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Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme am Beispiel ambulanter Altenhilfe

Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme am Beispiel ambulanter Altenhilfe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrike Bucher
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 3,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Villingen-Schwenningen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5213-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5213-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5213-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bucher, Ulrike Juli 2001: Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme am Beispiel ambulanter Altenhilfe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Pflegemarkt, Sozialwirtschaft, Altenhilfe

Diplomarbeit von Ulrike Bucher

Gang der Untersuchung:

Vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme für den Bereich ambulante Altenhilfe.

Zu Beginn wird die geschichtliche Entwicklung der ambulanten Altenhilfe umrissen.

Ferner werden gesellschaftliche, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen aufgeführt, um somit die Aktualität des Themas herauszustellen. Dabei wird zum Beispiel auf das Pflegeversicherungsgesetz Bezug genommen. Die gesellschaftlichen Hintergründe, wie die demographische Entwicklung und der soziale Wandel, verlangen eine optimierte Anpassung der Hilfsangebote für ältere und/ oder pflegebedürftige Bürger. Aus den gesetzlichen Vorschriften sowie den wirtschaftlichen Gegebenheiten resultiert für die Dienste der ambulanten Altenhilfe die Notwendigkeit, sinnvolle Maßnahmen zur Qualitätssicherung in ihren gesamten Prozessablauf zu integrieren.

Die Diplomarbeit veranschaulicht folglich die Übertragung der Bestandteile des Beschwerdemanagements aus dem allgemeinen betriebswirtschaftlichen Sektor in die speziellen sozialwirtschaftlichen Strukturen der Dienste der ambulanten Altenhilfe und sie zeigt, dass das Beschwerdemanagement eine sinnvolle und erforderliche Qualitätssicherungsmaßnahme darstellt.

Dazu ist die Arbeit in drei Hauptteile aufgegliedert, die aufeinander aufbauen.

Im ersten Teil wird das Kriterium Qualität, Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität und Qualitätssicherung beleuchtet, im zweiten Teil werden die theoretischen Grundlagen des Themas Beschwerdemanagement aufgeführt und der dritte Hauptteil beschreibt dann, konkret am Beispiel einer Modell-Einrichtung, praktische Methoden zur Implementierung eines Beschwerdemanagements.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Einführung 1
1.2 Entstehung der ambulanten Dienste der Altenhilfe 2
1.3 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen 4
1.3.1 Demographische Entwicklung 4
1.3.2 Sozialer Wandel 5
1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen 6
1.5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 10
1.6 Fazit und Aufbau der Diplomarbeit 12
2. Qualität, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung 13
2.1 Einleitung - Der Begriff Qualität 13
2.2 Qualitätsmanagement 14
2.3 Qualitätssicherung 16
2.4 Qualitätsmaßstäbe 18
2.4.1 Strukturqualität 18
2.4.2 Prozessqualität 19
2.4.3 Ergebnisqualität 21
2.5 Interne und externe Qualitätssicherungsmaßnahmen 22
2.6 Fazit 23
3. Grundlagen des Beschwerdemanagements 25
3.1 Einleitung – Der Begriff Beschwerde 25
3.2 Ziele des Beschwerdemanagement 25
3.3 Aufgaben des Beschwerdemanagement 28
3.3.1 Direkter Beschwerdemanagementprozess 29
3.3.1.1 Beschwerdestimulierung 29
3.3.1.1.1 Schaffung der Beschwerdewege 30
3.3.1.1.2 Kommunikation des Beschwerdeweges 31
3.3.1.2 Beschwerdeannahme 31
3.3.1.3 Beschwerdebearbeitung und -reaktion 32
3.3.2 Indirekter Beschwerdemanagementprozess 33
3.3.2.1 Beschwerdeauswertung 33
3.3.2.2 Aufgaben-Controlling 34
3.3.3 Wirtschaftlichkeit des Beschwerdemanagements 34
3.3.3.1 Kosten des Beschwerdemanagements 35
3.3.3.2 Nutzen des Beschwerdemanagement 36
3.3.3.3 Kosten-Nutzen-Analyse 37
3.4 Fazit 38
4. Beschwerdemanagement in einem ambulanten Pflegedienst 39
4.1 Einleitung 39
4.2 Der "Häusliche Seniorendienst" - ein Modell 39
4.2.1 Die Trägerschaft 41
4.2.2 Die Kunden 42
4.2.3 Die Mitarbeiter 43
4.3 Beschwerdestimulierung 44
4.4 Beschwerdeannahme 47
4.5 Beschwerdebearbeitung und -reaktion 49
4.6 Beschwerdeauswertung 51
4.7 Aufgaben-Controlling 54
4.8 Wirtschaftlichkeit 55
4.9 Ethische Verantwortung 57
4.10 Fazit 57
5. Resümee 59
5.1 Übersicht 59
5.2 Erörterung 60
5.3 Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme 61
5.4 Perspektiven 61
Anlagen
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die negative Mund-zu-Mund-Kommunikation als Folge der Unzufriedenheit findet in großem Ausmaß statt. „Eine Studie von TARP (Technical Assistance Research Program) belegt, dass bei kleinen Konsumproblemen unzufriedene Beschwerdeführer mit durchschnittlich 10 Personen über ihre negativen Erfahrungen sprachen. Für schwerwiegende Konsumprobleme ergab sich sogar ein Wert von durchschnittlich 16 Personen.“35 Zufriedene Kunden sprechen höchstens halb so oft mit ihren Mitmenschen über ihre positiven Erfahrungen, die sie mit einer Einrichtung machen konnten. Des weiteren sei der Anteil derjenigen, die sich trotz Unzufriedenheit nicht beschwert haben, relativ hoch. Manche Kunden benennen hierfür als Grund ihre Unwissenheit bezüglich des richtigen Ansprechpartners und die mangelnde Aussicht auf Erfolg.36 Zum Beschwerdeverhalten wurden anhand einer Studie [...]

