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Bekanntheit ist nicht alles - eine Expertenbefragung zum Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung

Bekanntheit ist nicht alles - eine Expertenbefragung zum Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Judith Grünhagen
  • Abgabedatum: Juli 2000
  • Umfang: 186 Seiten
  • Dateigröße: 14,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2996-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2996-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2996-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Grünhagen, Judith Juli 2000: Bekanntheit ist nicht alles - eine Expertenbefragung zum Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Werbung, Prominente, Marktforschung, Testimonial Celebrity

Diplomarbeit von Judith Grünhagen

Einleitung:

Ziel dieser Untersuchung ist es, eine Verbindung zwischen wissenschaftlicher Theorie und ihrer Umsetzung in der Werbepraxis zu schaffen. Während sich viele Studien mit der Wirkungsseite prominenter Präsenter, d.h. mit der Sichtweise des Konsumenten, auseinander setzen, soll der Schwerpunkt dieser Bearbeitung nach einer systematischen Aufarbeitung des Themenkomplexes auf die empirische Analyse der Produzentenseite gelegt werden.

Das Phänomen der Prominentenwerbung wird insofern auf der produzentenorientierten Ebene analysiert. Dabei geht es einerseits um grundsätzliche Einschätzungen und Erfahrungswerte der Werbepraktiker mit Prominentenwerbung, insbesondere im Hinblick auf zu Grunde liegende Vorstellungen über Wirkungsdimensionen und theoretische Hintergründe, andererseits aber auch um Auswahlsysteme, Bewertungsstrategien und Persönlichkeitskriterien der Prominenten, die explizit oder implizit in die Entscheidungsfindung der Agenturen für das richtige Testimonial eingehen. Ferner soll zudem eine Antwort auf die Frage gegeben werden, ob der Einsatz prominenter Testimonials angesichts verbaler Äußerungen, wie „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!“ (Lothar Matthäus), „Die breite Spitze wird immer dichter!“ (Berti Vogts), „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“ (Andy Möller), „Wir spielen hinten Mann gegen Mann, und ich spiele gegen den Mann!“ (Olaf Thon), bzw. diverser Anspielungen im Werbeumfeld, wie „Welche Gesetzeslücke ist groß genug für Helmut Kohl? Wir bleiben dran.“ (Leserkampagne der Züricher Tageszeitung), „auch die WestLB hat günstige Flüge, aber nicht für jeden.“ (tiss.com Linienflüge), überhaupt von Erfolg gekrönt sein kann.

Gang der Untersuchung:

Nachdem in Teil A Thema und Zielsetzung der Bearbeitung dargelegt wurden, folgt in Teil B eine theoriegeleitete Diskussion des Sachverhaltes Prominentenwerbung, in der auf Beispiele und Handlungsgrundsätze aus der Praxis Bezug genommen werden soll. Dabei wird zunächst unter Punkt 1 ein Systematisierungs-Modell über Personendarstellungen in der Werbung vorgestellt, das Modelle ganz allgemein in Abhängigkeit vom Produktbezug differenziert.

Unter Punkt 2 erfolgt ein detaillierter Überblick über den Werbestil Prominentenwerbung. Nachdem Begriffsbestimmung und Definition dargestellt wurden, werden im Anschluss Entwicklungslinien und neuere Trends aufgezeigt sowie Varianten bzw. Gesellschaftskategorien und entsprechende Eigenschaftsprofile analysiert.

Punkt 3 bildet eine Zusammenstellung der im Kontext Prominentenwerbung relevanten Werbeziele (insbesondere beeinflussungsorientierte Werbeziele) ab. Daraus abgeleitet werden fünf wissenschaftliche Ansätze, die möglicherweise die Wirksamkeit von Prominenten in der Werbung erklären können, vorgestellt und diskutiert.

Auf dieser Basis werden in Punkt 4 einerseits Problemkreise und Gefahren, andererseits aber auch Möglichkeiten und Chancen, die der Einsatz von berühmten Persönlichkeiten zu Werbezwecken mit sich bringt, explizit erörtert.

Nachfolgend werden Auswahlstrategien dargestellt, die in der Werbepraxis für die Entscheidung und Bewertung der richtigen Berühmtheit zur Verfügung stehen.

In Punkt 6 erfolgt eine Zusammenfassung des bis dahin analysierten Sachverhaltes und eine Überleitung in den empirischen Teil C der Bearbeitung.

Im Rahmen des empirischen Teils C werden unter Punkt 1 zunächst die der Erhebung zu Grunde liegenden Thesen vorgestellt, in denen der in Teil B diskutierte Sachverhalt erneut aufgegriffen wird.

