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Zur Bedeutung der spanischen Integration in Europa für die verschiedenen Nationalismen Spaniens

Zur Bedeutung der spanischen Integration in Europa für die verschiedenen Nationalismen Spaniens
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Eva Knoche
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 656,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Bielefeld Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7849-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7849-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7849-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Knoche, Eva Januar 2003: Zur Bedeutung der spanischen Integration in Europa für die verschiedenen Nationalismen Spaniens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Staatenlose Nationalismen, Baskenland, Katalonien, Europapolitik, EU

Magisterarbeit von Eva Knoche

Einleitung:

Spanien ist heute ein plurinationaler Staat, in dem sich verschiedene Gruppen der Gesellschaft einer anderen Nation zugehörig fühlen als der spanischen. Die Koexistenz der verschiedener Nationalismen trat zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich zum Vorschein und führte im Verlauf des Jahrhunderts zu zahlreichen Konflikten. Diese Problematik wird unter dem Namen der so genannten „nationalen Frage“, der cuestión nacional zusammengefasst: Der Frage nach dem nationalen Charakter des spanischen Staates, nach der Anerkennung der verschiedenen Nationen und nationalen Identitäten und der politischen Lösung ihrer Koexistenz. In Spanien gibt es drei starke Nationalismen ohne Staat: Den katalanischen, den baskischen und den galizischen. Daneben existieren einige schwächere und instabilere Nationalismen und regionalistische Bewegungen (wie z.B. in Andalusien), die jedoch, im Gegensatz zu den oben genannten Nationalismen, die spanische Nation in ihrer substanziellen Definition nicht in Frage stellen.

Die „nationale Frage“ Spaniens und die Ideen und Handlungsweisen der verschiedenen Nationalismen wurden vor allem während des letzten Jahrhunderts durch die europäische Realität und die europäischen Ideen mit beeinflusst. Dabei wurde Europa mit unterschiedlichen Ideen und Zielen assoziiert. Nachdem die Diktatur Francos über lange Jahre die Integration Spaniens in das neu entstehende Europa blockierte, war einer der ersten Schritte der Demokratie, diese Integration in die Wege zu leiten, die sich 1986 vollzog.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Bedeutung die Integration Spaniens in die Europäische Gemeinschaft (EG) für die verschiedenen spanischen Nationalismen besaß, und welchen Einfluss die Europäisierung des Landes und der Prozess der europäischen Integration insgesamt auf die Nationalismen und die cuestión nacional hatte. Als die spanischen Nationalismen werden hierbei alle Nationalismen betrachtet, die sich seit dem 19. Jahrhundert innerhalb des spanischen Staates entwickelten. Diese unterteilen sich in den spanischen Nationalismus und in die zu diesem alternativen Nationalismen und unterscheiden sich vor allem darin, dass der erste die fundamentale legitimierende Unterstützung eines Staates besitzt, die den alternativen Nationalismen fehlt. Untersucht werden im Folgenden der spanische Nationalismus sowie der katalanische und baskische Nationalismus. Der galizische Nationalismus wird in die Untersuchung nicht eingeschlossen, obwohl auch er sich im 19. Jahrhundert entwickelte. Die Gründe hierfür liegen zum einen in dem begrenzten Umfang der Arbeit, zum anderen aber auch darin, dass sich der galizische Nationalismus über lange Zeit schwächer als die beiden anderen Nationalismen entwickelte. Zudem sind gerade der katalanische und der baskische Nationalismus hinsichtlich der Fragestellung interessant, da sich in ihrer Entwicklung zwar einige Parallelen finden lassen, sie im europäischen Kontext jedoch nach der Integration in die EG unterschiedliche Strategien verfolgten.

