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Die Bedeutung von Humankapital für die Steigerung des Unternehmenswertes

Die Bedeutung von Humankapital für die Steigerung des Unternehmenswertes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sara Spina
  • Abgabedatum: März 2006
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 995,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9666-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9666-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9666-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Spina, Sara März 2006: Die Bedeutung von Humankapital für die Steigerung des Unternehmenswertes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bilanzierung, Messung, Human Resources, Unternehmensführung

Diplomarbeit von Sara Spina

Einleitung:

„Humankapital“ wurde jüngst von einer unabhängigen Jury aus Sprachwissenschaftlern zum Unwort des Jahres 2004 erklärt. Begründet wurde diese Wahl damit, dass Humankapital die Arbeitskräfte in Betrieben degradiere und die Menschen allgemein zu nur noch ökonomisch interessanten Größen mache.

Dies ist nachvollziehbar, betrachtet man die Massenentlassungen der letzten Jahre in Deutschland, die aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise erfolgt sind. Der Mitarbeiter wird als reiner Kostenfaktor betrachtet. Unternehmen wissen, was sie die Vergütung, Schulungen, Zusatzleistungen, etc. ihrer Mitarbeiter kostet und sie werden in der herkömmlichen Bilanzierung als Aufwand verbucht. Schließlich sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, in dieser Form zu bilanzieren und Rechenschaft abzulegen.

Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird der Mitarbeiter, damit das Unternehmen überleben und betriebswirtschaftlich erfolgreich sein kann, wegrationalisiert. Wirft man jedoch einen Blick in die Broschüren und Homepages einiger Unternehmen zeigt sich ein anderes Bild. Hier ein paar Beispiele BMW Group: Unsere Mitarbeiter sind für uns kein Kosten-, sondern ein Erfolgsfaktor, denn ohne unser engagiertes Personal wäre der Unternehmenserfolg nicht möglich.

Nestlé Deutschland AG: Menschen und ihre Entwicklung spielen eine zentrale Rolle für die Nestlé Deutschland AG. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der entscheidende Erfolgsfaktor für den Wettbewerb in den sich schnell verändernden Märkten sind.

Zott GmbH: Das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind die Mitarbeiter.

Diese Aussagen zeigen eine zunehmende Wertschätzung des Mitarbeiters und die Anerkennung von Humankapital als Erfolgsfaktor für die Unternehmenswertsteigerung.

Der „Human Capital Club“ und die DGFP fordern, dass die Entwicklung des Humankapitals zum Unternehmensziel gemacht wird und kämpfen derzeit für eine gleiche Wertstellung des Humankapitals mit dem Finanzkapital in der Unternehmensbewertung.

Eine Humankapitalbewegung, die insbesondere in den skandinavischen Ländern und den USA aktiv ist, lässt ebenfalls die sich verstärkende Auffassung erkennen, dass der Mitarbeiter als das eigentliche Kapital gesehen werden sollte.

Gang der Untersuchung:

Auch wenn mittlerweile viele Unternehmen behaupten, dass ihre Mitarbeiter ihr größtes Kapital seien, wird diese Aussage nur von wenigen in die Praxis umgesetzt. Nur wenige Unternehmen weisen tatsächlich Positionen aus, die belegen, dass dieses Kapital eine Auswirkung auf den Unternehmenswert hat. Der Wert wird oftmals nicht als solcher wahrgenommen, obwohl es einen Unterschied macht, ob ein Unternehmen durch Mitarbeiterentlassungen ein Vielfaches an Kosten spart, aber damit auch ein Vielfaches an Humankapital vernichtet.

Was überhaupt unter Humankapital zu verstehen ist, warum der Anerkennung dessen eine immense Bedeutung zugemessen werden sollte, wo die Schwierigkeiten der Umsetzung liegen, und damit verbunden, welche Methoden es zur Bewertung und Bilanzierung gibt, sind nur einige der Fragen auf die diese Diplomarbeit Antwort geben möchte.

Die Arbeit ist in sieben Kapiteln unterteilt. Im 1. Kapitel wird die Ausgangslage dargelegt. Das 2. Kapitel führt in die Thematik des Humankapitals ein und erklärt, basierend auf der aktuellen Literatur, die wichtigsten Begriffe, Zusammensetzungen und Unterscheidungen der verwendeten Synonyme.

