Der Beitritt osteuropäischer Staaten zur Wirtschafts- und Währungsunion
Eine emprische Studie anhand ausgewählter Staaten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gerold Johannes Furtner
- Abgabedatum: Oktober 1999
- Umfang: 125 Seiten
- Dateigröße: 837,1 KB
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5142-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5142-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5142-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Furtner, Gerold Johannes Oktober 1999: Der Beitritt osteuropäischer Staaten zur Wirtschafts- und Währungsunion, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Europa, Arbeitsmarkt, Migration, WWW
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Diplomarbeit von Gerold Johannes Furtner
Einleitung:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Beitritt osteuropäischer Staaten zur Wirtschafts- und Währungsunion.
In dieser Studie werden die Staaten Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Slowakei und Slowenien einer genaueren Betrachtung unterzogen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich von Auswirkungen der Migration auf die Lohnentwicklung und die Arbeitslosenrate des Gastlandes sowie auf regionalen Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf Österreich.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Vorwort | 3 |
| 2. | Von der Gründung der EWG bis zur WWU - Ein geschichtlicher Abriss | 5 |
| 3. | Entwicklungen in einigen ausgewählten Staaten | 12 |
| 3.1 | Übersicht 1997 | 12 |
| 3.2 | Übersicht 1998 | 13 |
| 3.3 | Länder-Berichte | 15 |
| 3.3.1 | Tschechische Republik 1997 | 15 |
| 3.3.2 | Tschechische Republik 1998 | 18 |
| 3.3.3 | Ungarn 1997 | 21 |
| 3.3.4 | Ungarn 1998 | 23 |
| 3.3.5 | Polen 1997 | 25 |
| 3.3.6 | Polen 1998 | 27 |
| 3.3.7 | Slowakei 1997 | 29 |
| 3.3.8 | Slowakei 1998 | 31 |
| 3.3.9 | Slowenien 1997 | 33 |
| 3.3.10 | Slowenien 1998 | 36 |
| 4. | Die Einführung des EURO: Auswirkungen für Zentral- und Osteuropa am Beispiel von Ungarn und Slowenien | 38 |
| 4.1 | Einleitung | 38 |
| 4.2 | Auswirkungen im Zusammenhang mit der WWU bei einer EU-Osterweiterung | 39 |
| 4.3 | Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Einführung des Euro auf die Wirtschaften von Zentral- und Osteuropa | 41 |
| 4.4 | Politische Anforderungen für die EU-Beitrittskandidaten | 46 |
| 4.4.1 | Politische Bereiche, die durch die WWU betroffen sind | 46 |
| 4.4.2 | Aussichten auf eine monetäre Konvergenz | 58 |
| 4.5 | Schlussfolgerungen | 64 |
| 5. | Auswirkungen der Migration auf die Lohnentwicklung und die Arbeitslosenrate des Gastlandes | 66 |
| 5.1 | Einleitung | 66 |
| 5.2 | Theoretische Effekte von Migration auf die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital im Gastland | 66 |
| 5.3 | Empirische Befunde | 70 |
| 5.4 | Analyse der Ost-West-Migration anhand Allgemeiner Gleichgewichtsmodelle | 75 |
| 5.5 | Das Migrationspotential | 78 |
| 5.6 | Zusammenfassung | 82 |
| 6. | Regionale Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf Österreich | 85 |
| 6.1 | Einleitung | 85 |
| 6.2 | Theoretische und Empirische Ansatzpunkte | 87 |
| 6.2.1 | Kaufkraftabfluss | 90 |
| 6.2.2 | Pendelverkehr und Migration | 90 |
| 6.2.3 | Attraktivität für Investoren | 92 |
| 6.2.4 | Regionale Entwicklungen in der EU – die Auswirkungen der Integration auf die regionale Verteilung wirtschaftlicher Aktivitäten | 92 |
