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Die Bedeutung des Venture Managements für die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen

Die Bedeutung des Venture Managements für die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralph Laauser
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 3,2 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6892-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6892-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6892-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Laauser, Ralph April 2003: Die Bedeutung des Venture Managements für die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Innovation, Innovationstätigkeit, Mittelstand, Product Champion

Diplomarbeit von Ralph Laauser

Zusammenfassung:

Kleine und mittlere Unternehmen sehen sich genauso wie auch Großunternehmen einem hohen Konkurrenz- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Zur Erhaltung und Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit kommt der Innovationsfähigkeit der Unternehmen eine hohe Bedeutung zu. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Voraussetzungen einer erfolgreichen Innovationstätigkeit unter Berücksichtigung der Phasen im Innovationsprozess erläutert. Dabei wird auf die innerbetrieblichen Widerstände und Hemmnisse eingegangen, die während des Innovationsprozess auftreten können.

Anschließend wird der Fokus auf die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen und deren spezielle Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Innovationsmanagement gerichtet. Im Anschluss daran werden die verschiedenen Formen des internen und externen Venture Managements vorgestellt. Durch die Symbioseeffekte zwischen der Muttergesellschaft auf der einen und der Gründereinheit auf der anderen Seite können unterschiedliche Zielrichtungen verfolgt werden. Da die Entwicklungspotenziale der Gründereinheit sehr positiv für die Innovationstätigkeit sind, wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, ob das Venture Management als besondere Organisationsform für die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen dienen kann. Dazu wurde eine empirische Untersuchung bei kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg durchgeführt. Da aus der Befragung hervorgeht, dass bei diesen Unternehmen z.T. erhebliche Innovationswiderstände und -hemmnisse bestehen, kann mithilfe des Venture Managements durchaus ein Beitrag zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit geleistet werden. Es ist jedoch offensichtlich, dass der Bekanntheitsgrad und v.a. die bisherige Verwendung des Venture Managements zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sehr verbreitet ist.

Inhaltsverzeichnis:

