Bedeutung unterschiedlicher Kulturen im Rahmen des internationalen Marketing
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Hilmar Müller
- Abgabedatum: Januar 1998
- Umfang: 146 Seiten
- Dateigröße: 8,3 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1435-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1435-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1435-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Müller, Hilmar Januar 1998: Bedeutung unterschiedlicher Kulturen im Rahmen des internationalen Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: internationales Marketing, unterschiedliche Kulturen
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Diplomarbeit von Hilmar Müller
Einleitung:
Schlagwörter wie Globalisierung, ‚global sourcing‘, ‚global village‘, Handelsliberalisierung und internationale Arbeitsteilung begegnen uns immer häufiger in den verschiedensten Medien. Die letzten Jahrzehnte waren durch eine ausgesprochene Dynamik der Außenhandelsverflechtung sowie durch Veränderungen in der Weltpolitik geprägt. Die Erweiterung der EG (= Europäische Gemeinschaft) auf zuletzt 15 Mitgliedstaaten sowie ihr Ausbau zur EU (= Europäische Union) mit der Realisierung eines europäischen Binnenmarktes (seit dem 1. Januar 1993), die Bildung von Freihandelszonen in Nord- und Südamerika in Form der NAFTA (= North American Free Trade Association) und des MERCOSUR (= Mercado Común del Como Sur) bzw. die wirtschaftliche Kooperation von asiatischen Staaten in der ASEAN (= Association of South-East-Asian Nations), aber auch die Weiterentwicklung des bisherigen Zoll- und Handelsabkommens GATT (= General Agreement on Tariffs and Trade) zur Welthandelsorganisation WTO (= World Trade Organization) stellen Markpunkte in dieser Entwicklung dar. Darüber hinaus bildet der Umbruch in den mittel- und osteuropäischen Staaten durch den Transformationsprozeß ebenso automatisch eine neue Perspektive. Dies hat eine veränderte Problemsituation für das Internationale Marketing (= IM) zur Folge, denn die "Entwicklung zur Internationalisierung der Aktivitäten von Unternehmen trifft mit der grundsätzlichen Marketingorientierung von Unternehmen zusammen, die sich im Zusammenhang der Herausbildung von Käufermärkten und der Marktsättigung in wichtigen Marktsegmenten in der Mehrzahl der Industrieländer herausgebildet hat". Die Internationalisierung zeigt sich auch im alltäglichen Leben. Jedem ist eine Fülle an ausländischen Marken bekannt, wie Toyota, Chanel, Benetton, Coca-Cola oder McDonalds, die in ihrem Bekanntheitsgrad gegenüber inländischen Marken, z.B. Boss, Mercedes-Benz, '4711', in nichts nachstehen, ja sogar diese nicht selten darin übertreffen. Ein weiteres Indiz für die zunehmende internationale Verflechtung ist das gestiegene Interesse an kultureller Vielfalt im Lebensmittelbereich, wie die steigende Nachfrage nach "Ethnic Food".
Marketing ist in der heutigen Zeit nicht mehr ausschließlich von einer markt- und wettbewerbsbezogenen Denkweise geprägt, vielmehr spielt in zunehmendem Maße auch eine gesellschaftsbezogene Orientierung eine wesentliche Rolle. Gerade auf internationalem Terrain ist man mit den unterschiedlichsten Gesellschaften konfrontiert, deren Kulturen sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. schon deshalb ist Marketing kulturgebunden!
Die Einsicht, daß soziokulturelle Einflüsse als zentrale und kritische Determinanten des Marketingverhaltens anzusehen sind, setzte sich jedoch erst im Laufe der letzten Jahren durch. Daraus folgend ist es unerläßlich, die verschiedenartigsten und vielschichtigen kulturellen Umwelten eingehend zu studieren, um ein erfolgreiches IM betreiben zu können. Angesichts der wachsenden Bedeutung des gesellschaftspolitischen Aspekts soll in der folgenden Arbeit das IM aus einer kulturellen Perspektive beleuchtet werden. Es wird ein breiter Überblick über die Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Kulturen und dem IM gegeben. Dabei wird ein eklektischer Ansatz verfolgt, da nur diejenigen Bereiche des IM näher betrachtet werden, die durch einen größeren kulturellen Einfluß gekennzeichnet sind. Nach der Abhandlung der Grundlagen des IM, der Kultur an sich und deren Verknüpfung im allgemeinen, wird im Hauptteil die Bedeutung kulturspezifischer Einflüsse auf die internationale Marketingpolitik untersucht. Hierbei werden systematisch die einzelnen Instrumente des IM-Mixes unter die Lupe genommen und untersucht, inwieweit diese auf kulturelle Besonderheiten abgestimmt werden müssen oder ob eine Standardisierung möglich ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| A. | Einleitung | 1 |
| B. | Grundlagen | 2 |
| I. | Internationales Marketing | 2 |
| 1. | Wesen und Besonderheiten des Internationalen Marketing | 2 |
| 2. | Formen des internationalen Marketing bzw. Orientierungssysteme internationaler Unternehmenstätigkeit | 3 |
| II. | Kultur - ein multidimensionales Konstrukt | 4 |
