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Die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Rahmen der Personalentwicklung und die konkrete Weiterbildungssituation in den Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns anhand einer empirischen Studie

Die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Rahmen der Personalentwicklung und die konkrete Weiterbildungssituation in den Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns anhand einer empirischen Studie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Danny Hill
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 951,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Stralsund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5571-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5571-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5571-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hill, Danny Mai 2002: Die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Rahmen der Personalentwicklung und die konkrete Weiterbildungssituation in den Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns anhand einer empirischen Studie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Weiterbildungsbedarf, Weiterbildungssituation

Diplomarbeit von Danny Hill

Einleitung:

Der Faktor Mensch bekommt in den Unternehmen eine immer größere Bedeutung. Gründe dafür sind der sich immer schneller vollziehende technische und strukturelle Wandel sowie eine zunehmende Öffnung der Märkte und somit einer verschärften Konkurrenzsituation. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, ist es erforderlich nicht nur die Produktionsfaktoren optimal zu koordinieren und den neuen Gegebenheiten anzupassen, sondern vor allem sind auch die Mitarbeiter auf die Veränderungsprozesse einzustellen. In großen Unternehmen wird dies in der Regel systematisch in Form von Weiterbildung betrieben. Auf Grund der Tatsache, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern (im Folgenden kurz: M-V), abgesehen von der Werftindustrie, strukturell von kleinen und mittleren Betrieben geprägt ist und diese im starken Maße, wenn überhaupt, bei der Weiterbildung nur ad-hoc und unsystematisch vorgehen, erfolgt in einer Vielzahl von Unternehmen nicht die erforderliche Entwicklung des Personals. Um diesen Wettbewerbsnachteil in den Unternehmen zu verringern, muss über neue Konzepte nachgedacht werden.

Diese Arbeit verfolgt 2 Ziele. Zum einen gilt es zu verdeutlichen, dass erfolgreiche Weiterbildung zu managen ist. Dabei soll nicht nur die Notwendigkeit von Weiterbildungsmaßnahmen aufgezeigt, sondern vor allem mögliche Instrumente und Methoden zur Bedarfs- und Potentialermittlung diskutiert werden.

Zum anderen wird anhand einer empirischen Studie der aktuelle Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns erhoben und geprüft, inwieweit der Einsatz von Weiterbildung schon praktiziert wird. Die Ergebnisse bieten den Unternehmen die Möglichkeit, ihren eigenen Stand mit denen des Durchschnitts zu vergleichen und eventuelle Schlüsse daraus zu ziehen.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Die Bedeutung der Mitarbeiterbeteiligung und der betrieblichen Weiterbildung als Instrumente des Personalmanagements zur Unternehmensentwicklung und -sicherung unter besonderer Berücksichtigung des Führungskräftebedarfs von Klein- und Mittelbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern“ an der Fachhochschule Stralsund.

In diesem Zusammenhang erstellte ich in Zusammenarbeit mit der Studentin Anja Stickel und mehreren Rücksprachen mit den Professoren Dr. Zdrowomyslaw und Dr. Mertens einen Fragebogen zur Ermittlung der Weiterbildungssituation in M-V (insbesondere Nordvorpommern). Dieser wurde Ende 2001 teils nach telefonischer Absprache an Firmen versandt, die grundsätzlich bereit waren, diesen auszufüllen.

Um den theoretischen Rahmen für die empirische Analyse zu gewährleisten, wurde im gleichen Zuge Literatur des Bereichs Weiterbildung und Mitarbeiterbeteiligung recherchiert und gesichtet. Dies erfolgte zum größten Teil mit dem Medium Internet, wobei Bücher durch die Bibliothek der Fachhochschule bestellt wurden. Sie dienen als Grundlage für die theoretischen Abhandlungen sowie der empirischen Auswertung.

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit ist sowohl theoretisch als auch empirisch aufgebaut. Der erste Bereich befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, die benötigt werden, um die komplexe Thematik und Wichtigkeit der Weiterbildung zu verstehen. Im zweiten Teilbereich der Arbeit werden die Besonderheiten von Unternehmen in M-V im Bezug auf vorhandene Rahmendaten aufgezeigt und die Auswertung der Fragebögen dargelegt.

In den ersten 4 Kapiteln wird der theoretische Rahmen gelegt und die Literaturdiskussion aufbereitet. Nach einer Abgrenzung des Begriffes und der Einordnung in die Personalentwicklung in Kapitel 2 erfolgt eine allgemeine Beschreibung der Rahmenbedingungen für betriebliche Weiterbildung in Kapitel 3. Das Kapitel 4 befasst sich mit dem Bildungsmanagement, insbesondere werden Methoden und Instrumente erörtert, die der Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs und der Potentiale dienen.

