Die Bedeutung von Benchmarking im Mittelstand
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: John Penner
- Abgabedatum: Juli 2010
- Umfang: 53 Seiten
- Dateigröße: 795,5 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Deutschland
- Bibliografie: ca. 21
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0419-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Penner, John Juli 2010: Die Bedeutung von Benchmarking im Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Benchmarking, Mittelstand, Interne Analyse, Vergleich, Umsetzungsphase
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Bachelorarbeit von John Penner
Einleitung:
Die zunehmende Globalisierung setzt Unternehmen unter enormen Wettbewerbsdruck. Die Unternehmen müssen um Kundenanteile kämpfen. Diese Wettbewerbsintensität sorgt für einen harten Preiskampf. In der Regel bestimmen die Märkte und Kunden die Preise, sodass Gewinn häufig nur noch über ein gutes Kostenmanagement gesichert werden kann. Außerdem muss für gute Qualität und Kundenzufriedenheit gesorgt sein. Davon bleiben auch die mittelständischen Unternehmen nicht verschont. Schlechte Qualität, Kundenunzufriedenheit, uneffektive Prozesse oder falsche Strategien können die Zukunft eines Unternehmens negativ beeinflussen. Schwachstellen hat jedes Unternehmen, auch die, die ein positives Gesamtergebnis erzielen. Vermutlich kennt die Konkurrenz diese Schwächen und ist bereit diese auszunutzen, um sich selbst einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Deshalb müssen diese Schwachstellen im Unternehmen gefunden werden. Doch das Aufdecken von Schwächen ist nicht genug, es muss für bessere Lösung gesorgt werden.
Genau damit beschäftigt sich das Benchmarking. Es bietet die Möglichkeit Schwachstellen zu erkennen. Doch Benchmarking hört hier nicht auf, sondern sucht nach besseren Lösungen. Es wird über den ‘Tellerrand’ des eigenen Unternehmens hinaus auf andere Unternehmen geblickt. An anderen Unternehmen wird geprüft, aus welchen Gründen der untersuchte Gegenstand mehr Effizienz aufweist. Danach wird ein Weg gesucht, diese bessere Lösung in das eigene Unternehmen zu integrieren, um Spitzenleistungen zu erzielen.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Benchmarking funktioniert. Merkmale dieses Instrumentes und der Ablauf sollen erklärt werden. Die Arbeit soll aber auch prüfen, welche Möglichkeiten es für mittelständische Unternehmen gibt. Welches Potential hat Benchmarking für mittelständische Unternehmen? Diese Fragestellung soll die vorliegende Arbeit untersuchen.
Die vorliegende Bachelor-Arbeit ist dabei wie folgt gegliedert. Nach der Einführung werden die Grundlagen von Benchmarking behandelt. Die Arbeit geht in diesem Abschnitt auf die Entstehung, Definition, Ziele, sowie Arten von Benchmarking ein.
Der nächste Abschnitt beschreibt den Prozess von Benchmarking. Es wird ein gewöhnlicher Ablauf mit den notwendigen Schritten geschildert.
Daran schließt sich das Benchmarking mit dem Fokus auf den Mittelstand an. Nachdem die Definition von mittelständischen Unternehmen aufgezeigt ist, werden die speziellen Anforderungen von diesen Unternehmen an das Benchmarking beschrieben. Mittelständische Unternehmen können neben dem gewöhnlichen Benchmarking auch das beschriebene kennzahlenbezogene Benchmarking nutzen. Dies soll den speziellen Anforderungen von mittelständischen Unternehmen gerecht werden. Anknüpfend behandelt die Arbeit die Vor- und Nachteile von Benchmarking, um das Potential für diese Unternehmen aufzuzeigen.
