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Der Beitrag von Produktelementen zur Markenwahrnehmung

Empirische Untersuchung am Beispiel von Automobil-Lenkrädern

Der Beitrag von Produktelementen zur Markenwahrnehmung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Maren Borkowski
  • Abgabedatum: Oktober 2004
  • Umfang: 156 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Westküste, Heide Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8583-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8583-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8583-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Borkowski, Maren Oktober 2004: Der Beitrag von Produktelementen zur Markenwahrnehmung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Markenführung, Produktgestaltung, Markenwert, Automobilbranche, Kosumentenverhalten

Diplomarbeit von Maren Borkowski

Einleitung:

Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte und einer allgemeinen Produktangleichung fällt es den Unternehmen zunehmend schwerer ihren Produkten differenzierende Elemente zu verleihen, die die Konsumenten zum Kauf des Produktes anregen. Dabei ist der Markt unter einer größer werdenden Anzahl verschiedener Marken und einer Vielzahl von Informationen, die dem Konsumenten dargeboten werden, unübersichtlich.

Die Markenführung setzt sich zum Ziel, durch eine spezifische Kombination der absatzpolitischen Instrumente Differenzierung herzustellen.

Im Idealfall lässt sich die Kombination aller Einzelfaktoren wie die Teile eines Puzzles zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen jedoch, dass dies oft misslingt.

Passen die Teile nicht zueinander, fällt dem Konsumenten die Wahrnehmung schwer, da er die Marke als Ganzes sieht.

Starke Marken zeichnen sich dagegen durch Bestandteile aus, die die Marke in jedem Teil repräsentieren, so dass der Konsument eine Vielzahl von Anhaltspunkten hat, die ihm die Wahrnehmung erleichtern. Dies führt zum Erfolg der Marke.

Doch inwieweit ist es sinnvoll einzelne Bestandteile an der Marke orientiert zu gestalten und wann ist der Punkt erreicht, an dem kein Zugewinn mehr für die Markenwahrnehmung des Konsumenten erzielt werden kann?

Die Automobilbranche als einer der wichtigsten Arbeitsgeber Deutschlands und besonders stark betroffen von der Problematik der veränderten Rahmenbedingungen scheint prädestiniert für die Durchführung einer Studie zur Beantwortung dieser Frage.

In der Vielzahl der auf dem Markt erhältlichen Automobile ist es für die Hersteller wichtig, dem Konsumenten die Identifizierung und Wahrnehmung der einzelnen Marke bei jedem ihr zugehörigen Automobil möglichst einfach zu machen. Der Automobil-Innenraum setzt sich bei jedem Automobil aus den gleichen Bestandteilen zusammen. Die Unterstützung der Markenwahrnehmung könnte durch eine markenpassende Gestaltung der einzelnen Produktteile zu erreichen sein.

In dieser wissenschaftlichen Arbeit ist zu untersuchen, inwieweit es möglich ist, durch die gezielte Gestaltung einzelner Produktelemente Markenbilder zu unterstützen. Dies soll am Beispiel von Automobil-Lenkrädern geschehen.

Dazu wird mit Studenten der Fachhochschule Westküste eine Computerbefragung bezüglich ausgewählter Automarken und zugehöriger Lenkräder in verschiedenen Ausstattungsvarianten durchgeführt.

Es geht um die Gewinnung von Erkenntnissen bezüglich der Möglichkeit eine Marke anhand einzelner Produktteile zu identifizieren.

Ferner soll ermittelt werden, welche Verbindungen sich zwischen Produktteilgestaltung und Marke herstellen lassen, um markentypische Eigenschaften umsetzen zu können. Ist die Repräsentation von markentypischen Eigenschaften theoretisch möglich, soll beantwortet werden, inwieweit dieses praktisch schon gelingt und den Markenwert beeinflusst.

Letztlich bleibt auch zu beantworten, ob das Lenkrad überhaupt ein geeignetes Produktteil ist, durch das die Marke als Ganzes widergespiegelt werden kann.