Bevor die Ergebnisse der Expertenbefragung im Einzelnen dargelegt und analysiert werden, gibt Punkt 2 einen Überblick über Methodik, Stichprobe, Auswahl- und Analyseverfahren sowie über das Erhebungsinstrument: den Fragebogen.

Unter Punkt 4 erfolgt der Versuch aus dem im Rahmen der Bearbeitung diskutierten Sachverhalt Implikationen für Werbung und Marketing abzuleiten.

In Teil D werden abschließend Zusammenfassung und Ausblick für die zukünftige Entwicklung des Werbestils Prominentenwerbung gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
Anhangsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
A. Thema und Zielsetzung 1
1. Problemdarstellung und Rahmenbedingungen 1
2. Ziel und Aufbau der Bearbeitung 3
B. Prominente in der Werbung - theoriegeleitete Diskussion relevanter Wirkungsdimensionen unter Berücksichtigung von Beispielen und Verhaltensgrundsätzen aus der Praxis 6
1. Personendarstellungen in der Werbung 6
1.1 Modelle ohne direkten Produktbezug 6
1.1.1 Dekorative Modelle 6
1.2 Modelle mit direktem Produktbezug 7
1.2.1 Konsum-Situation 8
1.2.2 Präsenter-Funktion 8
2. Prominente Präsenter in der Werbung 10
2.1 Begriffsbestimmung 10
2.2 Entwicklung und Trends der Prominentenwerbung 12
2.3 Varianten von Celebrity-Advertising 15
2.4 Eigenschaftsprofil von Prominententypen 22
3. Lern- und Beeinflussungstheorien 23
3.1 Exkurs: Zielsystem der Werbung 24
3.2 Erklärungsansätze zur Wirkung von Celebritys in der Werbung 25
3.2.1 Emotionales Konditionieren 25
3.2.2 Banduras Theorie des sozialen Lernens 26
3.2.3 Bedeutungstransfermodell nach McCracken 31
3.2.4 Metaphorisches Bedeutungstransfermodellnach Poddig 35
3.2.5 Konzept des virtuellen Meinungsführers nach Merten 37
3.3 Synopsis der Ansätze 39
4. Folgen von Prominentenwerbung 40
4.1 Perspektiven von Celebritywerbung 40
4.1.1 Werbeawareness und Aufmerksamkeitswerte 40
4.1.2 Sympathie- und Imagetransfer 43
4.1.3 Kaufentscheidung auf Grund gelernter Schlüsselinformationen 43
4.2 Grenzen der Prominentenwerbung 44
4.2.1 Frage der Glaubwürdigkeit 45
4.2.2 Imageschaden durch Fehlverhalten und Misserfolg 46
4.2.3 Bekanntheit ist nicht alles 48
5. Auswahl- und Entscheidungsstrategien in der Praxis 49
5.1 PromiMeter 50
5.2 WAS - Auswahlsystem 51
5.3 Auswahlstrategie nach Berkovics 52
5.4 FREDD - Strategie in Anlehnung an Young & Rubicam 54
5.5 Intuitive Effektivitätseinschätzung 57
6. Zusammenfassung 58
C. Zum Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung - eine Expertenbefragung 60
1. Hypothesen 60
2. Untersuchungsdesign und Methodik 64
2.1 Auswahlverfahren und Untersuchungsobjekt 64
2.2 Schriftliche Befragung 66
2.2.1 Erhebungsinstrument 68
2.2.2 Anschreiben 70
2.3 Rücklauf 72
2.4 Auswertungsverfahren 74
3. Ergebnisse der Umfrage 76
3.1 Erfahrungen und Gefahren im Umgang mit Celebritys 77
3.2 Primäres Ziel von Prominentenwerbung 80
3.3 Stellenwert, Entwicklung und Trend der Prominenten-Werbung 82
3.4 Rekrutierung prominenter Testimonials 85
3.5 Auswahlsystem und Entscheidungsfindung 87
3.6 Relevante Persönlichkeitskriterien prominenter Testimonials 91
3.7 Weitere Ergebnisse 98
4. Implikation für Marketing und Werbung 99
D. Zusammenfassung und Ausblick 102
Literaturverzeichnis 105
Anhang 117

Arbeit zitieren:
Grünhagen, Judith Juli 2000: Bekanntheit ist nicht alles - eine Expertenbefragung zum Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Werbung, Prominente, Marktforschung, Testimonial Celebrity

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