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Beschreibung und Eignung ausgewählter CSR-Instrumente

Beschreibung und Eignung ausgewählter CSR-Instrumente
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Stefan Krammer
  • Abgabedatum: September 2008
  • Umfang: 32 Seiten
  • Dateigröße: 239,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
  • Bibliografie: ca. 25
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-2226-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krammer, Stefan September 2008: Beschreibung und Eignung ausgewählter CSR-Instrumente, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Corporate Social Resposnisibility, Managementsysteme, EMAS, ISO 14001, OHSAS 18001

Bachelorarbeit von Stefan Krammer

Einleitung:

Die Ansicht, dass ein Unternehmen ausschließlich ökonomische Aufgaben erfüllt ist überholt.

Heute wird von einem Unternehmen verlangt, dass es auch eine soziale und ökologische Verantwortung übernimmt. Dies ist nicht ausschließlich auf altruistische Gedanken zurückzuführen, nachdem ein Wirtschaftssystem, das die Menschen und die Umwelt ausbeutet, langfristig nicht überleben kann. Aufgrund dieser Tatsache wuchs in den Bewusstsein der Unternehmen, dass die Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung unmittelbaren wirtschaftlichen Wert haben kann. Obwohl die Kernaufgabe eines Unternehmens noch immer darin besteht, Gewinne zu erzielen, können sie gleichzeitig einen Beitrag zur Erreichung sozialer und ökologischer Ziele leisten.

Der Begriff Corporate Social Responsibility oder auf Deutsch gesellschaftliche Unternehmensverantwortung wurde eingeführt.

1.1, Problemstellung und Zielsetzung:

Seit dem Beginn der Diskussion über gesellschaftliche Unternehmensverantwortung gab es einen riesigen Wildwuchs an Terminologien, Theorien und Ansätze die sich mit diesem Thema beschäftigen. So können beispielsweise die Begriffe Stakeholder Management, Corporate Citizenship, Social Entrepreneurship, Triple Bottom Line mit dem Begriff CSR in Verbindung gebracht werden.

Um mit dem Begriff CSR arbeiten zu können, ist eine klare Definition und ein eindeutiges Konzept nötig. Diese würden ein starkes Fundament für die Weiterentwicklung und Implementierung darstellen.

Die vorliegende Arbeit wird bekannte Definitionen behandeln und deren Schwächen aufzeigen. Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, ob es heute einen Konsens über die Definition von CSR gibt.

Der zweite Teil der Arbeit wird die praktische Konkretisierung von CSR in Organisationen behandeln. Dafür wurden bereits zahlreiche Instrumente entwickelt. Der Fokus der Arbeit liegt dabei bei Managementsystemen, da sie eines jener Instrumente sind, die sich einer unternehmensexternen Kontrolle unterziehen.

In dieser Arbeit werden 2 ökologisch orientierte Umweltmanagementsysteme (UMS), sowie ein sozial orientiertes Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) behandelt. Danach wird der Frage nachgegangen, in wieweit diese Managementstandards ein geeignetes CSR-Instrument darstellen.

Managementstandards behandeln meist nur einen Aspekt von CSR, während die anderen unberücksichtigt bleiben. Deshalb wird die Arbeit die Integration von Managementsystemen, sowie die Standardisierung von CSR-Instrumenten thematisieren, um ein umfassendes CSR-Instrument zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 5
2. CSR 7
1.1 CSR im weiteren Sinn 7
1.2 CSR im engeren Sinn 8
3. Managementsysteme 10
2.1 Umweltmanagementsystem (UMS) 11
2.1.1 Die Verbreitung von UMS 13
2.1.2 Der Ablauf der EMAS Zertifizierung 14
2.1.3 Der Ablauf der ISO 14001 Zertifizierung 17
2.2 Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) 19
2.2.1 Der Ablauf der OHSAS 18001 Zertifizierung 20
2.3 Integriertes Management 22
3. CSR-Standardisierung 25
3.1 ISO 2600 25
4. Zusammenfassung 27
Quellenverzeichnis 29

Textprobe:

Kapitel 2.3, Integriertes Management:

Die Managementsysteme haben es in den letzten Jahren weltweit zu zunehmender Verbreitung gebracht. Das gilt nicht nur für die bereits beschriebenen UMS und AMS, sondern auch für Qualitäts-, Sicherheits- und Hygienemanagementsysteme.