Um dem Leser einen Überblick über die Automobilbranche zu verschaffen, wird zunächst auf die wirtschaftliche Bedeutung, die aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen sowie wesentliche Kennzahlen eingegangen.

Als Grundlage für das Verständnis der Ergebnisse einer empirischen Untersuchung wird das Konsumentenverhalten in Bezug auf Wahrnehmung und Produktbeurteilung erläutert.

Die Vermittlung theoretischen Wissens über die Zielsetzungen der Markenpolitik erfolgt über Ausführungen zur Kommunikationspolitik. Die Herstellung der Verbindung zur Ganzheitlichkeit erfolgt über die Erklärung des Selbstähnlichkeitsprinzips und dessen Umsetzung. Eine Analyse der Gestaltungsmittel mit anschließender Bezugnahme zur Selbstähnlichkeit leitet zum Produktteil Lenkrad über.

Danach wird auf die Bestimmung des Markenwertes eingegangen und beispielhaft das Markenwertmodell der Firma Icon Brand Navigation näher betrachtet. Teile dieses Modells werden in der empirischen Untersuchung Anwendung finden.

Aus denen in der Theorie erlangten Kenntnissen werden Hypothesen mit Bezug auf die Untersuchungsfrage entwickelt und durch Umsetzung in messbare Indikatoren operationalisiert.

Der Beschreibung der Untersuchung folgt eine Beschreibung der Stichprobe, der Lenkradbewertungen und der Markenbewertungen.

Den Schwerpunkt des empirischen Teils bildet die Überprüfung der Hypothesen.

In der Schlussbetrachtung werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammen-fassend betrachtet. Es soll weiterer Forschungsbedarf genannt und Handlungsempfehlungen an die Hersteller ausgesprochen werden, sofern die Ergebnisse dieses zulassen.

Das Wort Automobil ist französischer Herkunft und setzt sich aus autos (griechisch = selbst) und mobilis (lateinisch = beweglich) zusammen. Nicht nur ein Personenkraftwagen ist ein Automobil, sondern alle Fahrzeuge mit eigener Antriebskraft. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird der Begriff als Synonym für Personenkraftwagen verwendet.

Aussagen bezüglich der Automobilindustrie beziehen sich auf Deutschland, auch wenn sie allgemeingültig für die weltweite Entwicklung der Branche sind.