Der zweite Teilbereich zeigt die strukturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten in Mecklenburg-Vorpommern auf. In Kapitel 5 werden die allgemeinen Rahmenbedin-gungen des Landes erörtert. Danach folgt im Kapitel 6 die empirische Auswertung der Fragebögen und Diskussion der Ergebnisse. Den Abschluss der Arbeit bildet Kapitel 7 mit einem Ausblick auf die Möglichkeiten im regionalen Weiterbildungsmarkt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 1
1.3 Methodisches Vorgehen 2
1.4 Aufbau der Arbeit 3
2. Abgrenzung des Begriffs „Weiterbildung“ 4
2.1 Personalentwicklung im Unternehmen 4
2.2 Betriebliche Weiterbildung im Rahmen der Personalentwicklung 5
2.3 Schnittstellen zwischen Unternehmenskultur, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung 6
3. Rahmenbedingungen der betrieblichen Weiterbildung 8
3.1 Historischer Abriss der Weiterbildung in Unternehmen 8
3.2 Aktuelle Ziele und Funktionen der Weiterbildung 10
3.2.1 Erwerb von Handlungskompetenzen 11
3.2.2 Weiterbildung als Investition in Humankapital 14
3.3 Beteiligte Interessengruppen an der Weiterbildung 15
3.4 Möglicher Rechtsanspruch auf Weiterbildung 17
3.5 Wichtige Determinanten von Weiterbildungsberatung 19
4. Der Bildungsmanagementprozess 21
4.1 Bedarfsanalyse und Potentialbeurteilung als Ausgangspunkt für Weiterbildungsmaßnahmen 22
4.1.1 Notwendigkeit der Bestimmung des Bedarfs und des Potentials 22
4.1.2 Überblick der Methoden und Instrumente zur Bestimmung des Bedarfs und des Potentials 25
4.1.2.1 Stellenbeschreibung 28
4.1.2.2 Anforderungsprofil 29
4.1.2.3 Zielvereinbarungen 30
4.1.2.4 Nachfolgeplanung 32
4.1.2.5 Entwicklungs- und Laufbahnplanung (Karriereplanung) 33
4.1.2.6 Unterlagen über die Mitarbeiterqualifikation. 34
4.1.2.7 Beobachtung 35
4.1.2.8 Befragung 38
4.1.2.9 Mitarbeiterbeurteilung 40
4.1.2.10 Mitarbeitergespräche 42
4.2 Zentrale Aspekte der Bildungsplanung und -durchführung 43
4.3 Erfolgsbeurteilung mittels Qualitätsmanagement, Bildungscontrolling und Evaluation 48
5. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Gruppierung der Weiterbildungsträger in Mecklenburg-Vorpommern 50
5.1 Volkswirtschaftliche Rahmendaten 50
5.2 Dominanz der KMU für die Wirtschaft in M-V 51
5.3 Die Bedeutung der KMU als Stätte betrieblicher Bildungsarbeit 52
5.4 Gruppierung der Weiterbildungsträger in MV 53
6. Analyse und Befragungsergebnisse zur Weiterbildungssituation in den Unternehmen in MV 54
6.1 Grundsätze der Marktforschung 54
6.2 Besonderheiten in der Personalforschung 56
6.3 Ziele der eigenen Untersuchung 57
6.4 Methode und Durchführung der eigenen Untersuchung 57
6.5 Hypothesen zu den Ergebnissen 58
6.6 Ergebnisse der Untersuchung 59
6.6.1 Allgemeine Ergebnisse 59
6.6.2 Notwendigkeit und Einsatz von Weiterbildungsmaßnahmen 63
6.6.3 Kosten und Budgetierung von Weiterbildungsmaßnahmen 64
6.6.4 Anwendung von Instrumenten zur Bedarfsermittlung und Potentialbeurteilung 67
6.6.4.1 Stellenbeschreibungen mit Anforderungsprofilen 67
6.6.4.2 Mitarbeitergespräche inklusive Leistungsbeurteilung und Entwicklungsmöglichkeiten 68
6.6.4.3 Nachfolgeregelung 70
6.6.5 Zentrale Kompetenzdefizite der Mitarbeiter aus Sicht der Unternehmensführung 71
6.6.6 Präferenzen für Bildungsträger 74
6.6.7 Zusammenhänge zwischen Weiterbildungsmaßnahmen und der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen 77
6.7 Ergebnisse im Überblick 81
7. Ausblick und Schlussfolgerungen für die Zukunft des regionalen Weiterbildungsmarktes 82
7.1 Möglichkeiten der Personalentwicklung im Verbund 83
7.2 Empfehlungen für eine externe Bildungsberatung 85
7.3 Thesen und Perspektiven für M-V vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 86
Literaturverzeichnis 88
Anhang: Fragebogen 93
Eidesstattliche Erklärung 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

