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Die Bedeutung einer Liquiditätsplanung und -steuerung für mittelständische Unternehmen

Im Hinblick auf eine langfristige Unternehmenssicherung

Die Bedeutung einer Liquiditätsplanung und -steuerung für mittelständische Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Yvonne Selbmann
  • Abgabedatum: August 1998
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 707,7 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1492-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1492-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1492-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Selbmann, Yvonne August 1998: Die Bedeutung einer Liquiditätsplanung und -steuerung für mittelständische Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Liquiditätsanalyse, Mittelstand, Liquiditätssteuerung

Diplomarbeit von Yvonne Selbmann

Einleitung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Notwendigkeit einer Liquiditätsplanung und -steuerung in ihrer Bedeutung für eine langfristige Unternehmenssicherung im Mittelstand darzulegen. Im Zusammenhang damit steht das Streben nach einer Verbesserung der Unternehmensführung, denn Zahlungsunfähigkeit, als Insolvenztatbestand, ist häufig die Folge von Schwachstellen in der betriebswirtschaftlichen Führung mittelständischer Unternehmen.

So fehlt es fast immer an einer betriebswirtschaftlichen Unternehmensplanung. Dadurch treten in vielen Fällen Verluste und vor allem Liquiditätsschwierigkeiten auf. Eine geringe Eigenkapitalausstattung sowie dadurch auftretende Finanzierungsprobleme belasten die Situation zusätzlich.

Die Insolvenzstatistiken sind geprägt von Unternehmen aus dem Mittelstand und haben bewiesen, daß diese Defizite im Management negative Konsequenzen für eine langfristige Unternehmenssicherung haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, gezielt Maßnahmen zu ergreifen, die eine Verbesserung der Führung kleiner und mittlerer Unternehmen ermöglichen.

Mit der Erstellung einer Liquiditätsanalyse und eines Liquiditätsplanes sind Vorteile verbunden, die die jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleisten und damit entscheidend zur Unternehmenssicherung beitragen können, denn die Zukunft des Wirtschaftsfaktors Mittelstand wird nicht allein von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt, sondern es müssen vielmehr die Chancen in einer qualifizierteren Unternehmensführung gesehen werden.

Deshalb liegt das Ziel dieser Arbeit darin, dem vom Alltag beanspruchten mittelständischen Unternehmer eine Führungshilfe an die Hand zu geben, um dadurch Unternehmenskrisen vorzubeugen und somit das Insolvenzrisiko abzuschwächen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Referat I
II. Vorwort II
III. Inhaltsverzeichnis III
IV. Abbildungsverzeichnis V
V. Tabellenverzeichnis VII
VI. Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Steigendes Insolvenzrisiko in der mittelständischen Wirtschaft 1
1.1 Ursachen für Unternehmenskrisen 3
1.2 Die Bedeutung der Eigenkapitalausstattung hinsichtlich der Liquiditätsproblematik 7
1.3 Liquidität - Voraussetzung für einen langfristigen Unternehmenserfolg 11
2. Unternehmenssicherung durch Früherkennung von Liquiditätsproblemen 14
2.1 Jahresabschlußanalyse - Instrument zur Unternehmensbeurteilung 14
2.1.1 Rechnungswesen als Informations- und Entscheidungsgrundlage 14
2.1.2 Kennzahlen als Informationsträger 20
2.1.3 Analyseziel Liquidität 23
2.2 Liquiditätsanalyse am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens 25
2.2.1 Einblick in die Entwicklung von Vermögen, Kapital und Ertrag 25
2.2.2 Liquiditätsanalyse mit Bestandsgrößen 34
2.2.3 Liquiditätsanalyse mit Stromgrößen 39
2.2.4 Zusammenfassende Beurteilung der Liquiditätssituation 46
2.3 Kritische Würdigung der Kennzahlen 47
2.4 Kennzahlencheckliste 49
3. Liquiditätssicherung als langfristiges Unternehmensziel 51
3.1 Finanz- und Liquiditätsplanung als zentrale Aufgaben des Liquiditätsmanagements 51
3.1.1 Ziele und Aufgaben 51
3.1.2 Instrumente zur Zielerreichung 54
3.1.3 Grundsätze der Liquiditätssicherung 57
3.2 Liquiditätsplan - Instrument zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit 60
3.2.1 Zielsetzung 60
3.2.2 Schritte einer Liquiditätsplanung und -steuerung 61
3.3 Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung 65
3.3.1 Interne Verbesserungsmöglichkeiten 65
3.3.2 Liquiditätssteuerung bei Unterliquidität 66
3.3.3 Liquiditätssteuerung bei Überliquidität 69
3.3.4 Checkliste Liquiditätssteuerungsmaßnahmen 70
3.4 Liquiditätsplanung und -steuerung am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens 71
3.4.1 Ermittlung der Planungsdaten 71
3.4.2 Planung der Debitoren und Kreditoren 76
3.4.3 Liquiditätsplanung und -steuerung 79
3.4.4 Liquiditätskontrolle 83
3.4.5 Ursachenanalyse und Plananpassung 84
4. Zusammenfassung und Ausblick 87
VII. Anlagenverzeichnis IX
VIII. Literaturverzeichnis XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.4 Kennzahlencheckliste Da in kleinen und mittleren Unternehmen die Anwendung und Auswertung der Daten meist dem Unternehmer selbst obliegt, ist die Erarbeitung einer Kennzahlencheckliste an Bedingungen geknüpft, um eine effiziente Anwendbarkeit in der Praxis zu ermöglichen. Unter diesem Gesichtspunkt ist insbesondere die Auswahl und Verwendung von aussagefähigen sowie störunanfälligen Kennzahlen anzustreben. Eine einfache und schnelle Ermittlung der Kennzahlen ist zu gewährleisten. Abbildung 30 stellt eine Kennzahlencheckliste beispielhaft dar. Die Checkliste enthält nur die aussagekräftigsten Kennzahlen. Die theoretischen Richtwerte für die einzelnen Kennzahlen sind der betriebswirtschaftlichen Literatur entnommen100 und sollten aus den bereits angesprochenen Gründen als Anhaltspunkt dienen. Die Aussagekraft der betriebsindividuell ermittelten Werte kann durch einen Vergleich mit Branchenkennzahlen, noch erhöht werden. Die Kennzahlencheckliste sieht eine Spalte dafür vor. Kennzahlen können auch als Steuerungsinstrument eingesetzt werden, indem Zielgrößen gebildet werden, die es zu erreichen gilt. Diese werden dann mittels Soll-Ist-Vergleich den tatsächlich eingetretenen Werten gegenübergestellt. Eine Kontrolle der Entwicklung der Kennzahlen sollte regelmäßig anhand der verfügbaren Unternehmensdaten erfolgen. Dadurch können negative Entwicklungen rechtzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden. [...]