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung 1
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 6
Abkürzungsverzeichnis 7
1. Einleitung 8
1.1 Hintergrund der Arbeit 8
1.2 Aufgabenstellung 9
1.3 Vorgehensweise 9
1.4 Definitorische Abgrenzungen 10
2. Überblick über die Automobilbranche 11
2.1 Wirtschaftsfaktor Automobil 11
2.2 Rahmenbedingungen und Entwicklungen 11
2.3 Strukturierung und kennzahlenmäßige Erfassung 15
2.3.1 Marktsegmente 15
2.3.2 Marktanteile 16
2.3.3 Premium- vs. Volumenmarken im Preisvergleich 17
2.3.4 Bestandsentwicklungen 18
3. Konsumentenverhalten 19
3.1 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens 19
3.1.1 Gesamtsystem 19
3.1.2 Komplexe aktivierende Prozesse 19
3.1.3 Komplexe kognitive Prozesse 20
3.1.4 Einstellungs-Verhaltens-Hypothese 21
3.1.5 Involvement-Konzept 22
3.1.6 Innere Bilder 23
3.2 Produktbeurteilung durch den Konsumenten 24
3.2.1 Aktuelle Informationen durch Produktdarbietung 24
3.2.2 Nutzung von Marken- und Produktschemata 24
3.2.3 Vereinfachte Beurteilung durch Denkschablonen 25
3.2.4 Komplexe Beurteilung durch kognitive Algebra 26
4. Kommunikationspolitische Maßnahmen für den Markenerfolg 28
4.1 Einordnung der Kommunikationspolitik in den Marketing-Prozess 28
4.2 Ziele der Kommunikationspolitik 29
4.2.1 Überblick 29
4.2.2 Teilziel Bekanntheitsgrad 29
4.2.3 Teilziel Informationsvermittlung 30
4.2.4 Teilziel Markenimage 31
4.3 Selbstähnlichkeit als Erfolgsfaktor in der Kommunikationsstrategie 33
4.3.1 Definition und Notwendigkeit 33
4.3.2 Beachtung der Markenidentität 36
4.3.3 Aufbau von Markenbildern 37
4.3.4 Integrierte Kommunikation 38
4.3.5 Kontrolle durch Anonymisierung 39
5. Produktgestaltung als Teil des Produktmarketing-Prozesses 41
5.1 Einordnung der Produktgestaltung in den Marketing-Prozess 41
5.2 Grundlagen der Produktgestaltung von Automobilen 42
5.2.1 Einleitung 42
5.2.2 Isolierte Gestaltungsmittelanalyse nach Koppelmann 43
5.2.2.1 Überblick 43
5.2.2.2 Elementare Gestaltungsmittel 44
5.2.2.2.1 Originäre Gestaltungsmittel 44
5.2.2.2.2 Derivative Gestaltungsmittel 46
5.2.2.3 Komplexe Gestaltungsmittel 47
5.2.2.3.1 Produktteilewahl 47
5.2.2.3.2 Weitere Gestaltungsmittel 48
5.2.3 Wirkungskontrolle durch Car Clinics 48
5.3 Selbstähnlichkeit als Erfolgsfaktor der Produktgestaltung 49
6. Markenwertbestimmung 52
6.1 Definition des Markenwertes nach Aaker 52
6.2 Ansätze zur Erfassung des Markenwertes 53
6.3 Ein ausgewählter Ansatz: Der Markeneisberg 54
6.3.1 Einordnung in den Brand Status von Icon 54
6.3.2 Elemente des Markeneisberges 56
6.3.2.1 Markeniconographie 56
6.3.2.2 Markenguthaben 56
6.3.2.3 Zusammenwirken der Elemente 57
7. Empirische Untersuchung 58
7.1 Entwicklung der Hypothesen 58
7.2 Untersuchungsdesign 63
7.3 Operationalisierung der Hypothesen 65
7.4 Fragebogeninhalt 66
7.5 Konzeption und Durchführung der Erhebung 68
8. Datenauswertung und Dokumentation der Ergebnisse 70
8.1 Zusammensetzung und Merkmale der Stichprobe 70
8.2 Lenkradbewertung 74
8.2.1 Markenübergreifender Mittelwertvergleich 74
8.2.2 Faktorenanalyse 78
8.3 Markenbewertung 83
8.3.1 Markenübergreifender Mittelwertvergleich 83
8.3.2 Faktorenanalyse 85
8.3.3 Markenübergreifender Mittelwertvergleich der Eisbergstatements 90
8.4 Überprüfung der Hypothesen 92
9. Schlussbetrachtung 123
Literaturverzeichnis 127
Anhang 133
Eidesstattliche Erklärung 151

