Die Bedeutung einer Corporate Identity in Klein- und Mittelbetrieben
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Harald Gumpenberger
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 169 Seiten
- Dateigröße: 6,0 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Steyr Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4533-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4533-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4533-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gumpenberger, Harald Juni 2001: Die Bedeutung einer Corporate Identity in Klein- und Mittelbetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: CB, CC, CD, Corporate Identity, Klein- und Mittelunternehmen
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Diplomarbeit von Harald Gumpenberger
Einleitung:
Im 20. Jahrhundert konnte ein starker Anstieg der Anzahl an Klein- und Mittelunternehmen und die steigende Wichtigkeit des Marketing in Unternehmen beobachtet werden. Das Marketingthema „Corporate Identity“ fand bisher nur in größeren Betrieben Anwendung, da diese auf Grund ihrer Strukturen und Größe Identitätsprobleme aufweisen können. Wegen der großen Anzahl an kleineren Unternehmen auf dem Weltmarkt und des dadurch steigenden Konkurrenzdruckes soll in dieser Arbeit die Bedeutsamkeit einer Corporate Identity auch für Klein- und Mittelunternehmen untersucht werden.
Gang der Untersuchung:
Der Begriff „Corporate Identity“ wird im zweiten Kapitel klar abgegrenzt. Corporate Identity ist die einheitliche Selbstdarstellung bzw. Identität eines Unternehmens aus unternehmensinterner, wie auch -externer Sicht. Die veränderten Marktverhältnisse und die vermehrte Konkurrenz zwischen den Unternehmen gaben in den letzten 30 Jahren Anlass für die Entwicklung einer Strategie, die eine einheitliche Selbstdarstellung vom Design bis hin zum Verhalten der Mitarbeiter inkludiert.
Die Elemente der Corporate Identity sind im dritten Kapitel vollständig erklärt. Ausgehend von der Unternehmenspersönlichkeit, die einerseits von der herrschenden Unternehmenskultur (Corporate Culture) und andererseits von ökonomischen Faktoren geprägt ist, wird eine Corporate Identity Strategie festgelegt. Mithilfe der Instrumente Unternehmenserscheinungsbild (Corporate Design), -kommunikation (Corporate Communication) und -verhalten (Corporate Behaviour) wird die Unternehmensidentität (Corporate Identity) entwickelt und das Fremdbild (Corporate Image) geformt.
Im vierten Kapitel wird der Nutzen einer Corporate Identity Strategie für das Unternehmen explizit festgehalten. Durch die Einbindung in den Entscheidungsprozess des Unternehmens wird z.B. die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gesteigert. Neben internen Effekten ergibt sich aus einer Corporate Identity Strategie auch ein externer Nutzen, wie Imageverbesserung, Steigerung des Bekanntheitsgrades und die Stabilisierung am Markt.
Eine gut konzipierte Corporate Identity Strategie inkludiert vier Schritte, die sich stets wiederholen. Die Identitätsfindung, Identitätsgestaltung, Identitätsvermittlung und die folgende Kontrolle sind die Hauptkomponenten des Corporate Identity Kreislaufes.
