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Benchmarking von Erfolgsfaktoren der Kundenzufriedenheit

Benchmarking von Erfolgsfaktoren der Kundenzufriedenheit
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Christoph Traub
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 112 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7705-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7705-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7705-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Traub, Christoph März 2003: Benchmarking von Erfolgsfaktoren der Kundenzufriedenheit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundentreue, Kundenbindung, Kundennutzen, Segmentierung, Standardisierung

Staatsexamensarbeit von Christoph Traub

Einleitung:

Kundenzufriedenheit ist ein zentraler Bestandteil des Markterfolges eines Unternehmens. Für viele größere Unternehmen stellt Kundenzufriedenheit deshalb ein wichtiges eigenständiges Ziel dar, das auch mit entsprechendem finanziellem Aufwand verfolgt wird.

Theoretisch spricht nichts gegen den Einsatz kundenorientierter Instrumente auch in Klein- und Kleinstunternehmen (d.h. Unternehmen mit weniger als 50 Angestellten und einer Bilanzsumme unter 5 Mio. Euro ). Dennoch werden moderne Methoden der kundenorientierten Unternehmensführung von diesen praktisch kaum verwendet. Statt strategischer Kundenorientierung herrscht eher blindwütiger Aktionismus.

Eine entscheidende Ursache hierfür scheinen Probleme bei der Messung und Auswertung der Kundenzufriedenheit zu sein : Die Komplexität des Phänomens wie auch die Vielzahl möglicher Mess- und Auswertungsansätze erschwert für viele – zumeist nicht akademisch ausgebildete – Führungskräfte von Klein- und Kleinstunternehmen den sinnvollen Einsatz entsprechender Instrumente. Und dort wo Kundenzufriedenheitsmessungen stattfinden, lassen sich häufig konzeptionelle und methodische Mängel bei der Messung feststellen.

Die Bereitstellung eines standardisierten Erhebungs- und Auswertungsplans mit vorkonzipiertem Fragebogen und einer geeigneten Auswertungstechnik kann hier Abhilfe schaffen.

Die Verwendung eines solchen einheitlichen Mess- und Auswertungsschemas hat neben der einfachen Implementierung und einer guten intertemporalen Vergleichbarkeit auch den zusätzlichen Vorzug, eine gute Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen zu gewährleisten. Eine optimale Nutzung der erhobenen Informationen impliziert deshalb, diese in einem Benchmarking weiter auszuwerten.

Ziel dieser Studie war es, ein wissenschaftlich fundiertes Schema zu erarbeiten, das es kleinen Geschäften des spezialisierten Einzelhandels ermöglicht, selbst konzeptionell und methodisch einwandfreie Kundenzufriedenheitsanalysen vorzunehmen und ein darauf aufbauendes Benchmarking durchzuführen.

Im ersten Teil der Arbeit wird die strategische Bedeutung der Kundenzufriedenheit geklärt. Dazu werden die Zusammenhänge der Kundenzufriedenheit mit anderen Führungsaspekten anhand der Darstellung in einer Balanced Scorecard dargestellt: Erörtert wird die theoretische Wirkung von Kundenzufriedenheit auf den Unternehmenswert, der Zusammenhang zwischen Kundennutzen und Kundenzufriedenheit, die Bedeutung von Kernkompetenzen für die Nutzengenerierung, der Einfluss der Unternehmenswertsteigerung auf die Kernkompetenzen sowie die Rolle eines kundenorientierten Change-Managements unter Verwendung des Instruments Benchmarking.

Im Anschluss werden die verschiedenen methodischen Verfahren der Kundenzufriedenheitsmessung diskutiert, weil diese die Struktur der Ergebnisse und somit die Auswertbarkeit und Interpretierbarkeit wesentlich beeinflussen.

Unter Punkt drei wird das auf Basis des theoretischen und methodischen Hintergrundes erstellte Schema vorgestellt und in seiner Gestaltung begründet.

Anschließend wird die praktische Anwendbarkeit des Schemas im Rahmen einer empirischen Untersuchung unter Beweis gestellt. Dazu wird zunächst das Vorgehen bei der praktischen Überprüfung beschrieben. Danach werden die Ergebnisse der Auswertung und des Benchmarking präsentiert.