| 1. | Kultur: Definitionen und Charakteristika | 4 |
| 2. | Kultur und ihre Elemente | 5 |
| 3. | Ebenen der Kultur | 7 |
| 4. | Ansatz der Operationalisierung von Kultur nach Hofstede | 7 |
| 5. | Kultur und Nationalität: ein Synonym? | 7 |
| 6. | Kulturelle Dynamik oder wie sich Gesellschaften wandeln | 8 |
| 7. | Der Einfluß von Kultur auf den Denkprozeß / auf Verhaltensmuster | 10 |
| III. | Die Beziehung zwischen Kultur und Internationalem Marketing: Kultur als zentrale Determinante des internationelen Marketing | 11 |
| 1. | Kultur und internationales Marketing: eine interdependente Beziehung? | 11 |
| 2. | Der Einfluß von Kultur auf das Verbraucherverhalten: Gibt es ein kulturübergreifendes Verbraucherverhalten? | 12 |
| 3. | Der Einfluß von Kultur auf die internationale Marktforschung: Notwendigkeit einer kulturübergreifenden Marktforschung | 14 |
| a) | Soziokulturelle Einflüsse auf die internationale Marktforschung | 14 |
| b) | Zwei unterschiedliche Marktforschungsansätze im kulturellen Umfeld | 16 |
| c) | Das Problemfeld der Äquivalenz bei der kulturübergreifendenMarktforschung | 16 |
| 4. | Der Einfluß von Kultur auf die Kommunikation: Sprache als Grundlage von Kultur und Kommunikation | 17 |
| a) | Die Bedeutung des Sinnzusammenhangs für die verbale Kommunikation | 18 |
| b) | Nonverbale Kommunikation | 18 |
| C. | Die Ausgestaltung der Instrumente des Marketing-Mixes im interkulturellen Umfeld | 20 |
| I. | Produkt- und Servicepolitik im interkulturellen Umfeld | 20 |
| 1. | Die Attribute des Produkts | 20 |
| 2. | Ein zentrales Entscheidungsdilemma in der internationalen Produkt- und Servicepolitik: Differenzierung vs. Standardisierung | 20 |
| a) | Die kulturell bedingte Differenzierung der physischen Produktcharakteristika | 22 |
| b) | Die kulturell bedingte Differenzierung der Dienstleistungsattribute | 23 |
| c) | Die kulturell bedingte Differenzierung der symbolischen Produktattribute | 23 |
| d) | Der Einfluß von Marken- und Länderimages auf die Produkt- und Servicepolitik im interkulturellen Umfeld | 24 |
| e) | Der kulturelle Einfluß auf die internationale Markenpolitik: nationale, internationale und globale Marken | 26 |
| II. | Preispolitik im interkulturellen Umfeld | 28 |
| 1. | Besonderheiten und Probleme der internationalen Preispolitik | 28 |
| 2. | Der kulturelle Einfluß auf die Determinanten der internationalen Preispolitik | 29 |
| a) | Unternehmensexterne Determinanten | 29 |
| b) | Unternehmensinterne Determinanten der internationalen Preispolitik | 33 |
| 3. | Weitere kulturelle Einflüsse auf die internationale Preisgestaltung | 33 |
| a) | Bargaining (Feilschen) und Preisverhandlungen | 33 |
| b) | Der Preis als Bewertungsmaßstab des Konsumenten | 34 |
| c) | Bestechung, Korruption, Schmiergeld, "persönliche Zuwendungen", "baksheesh", "Mordidas" etc.: andere Länder andere Sitten? | 35 |
| 4. | Ein preispolitisches Dilemma: Differenzierung vs. Standardisierung | 36 |
| III. | Distributionspolitik im interkulturellen Umfeld | 37 |
| 1. | Die kulturelle Dimension von Distributionssystemen am Beispiel Japans | 37 |
| a) | Grundlegende Fakten über Japan und sein Distributionssystem | 37 |
| b) | Charakteristika des japanischen Distributionssystems | 38 |
| c) | Die Philosophie des japanischen keiretsu-Systems | 39 |
| 2. | Ein Überblick der kulturellen Einflüsse auf die Distribution – Die Distribution als kultureller Filter | 41 |
| 3. | Der kulturelle Einfluß auf das Distributionsmanagement: Kommunikation, Steuerung, Kontrolle und Konfliktmanagement | 42 |
| 4. | Ein distributionspolitisches Dilemma: Standardisierung vs. Differenzierung | 43 |
| IV. | Kommunikationspolitik im interkulturellen Umfeld | 44 |
| 1. | Die kulturelle Abhängigkeit von Marketingkommunikation | 44 |
| 2. | Der kulturelle Einfluß auf die internationale Werbepolitik | 44 |
| a) | Der Einfluß von Kultur auf die Einstellung gegenüber Werbung | 45 |
| b) | Der Einfluß von Kultur auf die Werbegestaltung | 46 |
| c) | Der kulturelle Einfluß auf die Mediaselektion | 50 |
| d) | Der kulturelle Einfluß auf die Zielgruppenbildung in der internationalen Werbung | 52 |
| 3. | Der kulturelle Einfluß auf die internationale Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) | 52 |
| 4. | Der kulturelle Einfluß auf die internationale Sales Promotion (Verkaufsförderung) | 55 |
| 5. | Der kulturelle Einfluß auf den persönlichen Verkauf im Rahmen der internationalen Direct Communications | 55 |
| 6. | Ein zentrales Entscheidungsdilemma in der internationalen Kommunikationspolitik: Standardisierung vs. Differenzierung | 57 |
| D. | Schlußbetrachtung | 58 |
| Anhang | 60 | |
| Literaturverzeichnis | 118 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832414351
Arbeit zitieren:
Müller, Hilmar Januar 1998: Bedeutung unterschiedlicher Kulturen im Rahmen des internationalen Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
internationales Marketing, unterschiedliche Kulturen