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Faktoren der Lenkrad- und Markenbewertung weisen Übereinstimmungen auf. Es wurden jeweils Faktoren bezüglich Charakter, Qualität und auch Handlichkeit extrahiert. Die charakterisierenden und qualitativen Faktoren erscheinen uneingeschränkt vergleichbar. Das Item einzigartig wird in der Lenkradbewertung dem Charakter zugesprochen, während es in der Markenbewertung zum Faktor Qualitätsanmutung zählt. Jedoch muss es deshalb nicht aus der Hypothesenüberprüfung herausgenommen werden, denn zwischen den Faktoren bestehen Zusammenhänge, die sich aus den jeweils zuerst durchgeführten Analysen mit drei extrahierten Faktoren ersehen lassen. Dort wurden die Bestandteile der nunmehr getrennten Faktoren einem gemeinsamen Faktor zugeordnet. Da haptische Eigenschaften bei der Markenbewertung nicht von Bedeutung sind, beinhalten die Faktoren bezüglich der Bedienbarkeit bzw. des Markenverständnisses dieselben Items und sind somit grundsätzlich ebenfalls vergleichbar. Gleichwohl sei festgehalten, dass die Vergleichbarkeit dieser Items nicht die Qualität der erstgenannten Faktoren erreichen, denn der Charakter einer Marke ist ganzheitlich zu sehen. Der Charakter eines Lenkrades wird dagegen auch von dem spezifischen Fahrzeugtyp bestimmt. Ein sportlicher Fahrzeugtyp ist meistens durch ein dreispeichiges Lenkrad gekennzeichnet, während die Basisausstattung vier Speichen enthält. Dennoch sollte es möglich sein in beiden Fällen den Charakter der Marke treffend abzubilden. [...]

Der zweite Faktor beinhaltet die Items modern, innovativ, dynamisch und sportlich, deren Zusammenhang auf eine gemeinsame Eigenschaft zurückzuführen ist: die Beweglichkeit. Im Zeitverlauf kann eine Marke unter sich ständig verändernden Umweltbedingungen nur modern und innovativ sein, wenn sie sich weiterentwickelt und nicht stagniert. Die Weiterentwicklung ist gleichbedeutend mit einer Bewegung in eine bestimmte Richtung, was wiederum synonym zum Begriff der Dynamik zu verwenden ist. Das Gegenteil der Bewegung stellt das Item konservativ dar. Es ist mit Stagnation und Unbeweglichkeit der Marke gleichzusetzen. Das Item sportlich als vierter Bestandteil des Faktors setzt sich insofern von den anderen Items ab, als dass es hier nicht um die Veränderung der Marke selbst gehen kann, sondern eher um die konkrete Sportlichkeit der Automobile oder die Designwirkung. Ersteres bezieht sich dabei auf Fahreigenschaften und die Motorleistung, während es bei der Designwirkung um Formgestaltung von beispielsweise Spoilern oder Materialkombinationen mit Aluminiumelementen geht. Insbesondere die Fahreigenschaften stellen den Zusammenhang zur Beweglichkeit her. [...]

Faktor 1 bezieht sich auf die Einschätzung der Wertigkeit einer Marke. Die Anmutungswirkung wird durch die Items luxuriös und elegant dargestellt, während es bei der qualitativen Hochwertigkeit direkt um die Qualitätsbewertung der unter dem jeweiligen Markenamen vertriebenen Automobile geht. Die Umsetzung von Einzigartigkeit wird gleichermaßen bewertet wie die Leistungsqualität. Dies hängt mit dem Wandel des Konsumentenverhaltens zusammen. Wie in Kapitel 2.2 angesprochen, zeichnet sich der Konsument durch den Wunsch nach Individualität, Multioptionalität und Erlebnisorientierung aus. Eine Befriedigung dieser Wünsche kann nur durch ein gewisses Maß an Einzigartigkeit erreicht werden. Das Gegenteil stellt das Item langweilig dar, da die Faktorladungen in der nicht-rotierten Komponentenmatrix auf einen gegensätzlichen Verlauf der Skalen hinweisen. Das Item ansprechend lädt mit einem Korrelationskoeffizienten von 0,559 ebenfalls am höchsten auf dem ersten Faktor. Auf den anderen Faktoren sind niedrigere, aber nicht wesentlich abweichende Faktorladungen festzustellen. Die Interpretation wird deshalb den Ausführungen zu den anderen Faktoren nachgestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Borkowski, Maren Oktober 2004: Der Beitrag von Produktelementen zur Markenwahrnehmung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Markenführung, Produktgestaltung, Markenwert, Automobilbranche, Kosumentenverhalten

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