Durch Expertengespräche mit Kleinunternehmern wurde das Verständnis des Themas „Corporate Identity“ und dessen unternehmensinterner und -externer Nutzen untersucht. Die Umsetzung einer Corporate Identity Strategie in Klein- und Mittelunternehmen ist um vieles einfacher als in einem größeren Unternehmen, da die Strukturen und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten weniger komplex sind. Der Unternehmer selbst lebt den CI-Gedanken vor und gibt sein Identitätsverständnis den Mitarbeitern direkt weiter.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | INHALTVERZEICHNIS | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Corporate Identity | 2 |
| 2.1 | Ausgewählte Definitionsansätze | 2 |
| 2.2 | Definition im Rahmen der Arbeit | 4 |
| 2.3 | Historie - Entwicklung | 4 |
| 2.4 | Die Corporate Identity im Marketing | 6 |
| 2.4.1 | Der Begriff des Marketing oder „Eine Disziplin im Wandel“ | 6 |
| 2.4.2 | Der Marketing-Mix | 7 |
| 3. | Elemente der Corporate Identity | 9 |
| 3.1 | Corporate Culture | 10 |
| 3.2 | Corporate Design | 11 |
| 3.2.1 | Die Gestaltungselemente | 12 |
| 3.2.2 | Das visuelle Konzept | 13 |
| 3.3 | Corporate Communication | 14 |
| 3.3.1 | Der Kommunikationsprozess | 16 |
| 3.3.2 | Interne Kommunikation | 17 |
| 3.3.3 | Externe Kommunikation | 18 |
| 3.4 | Corporate Behaviour | 23 |
| 3.5 | Corporate Image | 25 |
| 3.6 | Resümee | 27 |
| 4. | Nutzen einer Corporate Identity | 28 |
| 4.1 | Interner Nutzen | 29 |
| 4.2 | Externer Nutzen | 33 |
| 4.2.1 | Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Vertrauen | 34 |
| 4.2.2 | Selektion | 35 |
| 4.2.3 | Stabilisierung | 36 |
| 4.3 | Resümee | 37 |
| 5. | Aufbau einer Corporate Identity | 38 |
| 5.1 | Identitätsfindung | 39 |
| 5.1.1 | Methoden | 39 |
| 5.2 | Identitätsgestaltung | 39 |
| 5.3 | Identitätsvermittlung | 40 |
| 5.4 | Kontrolle | 41 |
| 5.5 | Resümee | 41 |
| 6. | Klein- und Mittelunternehmen | 42 |
| 6.1 | Zum Begriff „Mittelstand“ | 43 |
| 6.2 | Abgrenzungskriterien | 43 |
| 6.2.1 | Quantitative Abgrenzungskriterien | 43 |
| 6.2.2 | Qualitative Abgrenzungskriterien | 44 |
| 6.3 | Abgrenzung in der Europäischen Union | 45 |
| 6.4 | Abgrenzung in Österreich | 47 |
| 6.5 | KMU versus Grossbetriebe | 48 |
| 6.6 | Erfolgsfaktoren für Klein- und Mittelunternehmen | 53 |
| 6.6.1 | Unternehmer | 53 |
| 6.6.2 | Struktur | 53 |
| 6.6.3 | Mitarbeiter | 55 |
| 6.6.4 | Corporate Identity / Corporate Culture | 55 |
| 6.7 | Weitere Erfolgsfaktoren | 56 |
| 6.8 | Resümee | 56 |
| 7. | Bedeutung einer Corporate Identity in KMU | 58 |
| 7.1 | Interne Effekte | 58 |
| 7.1.1 | Mitarbeiterloyalität | 58 |
| 7.1.2 | Bearbeitungseffizienz | 59 |
| 7.1.3 | Konfliktmanagement | 59 |
| 7.1.4 | Informationssystem | 60 |
| 7.1.5 | Innovationsfähigkeit | 60 |
| 7.1.6 | Flexibilität der Mitarbeiter | 60 |
| 7.2 | Externe Effekte | 61 |
| 7.2.1 | Beziehungsmarketing | 61 |
| 7.2.2 | Loyalität externer Partner bzw. Kunden | 61 |
| 7.2.3 | Qualitätsvermittlung | 62 |
| 7.2.4 | Differenzierung | 62 |
| 7.2.5 | Zielgruppenfokussierung | 63 |
| 7.2.6 | Kontinuitätseffekt | 63 |
| 8. | Empirische Untersuchung | 64 |
| 8.1 | Ziel der Untersuchung | 64 |
| 8.2 | Konzeption des Interviewleitfadens | 64 |
| 8.3 | Expertengespräche | 65 |
| 8.3.1 | Blu Donau Projects | |
| 8.3.2 | Weku - Handelsges.m.b.H. | 74 |
| 8.3.3 | Live-Event | 78 |
| 8.3.4 | Twyn-Group | 80 |
| 8.3.5 | Vitalbrunnen | 82 |
| 8.3.6 | Maurhart Ladenbau & Metallbau | 86 |
| 8.3.7 | Friseursalon Steindl | 88 |
| 9. | Resümee | 92 |
| 10. | Anhang | 95 |
| 10.1 | Checkliste für Identitätsfindung | 95 |
| 10.1.1 | Das Unternehmen | 95 |
| 10.1.2 | Unternehmenspersönlichkeit | 95 |
| 10.1.3 | Unternehmensimage - Corporate Image | 96 |
| 10.1.4 | Unternehmensziele | 96 |
| 10.1.5 | Corporate Design | 97 |