Die Schwerpunkte der Diplomarbeit liegen in den Kapiteln 3, 4 und 5. Das Kapitel 3 befasst sich mit der Bedeutung und Anerkennung von Humankapital und schließt auf die Notwendigkeit dessen Messung ab. Hierbei wird die Rolle des Personalmanagements kurz aufgegriffen, da ohne dessen sinnvolles Einwirken, ein Halten und Steigern des Humankapitals nicht möglich ist.

Danach geht Kapitel 4 auf die aktuelle Behandlung und Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände als „Oberbegriff“ für Humankapital ein, während in Kapitel 5 die gängigsten Bewertungsverfahren vorgestellt werden, welche zur Messung von Humankapital bzw. immaterieller Vermögenswerte entwickelt worden sind und eine Umsetzung des Human-Capital-Ansatzes zu ermöglichen versuchen.

Kapitel 6 stellt derzeitige Entwicklungstendenzen zur Aufnahme von Humankapital in die Bilanz dar.

Schlussendlich gibt das 7. Kapitel neben einer kurzen Zusammenfassung über das Thema auch einen Ausblick in die Zukunft.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 7
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND RELEVANZ DES THEMAS 7
1.2 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER DIPLOMARBEIT 8
2. DEFINITION UND ABGRENZUNG DER BEGRIFFE 10
2.1 HUMANKAPITAL 10
2.2 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DES BEGRIFFES HUMANKAPITAL 13
2.3 BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG 14
2.3.1 HUMANVERMÖGEN 14
2.3.2 INTELLEKTUELLES KAPITAL 15
2.3.3 IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 15
3. BEDEUTUNG VON HUMANKAPITAL 18
3.1 HUMANKAPITAL ALS NEUER WETTBEWERBSFAKTOR 20
3.1.1 UNAUSTAUSCHBARKEIT DER MENSCHLICHEN RESSOURCE 20
3.1.2 VERÄNDERTE ARBEITSORGANISATIONEN 20
3.1.3 WETTBEWERBSDRUCK UND INTERNATIONALISIERUNG 21
3.2 NOTWENDIGKEIT EINER MESSUNG 22
4. BEHANDLUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND HUMANKAPITAL 26
4.1 BILANZIERUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE NACH HBG 27
4.2 BILANZIERUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE NACH IAS 28
4.3 BILANZIERUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE NACH US-GAAP 31
4.4 BILANZIERUNG VON HUMANKAPITAL 33
5. BEWERTUNGSANSÄTZE VON HUMANKAPITAL IM RAHMEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG 35
5.1 DEDUKTIV SUMMARISCHE ANSÄTZE 35
5.2 INDUKTIV ANALYTISCHE ANSÄTZE 37
5.3 MARKTKAPITALISIERUNGSANSÄTZE 37
5.3.1 MARKTWERT-BUCHWERT-RELATIONEN 38
5.3.2 TOBIN’S q 39
5.4 ROA-BASIERTE BEWERTUNGSANSÄTZE 41
5.4.1 CALCULATED INTANGIBLE VALUE 41
5.4.2 ECONOMIC VALUE ADDED™ 43
5.5 DIREKTE BEWERTUNGSANSÄTZE 44
5.6 HUMANVERMÖGENSRECHNUNG 45
5.7 SCORECARDS – BEWERTUNGS- UND MANAGEMENTMETHODE ZUR STEUERUNG DES UNTERNEHMENSWERTES 50
5.7.1 HUMAN-RESOURCE-SCORECARD 51
5.7.2 SKANDIA NAVIGATOR 53
5.7.3 INTANGIBLE ASSETS MONITOR 58
6. NEUE ANSÄTZE IN RICHTUNG WISSENSBILANZ 61
6.1 PERSONALBERICHT 63
6.2 PERSONALWERTBERICHT 64
6.3 PERSONALBILANZ 68
7. BLICK IN DIE ZUKUNFT 70
8. ANHANG 74
9. LITERATURVERZEICHNIS 79
9.1 BÜCHER 79
9.2 ZEITSCHRIFTEN UND ZEITUNGEN 82
9.3 INTERNETQUELLEN 84
EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG 86

Arbeit zitieren:
Spina, Sara März 2006: Die Bedeutung von Humankapital für die Steigerung des Unternehmenswertes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bilanzierung, Messung, Human Resources, Unternehmensführung

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