Beeinflussung der Kundenbeziehung durch mobile Internet-Dienste
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dirk Verwohlt
- Abgabedatum: August 2000
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 494,9 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5914-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5914-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5914-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Verwohlt, Dirk August 2000: Beeinflussung der Kundenbeziehung durch mobile Internet-Dienste, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenbindung, mobiler handel, Automobilindustrie, mobile Dienstleistung, Kundenorientierung
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Diplomarbeit von Dirk Verwohlt
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist es, die Strukturveränderungen zu untersuchen, die sich aus der Konvergenz von Mobilkommunikation und Internet-Technologie ergeben. Dabei liegt der Schwerpunkt der Betrachtung auf der Veränderung der Kundenbeziehungen. Es soll gezeigt werden, daß eine verbesserte Mobilität bei der Telekommunikation und eine höhere Individualität bei den Dienstangeboten für entsprechende Kundensegmente einen Mehrwert beim Benutzer schaffen und dieser Mehrwert zur Kundenbindung beiträgt. Mobilität bedeutet dabei, daß der Benutzer jederzeit, an jedem Ort und mit jedem beliebigen Endgerät über benutzerorientierte Netze kommunizieren kann. Individualität heißt, daß die Dienste auf den Benutzer zugeschnitten sind. Die Dienste suchen den Benutzer und nicht umgekehrt.
Diese Arbeit will nicht die Bedeutung des Internet für die globale Wirtschaft oder die Vor- und Nachteile des "electronic commerce" analysieren. Dazu sind bereits zahlreiche Abhandlungen und Kommentare verfaßt worden. Die Revolution, die das Internet verursacht, ist mittlerweile grundsätzlich akzeptiert worden.
Vielmehr soll verdeutlicht werden, daß das mobile Internet mehr als nur ein mobiler Zugang zum Internet sein wird. Es werden zu den heute bekannten Internetdiensten, wie "newsgroups" oder "searchengines", völlig neue Dienste hinzukommen, die sich an Standort und individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Lebensumständen des Benutzers anpassen – die sogenannten situationsorientierten Dienste.
Gang der Untersuchung:
In der vorliegenden Arbeit werden zunächst in Kapitel zwei die theoretischen Grundlagen der Kundenorientierung herausgearbeitet und insbesondere auf die Kundenbindungsmöglichkeiten im "electronic commerce" eingegangen, da diese Modelle nach meiner Ansicht auch auf den "mobile commerce" übertragbar sind und deshalb genutzt werden können. Desweiteren werden auf Grundlage des Marketing-Mixes verschiedene Möglichkeiten zur Kundenbindung dargestellt.
Im dritten Kapitel wird der Fokus auf die mobilen Internet-Dienste gerichtet. Dazu werden ein Überblick über den Mobilfunkmarkt gegeben und die mobilen Dienste in zwei Kategorien eingeteilt. Außerdem wird die Frage beantwortet, inwieweit ein Mehrwert für die Nutzer geschaffen werden kann und wie sich dieser auf die Kundenbeziehung auswirkt. Desweiteren wird die Wertschöpfungskette im mobilen Handel analysiert.