| 10.1.6 | Corporate Communications | 98 |
| 10.1.7 | Corporate Behaviour | 101 |
| 10.2 | Interviewleitfaden | 104 |
| 11. | Verzeichnisse & Sonstiges | 109 |
| 11.1 | Abbildungsverzeichnis | 109 |
| 11.2 | Tabellenverzeichnis | 110 |
| 11.3 | Literaturverzeichnis | 111 |
| 11.4 | Lebenslauf | 115 |
Die Rolle der Klein- und Mittelunternehmen im volkswirtschaftlichen Entwicklungsprozess wird seit jeher immer wieder unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert. Noch vor dreißig Jahren haben namhafte Futurologen das Aussterben von KMU angekündigt. Dafür sollten wenige Grossunternehmen bald einmal die Wirtschaft beherrschen. Wie man sieht, war diese Prophezeiung falsch – im Gegenteil – der Anteil der KMU hat sich weltweit sehr stark vergrößert. Es geht sogar soweit, dass in den letzten Jahrzehnten die Ausweitung der Arbeitsplätze im großen und ganzen über KMU erfolgte. Die Zukunftsaussichten der KMU hängen weitgehend davon ab, inwieweit ihre Stärken auch in Zukunft von besonderer Bedeutung sind und ihre Schwächen durch die entsprechenden Stärken kompensiert werden können. Viele Großunternehmen versuchen, durch Aufsplitterung ihrer Unternehmensbereiche und Schaffung von Freiräumen für unternehmerisches Engagement ihrer Führungskräfte, KMU-Strukturen nachzuahmen. Wirtschaftstheoretiker und Wirtschaftspolitiker sind heutzutage der Meinung, dass Klein- und Mittelunternehmen unverzichtbar für die Existenz und die Stabilität einer Marktwirtschaft sind. Es heißt, dass in Zukunft nur flexible Unternehmen überleben können, da Grossunternehmen zu schwerfällig sind um auf dem Markt von morgen konkurrenzfähig zu bleiben.84 Insgesamt kann man festhalten, dass in Zukunft die Klein- und Mittelunternehmen einen maßgebenden Anteil an der europäischen Wirtschaft haben werden. [...]
Der Aufbau eines CI-Konzeptes besteht aus vier Lebensphasen, die in einem Kreislauf zusammen wirken: Identitätsfindung, -gestaltung, -vermittlung und die CI-Kontrolle Eine wesentliche Rolle spielt die Ermittlung des Ist-Standes, d.h. eine genaue Analyse des Unternehmens aus interner und externer Sicht (Selbstbild- und Fremdbildanalyse). Nachdem alle Daten gesammelt wurden, wobei alle Mitarbeiter und Interaktionspartner miteinbezogen werden müssen, müssen die Ziele der Unternehmung neu definiert werden. Diese Ziele müssen in der gesamten Organisation kommuniziert werden, damit sie von allen Beteiligten verstanden und umgesetzt werden können. Die Kontrolle der Wirkung dieser Maßnahmen soll den Erfolg der Strategie garantieren. Gegebenfalls müssen Adaptierungen in der Zieldefinition oder dessen Maßnahmen durchgeführt werden. [...]
Besondere Bedeutung kommt der Kontrolle der Fortschritte und Ergebnisse des CIProzesses zu. Zum Einen muss überprüft werden, ob die Aufgaben zeitlich und budgetär erfüllt wurden, damit die Soll-Identität erreicht wurde und zum Anderen muss auf die Veränderung im Umfeld geachtet werden. Durch verschiedene Methoden können extern, wie auch intern die Ergebnisse überprüft werden.83 Nicht nur die Ergebnisse werden überprüft, sondern auch die Kosten und die zeitgerechte Durchführung. Sollte sich im Rahmen dieser Erfolgskontrolle herausstellen, dass die angestrebte Identität bzw. Image nicht erreicht wurde, kann man zu einem der vorigen Punkte zurückgehen, um gewisse Aufbaukriterien umzugestalten. Die Entwicklung einer Corporate Identity ist ein dynamischer Prozess, weshalb das CI-Konzept stets ausgebaut, ergänzt und verändert werden muss. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445331
Arbeit zitieren:
Gumpenberger, Harald Juni 2001: Die Bedeutung einer Corporate Identity in Klein- und Mittelbetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
CB, CC, CD, Corporate Identity, Klein- und Mittelunternehmen