Den eigentlichen Ausgangspunkt für die Untersuchungen stellen die Jahre der spanischen Transición, des politischen Übergangs von der Diktatur zur Demokratie dar, während der Spanien sein Beitrittsgesuch zur EG einreichte. Die konfliktreiche Existenz der verschiedenen Nationalismen sowie auch der Einfluss Europas auf die spanischen Nationalismen, ihre Ideen und Ziele bestanden jedoch schon weitaus früher. Da beide Aspekte die aktuellen Entwicklungen entscheidend bedingten, werden im ersten Kapitel der Arbeit die Entstehung und Entwicklung der verschiedenen Nationalismen im 19. und 20. Jahrhundert, das Auftreten der „nationalen Frage“ und die Versuche, diese zu lösen, beschrieben. Im zweiten Kapitel wird die Beziehung zwischen Spanien und Europa und die Haltung der verschiedenen Nationalismen zu Europa bis zum Beitritt Spaniens zur EG betrachtet. Im letzten Teil der Arbeit wird untersucht, wie sich die verschiedenen Nationalismen seit dem Beitritt Spaniens zur EG gegenüber Europa verhielten, und welche Bedeutung die spanische Integration in die Gemeinschaft in diesem Zusammenhang gewann. Dabei wird in einem ersten Teil betrachtet, welche Auswirkungen und Folgen die auf den Beitritt folgende Europäisierung Spaniens und auch der fortschreitende Prozess der europäischen Konstruktion für die nationalen Probleme Spaniens mit sich brachte. In den folgenden Teilen wird untersucht, wie die unter-schiedlichen Nationalismen mit der neuen Situation umgingen, indem ihre Handlungen und ihre Politik auf europäischer Ebene betrachtet werden. In der Untersuchung der alternativen Nationalismen wird hier vor allem auf den katalanischen Nationalismus ausführlicher eingegangen, da die Literatur hinsichtlich der Auswirkungen der europäischen Integration auf Katalonien, seiner Europapolitik und seiner Aktivitäten in Europa weitaus größer ist als die für das Baskenland. Zudem würde eine ausführliche Untersuchungen der baskischen Politik, die sich auch aufgrund der größeren Gespaltenheit des Nationalismus als weitaus komplexer zeigt als die katalanische, den Rahmen der Arbeit überschreiten.

Das Hauptaugenmerk der Forschung zu den spanischen Nationalismen lag bis Mitte der 1990er Jahre auf den peripheren Nationalismen. Besonders nach 1975 entstand eine Vielzahl von Untersuchungen, die sich mit den alternativen nationalen und regionalen Identitäten innerhalb des spanischen Staates und ihrer Geschichte beschäftigten, und die intensive Forschung in diesem Bereich hielt bis heute an. Studien zu dem spanischen Nationalismus an sich entstanden dagegen erst in den letzten Jahren. Dies lässt sich zum einen daraus erklären, dass die Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg bis Mitte der 60er Jahre das Thema des Nationalismus an sich eher nebensächlich behandelte. Zum anderen wurde in Spanien eine Untersuchung des spanischen Nationalismus, der während der Diktatur in den Dienst des Staates gestellt worden und über Jahrzehnte vom Regime propagiert worden war, und der mit den anti-demokratischen Tendenzen assoziiert wurde, in den ersten Jahren, die der Diktatur Francos folgten, vermieden. Erst Mitte der 90er Jahre, als der Nationalismus an sich als ein bedeutendes politisches Phänomen wieder zum Vorschein trat und in diesem Zusammenhang zu einem wichtigen Thema der wissenschaftlichen Forschung wurde, schlossen die entstehenden Studien auch den spanischen Nationalismus ein.

In Hinblick auf die Bedeutung der Integration Spaniens in Europa für die unter-schiedlichen Nationalismen und ihre Haltung zu Europa, gibt es bislang wenig Untersuchungen. Dies ist selbstverständlich, bedenkt man, dass sich die europäische Integration vor allem auf den wirtschaftlichen Bereich beschränkte. Erst in den letzten Jahren, in denen die Frage nach einer weiterreichenden Integration Europas und nach der Entstehung einer europäischen Identität und Kultur an zunehmender Beachtung gewannen, und in denen nationalistische Bestrebungen wieder deutlicher in Europa zum Vorschein traten, widmete sich die Forschung zunehmend der Beziehung der europäischen Nationalismen zu und ihrem Verhalten in Europa. Zudem entstanden im Zusammenhang mit den Regionalisierungstendenzen, die sich ab Ende 80er Jahre in Europa zeigten, verschiedene Studien zu den Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die europäischen Regionen und damit auch auf die staatenlosen Nationalismen.

Die einzigen Studien im Rahmen meiner Literaturrecherche, die sich explizit mit dem Thema der spanischen Nationalismen in Europa beschäftigen, stellen der Beitrag von Justo G. Beramendi „Los Nacionalismos Hispánicos y Europa. 1975-2000.” zum „Colloquium Europa Mundi” in Santiago de Compostela aus dem Jahr 2000 dar, der den Einfluss der europäischen Realität und des Prozesses der Bildung der Europäischen Union (EU) auf die spanischen Nationalismen ausführlich untersucht, und der Artikel von Joan Botella „Las Españas en Europa”, der die Auswirkungen der spanischen Integration in die EG und der seitdem stattfindenden Entwicklungen Europas auf die spanischen Nationalismen betrachtet.