Im vierten Kapitel erfolgt die Darstellung der Kundenorientierung am Beispiel der Automobilindustrie. Dazu werden potentielle Einsatzmöglichkeiten des mobilen Internet in der Automobilindustrie und deren Einfluß auf die Kundenbindung aufgezeigt. Insbesondere sollen Maßnahmen evaluiert werden, die die Kundenbindung an die Automobilhersteller erhöhen. Dazu werden die im zweiten Kapitel theoretisch dargelegten Maßnahmen der Kundenbindung auf die spezielle Situation im Automobilsektor angepaßt.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| 1. | EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Begriffsbestimmung | 5 |
| 1.3.1 | Kundenbeziehung und Kundenorientierung | 5 |
| 1.3.2 | Mobile commerce | 6 |
| 2. | THEORIE DER KUNDENORIENTIERUNG | 7 |
| 2.1 | Markt- und Kundennähe | 7 |
| 2.2 | Ausprägungen der Kundenorientierung | 9 |
| 2.2.1 | Kundenzufriedenheit, Kundentreue und Kundenbindung | 11 |
| 2.2.2 | Messung der Kundenbindung | 13 |
| 2.2.3 | Customer Relationship Management | 15 |
| 2.3 | Kundenorientierung im e-commerce | 17 |
| 2.3.1 | Vorteile durch e-commerce | 17 |
| 2.3.2 | Personalisierung | 19 |
| 2.3.3 | Portale als Einstieg ins Internet | 21 |
| 2.4 | Verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenbindung | 22 |
| 2.4.1 | Leistungsbezogene Maßnahmen | 23 |
| 2.4.2 | Preisbezogene Maßnahmen | 25 |
| 2.4.3 | Kommunikationsbezogene Maßnahmen | 26 |
| 2.4.4 | Distributionsbezogene Maßnahmen | 28 |
| 2.4.5 | Integrierte Maßnahmen | 29 |
| 3. | AUSWIRKUNGEN MOBILER INTERNET-DIENSTE | 31 |
| 3.1 | Überblick über den Mobilfunkmarkt | 31 |
| 3.2 | Mobile Internet-Dienste und mobile commerce | 34 |
| 3.2.1 | Situationsorientierte Dienste | 40 |
| 3.2.2 | Marktfördernde Dienste | 41 |
| 3.3 | Auswirkungen auf die Kundenbeziehung | 43 |
| 3.3.1 | Verändertes Kundenverhalten | 43 |
| 3.3.2 | Veränderungen in der Wertschöpfungskette | 46 |
| 4. | KUNDENORIENTIERUNG IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE | 50 |
| 4.1 | Abnehmende Kundenbindung | 50 |
| 4.2 | Neue Kundenanforderungen | 51 |
| 4.3 | Steigerung des Kundenwertes durch neue Kundenschnittstellen | 52 |
| 4.3.1 | Auswirkungen auf den Kundenwert | 53 |
| 4.3.2 | Telematik | 56 |
| 4.3.3 | Bankdienstleistungen | 58 |
| 4.3.4 | Portalkonzepte | 59 |
| 4.4 | Ausgewählte Kundenbindungsmaßnahmen | 62 |
| 5. | FAZIT | 67 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 68 | |
| URL VERZEICHNIS | 73 | |
| EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG | 74 |
Der heutige GSM-Standard (Global System for Mobile Communication) ermöglicht Übertragungen von 14.4 Kbit/s. Dies ist die kritische Mindestgröße für eine wirtschaftliche Nutzung und Entwicklung von mobilen Diensten und Applikationen. HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) ist ein Protokoll, das ebenfalls bereits verfügbar ist und auf dem GSM beruht. Es erlaubt die vierfache Übertragungsrate, also 57,6 Kbit/s, indem vier GSM-Frequenzen nebeneinander genutzt werden. GPRS (General Packet Radio Service) soll innerhalb der zweiten Jahreshälfte 2000 zum Einsatz kommen und das erste Protokoll sein, daß permanente Verbindung zum Internet erlaubt. Die Netzkapazität kann bis zu 115 Kbit/s betragen und wird nur beansprucht, wenn auch tatsächlich Daten übertragen werden. Damit ermöglicht GPRS den ersten vollwertigen mobilen Internetzugang und wird so zum Wegbereiter für eine Vielzahl von Applikationen. Mit diesen Übertragungskapazitäten wird wahrscheinlich auch eine neue Art der Entgeltabrechnung erfolgen. Experten gehen davon aus, daß die bisherige Minutenabrechnung einer Datenmengenabrechnung weichen wird.81 EDGE (Enhanced Data Rates for Global Evolution) basiert auf GPRS und erlaubt eine Übertragung von bis zu 384 Kbit/s. Allerdings wird es nicht vor dem Jahr 2002 zur Verfügung stehen. UMTS (Universal Mobile Telephone System) wird der Telefonstandard der dritten Generation der Mobilfunknetze sein. In Europa wird es schätzungsweise im Jahr 2003 zur kommerziellen Nutzung zur Verfügung stehen. Im Sommer diesen Jahres werden in Deutschland zwischen vier und sechs82 UMTS-Lizenzen vom Staat versteigert. Es wird mit einem Erlös von bis zu 60 Milliarden Euro gerechnet. Der UMTS-Standard wird mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 384 Kbit/s starten und liegt damit auf dem Niveau von EDGE. Im weiteren Verlauf der Entwicklung sollen dann aber bis zu 2 Mbit/s übertragen werden. [...]
