2 | Der inhaltliche Aufbau | 34 |
| 4. | Darstellung einer fiktiven Existenzgründung im Kontext der Oecotrophologie | 34 |
| 4.1 | Tätigkeitsschwerpunkte für selbstständige Oecotrophologen | 35 |
| 4.2 | Der Businessplan der „Anthofer & Ortner Catering Agentur GbR“ | 36 |
| 4.2.1 | Executive Summary | 36 |
| 4.2.2 | Unternehmen | 38 |
| 4.2.2.1 | Unternehmensprofil | 39 |
| 4.2.2.2 | Unternehmensziele | 41 |
| 4.2.3 | Produkt oder Dienstleistung | 41 |
| 4.2.3.1 | Kundenvorteile und Kundennutzen | 44 |
| 4.2.3.2 | Stand der Entwicklung | 45 |
| 4.2.4 | Branche und Markt | 46 |
| 4.2.4.1 | Branchen-/Gesamtmarktanalyse | 47 |
| 4.2.4.2 | Zielkunden/Marktsegmente | 47 |
| 4.2.4.3 | Wettbewerb | 49 |
| 4.2.5 | Marketing | 50 |
| 4.2.5.1 | Markteintritt | 51 |
| 4.2.5.2 | Absatzkonzept und Förderung | 51 |
| 4.2.6 | Management und Schlüsselpersonen | 53 |
| 4.2.7 | Lernpfade | 54 |
| 4.2.8 | Chancen und Risiken | 56 |
| 4.2.9 | Fünf-Jahres-Planung | 57 |
| 4.2.9.1 | Personalplanung | 58 |
| 4.2.9.2 | Investitions- und Abschreibungsplanung | 58 |
| 4.2.9.3 | Plan-Gewinn- und Verlustrechnung | 60 |
| 4.2.9.4 | Liquiditätsplanung | 62 |
| 4.2.10 | Finanzbedarf | 63 |
| 5. | Fazit | 65 |
| 5.1 | Zusammenfassung | 65 |
| 5.2 | Ausblick | 67 |
| Literaturverzeichnis | 68 | |
| Anlagen | 77 |
Die Förderarten für Existenzgründer lassen sich in Anlehnung an Quente/ Uhlmann89 in steuerliche Förderentlastungsmaßnahmen, öffentliche Zuschüsse, Bürgschaften, Darlehen und Beteiligungen aufteilen. Da es nicht möglich ist, bei der ständig variierenden Anzahl von Förderprogrammen einen Gesamtüberblick darzustellen, beschränkt sich die nachfolgende Darstellung auf die wesentlichen und allgemeinen Punkte im Zusammenhang mit den öffentlichen Förderarten. Steuerliche Förder– und Entlastungsmaßnahmen: Für das jeweilige Projekt können steuerliche Förder- und Entlastungsmaßnahmen herangezogen werden, die im Investitionszulagengesetz 1999 aber auch in anderen Steuergesetzen, wie im Einkommenssteuergesetz (z.B. § 7g EStG) zu finden sind. In diesem Zusammenhang sollte der Unternehmer, neben dem Finanzamt, auch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in seine Überlegungen mit einbeziehen, damit der, im Gegensatz zu anderen Förderarten bestehende Rechtsanspruch auf steuerliche Förderentlastungsmaßnahmen, nicht durch formale Fehler verwehrt wird. Beteiligungen: Unter Beteiligungskapital wird die finanzielle Förderung von risikoreichen Existenzgründungen verstanden. Diese Unterstützung kann nicht nur von öffentlich geförderten Beteiligungsgesellschaften der jeweiligen Bundesländer, sondern auch von Venture-Capital-Investoren angefordert werden. Die öffentlich geförderten Beteiligungsgesellschaften sind vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen gern gesehene Partner, da diese auch kleinere Summen zur Verfügung stellen. Die Anforderungen der öffentlichen Beteiligungsgesellschaften sind grundsätzlich von deren Anlageschwerpunkt abhängig. Ohne eine sorgfältige und vollständige Vorbereitung der entsprechenden Unterlagen, sowie einem tragfähigen Konzept, wird eine Beteiligung mit Sicherheit nicht zustande kommen. Die beschriebenen Möglichkeiten können auch kombiniert werden und aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Gestaltungsvarianten sollte jeder Unternehmer mit seinem individuellen Projekt die jeweiligen Förderprogramme selbst durchleuchten bzw. hinterfragen, damit er für seine Existenzgründung das optimale Resultat erhält. [...]