Die Liquiditätsgrade stellen jedoch im Rahmen der Finanzanalyse eines Unternehmens wichtige Indikatoren dar.97 Eine Möglichkeit zur Verbesserung hinsichtlich des Liquiditätsausweises in der Bilanz besteht darin, eine genaue Aufspaltung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach ihren Restlaufzeiten vorzunehmen.98 Das gilt besonders für den Bestand an Forderungen, welcher zweifelhafte oder gar uneinbringliche Forderungen enthalten kann. Diese Forderungen können nicht zur Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten herangezogen werden, was vor allem bei der Bildung der Liquiditätsgrade und des Working Capital zu beachten ist. Um aus den vergangenheitsbezogenen Jahresabschlußdaten, Aussagen über die zukünftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens ableiten zu können, müssen die gemachten Erkenntnisse um weitere Informationen ergänzt werden. Folgende Informationen sind vor allem auch für die Entwicklung der Liquiditätssituation von besonderer Bedeutung: • die Anzahl und der Erfolg der Bewerbungen an Ausschreibungen • die Anzahl der erfolgreich abgegebenen Angebote • die Höhe des Auftragsbestandes • offene Vorbestellungen • die Auftragsreichweite • die Anzahl der Kundenanfragen • die erwartete Preisentwicklung sowie • die Höhe der Außenstände.99 Trotz Einschränkungen in der Beurteilungskraft der Kennzahlen hinsichtlich einer realistischen Darstellung der Unternehmenssituation für die Zukunft, ist die Bildung von Kennzahlen eine effiziente Methode, um prägnante Informationen schnell und übersichtlich zu erhalten. Dabei sind die Ergebnisse aus der Bildung von einigen, je nach Analyseziel, ausgewählten Kennzahlen und deren Beurteilung entscheidend. Wie bereits unter 2.1.2 erläutert, ist zu beachten, daß entweder Zeitvergleiche, Betriebsvergleiche oder Soll-Ist-Vergleiche die Aussagekraft der Kennzahlen erhöhen. Auch im Rahmen von Kreditwürdigkeitsprüfungen [...]

2.3 Kritische Würdigung der Kennzahlen Die bei der Jahresabschlußanalyse verwendeten klassischen Kennzahlen zur Beurteilung der Unternehmenssituation sind in der Praxis und vor allem bei mittelständischen Unternehmen zum Teil nicht aussagefähig. Die unterschiedlichen Beurteilungsmöglichkeiten, z.B. zur Anlage- und Umlaufintensität haben gezeigt, daß die Unternehmenssituation nicht immer eindeutig zu interpretieren ist. In diesem Fall ist ein Vergleich mit Branchenkennzahlen ratsam. Der Anlagendeckungsgrad I verliert hinsichtlich der niedrigen Eigenkapitalausstattung bei mittelständischen Unternehmen seine Bedeutung für die Praxis. Gleiches gilt für die Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität, die bei bilanzieller Unterkapitalisierung hohe negative Werte annimmt. Die Bildung einer sogenannten erweiterten Eigenkapitalquote, welche nicht nur das wirtschaftliche Eigenkapital sondern auch das Privatvermögen, mit welchem der Einzelunternehmer voll haftet, in die Betrachtung mit einschließt, ist sinnvoller. Die gebildeten Liquiditätsgrade können nicht die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens garantieren, weil: • die Liquiditätsgrade die Zahlungsfähigkeit lediglich zum Bilanzstichtag widerspiegeln, d.h., daß daraufhin keine Aussagen auf eine in der Zukunft gegebene Zahlungsfähigkeit gemacht werden können • eine Liquiditätsanalyse auf der Grundlage von Jahresabschlußdaten nicht die Zahlungsverbindlichkeiten in naher Zukunft, wie z.B., Personalausgaben und Steuerzahlungen berücksichtigt • die tatsächliche Fälligkeit der Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Bilanz nicht ersichtlich ist • keine Aussagen über die Restlaufzeiten der langfristigen Kredite gemacht werden können • Liquiditätsreserven, wie z.B. nicht ausgenutzte Kreditlinien, bei der Berechnung der Liquiditätsgrade oftmals unberücksichtigt bleiben. [...]

Arbeit zitieren:
Selbmann, Yvonne August 1998: Die Bedeutung einer Liquiditätsplanung und -steuerung für mittelständische Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Liquiditätsanalyse, Mittelstand, Liquiditätssteuerung

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