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Die Berücksichtigung verhaltenstheoretischer Erkenntnisse bei der Altersvorsorge-Beratung und deren Vergütung

Die Berücksichtigung verhaltenstheoretischer Erkenntnisse bei der Altersvorsorge-Beratung und deren Vergütung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Richert
  • Abgabedatum: März 2006
  • Umfang: 68 Seiten
  • Dateigröße: 473,7 KB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9632-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9632-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9632-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Richert, Michael März 2006: Die Berücksichtigung verhaltenstheoretischer Erkenntnisse bei der Altersvorsorge-Beratung und deren Vergütung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rentenversicherung, Behavioral Economics, Prinzipal-Agent, Provision, Versicherung

Diplomarbeit von Michael Richert

Problemstellung:

Die Notwendigkeit des Aufbaus einer privaten und eigenverantwortlichen Altersvorsorge der deutschen Bundesbürger ist unbestreitbar und gewinnt in der öffentlichen Diskussion zunehmend an Bedeutung. Die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, die für die meisten Menschen die Grundlage ihrer Alterssicherung darstellen, sehen sich zunehmend mit Finanzierungsschwierigkeiten konfrontiert. In der Folge sind die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in den letzten Jahren gesunken und werden noch weiter sinken.

Seit der Rentenreform 2001 propagiert die Bundesregierung offiziell die teilweise Substitution der gesetzlichen Rentenansprüche durch eine eigenverantwortliche kapitalgedeckte Vorsorge im privaten und betrieblichen Rahmen. Von den Bürgern wird erwartet, auf einem komplexen Gebiet individuelle Entscheidungen in einem intertemporalen Kontext zu treffen. Viele Menschen werden durch die bereits heute zu treffende Entscheidung für ihre künftige Rente überfordert, so dass sie häufig auf professionelle Hilfe angewiesen sind.

Die angemessene Risikoeinschätzung ist für die Versicherungsnehmer ein nicht zu bewältigendes Problem. Um eine fundierte Kosten-Nutzen Schätzung der Risikoabsicherung durchführen zu können, bedarf es der Auswertung statistischer Informationen und Eintrittswahrscheinlichkeiten, die diesen entweder nicht vorliegen oder von ihnen nicht korrekt verarbeitet werden können. Dies setzt eine Kenntnis über valide Prognoseverfahren und ihre Anwendungsmöglichkeiten voraus, die bei den meisten Entscheidern nicht vorhanden ist.

Es stellt sich für die Versicherungsnachfrager daher als äußerst schwierig dar, den eigenen zukünftigen Bedarf an Absicherung selbständig einzuschätzen. Zudem bieten auf dem Markt für Altersvorsorge in Deutschland eine Vielzahl von Versicherungsunternehmen, Banken und Investmentgesellschaften eine unüberschaubare Vielfalt von Produkten und Tarifvarianten an, wodurch die Auswahl zusätzlich erschwert wird. Um die Vielzahl der Informationen sinnvoll verarbeiten und Prognosen über die Performance einzelner Anlageformen aufstellen zu können, muss eine fundierte ökonomische Kenntnis über die Zusammenhänge der Größen vorhanden sein.

Die Versicherungsnachfrager sind auf dem deregulierten Versicherungsmarkt kaum mehr in der Lage, eine eigenständige Auswahlentscheidung zu treffen. Sie benötigen daher eine an ihren Interessen und individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Beratung durch qualifizierte Versicherungsvermittler und nehmen diese auch vielfach in Anspruch. Die Versicherungsanbieter und Vermittler können nicht immer von einer unbeschränkten Rationalität im Entscheidungsverhalten der Versicherungsnachfrager ausgehen. Die getroffenen Entscheidungen der Individuen weichen in der Realität häufig von den optimalen Strategien ab, die von den neoklassischen Spartheorien vorhergesagt werden. Ihr Verhalten in Bezug auf Finanzaktivitäten ist oftmals von Fehlentscheidungen und nicht rationalen Strategien gekennzeichnet.

Neuere Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaft belegen, dass Menschen in der Realität nicht immer Erwartungsnutzenmaximierer sind, die grundsätzlich nach dem Rationalitätsprinzip vorgehen, sondern in ihrem Verhalten systematisch von den Vorhersagen der neoklassischen Theorien abweichen. Kognitive Beschränkungen und Selbstkontrollprobleme der Individuen führen zu Abweichungen vom optimalen Verhalten und einer Tendenz zur Unterversicherung der Betroffenen. Bei der Gestaltung der Versicherungsprodukte sowie bei deren Vermittlung ist die Berücksichtigung derartiger Verhaltensabweichungen somit von zentraler Bedeutung. Die vorliegende Arbeit geht daher der Frage nach, wie die Versicherungsunternehmen durch die Gestaltung der Produkteigenschaften in Verbindung mit der Beratungsleistung der Vermittler eine bestmögliche Versorgung der Versicherungskunden erreichen können.

