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Die Bedeutung interkultueller Kompetenz im multinationalen Konzern

Die Bedeutung interkultueller Kompetenz im multinationalen Konzern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dana Ulitzsch
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 877,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Euro-Business-College Jena Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4373-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4373-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4373-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ulitzsch, Dana Mai 2001: Die Bedeutung interkultueller Kompetenz im multinationalen Konzern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, Kulturdimension, Kulturmanagement, Training

Diplomarbeit von Dana Ulitzsch

Einleitung:

Länder- und Kulturunterschiede werden auch in der Unternehmenspraxis immer stärker wahrgenommen und thematisiert. Die Anlässe dafür sind vielfältig: Unternehmen treten in interkulturellen Verhandlungen auf, gründen ausländische Niederlassungen oder entsenden Mitarbeiter ins Ausland. Grenzüberschreitende Unternehmensübernahmen und Konzernfusionen führen oftmals zu Integrationsproblemen, wenn sich Strukturen, Wertvorstellungen und Handlungsorientierungen nur schwer vereinbaren lassen.

Joint Ventures mit einem ausländischen Partnerunternehmen erfordern einen Kooperationsmodus, der die kulturelle Eigenart des anderen weitgehend akzeptiert und dennoch eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit und Abstimmung bietet. Unter den Bedingungen ökonomischer Globalisierung sehen sich Wirtschaftsorganisationen zunehmend aufgefordert, Strategien zu entwickeln, die die kulturellen Unterschiede berücksichtigen und interkulturelle Kompetenz als eine Schlüsselqualifikation verankern. Ein multinationaler Konzern wird nur dann erfolgreich sein, wenn sich seine Mitarbeiter dieser Herausforderung bewußt sind und an deren Umsetzung arbeiten.

Da die Bedeutung interkultureller Kompetenz erst in den letzten 10 bis 15 Jahren hervorgehoben und tiefergehend untersucht wurde, vernachlässigen und unterschätzen leider noch viele Unternehmen diesen „weichen Faktor“ im Geschäftsalltag. Gegenwärtig werden an deutschen Hochschulen immer neue Lehrstühle zum Interkulturellen Management und der Interkulturellen Wirtschaftskommunikation eingerichtet, die dieser Entwicklung Rechnung tragen soll. In dieser Arbeit geht es darum, die möglichen Problemfelder und Chancen der interkulturellen Dimension ökonomischer Aktivitäten auszuleuchten. Dabei sollen zunächst theoretische Grundlagen vermittelt und diese dann auf praktische Situationen übertragen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
1. Einführung 4
2. Begriffe 4
3. Eigene versus fremde Kultur - Theoretische Grundlagen 7
3.1 Kulturdimensionen nach Hofstede 7
3.1.1 Machtdistanz 7
3.1.2 Unsicherheitsvermeidung 8
3.1.3 Individualismus und Kollektivismus 8
3.1.4 Maskulinität und Femininität 8
3.1.5 Konfuzianische Dynamik 9
3.1.6 Wirtschaftliche Bedeutung 9
3.2 Kulturansatz nach Hall 9
3.2.1 Kultur und Zeit 10
3.2.2 Kultur und Raum 10
3.2.3 Kultur und Kontext 11
3.2.4 Kritik 11
3.3 Kulturstransferstrategie nach Perlmutter 12
3.3.1 Ethnozentrische Orientierung 12
3.3.2 Polyzentrische Orientierung 12
3.3.3 Regiozentrische Orientierung 12
3.3.4 Geozentrische Orientierung 13
3.4 Kulturanpassungsansatz nach Scholz 13
3.4.1 Monokulturstrategie 13
3.4.2 Multikulturstrategie 13
3.4.3 Mischkulturstrategie 14
4. Interkulturelle Kommunikation 14
4.1 Was ist interkulturelle Kommunikation? 14
4.2 Schwierigkeiten bei der interkulturellen Kommunikation 14
4.2.1 Kultureller Einfluß 14
4.2.2 Stereotypen und Vorurteile 15
4.2.3 Sprachprobleme 15
4.2.4 Kommunikative Fähigkeiten 16
4.2.5 Non-verbale Schwierigkeiten 16
4.3 Lösungsansätze für Kommunikationsschwierigkeiten 17
4.3.1 Interkulturelle Kompetenz 17
4.3.2 Toleranz 17
4.3.3 Selbstverständnis 17
4.3.4 Verbale und non-verbale Fähigkeiten 18
4.4 Internationale Geschäftskulturen 18
4.4.1 Japan 18
4.4.2 China 20
4.4.3 USA 21
4.4.4 Mexiko 22
4.4.5 Spanien 23
4.4.6 Frankreich 23
4.4.7 Großbritannien 24
4.4.8 Deutschland 25
5. Interkulturelle Kompetenz durch Training 26
5.1 Geschichte und Verbreitung 26
5.2 Teilnehmerkreis 28
5.3 Ziel: Interkulturelle Kompetenz 28
5.4 Methoden interkulturellen Trainings 30
5.4.1 Erfahrungsorientierte-kulturunspezifische Methoden 31
5.4.2 Erfahrungsorientierte-kulturspezifische Methoden 32
5.4.3 Didaktisch-kulturunspezifische Methoden 33
5.4.4 Didaktisch-kulturspezifische Methoden 34
5.5 Qualitätskriterien für Anbieter 35
5.6 Beispiel „Interact“ - Uni Jena 36
6. Kulturmanagement in der internationalen Begegnung 37
6.1 Verhandlungen 37
6.2 Internationale Teams 40
6.3 Auslandsentsendung von Mitarbeitern 43
6.4 Joint Ventures 47
6.5 Fusionen 48
7. Frauen im interkulturellen Management 52
8. Perspektiven der Interkulturellen Managements 54
Anhang 55