Bei der Erörterung des Begriffs Beschwerde, kann festgestellt werden, dass das Wort im allgemeinen Sprachgebrauch eher negativ belegt ist; man verbindet es mit Kritik, Ungerechtigkeit, `Wichtigtuer´, Nörgler, Inkompetenz, Tadel, Widerspruch, Einspruch, Unzufriedenheit, Probleme, Ärger, etc. Eine einheitliche Definition des Begriffes Beschwerde liegt in der entsprechenden Literatur nicht vor. Die Bedeutung des Begriffes Beschwerde ist ambivalent und wird im Deutschen Wörterbuch `Wahrig` unter anderem folgendermaßen definiert: Mühe, Last, Mühsal, Mühseligkeit, körperliches Leiden, Schmerz und auch Klage, Reklamation, Protest; Rechtsmittel gegen Beschlüsse. Beim Militär zum Beispiel, gilt die Beschwerde als Rechtsmittel in der Wehrbeschwerdeordnung der Soldaten; im Prozessrecht ist die Beschwerde ein Rechtsmittel gegenüber gerichtlichen Entscheidungen und Beschlüssen. Nachstehend wird das Beschwerdemanagement mit den Zielen, den Aufgaben und der Wirtschaftlichkeit im Detail geschildert. [...]

Man unterscheidet zwischen internen und externen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Die Träger der ambulanten Pflegeeinrichtungen sind dafür verantwortlich, dass die Einrichtungen die internen Qualitätssicherungsmaßnahmen wahrnehmen und sich an den externen Qualitätssicherungsmaßnahmen beteiligen. Zuständig für die Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Einrichtung ist das Qualitätsmanagement. Interne Qualitätssicherungsmaßnahmen sind alle Maßnahmen, die innerhalb einer ambulanten Altenhilfeeinrichtung im Rahmen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität festgelegt sind und durchgeführt werden. Externe Qualitätssicherung unterteilen sich in verpflichtende Qualitätsprüfungen und in freiwillige Maßnahmen. Externe Qualitätssicherung bedeutet für die ambulanten Altenhilfeeinrichtungen die Mitwirkung an den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen. Diese beziehen sich auf die Qualität der Pflege, die Versorgungsabläufe und die Pflegeergebnisse. Sie werden von den Prüfern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen auf Veranlassung der Landesverbände der Pflegekassen in den Geschäftsräumen der Einrichtung und in einigen Kundenhaushalten vorgenommen. Den Prüfern muss Zutritt zu den Räumlichkeiten und Einsicht in die Unterlagen und jede relevante Auskunft gewährt werden. Ein Bericht über das Ergebnis der Qualitätsprüfung erhält der Einrichtungsträger von den Landesverbänden der Pflegekassen. Der Bericht beinhaltet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung der Qualitätsmängel sowie die dafür festgelegte Frist. In schwerwiegenden Fällen kann der Versorgungsvertrag von den Landesverbänden gekündigt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Bucher, Ulrike Juli 2001: Beschwerdemanagement als Qualitätssicherungsmaßnahme am Beispiel ambulanter Altenhilfe, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Pflegemarkt, Sozialwirtschaft, Altenhilfe

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