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Benchmarking

Grundlagen zur Steigerung der Produktivität und Rentabilität

Benchmarking
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Doose
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 58 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2778-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2778-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2778-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Doose, Carsten August 2000: Benchmarking, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Dupont, Produktivität, Kennzahlensysteme, Benchmarking, Leistung

Diplomarbeit von Carsten Doose

Einleitung:

„Nur wer sich an Spitzenleistungen anderer Unternehmen orientiert, hat überhaupt eine Chance, langfristig erfolgreich zu sein.“ Eine Aussage, die heute in Deutschland, im Gegensatz zu den USA und anderen führenden Industrieländern, noch nicht zur klassischen Unternehmensführung gehört, obwohl dort aufgrund von Benchmarking, Spitzenleistungen erbracht werden.

Zu oft wird sich noch auf eigene Potenziale verlassen und nicht die externe Orientierung, mit der sich gemessen werden kann, gesucht. Oft bleiben damit potentielle Kosten- bzw. Produktivitätsvorteile ungenutzt. Benchmarking ist eine Managementmethode, um Verbesserungen von Leistungen bis hin zu Spitzenleistungen realisieren zu können, was anhand eines kontinuierlichen Anwachsens der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eine aktuelle Herausforderung darstellt.

Als Bestandteil des „Total Quality Management“ (TQM) ist Benchmarking ein Instrument, das helfen kann, langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität eines Unternehmens zu sichern. Grundsätzlich verdrängt Benchmarking keine anderen Managementtechniken, sondern ergänzt und unterstützt diese. Über fünfundfünfzig Prozent der hundert besten deutschen Unternehmen, haben Benchmarking als Managementinstrument zur Leistungssteigerung angenommen. Benchmarking gewinnt somit zunehmend an Bedeutung in den Reihen der Managementmethoden.

Besonders geschätzt ist Benchmarking in seiner, über den klassischen Unternehmensvergleich herausragenden, Fähigkeit nicht nur kurzfristige Leistungssteigerungen, sondern auch langfristiges Erreichen von Wettbewerbsvorteilen zu ermöglichen. Unter anderem hat diese Fähigkeit, Benchmarking zu einem Element einer ganzheitlichen Managementphilosophie gemacht.

Problemstellung:

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, einen Überblick über die grundsätzlichen Inhalte, Elemente, Funktionen und Arten des Begriffes Benchmarking zu vermitteln.

Des Weiteren sollen Fragen betreffend des strukturellen Ablaufes von Benchmarking, anhand des Benchmarking-Prozesses geklärt werden. Wie funktioniert Benchmarking und wodurch eignet es sich als Methode zur Leistungssteigerung?

Wie kann der operative Bereich der Leistungsfähigkeit und der strategische Aspekt der Rentabilität in einen kausalen Zusammenhang gesetzt werden?

Am Ende dieser Diplomarbeit soll der Leser das Instrument des Benchmarking in seiner Art und Funktionsweise verstanden haben sowie die Zusammenhänge zwischen der Leistungssteigerung durch Benchmarking basierend auf Kennzahlen und der Produktivität bis hin zur Rentabilität in Unternehmen, erkennen.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn dieser Arbeit soll die Entstehungsgeschichte des Benchmarking erläutert werden. Daran anknüpfend wird eine genauere Betrachtung des Begriffes Benchmarking durchgeführt und nachfolgend dann ein eigener Definitionsansatz vorgeschlagen.

Danach wird auf den Begriff des Benchmark eingegangen.

Des Weiteren sollen Elemente des Benchmarking (Objekte / Vergleichsentitäten) sowie dessen Ziele und Grundprinzipien verdeutlicht werden.

Nachdem die begriffliche und inhaltliche Grundlage geschaffen ist, soll die Systematisierung der verschiedenen Benchmarking-Varianten vorgestellt und exemplarisch einzelne Benchmarking-Arten, unter Berücksichtigung derer hauptsächlichen Vor- und Nachteile, angeführt werden.

Im nächsten Abschnitt, wird eine Möglichkeit des Aufbaus des Benchmarking-Prozesses beschrieben und anhand eines Beispiels der Firma „State-Oil“ auf eine Anwendung des Benchmarking in der Praxis eingegangen.

