Bereit für die Balanced Scorecard?!
Praxisrelevante Voraussetzungen und entscheidungsrelevante Themenfelder für die Einführung dieses Managementsystems
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gudrun Seida
- Abgabedatum: Februar 2006
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,4
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Darmstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9467-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9467-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9467-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Seida, Gudrun Februar 2006: Bereit für die Balanced Scorecard?!, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rahmenbedingung, Projekt, Organisation, Kernprozess, Managementprozess
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Diplomarbeit von Gudrun Seida
Problemstellung:
Basierend auf der Kenntnis des Grundkonzeptes20 der BSC hat die vorliegende Arbeit das Ziel, die wesentlichen Voraussetzungen des Unternehmens und entscheidungsrelevanten Themenfelder bei der Einführung und Umsetzung dieses Managementsystems praxisorientiert zu bestimmen.
Die Bestimmung erfolgt hinsichtlich allgemeingültiger Probleme, die unabhängig von Branche, Unternehmensgröße oder Stand der Umsetzung verstärkt in der Praxis auftreten. Dabei ist unerheblich, ob diese aus der Umsetzung einer „klassischen“, einer weiterentwickelten, einer spezialisierten oder einer mit anderen Managementsystemen kombinierten Scorecard herrühren.
Das Ergebnis dieser Arbeit ermöglicht einen Einblick, wie tief greifend und komplex sich die eintretenden Veränderungen darstellen (können) und vor welche Herausforderungen ein Unternehmen bei der Implementierung gestellt wird. Die erarbeiteten Lösungsansätze und Fragestellungen sind als Basis einer Machbarkeitsuntersuchung denkbar, die dem interessierten, selbstkritischen Unternehmen eine fundierte Entscheidungsfindung gestattet; insbesondere im Hinblick darauf, ob es die beschriebenen Themenfelder bereits bewältigt hat oder bewältigen – und finanzieren – kann und will.
Die vorliegende Arbeit setzt sich nicht kritisch mit dem Grundkonzept der BSC an sich auseinander. Eine Bewertung dieses Managementsystems wird nicht vorgenommen, methodische Lücken werden nicht beleuchtet.
Gang der Untersuchung:
In der Einleitung wird die Aktualität der Thematik anhand der anhaltenden Auseinandersetzung mit dem BSC-Managementsystem aufgezeigt. Dazu folgt in der Problemstellung eine Sensibilisierung hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Nutzenbewertung, Wirksamkeit, den in der Praxis auftretenden Problembereichen und dem Wirtschaftsfaktor BSC. Die Abläufe des Kernprozesses21 und des Managementprozesses werden als bekannt voraus gesetzt und daher begleitend in den Hauptteil der Arbeit eingebunden. Die Zieldefinition und Vorgehensweise schließen die Einführungen ab.
Der Hauptteil hat herauszustellen, dass sich die zuvor aufgezeigten Problemfelder durch den gesamten Planungs-, Einführungs-, und Umsetzungsprozess ziehen. Dazu ist der Kernprozess anhand des Grundkonzeptes von Kaplan / Norton kurz darzustellen und beispielhaft auf theoretische Erweiterungsansätze einzugehen. Anhand dessen wird dargelegt, dass die Diskussionsfelder weniger im BSC-Kernprozess zu finden sind, denn in seinem Umfeld. Die Zusammenhänge der erforderlichen Abläufe werden aus dem Aufbau eines unternehmensindividuellen Handlungsrahmens hergeleitet und dargestellt. Dabei werden die zwei Dimensionen, die des Kernprozesses und die des Managementsystems, miteinander verknüpft dargestellt. Die dem Kernprozess zuzuordnenden erfolgskritischen Faktoren werden im Verlauf des Managementzyklus ebenso behandelt, wie Schnittstellen zu weiteren unmittelbar betroffenen Systemen. Die im Verlauf des Hauptteils gewonnenen Erkenntnisse werden in Fragestellungen für eine Machbarkeitsuntersuchung umgesetzt.