Nachdem der gesamte Kapitalbedarf ermittelt wurde, sind in einem weiteren Schritt die einzelnen Finanzierungsmittel und potentiellen Finanziers zu bestimmen. Bei der Gründungsfinanzierung erfolgt eine Unterscheidung der Finanzierungsmittel anhand der Mittelherkunft, d.h. zwischen Außen- und Innenfinanzierung und der Rechtsstellung der Kapitalgeber, d.h. zwischen Eigenund Fremdkapital.86 Unter Außenfinanzierung wird die Bereitstellung von Mitteln durch Kapitalgeber wie Kreditinstitute, Lieferanten, Kunden, andere Finanziers, die öffentliche Hand und Privatleute verstanden. Die Innenfinanzierung besteht aus Mitteln, die das Unternehmen im laufenden Geschäftsprozess selbst erwirtschaftet hat. Diese werden nicht von außen zugeführt, sondern entstehen im Rahmen des innerbetrieblichen Umsatzprozesses. Die Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung können beide als Außen- oder Innenfinanzierung auftreten. Das Eigenkapital, welches als Differenz zwischen Vermögen und Schulden das Reinvermögen des Unternehmers darstellt, kann durch Einzahlung des Gründers (Außenfinanzierung) oder durch thesaurierte Gewinne (Innenfinanzierung) entstehen. Dagegen stellt das Fremdkapital die Verpflichtung des Unternehmers gegenüber Dritten dar. Es kann z.B. in Form von Krediten (Außenfinanzierung) oder als Rückstellungsfinanzierung 87 (Innenfinanzierung) auftreten. Außerdem kann Fremdkapital in kurz-, mittel- und langfristig untergliedert werden, d.h. bezogen auf die Laufzeit in maximal ein Jahr, ein bis vier Jahren und fünf bis zwanzig Jahren. Da es bei Existenzgründungen i.d.R. mehrere Monate dauern kann bis Kundenzahlungen eingehen und somit Liquiditätsengpässe auftreten können, bietet sich zum Ausgleich finanzieller Schwankungen ein Kontokorrentkredit an.88 [...]
Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs erfolgt zuerst eine Aufstellung aller geplanten Ausgaben und Nebenkosten. Dann wird der Zeitraum ermittelt, wann welches und wie viel Kapital wofür benötigt wird. Hierbei sollten auch eventuelle Folgeinvestitionen beachtet werden. Der ermittelte Kapitalbedarf sollte genügend Spielraum besitzen, damit Anlaufund Gründungskosten unproblematisch abgedeckt werden können. Denn eine Nachfinanzierung wird von den Kapitalgebern deutlich schwieriger zu bekommen sein. Aus diesem Grund muss der Kapitalbedarf so errechnet werden, das genügend liquide Mittel vorhanden sind, um alle Kosten der Anlaufphase abdecken zu können.84 Die Ermittlung des Kapitalbedarfes kann als Vorstufe der Finanzplanung angesehen werden und lässt sich statisch nach folgender Formel ermitteln: Kapitalbedarf im Anlagevermögen für Sachinvestitionen + Kapitalbedarf im Umlaufvermögen für die laufende Umsatztätigkeit + Kapitalbedarf für die Inbetriebnahme bzw. den Produktionsanlauf + Kapitalbedarf für die Gründung + Kapitalbedarf für die private Lebensführung = Gesamtkapitalbedarf [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832485917
Arbeit zitieren:
Angerbauer, Beate Oktober 2004: Besonderheiten bei der Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen durch Oecotrophologen aus betriebswirtschaftlicher Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Catering, Existenzgründung, Businessplan, Marktanalyse, Rechtsform



