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Beschäftigungs- und Personalpolitik im (österreichischem) Nonprofit Sektor

Beschäftigungs- und Personalpolitik im (österreichischem) Nonprofit Sektor
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claudia Häusler
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 2,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6466-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6466-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6466-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Häusler, Claudia Dezember 2002: Beschäftigungs- und Personalpolitik im (österreichischem) Nonprofit Sektor, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personalmanagement, ehrenamtliche Mitarbeiter, NPO-Management, Freiwillige Mitarbeiter, Führung in NPOs

Diplomarbeit von Claudia Häusler

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit „Beschäftigung und Personalpolitik im (österreichischem) Nonprofit Sektor“ wurden volkswirtschaftliche Aspekte nur knapp abgehandelt, wohingegen Fragen der Personalpolitik im Vordergrund stehen.

Die Beschäftigtenstruktur von NPO unterscheidet sich deutlich von jener gewinnorientierten Unternehmen. So ist im NPO-Sektor der Anteil der Frauen in der Mitarbeiterschaft deutlich höher, ein größerer Teil der Mitarbeiter arbeitet auf Teilzeitbasis und es wird in nennenswertem Umfang auf unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit zurückgegriffen. Vor diesem Hintergrund wurde ausgehend von allgemein bekannten Ansätzen des Personalmanagement untersucht, inwieweit NPOs diese Konzepte heranziehen können und wo Anpassungen im Hinblick auf bestimmte Kategorien von Mitarbeitern angebracht sind.

Als Ausgangsbasis der Analyse dienten die unterschiedlichen Motive von NPO-Mitarbeitern und die Struktur der Beschäftigten. Zunächst wurden Klassifikationsschemata aufgezeigt, um die verschiedenen Mitarbeitergruppen, wie bezahlte, unbezahlte, professionelle und unprofessionelle Mitarbeiter, einordnen zu können. Anschließend wurde die Personalrekrutierung, Personalbeschaffung, Personalauswahl und Personalfreisetzung analysiert. Diese personalpolitischen Maßnahmenbereiche finden sich in der Arbeit sowohl allgemein, bezogen auf die bezahlten Mitarbeiter und als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeitern dargestellt.

Vor dem Hintergrund dieses Spektrums personalpolitischer Instrumentalbereichen setzt sich die Arbeit mit Mitarbeiterführung in NPOs auseinander. Dazu waren zuerst Führungstheorien, des weiteren Führungssysteme und Führungsinstrumente zu beschreiben. Der Führung unbezahlter Arbeitskräfte ist ein eigner Teilabschnitt gewidmet. Zudem wurden auch verschiedene Maßnahmen der Personalentwicklung mit Bezug auf die besondere Situation von Frauen und ältere Arbeitnehmern hin beleuchtet.

Dem Kapitel zur Führung schließt sich eine Analyse der Vergütung in NPOs an. Neben dem Niveau der Entgelte stehen hier die Frage nach besonderen Entgeltformen und dem Leistungsbezug von Vergütungen zur Diskussion.

Ein großer Teil der Arbeit widmet sich dem strategischen Personalmanagement in NPOs, wobei zunächst allgemeine Personalstrategien beschrieben werden und des weiteren Personalstrategien für hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter untersucht werden.

Ein Exkurs beschäftigt sich zum Abschluss mit der Wichtigkeit von familienfreundlicher Personalpolitik in NPOs, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern soll.

Inhaltsverzeichnis:

1. PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT 1
2. STRUKTURELLE BESONDERHEITEN DER PERSONALRESSOURCEN VON NPOS 5
2.1 MOTIVATION 5
2.1.1 Bedürfnispyramide 5
2.1.2 Zwei-Faktoren-Theorie 8
2.1.3 Motive ehrenamtlicher Mitarbeiter 11
2.2 STRUKTUR DER BESCHÄFTIGTEN 12
3. TEILBEREICHE UND INSTRUMENTE DES PERSONALMANAGEMENTS IN NPOS 14
3.1 STRUKTURIERUNG DES PERSONALBESTANDES 14
3.2 PERSONALREKRUTIERUNG 17
3.2.1 Rekrutierung - allgemein 17
3.2.2 Rekrutierung von unbezahltem Personal 19
3.3 PERSONALAUSWAHL 27
3.3.1 Analyse der Bewerbungsunterlagen 28
3.3.2 Auswahlinterview 29
3.3.3 Tests 30
3.3.4 Assessment Center 31
3.4 PERSONALFREISETZUNG 34
3.4.1 Personalfreisetzung - allgemein 34
3.4.2 Personalfreisetzung von unbezahlten Arbeitskräften 35
3.5 MITARBEITERFÜHRUNG 37
3.5.1 Führungstheorien 39
3.5.1.1 Eigenschaftstheorien 40
3.5.1.2 Verhaltenstheorien 43
3.5.1.3 Situationstheorien der Führung 46
3.5.2 Führungssysteme 47
3.5.2.1 Management by Delegation 48
3.5.2.2 Management by Objectives 48
3.5.3 Führungsinstrumente 49
3.5.4 Führung von unbezahlten Arbeitskräften 50
3.5.5 Führung älterer Arbeitnehmer 52
3.5.6 Teilzeitarbeiter in Führungspositionen 53
3.6 PERSONALENTWICKLUNG 55
3.6.1 On-the-job-Maßnahmen 57
3.6.2 Off-the-job-Maßnahmen 60
3.6.3 Personalentwicklung für Frauen 63
3.6.4 Personalentwicklung für ältere Arbeitnehmer 64
3.7 VERGÜTUNG 65
3.7.1 Vergütung hauptberuflicher Mitarbeiter 66
3.7.2 Vergütung ehrenamtlicher Mitarbeiter 72
4. STRATEGISCHES PERSONALMANAGEMENT 74
4.1 PERSONALSTRATEGIEN IN NPOS 74
4.1.1 Personalstrategien für hauptberufliche Mitarbeiter 77
4.1.2 Personalstrategien für Ehrenamtliche 79
4.1.2.1 Selektierende Personalstrategie 83
4.1.2.2 Differenzierende Personalstrategie 83
4.1.2.3 Harmonisierende Personalstrategie 84
4.1.2.4 Egalisierende Personalstrategie 84
4.2 EXKURS: FAMILIENFREUNDLICHE PERSONALPOLITIK - VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 85
4.2.1 Flexibilisierung der Arbeitszeit 87
4.2.2 Telearbeit 90
4.2.3 Unterstützung bei der Kinderbetreuung 92
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN 93
LITERATURLISTE 98

