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Bedeutung und Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen

Bedeutung und Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Kerstin Dopatka
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 5,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4789-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4789-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4789-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dopatka, Kerstin Juli 2001: Bedeutung und Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Public Relations, Medienarbeit, NRO, NGO, Non Governmental Organisation

Magisterarbeit von Kerstin Dopatka

Gang der Untersuchung:

In der folgenden Arbeit sollen die Bedeutung und die Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen untersucht werden. Die Untersuchung wird dabei in drei grundsätzlichen Schritten vorgenommen: a) ein theoretischer Teil über Nichtregierungsorganisationen, ihre Definition und Bedeutung in der heutigen Gesellschaft, sowie über den Begriff der Öffentlichkeit und der Öffentlichkeitsarbeit, b) ein analytischer Teil, der sich mit dem Umgang mit der Öffentlichkeit, also der Öffentlichkeitsarbeit auf Seiten der Nichtregierungsorganisationen beschäftigt, c) einer Analyse dessen, ob theoretische und von Seiten der Organisationen selbst gestellte Ansprüche mit der tatsächlichen Arbeit übereinstimmen, wo Probleme und Grauzonen liegen und wie und ob diese gegebenenfalls gelöst werden können.

Der zweite Teil wird dabei sowohl empirisch, als auch inhaltlich untersucht werden. Zu diesem Zweck habe ich sechs Organisationen aus zum Teil unterschiedlichen Arbeitsgebieten und von unterschiedlichen Größen ausgewählt, die über dementsprechend unterschiedliche Mittel und Kapazitäten verfügen: amnesty international, das Deutsche Rote Kreuz, die Gesellschaft für bedrohte Völker, Greenpeace, die Indianerhilfe Paraguay und terre des hommes. Als Untersuchungsmaterialien dienten hierbei zum einen jegliche Art von Eigenpublikationen (Magazine, Selbstdarstellungen, Broschüren, Satzungen, etc.) sowie Untersuchungen von Medienbeiträgen zu bestimmten Themen / Organisationen. Außerdem war das Internet ein wichtiger Faktor bei der Beschaffung und Sichtung weiterer Informationen.

Zusätzlich zu den bereits genannten Quellen habe ich versucht, mittels Interviews mit und Fragebögen an die entsprechenden Verantwortlichen der deutschen Organisationszentralen, weitere Arbeitsweisen und Problemfelder der Organisationen zu erforschen, wobei ich bereits zu Beginn auf erste Probleme traf. Nahezu alle Organisationen wiesen auf mangelnde Kapazitäten hin, was sich darin auswirkte, daß sie bestenfalls bereit waren, telefonische Interviews durchzuführen. Greenpeace erklärte umgehend, daß sie weder in der Lage seien, Interviews zu geben, noch einen individuellen Fragebogen auszufüllen. Sie boten ihre Hilfe aber insofern an, als daß sie sehr ausführliche Informationsmaterialien zur Verfügung stellten und zumindest Einzelfragen beantworteten. Andere Organisationen, wie das Deutsche Rote Kreuz benötigten insgesamt fünf Monate und ein regelmäßiges Nachhaken, ehe sie meinen Fragebogen beantworteten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hingegen erklärte sich zu einem ausführlichen Telefoninterview bereit, das sehr aufschlußreiche Ergebnisse bot.

Diese doch stark unterschiedliche Kooperationsbereitschaft führte letztendlich dazu, daß einige der Fragen nach wie vor offen geblieben sind, ich werde an den entsprechenden Stellen darauf hinweisen. Einige Punkte, wie etwa die Evaluation medialer Beiträge, konnten nur exemplarisch untersucht werden. Eine vollständige Auswertung aller Medien ist nahezu unmöglich und würde den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen. Die Anzahl an lokalen, regionalen und überregionalen Printmedien, TV- und Radiosendern ist zu breit gefächert und sehr unüberschaubar. Der Versuch herauszufinden, wer zu welchem Zeitpunkt über welche Organisation berichtete, kann daher nur auf einzelne Medien angewendet werden. Auch die Organisationen selbst und die entsprechenden Medienvertreter sahen sich dazu größtenteils nicht in der Lage. Selbst wissenschaftliche Statistiken stehen diesbezüglich nicht zur Verfügung oder beschränken sich ebenfalls auf eine Auswahl an Periodika oder Sendern.

Im Hinblick auf das Veranstaltungs- und Aktionswesen stellte sich das Problem (und hiermit spreche ich in Grundzügen bereits eines der generellen Probleme in der Öffentlichkeitsarbeit von Nichtregierungsorganisationen an), daß die Organisationszentralen zwar Auskunft über die von ihnen geplanten und durchgeführten Aktivitäten darstellen konnten, sie aber gleichzeitig in einem sehr großen Umfang auf die Arbeit ehrenamtlicher Mitglieder in Orts- und Regionalgruppen aufbauen, deren Aktivitäten sie jedoch nicht immer kontrollieren oder dokumentieren. Das gesamte Spektrum ist daher umfangreicher, als die Beispiele, die von den Organisationen aufgezeigt werden und auch hier läßt sich etwa die Anzahl der Veranstaltungen nicht genau nachvollziehen. In der aktuellen Literatur ist der Bereich des Direktkontakts und Veranstaltungswesens (von Nichtregierungsorganisationen) nahezu komplett ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt meiner Untersuchungen lagen keine wissenschaftlichen oder theoretischen Abhandlungen zu diesem Gebiet vor, aus diesem Grunde fußt dieser Teil nahezu ausschließlich auf meinen eigenen Betrachtungen und Untersuchungen der Organisationen.