| 6.2.5 | Regionentypen | 95 |
| 6.3 | Die aktuelle Raumentwicklung in Mittel- und Osteuropa und Österreich 96 | |
| 6.3.1 | Raumentwicklung in Österreich | 96 |
| 6.3.2 | Regionale Entwicklung in Mittel- und Osteuropa | 99 |
| 6.4 | Die Auswirkungen nach Regionentypen | 100 |
| 6.4.1 | Grenzregionen | 100 |
| 6.4.1.1 | Die einzelnen Regionen | 101 |
| 6.4.1.1.1 | Die oberösterreichische Grenzregion | 101 |
| 6.4.1.1.2 | Die nördlichen Grenzregionen | 101 |
| 6.4.1.1.3 | Wien – Bratislava | 102 |
| 6.4.1.1.4 | Die östliche Grenzregion | 104 |
| 6.4.1.1.5 | Die südliche Grenzregion | 105 |
| 6.4.1.2 | Die Einflüsse | 106 |
| 6.4.1.2.1 | Standortattraktivität | 106 |
| 6.4.1.2.2 | Grenzüberschreitender Kaufkraftabfluss | 107 |
| 6.4.2 | Urbane Zentren | 109 |
| 6.4.2.1 | Standortattraktivität | 111 |
| 6.4.2.1.1 | Wien | 111 |
| 6.4.2.1.2 | Graz | 112 |
| 6.5 | Schlussfolgerungen und Implikationen | 113 |
| 7. | Abbildungsverzeichnis | 117 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 119 |
am Handel der Mitglieder der Euro-Zone mit Drittländern wieder zurück in das Gebiet der Einheitswährung verlagert. Laut den Erwartungen der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds dürften diese Auswirkungen aber keine große Rolle spielen. Zweitens: Die zukünftige Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen und besonders gegenüber dem Dollar könnte - durch die Änderung beim realen effektiven Wechselkurs - Auswirkungen auf den Handel der CEECs mit jenen Ländern, die an der Euro-Zone teilnehmen, haben. Dies ist eher für jene zentralund osteuropäischen Länder besonders interessant, deren Währung gestützt wird oder sich an einer einzigen Währung (normalerweise der Euro) orientiert, denn für Währungen die an einen Währungskorb gebunden sind, der Handelsanteile reflektiert. Die slowenische Regierung hatte das Ziel, durch ein System des gemanagten Floatens, den realen Wechselkurs des Tolars zur DEM einigermaßen stabil zu halten. Wenn Slowenien eine Orientierung hin zum Euro verfolgt, werden die potentiellen zukünftigen Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber dem USD Auswirkungen auf die Nettoexporte des Landes haben, nachdem die Stufe 3 der WWU eingeführt worden ist. Der IWF erwartet, daß eine Steigerung des Euro gegenüber des Dollars von 10 % in jenen osteuropäischen Ländern, die eine Euro-orientierte Wechselkurspolitik betreiben, zu einem Rückgang in der Zahlungsbilanz von 1 bis 3 Prozent des BSP und zu einer Verlangsamung des Wachstums beim BSP im selben Ausmaß über einen Zeitraum von vier Jahren führen könnte. 1997 waren fast 4/5 der slowenischen Exporte und ¾ der Importe in Währungen fakturiert, die durch den Euro ersetzt werden, während der Anteil des USD nur 14 % bei den Exporten und 19 % bei den Importen beträgt. Aufgrund des zukünftigen hohen Anteils des slowenischen Außenhandels mit Ländern der Euro-Zone ab 1999 wird erwartet, daß die Auswirkungen der zukünftigen Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und dem USD auf die slowenische Zahlungsbilanz sich am unteren Ende der vom IWF festgelegten Bandbreite bewegen wird. Im Gegensatz dazu hat Ungarn das Forint an einen Währungskorb gebunden, in dem die DEM zu 70 % und der USD zu 30 % vertreten ist. Die Anteile der Länder am ungarischen Außenhandel entsprechen in etwa der Zusammensetzung des Währungs43 [...]