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dieses Führungsmodell soll auf alle Organisationen mit hierarchischem Aufbau anwendbar sein. Entscheidungen sollen nicht mehr nur von der Organisationsspitze allein getroffen werden, sondern „nach der folgenden Vorgehensweise: • • Es erfolgt eine Auflistung aller im Unternehmen anfallenden Aufgaben, sowie die Zuweisung der dazugehörigen Kompetenzen und Delegationsbereiche. Festumrissene Aufgabenbereiche sollen auf diese Weise mit der Kompetenz ihrer Bearbeitung und persönlichen Verantwortung für das Ergebnis auf tiefere hierarchische Ebenen übertragen werden. • Das Resultat sind Führungsebenen mit bestimmten Aufgabenbereichen, die durch Stellenbeschreibung festgelegt sind, und eigenverantwortliche Entscheidungen, in die der Vorgesetzte nicht eingreifen darf ... • Der Vorgesetzte erhält die Führungsverantwortung, ihm stehen Mitarbeiterbesprechungen und Dienstgespräche als Führungsmittel zur Verfügung. Der Mitarbeiter erhält die Handlungsverantwortung. • Die „allgemeine Führungsanweisung“ enthält allgemeinverbindliche Regeln und Normen zur Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten zum Führungsverhalten.“86 [...]

und mitarbeiterorientierter Führungsstil angewendet werden. Solch einem Mitarbeiter muss die Aufgabe eher „verkauft“ werden. Der Führende kommuniziert mit den Mitarbeitern und bietet ihnen rationale Argumentation und emotionale Unterstützung. Bei mäßiger bis hoher Reife (Fähigkeiten, aber fehlende Motivation) sollten der Vorgesetzte und seine Mitarbeiter gemeinsame Entscheidungen treffen. Der Vorgesetzte muss versuchen, die Motivation des Geführten zu erhöhen. Besitzt ein Mitarbeiter hohe Reife (Motivation, Wissen und Fähigkeiten vorhanden) sollte der Mitarbeiter selbständig arbeiten und nur gelegentlich kontrolliert werden. Der Vorgesetzte führt durch Delegation.84 Da für Mitarbeiter in NPOs die soziale Komponente ihrer Arbeit meist sehr wichtig ist, sollte sehr viel Wert auf einen mitarbeiterorientierten Führungsstil gelegt werden. Außerdem wollen sie ihre Fähigkeiten und Talente sinnvoll einsetzen, daher sollten sie, sofern sie die notwendige Reife besitzen, eigene Entscheidungen treffen können und eigene Verantwortungsbereiche übertragen bekommen. Für ehrenamtliche Mitarbeiter sind Erfahrungsaustausch, Solidarität untereinander und neue Sozialkontakte sehr wichtig, daher sollten sie die Möglichkeit haben, sich regelmäßig in Gruppen zu treffen. Dies fördert auch die Erlangung einer gewissen Eigenständigkeit und die Autonomie und Schwierigkeiten können dadurch relativiert werden.85 [...]

Eine Führungstheorie, die zuverlässige und gültige Vorhersagen über die Auswirkungen von Führungsverhalten treffen möchte, muss eine Reihe anderer Einflussfaktoren im Kontext der Führung - wie Art der Aufgabe, Zeitdruck, die Fähigkeit und Erwartungen der Geführten, die Hierarchieebene und die Positionsmacht - berücksichtigen. Es gibt nicht mehr den einen besten Führungsstil, sondern: „It all depends“. Hier möchte ich nur auf die Reifegradtheorie von Hersey/Blanchard näher eingehen. Hersey und Blanchard gehen von einer Aufgaben- und einer Beziehungsorientierung des Führungsverhaltens aus. Somit gibt es vier mögliche Führungsstile, deren Einsatz vom Reifegrad des Mitarbeiters abhängt. Dieser Reifegrad unterteilt sich in zwei Komponenten – die Funktionsreife (Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung des Mitarbeiters) und die psychologische Reife (Selbstvertrauen und –achtung). Haben Mitarbeiter nur geringe Reife (Motivation, Wissen und Fähigkeiten fehlen) müssen diese aufgabenorientiert geführt werden. Somit definiert der Vorgesetzte genau die Aufgabengebiete der Untergebenen und sagt ihnen wie, wann und wo sie was zu tun haben. Bei geringer bis mäßiger Reife (Motivation, aber fehlende Fähigkeiten) sollte ein aufgaben83 [...]

Arbeit zitieren:
Häusler, Claudia Dezember 2002: Beschäftigungs- und Personalpolitik im (österreichischem) Nonprofit Sektor, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personalmanagement, ehrenamtliche Mitarbeiter, NPO-Management, Freiwillige Mitarbeiter, Führung in NPOs

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