Der letzte Abschnitt beinhaltet eine Betrachtung des Benchmarking als Methode zur Leistungssteigerung, basierend auf Kennzahlen und die Darstellung der Zusammenhänge von Benchmarking, Produktivität und Rentabilität anhand von Kennzahlensystemen.

Diese Erläuterung soll den Erkenntnisgehalt und die Wirkungsweise des Benchmarking, bezüglich Produktivität und Rentabilität, abrunden. Abschließend folgt eine Schlussbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
1.1 Problemstellung 3
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. Grundlegung 4
2.1 Begriffbestimmung Benchmarking 4
2.1.1 Historische Entwicklung des „Benchmarking“ 4
2.1.2 Definitionsansätze aus der Literatur 5
2.1.3 Eigener Definitionsansatz 8
2.1.4 Benchmarks 9
2.1.4.1 Qualitative Benchmarks 10
2.1.4.2 Quantitative Benchmarks 10
2.2 Benchmarking - Objekte 11
2.3 Vergleichsentitäten des Benchmarking 15
2.4 Ziele des Benchmarking 16
2.5 Erfolgsnotwendige Prinzipien des Benchmarking 18
3. Formen des Benchmarking 20
3.1 Grundlegende Unterscheidungskriterien 20
3.2 Benchmarking - Arten 23
3.2.1 Internes Benchmarking 23
3.2.2 Externes Benchmarking 24
3.2.2.1 Konkurrenzbezogenes Benchmarking 25
3.2.2.2 Branchenbezogenes Benchmarking 26
3.2.2.3 Generisches Benchmarking 26
3.2.3 Funktionales Benchmarking 28
3.2.4 Prozessorientiertes Benchmarking 29
3.2.5 Weitere Benchmarking - Arten 30
4. Der Benchmarking Prozess 31
4.1 Verschiedene Modellansätze aus der Literatur 31
4.2 Strukturelle Basis des Benchmarking - Prozesses auf Grund essentieller Phasen 34
5. Beispiel eines Benchmarking - Projektes aus der Praxis 39
6. Benchmarking in Bezug auf Produktivität und Rentabilität 43
6.1 Zusammenhang von Produktivität und Rentabilität anhand von Kennzahlensystemen 43
6.2 Die Wirkung des Benchmarking in Bezug auf Produktivität und Rentabilität 47
7. Schlussbetrachtung 48
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Benchmarking–Objekten, die meist mit Wettbewerbsvorteilen im Zusammenhang stehen, wie beim konkurrenzbezogenen Benchmarking, sondern eher um das Erkennen allgemeiner Trends innerhalb der Branche. 131 Die Grenzen zwischen konkurrenzbezogenen und branchenbezogenen Benchmarking sind verschwommen, da die primären Dimension sich gegenseitig nicht ausschließen. 132 Somit ergeben sich logischerweise ähnliche Vor- und Nachteile für diese beiden Benchmarking-Arten. 3.2.2.3. Generisches Benchmarking Die Erweiterung der Gruppe der Vergleichsentitäten über die Grenzen der eigenen Branche hinaus charakterisiert primär die aufwendigste Benchmarking–Art, das generische Benchmarking. 133 Diese Benchmarking – Variante erweitert den Blickwinkel, im Gegensatz zu konkurrenzbzw. branchenbezogenen Benchmarking, auf andere Branchen, weswegen diese Art auch „branchenübergreifendes“ Benchmarking genannt wird. Dadurch ist es möglich, die besten existierenden Lösungen, egal woher sie stammen, zu identifizieren und so neue Wege bezüglich des Erreichens der Benchmarking-Ziele zu gehen. 134 Das Potenzial für Innovationen, Leistungsdurchbrüche und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile ist hier tendenziell am größten von den bisher vorgestellten Benchmarking– Arten und fördert bzw. fordert, durch den Kontakt mit Bestleistungen aller Branchen, die eigene Flexibilität und Kreativität im Unternehmen. 135 Auf Grund der Bedeutung des generischen Benchmarking soll hier ein kurzes Beispiel aus der Praxis eingefügt werden: Die South West Airlines konnte durch die Analyse und den Vergleich der Praktiken der Boxenstopps im Indianapolis – Rennen, ihre Bodenzeiten wesentlich verkürzen. 136 Größte Schwierigkeit des generischen Benchmarking ist die Identifikation der Vergleichsentitäten und der Benchmarks, da immer auf die Analogie und Vergleichbarkeit geachtet werden muss [...]

