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Beschäftigung und Qualifizierung in Europa

Eine Bewertung aus ökonomischer Sicht

Beschäftigung und Qualifizierung in Europa
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Tenberge
  • Abgabedatum: Mai 1997
  • Umfang: 126 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1401-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1401-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1401-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tenberge, Markus Mai 1997: Beschäftigung und Qualifizierung in Europa, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualifizierung, Europa, Beschäftigung, Personal

Diplomarbeit von Markus Tenberge

Einleitung:

Der Prozeß der Bildung eines geeinten Europas befindet sich in vollem Gange. Es handelt sich nicht mehr um eine politisch-abstrakte Vision, sondern stellt in vielen Bereichen für die EU-Bürger bereits eine konkrete Größe dar, die eine unmittelbare Auswirkung im täglichen Leben besitzt.

Einen der betroffenen Bereiche repräsentieren der Arbeitsmarkt und dessen "Zulieferer", der Bildungsmarkt, deren Zusammenhänge im Laufe dieser Arbeit dargestellt und notwendige Veränderungen aus ökonomischer Sicht gewürdigt werden. Der Schwerpunkt wird damit auf das verknüpfende Element dieser beiden Teilmärkte gelegt.

Der europaweite Bezugsrahmen macht es dabei erforderlich, sich auf die übergreifenden Entwicklungen zu beschränken. Zugleich ist aber die Festlegung eines Bezugspunktes sinnvoll, um die gesellschaftlichen Unterschiede der einzelnen Staaten und Regionen untereinander zu verdeutlichen. Diesen Bezugspunkt werden die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bundesländer darstellen.

Die Bearbeitung des Themas orientiert sich am westlichen Europa. Die aktuelle Diskussion um die Entwicklung der mittel- und osteuropäischen Staaten zeigt, daß dort im Vergleich zu Westeuropa die Probleme einerseits vielfältiger und andererseits von unterschiedlicher Art und Weise sind. Eine zeitgleiche Behandlung würde weder der Bedeutung der Beschäftigungs- und Qualifizierungsthematik in Westeuropa noch der umfassenden Gesamtproblematik einer Annäherung zweier grundlegend verschiedener Systeme gerecht werden.

Bezogen auf Westeuropa beschränkt sich die in der Arbeit verfolgte Sichtweise nicht allein auf die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Da allgemein ein Bedeutungsverlust der politischen und ein Bedeutungszuwachs der wirtschaftlichen Bestimmungsfaktoren räumlicher Gebietsabgrenzung festzustellen ist, sind ausgehend von der EU gleichfalls die verbleibenden, territorial angrenzenden Staaten der EFTA in die Entwicklungen mit einbezogen. Der Europäische Wirtschaftsraum dient deshalb als angemessene Basis für die Beobachtungen.

Gang der Untersuchung:

Im Anschluß an die Einleitung werden im zweiten Kapitel diejenigen Kriterien hergeleitet, welche auf einem europäisch ausgerichteten Arbeitsmarkt für ein Beschäftigungsverhältnis maßgeblich sind. Es wird davon ausgegangen, daß aufgrund der hohen und noch ansteigenden Arbeitslosigkeit innerhalb Europas ein Verkäufermarkt für Arbeitsplätze gegeben ist, die Arbeitgeberseite sich folglich in der stärkeren Verhandlungsposition befindet. Hieraus resultiert, daß die Arbeitsplatzanbieter die Bedingungen für eine Markträumung vorgehen. Die Arheitsplatznachfrager müssen sich in der Mehrheit den Vorgaben anpassen. Es ist deshalb zu überprüfen, ob anpassungswillige Arbeitnehmer die Möglichkeiten besitzen, auf veränderte Anforderungen zu reagieren, d.h. sich entsprechend den Vorgaben zu qualifizieren.

Das Bildungssystem bildet die traditionelle Grundlage einer Ausbildung für den Arbeitsmarkt und ist insofern automatisch Bestandteil einer Qualifizierungsdiskussion. Im Zuge der jüngsten europäischen Entwicklung kommen deshalb für das Bildungssystem zwei neue Herausforderungen zu der bisher weitgehend nationalen Aufgabe einer Bereitstellung anforderungsadäquater Arbeitskräfte hinzu: Erstens muß auf diejenigen Anforderungen reagiert werden, welche als Ergebnis einer Internationalisierung direkt bei den Marktteilnehmern entstehen. Zweitens stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit, auf. eine Internationalisierung nicht nur mittelbar über die Umsetzung inhaltlicher Aspekte zu reagieren, sondern sie auch unmittelbar, d.h. aktiv im Bildungsbereich zu praktizieren. Diese Ideen werden im dritten Kapitel im Rahmen des Vergleichs traditioneller Bildungssysteme verfolgt.