Das Ergebnis der Abhandlung wird mit einer grafischen Übersicht des unternehmerischen Handlungsrahmens und einer Zusammenstellung aller für eine Machbarkeitsuntersuchung erarbeiteten Fragen abgerundet. Der Ausblick beschließt die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Erklärung | III | |
| Inhaltsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Problemstellung | 3 |
| 2.1 | Nutzenbewertung | 3 |
| 2.2 | Wirksamkeit | 4 |
| 2.3 | Erfolgsfaktoren und Problembereiche | 5 |
| 2.4 | Wirtschaftsfaktor BSC | 8 |
| 3. | Ziele der Arbeit | 10 |
| 4. | Vorgehensweise | 11 |
| 5. | Komponenten des Managementprozesses | 12 |
| 5.1 | Ablauf des Managementprozesses in der Theorie | 12 |
| 5.1.1 | Grundkonzept nach Kaplan /Norton | 12 |
| 5.1.2 | Erweiterungsansätze | 13 |
| 5.2 | Ablauf des Managementprozesses in der Praxis | 15 |
| 6. | Praxisrelevante Voraussetzungen – der unternehmensindividuelle Handlungsrahmen | 17 |
| 6.1 | Externe Rahmenbedingungen | 17 |
| 6.2 | Interne Rahmenbedingungen | 18 |
| 6.2.1 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 18 |
| 6.2.1.1 | Wirtschaftsausschuss | 19 |
| 6.2.1.2 | Betriebsrat | 19 |
| 6.2.2 | Finanzielle Rahmenbedingungen | 20 |
| 6.2.3 | Zeitliche Rahmenbedingungen | 21 |
| 6.2.4 | Technische Rahmenbedingungen | 22 |
| 6.2.5 | Sonstige Rahmenbedingungen | 26 |
| 7. | Projektorganisation | 27 |
| 7.1 | Projekterwartungen | 27 |
| 7.2 | Projektumfang | 28 |
| 7.2.1 | Pilotprojekt oder Gesamtunternehmens-BSC | 28 |
| 7.2.2 | Durchdringung der Hierarchieebenen | 29 |
| 7.2.3 | Entwicklungsintensität | 30 |
| 7.2.4 | Erstellungsprozess | 31 |
| 7.3 | Projektbeteiligte | 32 |
| 7.3.1 | Unternehmensleitung / Management | 33 |
| 7.3.2 | Mitarbeiter | 34 |
| 7.3.3 | Projektteam | 35 |
| 7.3.4 | Projektleitung | 36 |
| 7.4 | Projektplanung | 37 |
| 7.5 | Projektkommunikation | 39 |
| 7.6 | Projektdokumentation | 40 |
| 8. | Kern- und Managementprozess | 42 |
| 8.1 | Klärung und Vermittlung von Mission, Vision und Strategie | 42 |
| 8.1.1 | Vision | 43 |
| 8.1.2 | Strategie | 44 |
| 8.1.3 | Perspektiven | 45 |
| 8.1.4 | Strategische Ziele | 46 |
| 8.1.5 | Messgrößen | 48 |
| 8.1.6 | Ursache-Wirkungs-Ketten | 52 |
| 8.2 | Kommunikation und Verknüpfung der Strategie | 54 |
| 8.2.1 | Zielvereinbarungen | 55 |
| 8.2.2 | Entlohnungssysteme | 57 |
| 8.3 | Planung und Zielvorgaben | 59 |
| 8.3.1 | Zielwerte | 59 |
| 8.3.2 | Maßnahmen | 60 |
| 8.3.3 | Planung | 61 |
| 8.4 | Feedback und Lernprozess | 62 |
| 8.4.1 | Strategisches und operatives Feedback | 62 |
| 8.4.2 | Lernende Organisation | 63 |
| 8.4.3 | Reporting | 65 |
| 8.4.4 | Controlling | 66 |
| 9. | Fazit und Ausblick | 67 |
| 10. | Quellenverzeichnis | 78 |
| 11. | Anhang. | 81 |
| 11.1 | BSC-Software: Komponenten der Lizenzgebühren | 81 |
| 11.2 | Lysios: Auswahlkriterien zur Bewertung individueller Softwareanforderungen | 82 |
| 11.3 | BSC-Software: Hersteller | 83 |
| 11.4 | BSC im Internet | 85 |
Externer Unterstützungsbedarf besteht immer dann, wenn keine oder nur geringe Erfahrungen in Bezug auf die Erstellung und Umsetzung einer BSC im Unternehmen vorliegen.85 Der externe Beratungsaufwand wird beispielhaft mit 10 bis 15 Teamtagen (zwei Berater) angegeben. Dies bezieht sich auf das Ziel, "... den Prozess anzuregen, die Mitarbeiter zu befähigen, selbst diesen Prozess in den strategisch relevanten Abteilungen zu initiieren und am Laufen zu halten."86 Bei externer Unterstützung ist darauf zu achten, dass die Unternehmenssituation und die mit Einführung der BSC erforderlichen Informationen vorbehaltlos kommuniziert