Netzanbieter mit dieser Internetmethode noch keine großen Erfahrungen haben, wird sich das mit der Verbreitung von mobilen Internet-Diensten und dem m-commerce ändern. Da also noch kein Wissensvorsprung besteht, haben allerdings auch andere Unternehmen in anderen Bereichen die Möglichkeit diese neue Marktlücke für sich zu nutzen. In Europa ist die Durchdringung mit Mobiltelefonen schon recht hoch78, denn die Entwicklung der Mobilfunknetze der zweiten Generation, die Anfang der neunziger Jahre einsetzte, machte eine Massennutzung dieser Technologie möglich. Der GSMStandard hat sich mittlerweile durchgesetzt. Er unterstützt im Wesentlichen Sprachdienste und einige nachgeordnete Dienste wie SMS oder bestimmte Netzdienste79, die je nach Netzanbieter variieren können. Die dritte Generation (3G), die zur Zeit im Entstehen ist, soll aber über die reinen Telefondienste hinausgehen, denn das weltweite Wachstum des Internet hat einen erhöhten Bedarf an Multimedia und Informationsdiensten geschaffen. Die [...]
3.1 Überblick über den Mobilfunkmarkt Der Mobilfunkmarkt ist zur Zeit in einem Umbruch. Die etablierten Mobilfunkbetreiber versuchen mit einer aggressiven Übernahmestrategie ihre Marktmacht auszubauen um somit zum ’global player’ zu werden. Dies verdeutlicht auch die erst kürzlich erfolgte, feindliche Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone Airtouch. Die Akquisitionen zielen vorwiegend darauf ab, die Kernaktivitäten – Bereitstellung der Sprachdienste – zu bündeln und so Synergieeffekte auszunutzen. Der Aufbau und die Unterhaltung der Infrastruktur ist für einen Mobilfunkbetreiber sehr kostenintensiv. Daher ist ein großer Kundenkreis notwendig um den Fixkostenanteil pro Kunde senken zu können. Bei den Übernahmen wird deshalb oft der Preis eines zu übernehmenden Unternehmens anhand der Kundenanzahl ermittelt. Dabei ist der geschätzte Kundenwert in letzter Zeit stark angestiegen. Zahlte Vodafone Anfang 1999 noch ca. 4600 Euro pro Kunde bei der Übernahme von Airtouch, so bezahlte Mannesmann im Herbst des gleichen Jahres bereits fast das Doppelte für die Kunden des Mobilfunkanbieters Orange. Dies verdeutlicht die hohe Bedeutung des Kunden in diesem Markt. Obwohl die geschätzten Kundenwerte drastisch gestiegen sind, ist der Gewinn pro Kunde gesunken. Dies ist auf den harten Wettbewerb in diesem Markt und den dadurch permanent sinkenden Gebühren für die Kunden zurückzuführen. So waren sich die Mobilfunkexperten auf dem GSM-World-Congress in Cannes im Februar diesen Jahres einig, „daß die Carrier76 aufgrund der rapide sinkenden Minutenpreise für das Telefonieren via Handy zur Stabilisierung ihrer Gewinne neue Mehrwertdienste benötigen.“77 Diese Mehrwertdienste können durch die im vorangegangenen Kapitel beschriebene Personalisierung und Portaltechnik realisiert werden. Wenn auch die [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832459147
Arbeit zitieren:
Verwohlt, Dirk August 2000: Beeinflussung der Kundenbeziehung durch mobile Internet-Dienste, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kundenbindung, mobiler handel, Automobilindustrie, mobile Dienstleistung, Kundenorientierung