Im abschließenden Fazit wird das Schema anhand seiner praktischen Anwendbarkeit und seines Nutzens bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Zielsetzung der Arbeit 1
1.2. Aufbau der Arbeit 2
2. Kundenzufriedenheit im vernetzten System 3
2.1 Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg 6
2.1.1 Kundenloyalität 8
2.1.2 Kundenbindung 9
2.1.3 Kundensegmentierung 11
2.2 Kundennutzen und Kundenzufriedenheit 12
2.2.1 Das C/D-Paradigma 12
2.2.1.1 Der Vergleichsstandard 13
2.2.1.2 Die Leistung 14
2.2.1.3 Der Vergleichsprozess und der Zustand der (Un-)Zufriedenheit 16
2.2.1.3.1 Das Differenzmodell: Zufriedenheit als Kontinuum 16
2.2.1.3.2 Mehr-Faktoren-Modelle der Zufriedenheit 16
2.2.1.3.3 Dynamische Zufriedenheitsmodelle 18
2.2.2 Die Attributionstheorie 18
2.2.3 Die Equity-Theorie 19
2.3 Kernkompetenzen und Kundennutzen 19
2.4 Unternehmenserfolg, Change Management und Kernkompetenzen 20
3. Diskussion zur Methodik der Kundenzufriedenheitsmessung 23
3.1 Objektive Verfahren 24
3.1.1 Implizite Verfahren 24
3.1.2 Explizite Verfahren 24
3.2 Subjektive Verfahren 26
3.2.1 Merkmalsorientierte Verfahren 26
3.2.1.1 Implizite Methoden 26
3.2.1.2 Explizite Methoden 27
3.2.1.2.1 Eindimensionale Verfahren 27
3.2.1.2.2 Multiattributive Verfahren 27
3.2.1.2.3 Dekompositionelle Verfahren 30
3.2.1.2.4 Der Willingness-to-pay-Ansatz 31
3.2.1.2.5 Der Penalty-Reward-Faktoren-Ansatz 32
3.2.2 Ereignisorientierte Verfahren 32
3.2.2.1 Die Beschwerdeanalyse 33
3.2.2.2 Explizite Verfahren 34
3.2.2.2.1 Die Critical-Incident-Technik 34
3.2.2.2.2 Die sequentielle Ereignismethode 35
3.2.2.3 Weiterführende Auswertungstechniken 36
4. Das Schema und die Begründung seiner Gestaltung 38
4.1 Die Erhebung 38
4.1.1 Verwendete Methodik 39
4.1.1.1 Das Messverfahren 39
4.1.1.2 Die Skalierung 40
4.1.1.3 Die Erhebungsform 41
4.1.2 Erhebungszeitpunkt 42
4.1.3 Befragte Personen 42
4.2 Die statistische Auswertung 42
4.2.1 Kundensegmentierung 43
4.2.2 Berechnung der durchschnittlichen Globalzufriedenheit 43
4.2.3 Loyalitätsanalyse 44
4.2.4 Berechnung der Durchschnittszufriedenheit mit Einzelattributen 45
4.2.5 Häufigkeitsanalyse 45
4.2.6 Regressionsanalyse: Teilzufriedenheiten–Globalzufriedenheit 46
4.2.7 Penalty-Reward-Faktoren-Analyse 47
4.2.8 Auswertung des ereignisorientierten Teils 47
4.3 Das Benchmarking 47
4.3.1 Identifikation eines Benchmark-Partners und der zu benchmarkenden Prozesse und Strukturen 48
4.3.2 Vergleich von Prozessen und Strukturen 49
4.3.3 Kopieren bzw. Imitation von Prozessen und Strukturen 51
4.4 Übersicht des standardisierten Ablaufs 52
5. Die empirische Überprüfung des Konzeptes 53
5.1 Die Erhebung 53
5.1.1 Studienteilnehmer 53
5.1.2 Erhebungszeitraum 55
5.1.3 Befragte Kunden 56
5.2 Die Auswertung 56
5.2.1 Berechnung globaler Durchschnittswerte 56
5.2.2 Globale Durchschnittswerte nach Kundensegmenten 57
5.2.3 Durchschnittswerte der Einzelzufriedenheiten 62
5.2.4 Häufigkeiten 63
5.2.5 Ermittlung der maximalen Vorhersagekraft der Einzelattribute 65
5.2.6 Penalty-Reward-Faktoren-Analyse 67
5.2.7 Auswertung der qualitativen Ergebnisse 69
5.3 Das Benchmarking 71
5.3.1 Bestimmung der zu benchmarkenden Prozesse und Strukturen 72
5.3.2 Vergleich von Prozessen und Strukturen 72
5.3.2.1 Identifikation möglicher Ursachen für ermittelte Leistungsdefizite 72
5.3.2.2 Vergleich der Strukturen zwischen Benchmarkgeber und Benchmarknehmer nach Merkmalen 74
5.3.2.2.1 Wartezeiten 74
5.3.2.2.2 Angebot 76
5.3.2.2.3 Reparaturdauern 77
5.3.3 Übertragung der Gestaltungen ins Benchmark nehmende Unternehmen 78
5.3.4 Beurteilung durch den Benchmarknehmer 80
5.4 Fazit 81
5.4.1 Fazit zur Erhebung 81
5.4.2 Fazit zur Auswertung 81
5.4.3 Fazit zum Benchmarking 82
5.5 Schlusswort 83
Anhang 84
A.1 Durchführung einer Penalty Reward-Faktoren-Analyse 84
A.2 Erstellung der Zufriedenheit-Loyalität-Matrix 86
A.3 Anmerkungen zu den Berichten 89
A.4.1 Der standardisierte Fragebogen 90
A.4.2 Der standardisierte Fragebogen in alternativer Variante 92
A.5 Die Rohdaten der Umfragen (ohne qualitative Antworten) 94
A.5.1 Firma 3 94
A.5.2 Firma 2 95
A.5.3 Firma 1 97
Quellenverzeichnis 99
Zeitschriften 99
Einzelpublikationen und Sammelwerke 100
Quellen im Internet und sonstige Quellen 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