werden. Die Unterstützung kann über die Vermeidung von "Betriebsblindheit" bis zum Outsourcing gehen, wobei im letzteren Fall nach Ansicht der Autorin die Gefahr mangelnder Akzeptanz im Unternehmen gegeben ist. Ansatz zur Vorgehensweise: Bestimmung des Projektleiters F ra g e n : Welche Führungskräfte / Mitarbeiter haben die erforderliche Methoden-Kompetenz? Sind BSC-Kenntnisse und -Erfahrung vorhanden? Ist externe Unterstützung (Unternehmensberatung) erforderlich? Ist die Bereitschaft vorhanden, Externen den Sachstand des Unternehmens zu offenbaren? 7.4 Projektplanung Für eine effiziente Aufgabenbewältigung ist die detaillierte Planung des Einführungs- und Umsetzungsprozesses erforderlich.87 Unzureichende Planung der Phasen des Prozesses und unklare Zuordnung von Verantwortlichkeiten verhindern die zielführende Erarbeitung und Umsetzung der BSC.88 Die Auseinandersetzung mit der BSC im Vorfeld des [...]
Je nach Projektumfang ist das Team von seinen übrigen Aufgaben freizustellen. Eine Freistellung ermöglicht einerseits die Konzentration auf das Projekt und damit die Einhaltung des Zeitrahmens. Andererseits birgt diese Vorgehensweise nach Meinung der Autorin die Gefahr, dass die Aufgabe abgelehnt oder delegiert wird. Es erscheint fraglich, ob Führungskräfte ihre Positionen im Unternehmen zu Gunsten der BSC-Entwicklung bewusst zurückstellen wollen. Wer engagiert und begeistert die Einführungsphase mitgestaltet, wird die BSC überzeugt nutzen.82 Daher ist das Projektteam anhand der hierfür relevanten Anforderungen83 auszuwählen, um Wechsel während des Projektverlaufes zu vermeiden. Wichtigste Voraussetzung ist, dass den Beteiligten die Art und Weise der Projektarbeit geläufig ist, damit die Konzentration auf die eigentliche Aufgabe vorausgesetzt werden kann. Ansatz zur Vorgehensweise: Bestimmung des Projektteams anhand der vorangehenden Entscheidungen F ra g e n : Welche Personen / Organisationseinheiten sind von der Erstellung und Umsetzung betroffen? Ist die fachliche Qualifikation und Projekterfahrung vorhanden? Wie können die erforderlichen zeitlichen Ressourcen für das Teammitglied geschaffen werden / Aufgabenverteilung? Ist externe Unterstützung erforderlich? 7.3.4 Projektleitung [...]
Die Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung – insbesondere der für die Umsetzung ausgewählten Organisationseinheit – bestehen in den zahlreichen Workshops und Entwicklungsprozessen (z.B. Maßnahmenplanung). Ist die Einbindung der Mitarbeiter nicht auf breiter Basis möglich, sollten deren Anregungen dennoch bereitwillig aufgenommen werden. Offene und absolute Zurückweisung der Mitarbeiter hat für spätere Nutzung der BSC oftmals schwere Folgen.79 Letztendlich bestimmt die Summe aus Unternehmenskultur, Kommunikation und Information, Mitarbeitereinbindung und leistungsorientierter Vergütung80 die Akzeptanz und den Erfolg der BSC.81 Ansatz zur Vorgehensweise: Bestimmung des direkt und indirekt betroffenen Personenkreises Erarbeiten von Mitarbeiter-Leitlinien F ra g e n : Wer ist direkt oder indirekt betroffen? Wer muss / möchte in welcher Form an der Erstellung und Umsetzung der BSC beteiligt werden? Welche Qualifikationen sind zur direkten Beteiligung erforderlich? Wie soll die Beteiligung (Mitarbeit, Information, keine Beteiligung) aussehen? 7.3.3 Projektteam [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832494674
Arbeit zitieren:
Seida, Gudrun Februar 2006: Bereit für die Balanced Scorecard?!, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rahmenbedingung, Projekt, Organisation, Kernprozess, Managementprozess