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.4.4 Didaktisch-kulturspezifische Methoden Diese Methoden sind zur Zeit am weitesten verbreitet. Sprachkenntnisse z. B. werden als eine Grundvoraussetzung für den Auslandsaufenthalt angesehen. Aber auch Informationsveranstaltungen über die wesentlichen Umweltbedingungen des jeweiligen Landes und der Culture-Assimilator gehören dazu. Sprachunterricht kann in der Landes- und/oder der Unterrichts-/Arbeitssprache erfolgen. Fremdsprachen sind unverzichtbar sowohl für die Verständigung während der Geschäftssituationen als auch für die Alltagskommunikation. Zu den Informationsveranstaltungen über die wesentlichen Umweltbedingungen gehören das area-studies-program, cultural-briefing und environmental-briefing. Hier werden im Vorlesungsstil vor allem landeskundliche Informationen vermittelt. Es werden Informationen über Geographie, Geschichte, politische und wirtschaftliche Situation, Infrastruktur, Einreiseformalitäten, Studien- und Arbeitsmöglichkeiten sowie über Arbeitsbedingungen gegeben. Wenn auf kulturelle Unterschiede zwischen der Heimatkultur und der Fremdkultur eingegangen wird, werden häufig nur Tips und Tricks für den Umgang mit Einheimischen gegeben. Dabei werden Stereotypen vermittelt. Landeskundliche Informationen können einerseits einen guten Einstieg geben, um sich tiefgehender mit einem Land zu [...]

kannt sind, ermöglicht dies eine gewisse Orientierung über besonders wahrscheinliche interkulturelle Konfliktfelder zwischen den betrachteten Ländern, wenn man die Implikationen dieser Modelle verstanden hat. Das Cultural Self-Awareness- Modell "... baut auf der Prämisse auf, daß ein Individuum nur dann erfolgreich sein kann, wenn es seine eigenen kulturellen Annahmen, Werte und Verhaltensweisen kennt, und arbeitet mit Videofilmen, die in Gruppen angesehen und bearbeitet werden".64 Dabei werden die Teilnehmer mit den Eigenheiten der eigenen Kultur konfrontiert. Der Nachteil von didaktischen Methoden allgemein liegt in der Art ihrer Vermittlung. Durch den Vorlesungsstil wird viel Zeit benötigt, und das Gehörte muß nachgearbeitet werden. Dadurch kann die Motivation zum Lernen der Inhalte leiden. Das erlangte Wissen erscheint außerdem zunächst etwas unpraktikabel, da seine Anwendung schwer nachvollziehbar ist. [...]

nen durchgespielt werden können, in die der Trainingsteilnehmer gerade dort geraten kann. Dies ist besonders bei kulturspezifischen Rollenspielen möglich. Andere Methoden sind Sensitivity Trainings, Field Experiences und Fallstudien. Bei Sensitivity Trainings müssen "... sich ethnisch gemischte Gruppen mit Gefühlen und Vorurteilen der jeweils anderen auseinandersetzen ...".63 In Gesprächen sollen die kulturellen Hintergründe und Verhaltensweisen von den jeweiligen Kulturmitgliedern selbst erklärt und von den anderen verstanden werden. Dadurch ist diese Trainingsmethode nur dann möglich, wenn geeignete Trainingspartner zur Verfügung stehen. Empfehlenswert ist sie aber vor allem bei langen Auslandsaufenthalten und für das Training interkultureller Teams. Bei Field Experiences besteht die Vorbereitung auf den Auslandaufenthalt darin, eine gewisse Zeit (z. B. eine Woche) allein in einer fremden Kultur leben zu müssen. Vorteilhaft (vor allem in finanzieller Hinsicht) ist es, wenn dies in Subkulturen im eigenen Land möglich ist. Das Lösen von Fallstudien ist eher eine Methode, die für die Vorbereitung von Business Expatriates Verwendung findet. Der besondere Vorteil der erfahrungsorientierten-kulturspezifischen Methoden ist, daß daraus Handlungsempfehlungen für den Aufenthalt des Mitarbeiters im Ausland gegeben werden bzw. abzuleiten sind. Dadurch sind diese Methoden praktikabler, da das Gelernte direkt anwendbar ist. Vorsicht ist dennoch geboten, weil die Trainingsteilnehmer somit Stereotype über die Fremdkultur lernen. Gleichzeitig muß vermittelt werden, daß Stereotype niemals individuelles Verhalten beschreiben, sondern die Norm des Verhaltens von Angehörigen einer bestimmten Gruppe. [...]

Arbeit zitieren:
Ulitzsch, Dana Mai 2001: Die Bedeutung interkultueller Kompetenz im multinationalen Konzern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, Kulturdimension, Kulturmanagement, Training

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