Um die Bedeutung der spanischen Integration für die unterschiedlichen Nationalismen und ihre Haltung zu Europa festzumachen, wird im letzten Kapitel der Arbeit deswegen vor allem auf die Europapolitik Spaniens, Kataloniens und des Baskenlands, und auf ihre Aktivitäten in Europa eingegangen. Die Untersuchungen zum spanischen Nationalismus basieren dabei zu großen Teilen auf den Beiträgen zu Spanien im Jahrbuch der Europäischen Integration, das – einmal jährlich erscheinend – ein Kapitel der Europapolitik der einzelnen Mitgliedstaaten der EU widmet und die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen aufführt. In Hinblick auf die alternativen Nationalismen wird aufgrund der Literaturlage vor allem die katalanische Europapolitik und die Aktivitäten Kataloniens in Europa betrachtet, da es zum Baskenland kaum entsprechende Untersuchungen gibt. Um die aktuelle Politik und Haltung der verschiedenen politischen Akteure darzustellen, werden zudem die Wahlprogramme der großen Parteien (der PP und der PSOE für den spanischen, der CiU für den katalanischen und der PNV für den baskischen Nationalismus) für die letzten allgemeinen Wahlen, die 2000 in Spanien stattfanden, in die Betrachtung mit einbezogen.

Zusammenfassung:

Die Koexistenz verschiedener Nationalismen (betrachtet werden der spanische Nationalismus sowie die alternativen Nationalismen in Katalonien und dem Baskenland) und die sich daraus ergebenden Fragen nach dem nationalen Charakter des spanischen Staates, der Anerkennung der einzelnen nationalen Identitäten und der politischen Lösung ihres Zusammenlebens haben im Verlauf des 20. Jahrhunderts in Spanien zu zahlreichen Konflikten geführt. Nachdem einer der ersten Schritte der jungen Demokratie nach 1975 darin bestand, die Integration Spaniens in die EG in die Wege zu leiten, zeichnete sich die Problematik der nationalen Pluralität im europäischen Zusammenhang neu ab. Der Beitritt Spaniens in die EG, die Europäisierung des Landes sowie der Prozess der europäischen Integration an sich brachten im Folgenden sowohl im innerstaatlichen Kontext als auch auf EU-Ebene eine Veränderung der Machtverhätnisse und Einflussmöglichkeiten für die verschiedenen Nationalismen mit sich. Sie weckten so die Hoffnungen auf (und die Befürchtungen vor) einem größeren Einfluss und einer verstärkten Repräsentanz der einzelnen nationalen Identitäten und auf eine Veränderung der bestehenden politischen Strukturen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Die spanischen Nationalismen: Entstehung, Entwicklung und Konflikte 5
2.1 Die Entstehung und Entwicklung der spanischen Nationalismen im 19. Jahrhundert 6
2.2 Die spanischen Nationalismen im 20. Jahrhundert: Das Auftreten und die Entwicklung der „nationalen Frage“ bis zum Ende der Diktatur Francos 15
2.3 Die spanische Transición, die Verfassung von 1978 und der Staat der Autonomien 19
3. „España el problema, Europa la solución?“: Spanien, die unterschiedlichen Nationalismen und Europa bis zum spanischen Beitritt zur EG 27
3.1 Die Haltung der spanischen Nationalismen zu Europa bis Franco 28
3.2 Von der erneuten Annäherung Spaniens an Europa bis zum Ende der Diktatur Francos 33
3.3 „[L‘ Europe:] C’est un long chemin. Mais c’est un bon chemin pour l’e avenir de España“: Beitrittsverhandlungen und Beitritt zur EG 37
4. Europa – der spanische Zentralstaat – die Autonomen Gemeinschaften: Die spanischen Nationalismen in der EG/ EU 44
4.1 Die Veränderung der Machtverhältnisse und Einflussmöglichkeiten der spanischen Nationalismen als Folge der Integration in Europa 46
4.1.1 Die europäische Ebene 46
4.1.2 Der innerstaatliche Kontext 52
4.2 „Spaniens Traum hat einen Namen: Er wird Wirklichkeit in der Konstruktion des vereinten Europas.“ Der spanische Nationalismus seit dem EG-Beitritt 57
4.3 „La entrada en la Comunidad Europea es como volver a casa.“ Der katalanische und baskische Nationalismus in der EG/ EU 72
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 85
6. Bibliographie 92

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Konzept der „Region“ umfasst in der europäischen Regionalpolitik verschiedenste territoriale Einheiten (in Bezug auf die Größe, Kompetenzen, die Akzentuierung der Identitäten etc.): „European Regional Policy […] lumps together the state-like German federal länder, economic regions, autonomous decentralized territories, and stateless nations, and sometimes adds municipal bodies.“ Nagel: The stateless nations of western Europe, S. 545. S. auch Botella, S. 84. Im Folgenden wird der Begriff ohne Anführungszeichen verwendet. Zu den Angaben und zur Regionalpolitik der EG/ EU Nagel, ebd., S. 545555; Jeffery, ebd., S. 204. 161 Die Reform der Strukturfonds erhöhte in erster Linie jedoch die Macht der Kommission, und die Kontakte zwischen dieser und den Regionen blieben häufig informal. Hierzu und zur EEA Nagel, ebd. S. 547f./ 554; Nagel: The „Europe of the Regions“, S. 50f. 162 Diese Debatte entstand nach Maastricht vor allem im Zusammenhang mit dem Prinzip der Subsidiarität und der Frage nach seiner Bedeutung für die europäischen Regionen. Jeffery, ebd. 163 Jeffery, ebd. S. auch ebd., S. 204/ 210; John Loughlin: Representing Regions in Europe: The Committee of the Regions, in: Charlie Jeffery: The regional dimension of the European Union, S. 147-165, hier S. 147; Nagel: The „Europe of the Regions“, S. 49. [...]