Literatur über das Benchmarking speziell für mittelständische Unternehmen existiert bisher kaum. In der Regel bietet die Literatur lediglich einen Fokus auf bestimmte Bereiche im Unternehmen, wie Logistik.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Entstehung | 3 |
| 2.2 | Definition | 4 |
| 2.3 | Ziele | 5 |
| 2.4 | Erfolgsfaktoren | 7 |
| 2.5 | Arten von Benchmarking | 9 |
| 2.5.1 | Unterscheidung nach Benchmarking-Objekten | 9 |
| 2.5.2 | Unterscheidung nach Benchmarking-Partner | 10 |
| 3. | Benchmarkingprozess | 13 |
| 3.1 | Übersicht | 13 |
| 3.2 | Analysephase | 15 |
| 3.2.1 | Interne Analyse | 15 |
| 3.2.1.1 | Festlegung des Benchmarking-Objektes | 15 |
| 3.2.1.2 | Analyse des Benchmarking-Objektes | 18 |
| 3.2.2 | Externe Analyse | 19 |
| 3.2.2.1 | Bestimmung von Benchmarking-Partnern | 19 |
| 3.2.2.2 | Analyse der Benchmarking-Partner | 21 |
| 3.3 | Umsetzungsphase | 23 |
| 3.3.1 | Planung der Umsetzung | 23 |
| 3.3.1.1 | Wertung der Ergebnisse | 23 |
| 3.3.1.2 | Aktionsplanung | 25 |
| 3.3.2 | Umsetzung | 27 |
| 3.3.2.1 | Aktionsrealisierung | 27 |
| 3.3.2.2 | Kontrolle der Umsetzung | 28 |
| 4. | Benchmarking im Mittelstand | 30 |
| 4.1 | Definition von Mittelstand | 30 |
| 4.2 | Benchmarking mit dem Fokus auf den Mittelstand | 32 |
| 4.2.1 | Anforderungen von mittelständischen Unternehmen an Benchmarking | 32 |
| 4.2.2 | ‘BenchmarkIndex’ - kennzahlenorientiertes Benchmarking | 33 |
| 5. | Vor- und Nachteile von Benchmarking | 39 |
| 5.1 | Vorteile | 39 |
| 5.2 | Nachteile | 41 |
| 6. | Fazit | 43 |
| Literaturverzeichnis | 44 |
Textprobe:
Kapitel 4.2.1, Anforderungen von mittelständischen Unternehmen an Benchmarking:
Damit Benchmarking auch im Mittelstand genutzt wird, sollten einige Kriterien erfüllt sein. Der personelle und finanzielle Aufwand sollte gering bleiben. Mittelständische Unternehmen weisen häufig kein tiefgreifendes Controlling auf und wollen nicht viel Arbeitszeit für Benchmarking-Projekte zur Verfügung stellen. Die Kosten müssen überschaubar sein, da diese Unternehmen sonst, aufgrund von nicht tragbaren Kosten, vom Benchmarking absehen. Mittelständische Unternehmen bevorzugen es, möglichst wenige Informationen über sich preisgeben zu müssen. Die Methode muss demnach für mittelständische Unternehmen verständlich sein und Anonymität gewährleisten. Die finanzielle, sowie personelle Belastung muss übersichtlich bleiben. Trotzdem soll Benchmarking die gewünschten Ergebnisse erzielen. Es soll die eigene Position aufzeigen, Veränderungspotenzial aufdecken und zu Bestleistungen verhelfen.
Um diese Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen zu beachten, besteht die Möglichkeit ein kennzahlenorientiertes Benchmarking durchzuführen. Das kennzahlenorientierte Benchmarking bieten beispielsweise die beiden deutschen Benchmarking-Zentren, ‘Deutsches Benchmarking Zentrum’ (DBZ) und das ‘Fraunhofer IPK’, an. Benchmarking-Zentren assistieren Unternehmen bei gewöhnlichen Benchmarking-Projekten durch Beratung. Sie bieten weiter Unterstützung bei der Suche und Kontaktaufnahme der Partner. Die Benchmarking-Zentren haben auch zum Ziel, dieses Instrument bei mittelständischen Unternehmen zu verbreiten. So wird speziell für mittelständische Unternehmen der ‘BenchmarkIndex’, ein kennzahlenorientiertes Benchmarking, angeboten.
‘BenchmarkIndex’ - kennzahlenorientiertes Benchmarking:
Für das Benchmarking, das auf Kennzahlen basiert, muss als erstes von den Unternehmen ein Fragebogen online ausgefüllt werden. Das Unternehmen wird dabei ganzheitlich betrachtet. Es werden insgesamt 70 Fragen gestellt, die sich auf die vier Bereiche Finanzen, Kunden, Prozesse sowie Lernen und Entwicklung aufteilen. Die meisten benötigten Informationen können aus der Gewinn- und Verlustrechnung oder der Kostenleistungsrechnung entnommen werden. Der ‘BenchmarkIndex’ hat das Ziel, mit minimaler Anzahl von Daten, eine möglichst hohe Aussagekraft bezüglich des gesamten Unternehmens und dessen Teilbereichen zu erzielen. Aus diesen Fragebögen lassen sich später auch Rückschlüsse auf angewandte Praktiken der Partner schließen. Somit ist eine ressourcenarme interne Datenanalyse auch ohne großes, bestehendes Controlling möglich. Laut einer Studie vom ‘Fraunhofer IPK’, benötigen 70 Prozent der Befragten weniger als acht Stunden für das Beantworten der Fragen. Für die Bearbeitung des ersten Fragebogens wird vermutlich mehr Zeit benötigt, da einige Kennzahlen erst ermittelt werden müssen. Danach können diese neuen Kennzahlen auch für andere Zwecke im Controlling genutzt werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842804197
Arbeit zitieren:
Penner, John Juli 2010: Die Bedeutung von Benchmarking im Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Benchmarking, Mittelstand, Interne Analyse, Vergleich, Umsetzungsphase