Letztendlich werden verschiedene Strategien und Motivationen der Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt werden, mit deren Hilfe die Organisationen ihre unterschiedlichen Ziele verfolgen. Dabei wird sowohl die Frage der Effektivität dieser Vorgehensweise, als auch die Frage der eigentlichen Intentionen angesprochen werden, so daß im letzten Schritt die tatsächliche Bedeutung, die Möglichkeiten, aber auch die Art und Weise des Einsatzes von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen geklärt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen 6
Verzeichnis der Abkürzungen 7
I. Einleitung 8
II. Theoretische Erläuterungen zu Nichtregierungsorganisationen, Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit 11
1. Nichtregierungsorganisationen (NRO) - Definition, gesellschaftliche Zusammenhänge und Strukturen 11
1.1 Bestimmung des Begriffs der Nichtregierungsorganisation 11
1.2 Gesellschaftliche Gründe für Nichtregierungsorganisationen 15
1.3 Tendenzen in der Entwicklung von Nichtregierungsorganisationen 17
1.4 Die Beziehung zwischen NRO und Staat in der BRD 19
1.5 Ehrenamtlichkeit in Nichtregierungsorganisationen 22
2. Der Begriff der Öffentlichkeit 22
2.1 Die Konsistenz einer Öffentlichkeit 23
2.2 Kommunikationssysteme und Zielfunktionen der öffentlichen Kommunikation 24
2.2.1 Die Bedeutung der einzelnen Öffentlichkeitselemente 26
2.2.1.1 Die Rolle der Massenmedien 26
2.2.1.2 Die Rolle des Publikums 27
2.2.1.3 Die Rolle der Sprecher 28
2.3 Kommunikationsmodelle 28
3. Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations 29
3.1 Funktionsweise öffentlicher Zusammenhänge / Die Entstehung von Public Relations 29
3.2 Definition und Konzept der Öffentlichkeitsarbeit 30
3.3 PR-Modelle 32
3.4 Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit 33
3.5 Ziele und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit 34
3.6 Die Bedeutung der Massenmedien 37
3.7 Medienarbeit 39
3.7.1 Kontakterstellung mit Medienvertretern 39
3.7.2 Formen und Möglichkeiten der Medienbeiträge 41
3.8 Das Internet in der Öffentlichkeitsarbeit 42
3.9 Öffentlichkeitsarbeit im Direktkontakt mit dem Publikum 43
III. Öffentlichkeitsarbeit und Nichtregierungsorganisationen 45
1. Überblick über die sechs untersuchten Nichtregierungsorganisationen 46
1.1 Organisationsinhalte / Organisationsaufgaben / Organisationsziele 48
1.1.1 amnesty international 48
1.1.2 Gesellschaft für bedrohte Völker 49
1.1.3 Deutsches Rotes Kreuz 49
1.1.4 Indianerhilfe Paraguay 49
1.1.5 Greenpeace 50
1.1.6 terre des hommes 50
1.2 Unterscheidung der Organisationstypen 50
2. Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit in den untersuchten Nichtregierungsorganisationen 52
3. Ziele der Öffentlichkeitsarbeit von Nichtregierungsorganisationen 53
4. Probleme der Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen 55
5. Der Stellenwert von Öffentlichkeitsarbeit bei Nichtregierungsorganisationen 59
5.1 Einnahmen /Ausgaben für ÖA 62
6. Strategien und Arbeitsweisen in der Öffentlichkeitsarbeit der Nichtregierungsorganisationen 64
6.1 Die Beziehung zwischen NRO und Medien 67
6.2 Analyse der Medienarbeit der sechs untersuchten Organisationen 68
6.2.1 Pressemitteilungen 68
6.2.2 Medienpräsenz in Funk und Fernsehen 72
6.2.3 Medienpräsenz in den Printmedien 78
6.2.4 Nichtregierungsorganisationen im Internet 81
6.3 Zusammenfassung der Medienarbeit 82
7. Betrachtung der Eigenpublikationen der Nichtregierungsorganisationen 83
7.1 Beispiel einer Mitgliederzeitung: Das ai-Journal 86
7.1.1 Beurteilung des ai-Journals 88
7.2 Zusammenfassung der Eigenpublikationen 90
8. Nichtregierungsorganisationen im Direktkontakt 91
8.1 Untersuchung der aktionsorientierten Öffentlichkeitsarbeit des Direktkontakts 91
8.2 Zusammenfassung des Direktkontakts 94
9. Dachverbände und Öffentlichkeitsarbeit 95
10. Öffentlichkeitsbezogene Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen 98
11. Ergebnisse der Öffentlichkeitsarbeit in den untersuchten Nichtregierungsorganisationen 99
IV. Abschlußbetrachtung 103
Literaturverzeichnis 109
Anhang / Liste der Kontaktpersonen und Gesprächspartner 114

Arbeit zitieren:
Dopatka, Kerstin Juli 2001: Bedeutung und Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit in Nichtregierungsorganisationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Public Relations, Medienarbeit, NRO, NGO, Non Governmental Organisation

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