Es soll untersucht werden, wie Individuen bei ihrer privaten Altersvorsorgeentscheidung durch die Versicherungsunternehmen und die Versicherungsvermittler unterstützt werden können, damit sie ihre kognitiven Barrieren überwinden können, derer Existenz sie sich eventuell noch gar nicht bewusst sind.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit liegt in der Darstellung der Möglichkeiten, wie einerseits das abweichende Sparverhalten der Individuen korrigiert und damit die Versicherungsnachfrager in der Wahl der für sie richtigen Altersvorsorge geleitet werden können, und wie andererseits die Vermittler durch die Gestaltung des Vergütungssystems zu einer bedarfsgerechten Beratung der Versicherungsnehmer angehalten werden können.

Gang der Untersuchung:

Das zweite Kapitel beschäftigt sich zunächst mit der Frage, wie das ideale Sparverhalten von Individuen im Rahmen einer privaten Altersvorsorge gestaltet sein sollte und inwiefern das reale Sparverhalten von den theoretischen Vorhersagen abweicht. Hierzu wird zunächst das optimale Sparverhalten aus der normativen Sicht neoklassischer Spartheorien unter der Annahme vollständig rational handelnder Individuen dargestellt.

Anschließend werden empirisch beobachtete Abweichungen im tatsächlichen Sparverhalten mit verhaltenstheoretischen Ansätzen dargestellt und die verantwortlichen Einflussfaktoren systematischer Anomalien identifiziert. Aus den Erkenntnissen werden geeignete Maßnahmen für die Gestaltung von Altersvorsorgeprodukten und deren Beratung abgeleitet.

Das dritte Kapitel untersucht anschließend die Vertragsbeziehungen der beteiligten Akteure bei der Versicherungsberatung mit dem Modellrahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie. Dieser auch als Agency-Theorie bezeichnete Ansatz entstammt der Forschungsrichtung der Neuen Institutionenökonomik und wird in wissenschaftlichen Abhandlungen häufig zur Untersuchung von Zielkonflikten und Informationsasymmetrien in Auftraggeber – Auftragnehmer Situationen verwendet. Bei der Versicherungsberatung treffen im Wesentlichen die Interessen des Versicherungsnachfragers, des Versicherungsunternehmens und des Vermittlers aufeinander.

Das Ziel des Kapitels liegt in der Darstellung einer optimalen Vertragsgestaltung, die die unterschiedlichen Zielsysteme und Kostenstrukturen beachtet. Es werden Anreizsysteme dargestellt, die eine Steuerung des Agenten möglich machen. Zur vereinfachten Untersuchung der Dreiecksbeziehung soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit die Annahme gelten, dass das Versicherungsunternehmen und der Versicherungsnachfrager die gleichen Interessen verfolgen.

Annahmegemäß sind beide nur an einer bedarfsgerechten Beratung und Versorgung des Versicherungsnehmers interessiert. Auf diese Weise wird das so genannte Delegationsproblem auf die Beziehung zwischen dem Vermittler und dem Auftraggeber reduziert und komplexere Konstellationen werden ausgeblendet.

Im Anschluss an die Darstellung der Erkenntnisse der traditionellen Prinzipal-Agenten-Theorie folgt eine Erweiterung des Modellierungsrahmens um verhaltenswissenschaftliche Ansätze, die empirische Ergebnisse der experimentellen Wirtschaftsforschung integrieren. Hierdurch kann die Standardtheorie um soziale Faktoren wie soziale Präferenzen, Wertrationalität oder soziale Normen ergänzt werden, die zu einer realistischeren Beschreibung menschlichen Verhaltens führen.

Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird im vierten Kapitel die Vergütung der Versicherungsvermittler im Hinblick auf die Anreizsteuerung untersucht und die alter-nativen Formen der festen und variablen Vergütung sowie der Honorarberatung dargestellt. Das fünfte Kapitel fasst die Ergebnisse noch einmal zusammen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Motivation und Verlauf der Arbeit 4
1.1 Problemstellung 4
1.2 Gang der Untersuchung 7
2. Entscheidungsgrundlagen der privaten Altersvorsorge 8
2.1 Das optimale Sparverhalten aus normativer Sicht 9
2.2 Das tatsächliche Sparverhalten aus deskriptiver Sicht 11
2.2.1 Einflussfaktoren auf die Sparneigung 12
2.2.2 Mentale Kontenbildung und die Behavioral Life-Cycle Hypothesis 14
2.2.3 Bewertungsanomalien und die Prospect Theory 15
2.2.4 Aversion gegen Verrentung in der Nacherwerbsphase 17
2.3 Implikationen für die Gestaltung von Altersvorsorgeprodukten 18
2.4 Implikationen für die Altersvorsorge-Beratung 21
3. Einflussfaktoren der Altersvorsorge-Beratung 24
3.1 Differenzierung der Vermittlerarten 26
3.1.1 Einfirmenvertreter 27
3.1.2 Mehrfirmenmakler 28
3.2 Die Prinzipal-Agenten-Theorie 29
3.2.1 Verhaltensunsicherheiten 31
3.2.2 Reduktion der Informationsasymmetrien 33
3.2.3 Aussagen der traditionellen Prinzipal-Agenten-Theorie 36
3.3 Verhaltenstheoretische Erweiterungen der Agency-Theorie 38
3.3.1 Motivationsverdrängung 39
3.3.2 Wertrationalität und soziale Normen 41
3.3.3 Reziprozität und Ungleichheitsaversion 43
3.4 Auswirkungen auf die Beratungsqualität 44
4. Anreizkompatible Gestaltung des Vergütungssystems 47
4.1 Die Steuerungsfunktion des Vergütungssystems 49
4.2 Festgehalt 51
4.3 Variable Vergütung 53
4.4 Honorarberatung 55
4.4.1 Pauschalhonorar 57
4.4.2 Erfolgs- und zeitabhängiges Honorar 57
5. Zusammenfassung und kritische Würdigung 58
Literaturverzeichnis 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

32 Es werden in der Literatur drei Grundtypen der Verhaltensunsicherheit unterschieden, dies sind die Qualitätsunsicherheit, das Hold Up-Problem und das moralische Risiko.70 Bei der Qualitätsunsicherheit besteht eine ex ante Unsicherheit über die Qualifikation des Agenten. Bei der Versicherungsvermittlung geht die Initiative vom Kunden aus, er muss sich für einen Vermittler entscheiden, dessen Fähigkeiten und Verhalten er zunächst nicht kennt. Der Kunde kann sich vor der eigentlichen Entscheidung über den Agenten informieren oder kann die Beratung durch mehrere mögliche Berater zu Vergleichszwecken in Anspruch nehmen. Diese Maßnahmen verursachen jedoch Kosten, so dass der Kunde zunächst die Vorteile der Informationsbeschaffung gegen die Kosten abwägen muss. In einer Situation mit vollständiger Information sind die Qualitätsunterschiede bereits im Preis für die Dienstleistung enthalten, so dass der Preis bereits alle relevanten Informationen enthält. In der Realität kennt der Kunde bei der vorherrschenden Vergütungspraxis nicht einmal den Preis für die Beratung, da dieser in einer für den Kunden nicht transparenten Weise in dem Versicherungsbeitrag enthalten ist und vom Versicherungsunternehmen an den Vermittler gezahlt wird.71 Das Hold Up-Problem bezeichnet die Möglichkeit des opportunistischen Ausnutzens von Vertragslücken, bei dem die eine Vertragspartei die andere in unfairer Weise ausnutzen kann. Solche Situation entstehen, wenn einer der Akteure spezifische Investitionen im Rahmen der Zusammenarbeit leistet, deren Rentabilität vom Verhalten des Vertragspartners abhängig ist. Bei der Versicherungsberatung investiert der Vermittler Zeit und Geld, um seinen Kunden über Sachverhalte und Produkte aufzuklären, in der Erwartung, durch einen erfolgreichen Versicherungsabschluss die Kosten durch Provisionszahlung vergütet zu bekommen. Da der Versicherungsnachfrager aber vertraglich nicht verpflichtet werden kann, einen Abschluss bei dem Vermittler zu tätigen, ist ein erfolgreicher Abschluss auch vom wohlwollenden Verhalten des Nachfragers abhängig. Dieser kann entweder gar keinen Vertrag abschließen oder zu einem anderen Vermittler wechseln. Die Kosten auf Seiten des Beraters sind so genannte Sunk Costs, versunkene Kosten, die als beziehungsspezifische Investitionen in die Akquisition und den Aufbau der Vertragsbeziehung nicht anderweitig nutzbringend verwendet werden können. [...]