Dies ist verständlich wenn man bedenkt, dass ein primäres Ziel des Benchmarking, die durch die Leistungsverbesserung mögliche Erweiterung der eigenen Wettbewerbsvorteile und somit zurückdrängen der Konkurrenz sein kann. 126 Eine Kooperation, in welcher Form auch immer, erfolgt trotzdem häufig auf Grund der Möglichkeit, mehr über die eigenen besten Praktiken zu erfahren und durch die systematische Analyse bzw. den Vergleich, Anstoß für Innovationen zu erhalten. Oft wird eine dritte Partei eingeschaltet, die über Anonymität und Vertraulichkeit, bei dem Informationsaustausch während des Benchmarking, wacht. 127 Ein Nachteil ist die rein branchengeprägte Perspektive 128 , die Gefahr birgt, nicht die „best – practices“ zu verfolgen, sondern nur einen Wettbewerbsvorteil zu suchen. 129 3.2.2.2. Branchenbezogenes Benchmarking Der Hauptnachteil des „konkurrenzbezogenen Benchmarking“, nämlich der der Informationsbeschaffung und des Datenaustausches kann zwar nicht völlig beseitigt, aber wesentlich offener gestaltet werden, wenn man die Gruppe der Vergleichsentitäten auf die gesamte Branche erweitert. Dies ist vorrangig damit zu erklären, dass meist keine direkte Konkurrenzsituation zwischen den Vergleichsentitäten besteht. 130 Durch die Ausdehnung auf die gesamte Branche, erhöht sich nicht nur die Anzahl der möglichen Vergleichsentitäten, bzw. potentiellen Benchmarks, sondern es ändert sich der Charakter des Benchmarking. Es geht weniger um den direkten Vergleich mit bestimmten [...]

3.2.2. Externes Benchmarking Beim externen Benchmarking werden interne Vergleichsentitäten (bzw. die BenchmarkingObjekte) mit externen Vergleichsentitäten verglichen, die in verschiedenen Beziehungen zum Unternehmen stehen können. 121 Grundsätzlich ist das Bild der potentiellen externen Vergleichsentitäten sehr heterogen. So sind z.B. Vergleichsentitäten denkbar, die in Konkurrenz stehen, in derselben Branche oder außerhalb der Branche sich befinden, einen anderen Unternehmensgegenstand haben oder in einem anderen kulturellen Umfeld operieren. 122 3.2.2.1. Konkurrenzbezogenes Benchmarking Konkurrenzbezogenes oder auch „wettbewerbsorientiertes“ (engl.: competitive) Benchmarking wird wie folgt definiert: Wettbewerbsorientiertes Benchmarking ist der Vergleich und die Analyse von Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Methoden (Benchmarking Objekte, s. Pkt. 2.2.) bei den direkten Konkurrenten. 123 Die primäre Dimension ist also das „Konkurrenzbezogene“ (Art der Vergleichsentität bzw. Ort der Informationsherkunft) und nicht das Benchmarking-Objekt, weshalb der Name konkurrenzbezogenes Benchmarking verwendet wird (s. Pkt. 3.1.). Auf Grund der Konkurrenzsituation der Unternehmen erfüllen Prozesse, Funktionen und Methoden oft die gleichen Zwecke und Anforderungen, da gleiche Marktumstände herrschen. Oft ist sogar eine gleiche Markt- , Kunden- und Auftragsstruktur gegeben. Begründet in der gleichen Ausrichtung der Unternehmen, bieten sich viele Parallelen. Somit ist eine recht [...]

Arbeit zitieren:
Doose, Carsten August 2000: Benchmarking, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Dupont, Produktivität, Kennzahlensysteme, Benchmarking, Leistung

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