3 der WWU mit sich bringt bzw. beschleunigt, Auswirkungen auf den Finanzsektor jener CEECs, die an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen. Mittelfristig wird die Stufe 3 der Wirtschafts- und Währungsunion positive Einflüsse auf das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Euro-Zone haben. Voraussagen über die Größe dieser Auswirkungen zeigen zum Teil ganz beträchtliche Unterschiede. Das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut geht davon aus, daß die Umsetzung von Stufe 3 der WWU, den teilnehmenden Ländern mittelfristig ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 1 ¾ Prozentpunkten bringen könnte, wobei „Hartwährungsländer“ wahrscheinlich mehr profitieren (+ 2 %), als „Weichwährungsländer“ (+ 1 ½ %). Aufgrund der erhöhten Importnachfrage aus Drittländern, werden die positiven Wachstumseffekte der dritten Stufe der WWU auch einen vorteilhaften Einfluß auf die Exporte und die Entwicklung des BSP in den Ländern von Zentralund Osteuropa haben. Welche Auswirkungen sind jetzt für die zwei Länder zu erwarten, die in dieser Studie genauer untersucht werden? Der größte Teil der Importnachfrage in der zukünftigen Euro-Zone für Produkte aus Ungarn und Slowenien kommt aus sogenannten „Hartwährungsländern“, was die Handelsgewinne von Ungarn und Slowenien, aufgrund von Stufe 3 der WWU, verstärken wird. Die zusätzliche Importnachfrage der „Euro-Länder“ - aufgrund der Auswirkungen, die die Einführung der Stufe 3 der WWU auf das reale BSP hat - nach Produkten aus Ungarn und Slowenien, wird, nach Berechnungen des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitutes, die ungarischen Exporte um durchschnittlich 2,7 Prozentpunkte und die slowenischen Exporte um durchschnittlich 2,2 Prozentpunkte erhöhen. Folglich wird auch das ungarische Bruttosozialprodukt um 0,9 Prozentpunkte und das slowenische BSP um 1,3 Prozentpunkte ansteigen. Aufgrund des geringeren Grads der Handelsbeziehungen zu den Ländern der Euro Zone, dürften die Auswirkungen für die anderen Länder aus Zentral- und Osteuropa tendenziell etwas geringer ausfallen. Diese positiven Auswirkungen werden aber wahrscheinlich von zwei Faktoren etwas abgeschwächt werden. Erstens: Die Einführung von Stufe 3 der WWU wird den Handel mit Waren und Dienstleistungen innerhalb der Euro-Zone intensivieren, da die Währungsrisiken wegfallen und die Transaktionskosten im Gebiet der Einheitswährungen reduziert werden. Dies würde also bedeuten, daß sich ein gewisser Anteil [...]
weiten Dialog über die Geldpolitik einbezogen. Dies betrifft vor allem die Teilnahme ihrer Nationalbankpräsidenten bei der Hauptversammlung der Europäischen Zentralbank (EZB), an der die Präsidenten der Nationalbanken aller EU-Länder, sowie der Präsident und Vize-Präsident der EZB teilnehmen. Durch diese Institution wird hauptsächlich die Geldpolitik zwischen den Euro- und „Nicht-Euro“-Ländern koordiniert. Eine Bedingung für eine bedeutsame Teilnahme in diesem Gremium und für eine Mitgliedschaft in der EU ist, daß die Geldpolitik mit marktkonformen Instrumenten geführt wird und sie auch für eine effiziente Übermittlung ihrer Impulse für die reale Wirtschaft sorgt. Zweitens sollten die Länder Zentral- und Osteuropas, noch vor einem EUBeitritt, ihre Wechselkurspolitik im Sinne eines gemeinschaftlichen Interesses führen (Article 109 m EC Treaty). Konkreter gesagt, man erwartet von den neuen Beitrittsländern eine Teilnahme an dem institutionalisierten Programm über die Wechselkurspolitik innerhalb der EU. Auch wenn es noch keine formellen Entscheidungen über die Einbindung der CEECs in dieses Programm gibt, kann man aus heutiger Sicht davon ausgehen, daß das vom ERM II vorgesehene System auch als Grundgerüst für eine Wechselkurspolitik jener zentral- und osteuropäischen Staaten, die der EU beitreten wollen, gesehen werden kann. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832451424
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