Zusammenhang eröffneten sich ihnen neue Handlungsspielräume auf europäischer Ebene.160 Zwei Ereignisse waren dabei von besonderer Bedeutung: Einerseits die Einsetzung der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) 1988, die der Gemeinschaft zum ersten Mal ausdrücklich eine Zuständigkeit in der Regionalpolitik zusprach und die Grundlage für die Reformen der europäischen Strukturfonds schuf. Diese ermöglichte den Beitrag der Regionen bei der Formulierung und Einsetzung der durch die Fonds finanzierten Programme und vervielfältigten so die Kontakte zwischen der Europäischen Kommission und den Regionen.161 Das zweite bedeutende Ereignis war der Vertrag von Maastricht 1992, der das Komitee der Regionen (KdR) einsetzte, den Ministerrat unter bestimmten Voraussetzungen für regionale Vertreter öffnete und die Debatte über die Bedeutung subnationaler Regierungseinheiten verstärkte.162 Auf diese Ereignisse hin wurde in den 90er Jahre mit neuer Intensität über die Rolle der Regionen und anderer subnationaler Autoritäten im Prozess der europäischen Integration diskutiert. Es entstanden Konzepte wie das des Europa der Regionen oder das der Dritten Ebene des europäischen Regierungssystems, die eine Neugewichtung der Verantwortungsbereiche innerhalb der Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene forderten: [...]

4.1. Die Veränderung der Machtverhältnisse und Einflussmöglichkeiten der spanischen Nationalismen als Folge der Integration in Europa 4.1.1. Die europäische Ebene Die Integration Spaniens in Europa und die mit ihr einhergehenden Veränderungen der Machtverhältnisse, Kompetenzbereiche und Einflussmöglichkeiten brachten für die verschiedenen spanischen Nationalismen neue Möglichkeiten und Probleme mit sich. Für die nationale Regierung bedeutete sie zunächst die teilweise Übertragung der Souveränität, autonomer Entscheidungsgewalt und politischer Kompetenzen des spanischen Staates auf die Organe der EG/ EU, die durch Mitentscheidungsbefugnissen im Europäischen Rat kompensiert wurde.157 Gleichzeitig vollzog sich eine Übertragung von Kompetenzen auf die regionale Ebene, die – abgesehen von dem Prozess der innerstaatlichen Dezentralisierung – auch durch die Entwicklungen in der Regionalpolitik der EG/ EU bedingt war. Der Zentralstaat sah sich so der möglichen „Gefahr“ ausgesetzt, dass die Autonomen Gemeinschaften im Rahmen der europäischen Integration an Macht und Einfluss gewannen.158 Die Europäisierung ermöglichte jedoch auch eine indirekte Verschiebung der Strukturen innerstaatlicher Autorität zu Gunsten des Zentralstaates: Die Zentralregierung konnte über den Transfer von Kompetenzen des eigenen und des subnationalen Autoritätsbereichs entscheiden und über die Ausübung dieser Kompetenzen im europäischen Ministerrat beraten, ohne die innerstaatliche Verteilung der Autorität zu beachten. So erhielt sie Zugang zu exklusiven regionalen Kompetenzbereichen, die im innerstaatlichem Bereich außerhalb ihres Einflussbereiches lagen.159 Für die alternativen Nationalismen boten die Institutionen der EG/ EU neue Zugangspunkte zu den europäischen Politikprozessen und neue Einflussmöglichkeiten, die sie unabhängig von und sogar gegen die Interessen der nationalen Regierung nutzen konnten. Zudem begann ab dem Ende der 1980er Jahre eine Entwicklung der „Regionalisierung“ Europas: Die Regionalpolitik der EG gewann an zunehmender Bedeutung, den europäischen „Regionen“ wurde eine größere Beachtung geschenkt, und in diesem [...]

Arbeit zitieren:
Knoche, Eva Januar 2003: Zur Bedeutung der spanischen Integration in Europa für die verschiedenen Nationalismen Spaniens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Staatenlose Nationalismen, Baskenland, Katalonien, Europapolitik, EU

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