Viele Unternehmen, vor allem multinationale Firmen haben nicht nur ein, sondern mehrere Managementsysteme installiert. Es stellt sich die Frage, ob es besser ist die Managementsysteme unabhängig voneinander aufzubauen oder die Systeme zu integrieren.

Die Probleme von isolierten Systemen bestehen vor allem in der Komplexität von innerbetrieblichen Abläufen, konkurrierenden Teilzielen und einem zusätzlichen Aufwand bei der Datenerhebung und Dokumentation.

Es gibt viele Gemeinsamkeiten der Systeme in Bezug auf Politik, Ziele, Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen, bei denen es zu Synergieeffekten kommt. Die Vorteile von integrierten Systemen sind:

- Verminderung von Widersprüchen - Erhöhte Effizienz durch eine geringere Anzahl von Regelungen - Erhöhte Transparenz und Akzeptanz der Mitarbeiter - Möglichkeit einer Erweiterung durch neue Managementsysteme Die Verknüpfung von AMS und UMS ist besonders stark. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die meisten Gefahrenstoffe sich sowohl negativ auf die Umwelt als auch auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken.

Aufgrund der Probleme, die bei isolierten Managementsystemen entstehen, den Synergieeffekten und den Verknüpfungen sind integrierte Managementsysteme die bessere Alternative Im Vergleich zu isolierten Managementsystemen.

Im Folgenden werden verschiedene Ansätze zur Integration von Managementsystemen vorgestellt. Es gibt im Grunde drei Ansätze:

- die normen- oder regelwerkbasierende Integration - der systemübergreifende Ansatz - der prozessorientierte Ansatz Die Abgrenzungen zwischen diesen Ansätzen sind fließend. Daher ist es in der Praxis schwer die verschiedenen Ansätze exakt voneinander zu unterscheiden.

Der erste Ansatz ist die normen- oder regelwerkbasierende Integration. Bei diesem Ansatz werden Systemelemente, die eine hohe Ähnlichkeit aufweisen miteinander zusammengeführt. Jene Elemente, die sich sehr unterscheiden werden weiterhin separat geregelt. Als Basis kann die ISO 14001 verwendet werden. So kann man etwa die Systemelemente des AMS Schulung, Politik und Auditierung dem des UMS sinnvoll zuordnen. Allerdings ist dieser Ansatz schon überholt.

Die zweite Möglichkeit ist der systemübergreifende Ansatz. Hier werden die Systemelemente in Grundmodule und Fachmodule getrennt. Die Grundmodule sind die systematisierenden Elemente der spezifischen Managementsysteme. Dazu zählen unter anderem die Politik, Programme, Ziele, Dokumentation und Schulung. Diese werden als Dach des Managementsystems zusammengeführt.

Die Fachmodule sind jene Elemente, die aus der entsprechenden Perspektive des Umwelt- oder Arbeitsschutzes sich den inhaltlichen Funktionen widmen. Dazu zählen beim UMS unter anderem die Umweltgesetze, Umweltaspekte und Kommunikation. Diese werden weiter eigenständig betrieben.

Dieses System nutzt auf der einen Seite die Synergiepotentiale aus, während die fachliche Eigenständigkeit der Systeme erhalten bleibt.

Die dritte Möglichkeit ist der prozessorientierte Ansatz. Bei diesem Ansatz wird das Hauptaugenmerk von den Managementstandards weg gerichtet. Die betrieblichen Prozesse werden umwelt- und arbeitsschutzbezogen ausgestaltet. Es werden die unterschiedlichen Anforderungen aus Gesetzen, Managementsystemen und Kunden in die betrieblichen Abläufe eingebaut.

Die Eignung als CSR-Instrument:

Ein Managementsystem, indem zumindest ein AMS und ein UMS integriert wird, stellt einen weitaus besseres CSR-Instrument dar, als ein isoliertes Managementsystem. Ein integriertes Managementsystem hat den großen Vorteil, dass es sich nicht nur auf einen Aspekt von CSR fokussiert, da sowohl ökologische als auch soziale Anforderungen in das Geschäftsfeld integriert werden.

Arbeit zitieren:
Krammer, Stefan September 2008: Beschreibung und Eignung ausgewählter CSR-Instrumente, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Corporate Social Resposnisibility, Managementsysteme, EMAS, ISO 14001, OHSAS 18001

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