Im Zuge einer Untersuchung der Rolle von Fort- und Weiterbildung werden beide Stränge zusammengeführt, da strukturell in der Fort- und Weiterbildung eine z. T. international parallele Entwicklung festzustellen ist. Ab dieser Stelle wird daher eine gemeinsame, weitgehend länderunspezifische Vorgehensweise gewählt.

Im vierten Kapitel werden aus Sicht der Informationsverteilung diejenigen Aspekte beleuchtet, welche für ein Spannungsverhältnis zwischen Beschäftigung und Qualifizierung ursächlich sind. Der Markt hat hierauf mit Maßnahmen reagiert, deren Auswirkungen auf ihre Effektivität hin untersucht werden.

Die Arbeit endet mit einer Schlußbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung II
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Europa und die beschäftigungspolitischen Folgen 3
2.1 Strukturelemente des europäischen Arbeitsmarktes 3
2.1.1 Größe, Stellenwert und Entwicklungstendenzen 3
2.1.2 Kulturelle Heterogenität in Europa 5
2.2 Internationalisierung und Anpassungserfordernisse 7
2.2.1 Die Unternehmensseite im Zugzwang: Das Lean-Konzept 7
2.2.2 Modifizierte Anforderungen an die Arbeitnehmer 11
2.2.2.1 Einflußfaktoren und Diskussionsumfeld 11
2.2.2.2 Veränderung des Anforderungsprofil 14
2.2.2.2.1 Räumliche Mobilität 14
2.2.2.2.2 Berufliche Flexibilität 16
2.2.3 Anwendungsbereiche 21
2.2.3.1 Sektoren und Unternehmensgrößen 21
2.2.3.2 Hierarchie- und Qualifikationsebenen 23
3. Der Stellenwert der Bildungssysteme 26
3.1 Thematische Einordnung 26
3.1.1 Bildung und Qualifizierung 26
3.1.2 Das Verhältnis von Beschäftigungs- und Bildungssystem 28
3.1.3 Allgemeingültige Entwicklungen im Bildungssektor 32
3.1.4 Aufbaukriterien von Bildungssystemen 36
3.2 Die traditionellen Bildungssysteme 38
3.2.1 Der Einfluß ausgewählter Teilbereiche im europaweiten Überblick 38
3.2.1.1 Die schulische Initialausbildung 38
3.2.1.2 Die Berufsausbildung 41
3.2.1.2.1 Konzeptionelle Ansätze 41
3.2.1.2.2 Das Duale System in Deutschland 43
3.2.1.2.3 Kritische Würdigung der Diskussion in der Berufsbildung 47
3.2.1.3 Die akademische Ausbildung 51
3.2.1.3.1 Systembedingte Differenzen 51
3.2.1.3.2 Bewertung bestehender Unterschiede 54
3.2.1.4 Vergleichsergebnisse 58
3.2.2 Verknüpfung von in- und ausländischer Bildung 59
3.2.2.1 Formale Grundlagen 59
3.2.2.2 Umsetzung durch den öffentlichen Sektor 61
3.2.2.3 Privatwirtschaftliche Umsetzung 64
3.3 Neue Fort- und Weiterbildungskonzepte 66
3.3.1 Problemstellung und Begriffsabgrenzung 66
3.3.2 Reaktion: Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung 69
3.3.2.1 Der Adressatenkreis 69
3.3.2.2 Bereitstellung von Weiterbildung: Umfang und Anbieter 71
3.3.2.3 Gestaltung unternehmerischer Weiterbildung 73
3.3.3 Motivation, Anreizsystem und Wertewandel 76
4. Beschäftigung und Qualifikation - eine Informationsproblematik 79
4.1 Informationsasymmetrie 79
4.2 Vergrößerung der Transparenz als Lösungsansatz 81
4.2.1 Verbesserung von Beratung und Information 81
4.2.1.1 Das Beispiel der Arbeitsvermittlung 81
4.2.1.2 Neue Entwicklungen 84
4.2.2 Harmonisierung von Bildungsabschlüssen 86
4.3 Zertifizierung als externer Kontrollansatz 88
4.3.1 Konzeptionelle Grundlagen 88
4.3.2 Anwendungsgefüge Arbeitnehmer/Arbeitgeber: Relevanz für den Prozeß der Personalauswahl 90
4.3.2.1 Adressatenkreis der Personalauswahl 90
4.3.2.2 Zeugnisse und andere Auswahlinstrumente 91
4.3.3 Anwendungsgefüge Unternehmen/Markt: Die Norm ISO 9000 93
5 Schlußbetrachtung 96
Literaturverzeichnis 98

Arbeit zitieren:
Tenberge, Markus Mai 1997: Beschäftigung und Qualifizierung in Europa, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualifizierung, Europa, Beschäftigung, Personal

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