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Beschaffungsproblematik von Fertigungs-Joint Ventures mit deutscher Beteiligung in der V.R. China - dargestellt an praktischen Beispielen

Beschaffungsproblematik von Fertigungs-Joint Ventures mit deutscher Beteiligung in der V.R. China - dargestellt an praktischen Beispielen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Lafontaine
  • Abgabedatum: Januar 1998
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 6,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2623-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2623-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2623-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lafontaine, Marc Januar 1998: Beschaffungsproblematik von Fertigungs-Joint Ventures mit deutscher Beteiligung in der V.R. China - dargestellt an praktischen Beispielen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beschaffung, Einkauf, Joint Venture, China, Infrastruktur

Diplomarbeit von Marc Lafontaine

Problemstellung:

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass in den kommenden Jahren ein Land zurück in den Kreis der Weltmächte aufsteigen wird, welches schon vor einigen Jahrhunderten eine führende Rolle spielte - China. Damit würde das „Reich der Mitte“ etwas erreichen, was vor ihm noch keine andere, einstmals vergangene Hochkultur geschafft hat.

Dass man an der Volksrepublik China wirtschaftlich und politisch nicht vorbeikommt, haben die meisten Unternehmen und Regierungen der Industriestaaten erkannt. Auch Deutschland hat sein Engagement in den letzten Jahren verstärkt. Die Märkte werden neu verteilt und wer nicht vertreten ist, wird es schwer haben.

China war, neben anderen asiatischen Ländern, lange Fertigungsstätte für die Märkte in den Industriestaaten. Doch heute wollen auch die Chinesen im Binnenmarkt konsumieren. Ausländische Produkte sind dabei sehr beliebt, da sie den einheimischen Gütern, besonders vom Entwicklungsstand und der Qualität her, überlegen sind. Zudem ist es „in Mode“, den neuen, wenn sich auch noch auf niedrigem Niveau bewegenden Wohlstand, mit ausländischen Marken zur Schau zu stellen.

Wer in China Geschäfte machen möchte, für den ist es notwendig, im Land sein. Mit Direktinvestitionen müssen sich die Unternehmen Zugang zum chinesischen Markt verschaffen. Die Regierung der Volksrepublik lässt durch ihren Protektionismus erkennen, dass keine andere Strategie langfristig Aussicht auf Erfolg bietet. Das hat zur Folge, dass nicht nur, wie dies bis vor wenigen Jahren der Fall war, lohnintensive Fertigung nach China verlagert oder dort aufgebaut wird, sondern auch materialintensive Fertigungsunternehmen nachziehen müssen. Fast alle großen Unternehmen sind deshalb heute schon vor Ort, und wenn es nur mit einem Repräsentationsbüro ist.

Direktinvestitionen erfordern vor allem einen soliden Kapitalstock, mit dem man die in der Regel verlustreichen Anfangsjahre bewältigen kann. Der Großteil der Klein- und Mittelbetriebe hat in diesem Bereich die stärksten Probleme und verpasst deshalb unter Umständen den rechtzeitigen Einstieg.

Die gerade angesprochene verlustbringende erste Zeit des Unternehmensaufbaus in China, bis zur Erreichung der Gewinnschwelle, soll so schnell wie möglich überwunden werden. Hierzu stehen drei aussichtsreiche Vorgehensweisen im Hinblick auf den Umsatz und auf die Kosten zur Verfügung. Durch den Vertrieb und durch verstärkte Marketingaktivitäten kann man den Absatz fördern und so den Umsatz erhöhen. Der inländische Verkäufermarkt mit großem Nachholbedarf der Konsumenten und eher geringer Konkurrenzintensität ermöglicht unter Umständen eine Durchsetzung von Absatzpreisvorteilen und erhöht dadurch den Umsatz. Auf Kostenseite besteht die Möglichkeit, die Inputkosten vom Beschaffungsmarkt her zu minimieren.

In den meisten Fällen bevorzugen die Unternehmen noch die beiden ersten Varianten. Die Vertriebsseite steht somit im Mittelpunkt. Doch nicht immer läuft der Absatz so wie es geplant war. Die positiven Bilanzen resultieren dann oft nur daraus, dass die Kosten aufgrund der niedrigen Löhne und Gehälter immer noch relativ gering im Vergleich zu Deutschland ausfallen. Eine Studie in 1996 des DIHT und des APA hierzu ergab, dass die Kostenersparnis gegenüber einem deutschen Standort in China 32% beträgt, die Gewinne deutscher Unternehmen allerdings nach Steuern bei nur 4% des Umsatzes rangieren. Es ist zudem zu bedenken, daß auch in China die Löhne und Gehälter steigen werden, beziehungsweise sogar schon am steigen sind.

Ganz abgesehen davon, dass man ständig bestrebt sein sollte die Kosten zu senken, ist dies für eine erfolgreiche Zukunft im Wettbewerb in China sogar unabdingbar. Die Beschaffungskosten materialintensiver Fertigungsunternehmen dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Vielmehr müssen sie in das Zentrum der Beachtung rücken. Beispielsweise zeigt sich durch Return-on-Investment-Berechnungen, dass aus einer geringen prozentualen Verbesserung der Einkaufspreise und einer Reduzierung des durchschnittlichen Lagerbestandes, ein wesentlich besseres Ergebnis resultiert, als dies durch eine Erhöhung des Umsatzes in gleichem Maße möglich wäre. Eine angemessene Vorgehensweise zur Kostensenkung stellt hierbei die Lokalisierung dar, womit die Materialbeschaffung auf dem chinesischen Markt gemeint ist.