Zusammenfassung I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Die Bedeutung der Innovationsfähigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen 3
2.1 Innovationsbegriff und Innovationsarten 3
2.2 Eigenschaften von Innovationen 6
2.3 Der Innovationsprozess und das Produktlebenszyklusmodell 8
2.3.1 Ideengenerierung 9
2.3.2 Ideenakzeptierung 9
2.3.3 Ideenrealisierung 10
2.3.4 Die Rolle der Promotoren im Innovationsprozess 11
2.4 Das Innovationsmanagement 12
2.4.1 Begriff und Aufgaben des Innovationsmanagements 12
2.4.2 Gründe für das Management von Innovationen 13
2.5 Determinanten der Innovationstätigkeit im Unternehmen 14
2.5.1 Systematisierung der Innovationshemmnisse 14
2.5.2 Ansatzpunkte zur Entwicklung einer innovationsbewussten Unternehmung 15
3. Die Innovationstätigkeit mittelständischer Unternehmen 19
3.1 Begriff und Abgrenzungsmerkmale mittelständischer Unternehmen zu Großunternehmen 19
3.1.1 Qualitative Abgrenzungskriterien 19
3.1.2 Quantitative Abgrenzungskriterien 20
3.2 Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung mittelständischer Unternehmen 21
3.3 Charakterisierung der Innovationstätigkeit in mittelständischen Unternehmen 23
3.3.1 Vorteile mittelständischer Unternehmen gegenüber Großunternehmen 23
3.3.2 Besondere Problematik der Innovationstätigkeit in mittelständischen Unternehmen 24
3.4 Hypothesen zu den Innovationshemmnissen 27
4. Venture Management als besondere Organisationsform für Innovationsvorhaben 28
4.1 Begriff und Grundansatz des Venture Managements 28
4.1.1 Begriff und Zielsetzung des Venture Managements 28
4.1.2 Konzeptioneller Gedanke des Venture Managements 29
4.2 Gestaltungsoptionen des Venture Managements 31
4.2.1 Kriterien zur Systematisierung verschiedener Formen 31
4.2.2 Merkmale und Formen des internen Venture Managements 32
4.2.3 Merkmale und Formen des externen Venture Managements 33
4.3 Einflussgrößen des Venture Managements 35
4.4 Problemfelder bei der Umsetzung des Venture Managements 35
4.5 Hypothesen zum Einsatz des Venture Managements im Mittelstand 37
5. Empirische Untersuchung 38
5.1 Hintergrund und Zielsetzung der Befragung 38
5.2 Zur Methodik der Befragung 38
5.3 Empirische Ergebnisse 38
5.3.1 Branchenverteilung und Unternehmensgrößen 38
5.3.2 Produktprogramm 40
5.3.3 Innovationsverhalten und Innovationsaktivitäten 43
5.3.4 Innovationsbewusstsein und Innovationsmanagement 48
5.3.5 Innovationswiderstände 55
5.3.6 Innovationshemmnisse 57
5.3.7 Venture Management 64
6. Schlussbemerkungen 71
Anhang 73
Literaturverzeichnis 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Wahl der jeweils richtigen Form des Venture Managements hängt zunächst von der verfolgten Unternehmensstrategie der Muttergesellschaft ab.185 Werden Venture Management Aktivitäten mit der Absicht verfolgt, Chancen in der Unternehmensumwelt zu nutzen, bieten sich die Formen an, bei denen eine geringe Beziehungsintensität und institutionelle Einbindung gegenüber der Muttergesellschaft bestehen. Bei diesen Formen steht die Technologie- und Neuproduktverfolgung im Vordergrund. Geht es aber hingegen eher um Diversifikationsbemühungen der Muttergesellschaft, ist die organisatorische Selbständigkeit nur gering ausgeprägt. Wird hingegen die Strategie einer Absatzmarktdurchdringung, d.h. ein Größenwachstum der Muttergesellschaft verfolgt, wird eine enge institutionelle Bindung bevorzugt. Das Wachstum wird durch eine spätere Akquisition der Gründungseinheit erreicht. Daneben können Strategien der Managementakquisition bzw. der Verhinderung von Managementfluktuation bei den Venture Management Aktivitäten eine Rolle spielen. Weitere Ziele können die Beseitigung von Schwächen und der Abbau negativer Entwicklungspotenziale der Muttergesellschaft sein. Die jeweiligen Formen des Venture Managements sind in unterschiedlicher Weise für die Verfolgung der entsprechenden Ziele der Muttergesellschaft geeignet. Daher muss im Einzelfall abgewogen werden, welche Ziele im Vordergrund stehen und dann eine entsprechende Form gewählt werden. Als weitere Einflussgröße für die Wahl der richtigen Venture Management Form kann das Entwicklungsstadium der Gründungseinheit dienen. In den Phasen der Planung und der Gründung sind die Formen des internen Venture Managements von großer Bedeutung. Außer dem Venture Nurturing spielen die Formen des externen Venture Managements erst in der Gründungsphase eine Rolle. Das Corporate Venture Capital hingegen erstreckt sich bis zur Wachstumsphase der Gründungseinheit. In Abhängigkeit der verfolgten Strategie der Muttergesellschaft und der Phase im Lebenszyklus der Gründungseinheit muss eine passende Form des Venture Managements gewählt werden, wobei gerade die externen Formen für die Innovationsverfolgung geeignet sind. Während der Umsetzung der jeweiligen Venture Management Aktivitäten können jedoch auch Probleme auftreten, auf die im nächsten Kapitel eingegangen werden. [...]