Arbeitssituationen in ihrer voraussichtlich neuen Stelle simuliert, wo dann das Verhalten darauf bewertet wird. Folgende Vorraussetzungen sollten dabei beachtet werden: ein AC kann zwischen einigen Stunden und auch einer Woche betragen, bis zu 12 Teilnehmer können teilnehmen, 4 bis 6 Beobachter sind möglich (diese sollten selbst ausreichend trainiert und vorurteilsfrei sein), die Anforderungen an die Teilnehmer sollten genau definiert sein, um auf deren Grundlage die Übungen aufzubauen, im Vorfeld, also schon mit der Einladung zu einem AC, sollten die Teilnehmer über das Ausmaß und Folgen der Teilnahme informiert werden und die Ziele und Ablauf sollten am Beginn vermittelt werden. Während der dann stattfindenden Übungen sollten die Beobachter für eine faire Beurteilung zwischen den Teilnehmern wechseln. Gemeinsam können sie im Anschluss dann ein Urteil bilden. Die Ergebnisse, hier Stärken und Schwächen, werden jedem Teilnehmer in einem Gespräch vermittelt. Dabei können schon die künftige Entwicklung des Kandidaten im Unternehmen und notwendige Bildungsmaßnahmen besprochen werden. Den Abschluss bildet ein Gutachten, welches das Stärken113 114 115 [...]

Führungs- und Führungsnachwuchskräften, da es einen hohen Arbeits- und auch Zeitaufwand mit sich bringt.113 Trotz dieses Aufwandes wird es momentan, nach einer Befragung der Technischen Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Assesment Center e.V. in 281 deutschsprachigen Unternehmen, von der Hälfte der Unternehmen verwendet, wobei die anderen Alternativen einsetzen. Immerhin 53 % dieser Unternehmen schätzen ein, dass der Einsatz von Assesment Centern in den letzen 5 Jahren bei ihnen zunahm und 35 % sahen einen Gleichstand. Nur 11% verbuchten einen Rückgang.114 Eine Definition für das Assesment Center geben Maess/Franke: „Das Assesment Center bestimmt den aktuellen Leistungsstand und das latent vorhandene Leistungspotential auf der Grundlage wissenschaftlich erarbeiteter Beziehungen zwischen menschlichen Eigenschaften und Verhalten einerseits und organisatorischen Anforderungen andererseits. Es misst objektivierbar das Verhalten in typischen Arbeitssituationen.“115 Innerhalb einer Laborsituation werden die für die Teilnehmer künftigen [...]

Beobachtungen bringen das Problem mit sich, dass sie nur anforderungsinduzierte Bedarfe ermitteln können, also nur das was sichtbar ist. Daher ist eine Anwendung nur in Verbindung mit anderen Instrumenten zu empfehlen. Es lassen sich zwei folgende Arten der Beobachtung unterscheiden: Bei einem wenig bekannten Untersuchungsgegenstand, der nur grob beobachtet werden soll, wird die unsystematische Beobachtung angewendet. Diese erfolgt auch häufig unbewusst, da innerhalb eines Unternehmens das Beobachten des Geschäftsbetriebes und der Mitarbeiter durch den Vorgesetzten im regelmäßigen Tagesgeschehen verankert ist. Im Gegensatz dazu steht die systematische Beobachtung. Hier werden Untersuchungsgegenstand und Rahmenbedingungen schon im Vorfeld genau festgelegt.112 Besonders in der Ermittlung des Qualifikationsstandes der Mitarbeiter, z.B. auch durch externe Berater, sollte der Augenmerk auf die systematischen Beobachtungen gelegt werden. Beispielhaft soll für systematische Beobachtungen das in der Praxis etablierte Assesment Center (im Folgenden kurz: AC) etwas näher beschrieben werden. Das Assesment Center (auch Beurteilungs-, Auswahl-, PE-Seminar genannt), nimmt in der Personalentwicklung eine immer stärkere Rolle ein und stellt mittlerweile ein „Standardinstrument“ dar. Anwendung findet es in der Praxis allerdings meist nur bei [...]

Arbeit zitieren:
Hill, Danny Mai 2002: Die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Rahmen der Personalentwicklung und die konkrete Weiterbildungssituation in den Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns anhand einer empirischen Studie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Weiterbildungsbedarf, Weiterbildungssituation

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