Die vorliegende Arbeit „Beschaffungsproblematik von Fertigungs-Joint Ventures mit deutscher Beteiligung in der V.R. China - dargestellt an praktischen Beispielen“ möchte der wachsenden Bedeutung der Materialbeschaffung in China Rechnung tragen und ihren Stellenwert hervorheben. Die aufzuklärenden Problemstellungen, die das genannte Thema aufwirft, spiegeln sich dabei in folgenden Fragestellungen wider: „Welche Einflussfaktoren wirken auf die Beschaffung in China?“ und „Mit welcher Problematik der Beschaffung sind Joint Ventures konfrontiert?“. Ziel ist es zudem, neben der umfassenden Beleuchtung der Thematik und der Beantwortung der genannten Fragen, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man die erkannten Probleme beseitigen oder zumindest eindämmen kann.

Es sollen dabei vor allem die Schwierigkeiten aufgezeigt werden, mit denen ein auf dem chinesischen Markt agierendes Unternehmen konfrontiert ist. Eine Beschaffungsproblematik verursacht hierbei stets höhere Kosten als bei problemlosem Ablauf entstehen würden.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 sollen die Faktoren dargestellt werden, die einen Einfluss auf die Beschaffungsaktivitäten in China ausüben. Aus diesem Beschaffungsumfeld können mögliche Probleme resultieren. Um die Probleme zu vermeiden oder sie zu lösen, muss man sich dieser Faktoren bewusst sein.

Kapitel 3 zeigt dann Probleme auf, welche aus den im 2. Kapitel erläuterten Rahmenbedingungen entspringen können. Die erkannten Probleme werden drei Bereichen zugeordnet, damit die Ursachen besser zu erforschen sind. Aus diesen heraus findet die Erarbeitung von praktisch möglichen Lösungsansätzen statt.

Um die wahrgenommenen Probleme mit der Praxis zu vergleichen, wird im 4. Kapitel die Situation von fünf deutsch-chinesischen JVs aufgegriffen und näher erklärt.

Eine kurze Schlussbetrachtung rundet die Arbeit ab (Kapitel 5).

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
1.3 Gegenstand der Untersuchung 3
1.3.1 Beschaffung 4
1.3.2 Problematik 5
1.3.3 Fertigung 5
1.3.4 Joint Venture 6
2. Einflußfaktoren der Beschaffung 8
2.1 Politische und wirtschaftliche Situation 9
2.1.1 Politisches System und Regierung 9
2.1.2 Administrative Gliederung 10
2.1.3 Wirtschaftspolitik 11
2.1.4 Statistische Wirtschaftsdaten 13
2.1.5 Zukünftige Entwicklung 14
2.2 Infrastruktur 15
2.2.1 Güterverkehrssystem 15
2.2.1.1 Landverkehr 17
2.2.1.2 Luftverkehr 19
2.2.1.3 Wasserverkehr 20
2.2.2 Telekommunikationssystem 23
2.2.3 Energieversorgung 25
2.2.3.1 Wärmekraft 27
2.2.3.2 Kernkraft 31
2.2.3.3 Wasserkraft 31
2.3 Lokale Beschaffungsmärkte - Schlüsselressourcen 32
2.3.1 Rohstoffe 32
2.3.2 Zulieferindustrie 34
2.4 Unternehmensbedingte Einflußfaktoren 37
3. Bereiche der Beschaffungsproblematik mit Lösungsansätzen 40
3.1 Staat und Wirtschaft 41
3.2 Lieferantensituation 52
3.3 Unternehmensinterner Bereich 61
4. Beispiele aus der Praxis 68
4.1 Unternehmensportraits 69
4.1.1 Siemens Switchgear Ltd., Shanghai (SSLS) 69
4.1.2 ABB Shanghai Transformer Co. Ltd. 70
4.1.3 Shanghai Volkswagen Automotive Co. Ltd. (SVW) 71
4.1.4 Leica Microscope Ltd., Shanghai (LMSH) 74
4.1.5 Bayer Shanghai Pigments Co. Ltd. 75
4.2 Aktuelle Situation der Unternehmen 76
4.2.1 Unternehmen A 76
4.2.2 Unternehmen B 78
4.2.3 Unternehmen C 80
4.2.4 Unternehmen D 82
4.2.5 Unternehmen E 84
5. Schlußbetrachtung 86
Anhang - Interviewleitfaden VIII
Quellenverzeichnis XI
Eidesstattliche Erklärung XXV

Arbeit zitieren:
Lafontaine, Marc Januar 1998: Beschaffungsproblematik von Fertigungs-Joint Ventures mit deutscher Beteiligung in der V.R. China - dargestellt an praktischen Beispielen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beschaffung, Einkauf, Joint Venture, China, Infrastruktur

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