im Vergleich zu traditionellen Venture Capital Gesellschaften besteht in der unterschiedlichen Zielsetzung.178 Während bei traditionellen Venture Capital Gesellschaften die Kapitalwertzuwächse der Beteiligungen im Vordergrund des Interesses stehen, besteht das primäre Interesse des Corporate Venture Capital in der Verfolgung technologischer Ziele. Ein weiteres Merkmal des Corporate Venture Capital ist der geringe Integrationsgrad der Gründereinheit. Da die Muttergesellschaft an der Verfolgung strategischer Ziele interessiert ist, bleibt die Selbständigkeit und Entscheidungsfreiheit der Gründungseinheit bei dieser Form des Venture Managements in hohem Maße erhalten.179 Das Venture Nurturing ist durch eine aktive Betreuungsfunktion der Muttergesellschaft gekennzeichnet.180 Neben der Bereitstellung finanzieller Mittel besteht für die Gründungseinheit die Möglichkeit Ressourcen der Muttergesellschaft zu nutzen. Es besteht eine sehr intensive Zusammenarbeit zwischen Muttergesellschaft und Gründungseinheit. Die mit Venture Nurturing verfolgten Ziele sind die Sicherstellung der Wachstumsziele und Diversifikationsstrategien wie auch die Nutzung neuer Technologien und Produkte.181 Üblicherweise werden Mehrheitsbeteiligungen eingegangen, da bei einer erfolgreichen Entwicklung des Gründungsunternehmens eine Akquisition angestrebt wird. Als Spin-off wird eine ehemalige Abteilung oder ein Unternehmensteil bezeichnet, der von der Muttergesellschaft ausgegliedert bzw. verselbständigt wurde.182 Diese Teileinheit, die üblicherweise aus qualifizierten Wissenschaftlern besteht, verselbständigt sich, um Innovationen zur Marktreife zu bringen.183 Typisch für diese Form des externen Venture Managements ist das Eingehen von Minderheitsbeteiligungen, wobei als Beteiligungsform Sacheinlagen miteingebracht werden.184 Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass ein bereits vorhandener Teil der Muttergesellschaft abgebaut werden soll. Wesentlicher Unterschied zu anderen Venture Management Aktivitäten ist das mit diesem Konzept verfolgte Ziel der Aufbesserung des Unternehmensimages. Qualifizierten Mitarbeitern können auf diese Weise bessere Entwicklungsmöglichkeiten und entsprechende Freiräume geboten werden. In diesem Kapitel wurden die unterschiedlichen Konzepte des Venture Managements wurden vorgestellt. Die Wahl einer speziellen Form ist im Einzelfall zu entscheiden und von mehreren Einflussgrößen abhängig, die im folgenden Kapital angesprochen werden. [...]

Abbild der Muttergesellschaft handelt.168 Das Venture Team kann dabei auf die Serviceleistungen wie das Vertriebssystem der Muttergesellschaft zugreifen. Beim Venture Team besteht ein relativ hoher Integrationsgrad und ein aktives Entscheidungsverhalten der Muttergesellschaft. Ähnlich dem Product Champion Konzept verspricht man sich vom Venture Team Konzept ebenfalls neue Impulse für die Muttergesellschaft.169 4.2.3 Merkmale und Formen des externen Venture Managements Bei den Formen des externen Venture Managements handelt es sich bei den Gründungseinheiten um rechtlich selbständige Unternehmen.170 Die Muttergesellschaft ist an Gründungseinheiten beteiligt, die außerhalb der Muttergesellschaft entstehen oder entstanden sind.171 Mit der rechtlichen Selbständigkeit der Gründungseinheiten ist ein höheres Maß an Entscheidungs- und Handlungsfreiheit verbunden. Als Formen des externen Venture Managements können Corporate Venture Capital, Venture Nurturing, Spinoffs, Joint Ventures und Venture Merging & Melding unterschieden werden. Da Joint Ventures und Ventures Merging & Melding Kooperationsformen darstellen, die nicht auf die Zusammenarbeit von Einheiten unterschiedlicher Reifegrade beschränkt sind, wird auf eine Darstellung verzichtet. Beim Corporate Venture Capital handelt es sich um eine Beteiligungsfinanzierung an einem neu gegründeten Unternehmen, das mit diesen Mitteln die teilweise erheblichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zu finanzieren versucht.172 Die Bereitstellung von Beteiligungskapital erfolgt normalerweise in Form einer Minderheitsbeteiligung. Als Akteure treten typischerweise Industrieunternehmen in Erscheinung, um Kapital zur Verfügung zu stellen.173 Die Art der Kapitalbereitstellung kann direkt von der Muttergesellschaft an die Gründereinheit erfolgen oder indirekt über unabhängige Fonds.174 Beim direkten Corporate Venture Capital tritt anstelle der Muttergesellschaft eine eigens gegründete Venture Capital Gesellschaft auf, in der alle Venture Capital Aktivitäten gebündelt werden.175 Neben diesen beiden Organisationsformen gibt es noch das interne Corporate Venture Capital, bei dem die Investitionen direkt vom Unternehmen vorgenommen werden. Neben der finanziellen Unterstützung kann die Gründungseinheit weitere Leistungen, wie z.B. Beratungsleistungen, Hilfe in den Funktionsbereichen oder die Nutzung der Vertriebskanäle der Muttergesellschaft in Anspruch nehmen.176 Gleichzeitig erhält die Muttergesellschaft entsprechende Informations-, Kontroll- und Mitspracherechte.177 Der Hauptunterschied des Corporate Venture Capital [...]

Arbeit zitieren:
Laauser, Ralph April 2003: Die Bedeutung des Venture Managements für die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Innovation, Innovationstätigkeit, Mittelstand, Product Champion

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