31 Die klassische Problematik der Vertragsbeziehung liegt in der mangelnden intersubjektiven Überprüfbarkeit der Leistungen des Agenten und in seiner Tendenz, den eigenen Nutzen auch zu Lasten des Prinzipals zu steigern.69 Der Agent kann zum einen weniger Anstrengungen aufwenden oder andere Tätigkeiten ausüben als vom Arbeitgeber gewünscht. Da die Anstrengung nicht beobachtbar ist, erfolgt die Entlohnung des Agenten anhand des verifizierbaren, das heißt von Außenstehenden überprüfbaren, Arbeitsergebnis. Das Ergebnis des Agenten ist jedoch nicht allein von seiner Anstrengung, sondern auch von externen Einflüssen wie beispielsweise der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängig, so dass es stochastische Unsicherheiten beinhaltet. Der Prinzipal kann ex post nicht unterscheiden, welcher Anteil des Erfolgs auf die Anstrengung des Agenten und welcher Anteil auf externe Einflüsse zurückzuführen ist. Der Prinzipal kann durch Überwachungs- und Kontrollmechanismen den Handlungsspielraum des Agenten einengen, um ihn zu einer hohen Anstrengung zu bewegen. Hierdurch entstehen dem Prinzipal jedoch Kosten und er verliert unter Umständen einen Teil der Spezialisierungsvorteile. Anstelle einer Festlohnvereinbarung kann eine variable Entlohnung in Abhängigkeit vom verifizierbaren Ergebnis vereinbart werden, um den Agenten zu einer höheren Anstrengung zu motivieren. Durch die Möglichkeit, seinen Lohn in Abhängigkeit seiner Anstrengung erhöhen zu können, bietet sich für diesen ein Anreiz zur Leistungssteigerung. Da die variable Entlohnung aber nicht an die nicht beobachtbare Anstrengung des Agenten gekoppelt werden kann, sondern nur an das verifizierbare Leistungsergebnis, trägt der Agent durch die stochastische Unsicherheit des Arbeitsergebnisses einen Teil des Risikos. Ein risikoaverser Agent wird hierfür eine Kompensation in Form einer Risikoprämie fordern, so dass eine Abwägung zwischen Risikokosten und Kosten der Verhaltensunsicherheit erforderlich ist. [...]

30 bedarfsberechten Versorgung des Versicherungsnehmers entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse. Durch die getroffene Annahme werden Abweichungen im Zielsystem von Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen ausgeblendet, die in der Realität durchaus existieren können.67 Diese Abweichungen sollen im Rahmen der Arbeit jedoch in den Hintergrund treten. Der Fokus liegt auf den Möglichkeiten des Vermittlers, von seiner vorgegebenen Aufgabe abzuweichen und seinen eigenen Nutzen auch zu Lasten seines Auftraggebers zu verfolgen und die Möglichkeiten des Auftraggebers, genau dies zu verhindern. Die Probleme aus der Dreiecksbeziehung der beteiligten Parteien werden annahmegemäß auf die vereinfachte Problemstellung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer begrenzt. Die Möglichkeiten der Vertragspartner werden in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur in vielen Fällen mit Hilfe der Prinzipal-Agenten-Theorie modelliert. Der Prinzipal beauftragt einen Agenten mit der Durchführung einer Aufgabe, die als verborgene Handlung vom Prinzipal nicht beobachtbar ist. Ein konstitutives Merkmal des Modells ist, dass die Handlungen des Agenten nicht nur sein eigenes Wohlergehen, sondern auch das Nutzenniveau des Prinzipals beeinflussen. Im vorliegenden Fall der Versicherungsvermittlung führt der Vermittler als Agent des Prinzipals die Akquisition und Beratung des Kunden durch und teilt dem Versicherer die notwendigen Informationen zum Abschluss eines Vertrages mit. Bei vollkommener Information wäre der Prinzipal jederzeit über das Verhalten des Agenten informiert. Es gäbe keine Koordinations- oder Motivationsprobleme, so dass die Arbeitsteilung und Spezialisierungsvorteile stets zu einem wohlfahrtsoptimalen Ergebnis, der so genannten First-Best-Lösung, führen würden. In der Realität wie auch im Prinzipal-Agenten-Modell liegt jedoch eine Informationsasymmetrie zwischen den Vertragspartnern vor. Das Wissen der Akteure ist aufgrund prohibitiv hoher Kosten der Informationsbeschaffung unvollständig und zusätzlich ungleich verteilt. Der Prinzipal kann die Anstrengungen des Agenten nicht kostenlos beobachten, so dass sich ein diskretionärer Handlungsspielraum für den Agenten ergibt. Er kann sich bei der Erfüllung der Aufgabe unterschiedlich stark anstrengen, ohne dass der Prinzipal dies beobachten kann.68 [...]

Arbeit zitieren:
Richert, Michael März 2006: Die Berücksichtigung verhaltenstheoretischer Erkenntnisse bei der Altersvorsorge-Beratung und deren Vergütung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rentenversicherung, Behavioral Economics, Prinzipal-Agent, Provision, Versicherung

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