Informationsvollständigkeit erreicht werden, da eine Aktivierung der bereits archivierten Critical-IncidentMethode sind daher Angaben zu praktisch jeder Kontaktsituation zu ermitteln. Problematisch ist allerdings, dass durch die Fremdinitiierung Verzerrungen auftreten, die gerade im Bereich des Gedächtnisses sehr erheblich sein können. So kann es sogar vorkommen, dass Erlebnisse geschildert werden, die gar nicht erlebt wurden, obwohl der Befragte selbst davon überzeugt ist („false memory syndrome“).113 Auch wenn dieser Effekt vermutlich nur in extremen Fällen auftritt, so ist die Relevanz der Aussagen bei der sequentiellen Ereignisanalyse eindeutig schlechter als bei der Critical-Incident-Methode. Hinzu kommt, dass die Technik, wie alle qualitativen Ihre Verfahren, wenig einen ist erheblichen auf „klar Zeitund Kostenaufwand weitgehend beschränkt.“ [...]

zusätzlichen „lines of external interaction“ und „lines of implementation“ bis zu kontaktpunktspezifischen Hinweisen bezüglich der Gestaltung der physischen Umgebung oberhalb der „line of visibility“.112 Ausgehend von der graphischen Abbildung des Kundenpfades oberhalb der „line of visibility“ werden die Befragten gebeten, die einzelnen Schritte gedanklich durchzugehen. Zu jeder Kontaktsituation sollen sie sodann eine möglichst ausführliche Schilderung der wahrgenommenen Ereignisse vornehmen. Nach jeder Ereignisschilderung sollen die Kunden das Ergebnis als positiv oder negativ klassifizieren und auf einer Skala angeben, wie zufrieden sie damit waren. Am Ende der Befragung wird ergänzend die globale Zufriedenheit mit der Leistungserstellung ermittelt. Durch die Verwendung Erinnerungen graphischer stattfindet. Im Hinweise Gegensatz kann zur eine hohe [...]

3.2.2.2.2. Die sequentielle Ereignismethode Im Gegensatz zu der aus den fünfziger Jahren stammenden Critical-IncidentTechnik handelt es sich bei der sequentiellen Ereignismethode um ein noch relativ junges Verfahren. Sie wurde im Wesentlichen im Rahmen der dynamisierten Zufriedenheitsmodelle entwickelt. Statt besonderer kritischer Erlebnisse, wird mit dieser Technik versucht, den normalen Ablauf einer Geschäftsbeziehung zu untersuchen, um festzustellen, wie die verschiedenen Abschnitte, seien es Phasen, Episoden oder Kontaktpunkte, vom Kunden wahrgenommen und beurteilt werden. Dazu wird zunächst ein Flow-Chart erstellt, das den Kundenpfad und den Ablauf der Leistungserstellung in chronologischer Folge visualisiert (siehe Abb. 14). Dieser Schritt wird „Service Mapping“ genannt, und wurde aus dem Konzept des „Service Blueprinting“ von SHOSTACK entwickelt. Letzteres hat zwar eher eine „inside-out-Perspektive“110, wird in der Literatur aber zum Teil auch synonym zum „Service Mapping“ verwendet. Das Flow-Chart wird in mindestens unterteilt: of zwei die Teile „line den [...]

Arbeit zitieren:
Traub, Christoph März 2003: Benchmarking von Erfolgsfaktoren der Kundenzufriedenheit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundentreue, Kundenbindung, Kundennutzen, Segmentierung, Standardisierung

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