Bedeutung und Auswirkungen der unterschiedlichen Erfolgsbegriffe auf das Management von deutsch-chinesischen Joint Ventures
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bernd Barkey
- Abgabedatum: Mai 1999
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1940-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1940-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1940-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Barkey, Bernd Mai 1999: Bedeutung und Auswirkungen der unterschiedlichen Erfolgsbegriffe auf das Management von deutsch-chinesischen Joint Ventures, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kultur, Joint Venture, China, Erfolg, Management
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Diplomarbeit von Bernd Barkey
Problemstellung:
Von vielen Wirtschaftsexperten wird Asien als die Wachstumsregion des 21. Jahrhunderts angesehen. Die Volksrepublik China bekleidet in dieser Region eine herausragende Position. Sie liegt mit ihren jährlichen Wachstumsraten, von zuletzt bedingt durch die Asienkrise "nur" 8%, nicht nur weit vor den Industrienationen, sondern auch vor den meisten asiatischen Staaten. Mit einer Bevölkerung von mehr als 1,2 Milliarden Menschen beflügelt dies westliche Vorstellungen von einem enormen Absatzpotential. Die Volksrepublik China wird daher als der Absatzmarkt der Zukunft angesehen.
In der Vergangenheit wurde aufgrund von rechtlichen Rahmenbedingungen und unzureichender Marktkenntnis in den meisten Fällen die Form des Joint Ventures gewählt, um Zutritt zum chinesischen Markt zu erlangen. Allerdings ist in letzter Zeit zunehmend vom Scheitern solcher Kooperationen zu hören. Es wird darüber nachgedacht, ob ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner die geeignete Strategie ist, um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Zunehmend wird daher seitens der deutschen Unternehmen versucht und von Unternehmensberatern empfohlen, den Alleingang zu wagen, und den chinesischen Markt mit Hilfe von Wholly Foreign Owned Enterprises (WFOE), Tochterunternehmen mit 100%iger Kapitalbeteiligung, zu bearbeiten.
Doch fraglich ist zum einen, ob dadurch bestehende Probleme gänzlich beseitigt werden können. Andererseits verbietet chinesisches Recht gerade in lukrativen Bereichen (Medien, Handel, Post- und Telekommunikation, sowie Automobil- und Motorenbau) für Ausländer den Alleingang und gesteht nur eine Kapitalbeteiligung von maximal 49% zu. In diesen Bereichen ist ein Joint Venture per Gesetz vorgeschrieben.
Gang der Untersuchung:
Die Diplomarbeit ist so aufgebaut, daß zuerst die unterschiedlichen Erfolgsbegriffe aus deutscher und chinesischer Sicht erarbeitet werden, um darauf aufbauend Auswirkungen auf das Management deutsch-chinesischer Joint Ventures darstellen zu können. Die Erkenntnisse dieser Arbeit sollen Einblicke in den chinesischen Erfolgsbegriff gewähren und zu einer Reflexion über den Erfolg derartiger Joint Ventures führen. Es soll gezeigt werden, wie man deutsch-chinesische Joint Ventures bewerten kann, und welche Bedeutung und Auswirkungen dies auf das Management hat. Der Fokus beim Management liegt hierbei auf der Unternehmenspolitik.
Nachdem die Formen und Zielsetzungen von Direktinvestitionen in der Volksrepublik China dargelegt wurden, folgt die Erarbeitung der unterschiedlichen Erfolgsbegriffe. Beginnend mit dem deutschen Erfolgsbegriff werden die politischen, ökonomischen, religiösen und kulturellen Rahmenbedingungen erörtert, die diesen geprägt haben. Nach einer Darstellung von Erfolgsmaßstäben aus der Betriebspraxis folgen eine begriffliche Darstellung und kritische Würdigung des deutschen Erfolgsbegriffs.
Nach dem gleichen Schema wird in Kapitel 4 der chinesische Erfolgsbegriff erarbeitet. In Kapitel 5 werden schließlich, nach einer systematischen Gegenüberstellung der Erfolgsbegriffe, Auswirkungen auf und Möglichkeiten des Managements deutsch-chinesischer Joint Ventures vorgestellt, mit den verschiedenen Erfolgsbegriffen umzugehen. Es wird gezeigt, wie man den Erfolg deutsch-chinesischer Joint Ventures messen kann. Weiterhin werden Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren des Managements dargelegt.
Ein Resümee der gewonnenen Erkenntnisse und ein Ausblick beenden diese Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1. | Problemstellung | 1 |
| 1.2. | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Direktinvestitionen in der Volksrepublik China | 3 |
| 2.1. | Grundlagen | 3 |
| 2.2. | Formen ausländischer Direktinvestitionen | 3 |
| 2.2.1. | Equity Joint Ventures | 3 |
| 2.2.2. | Contractual Joint Ventures | 4 |
| 2.2.3. | Wholly Foreign Owned Enterprises | 5 |
| 2.2.4. | Sonstige Kooperationsformen | 6 |
| 2.3. | Zielsetzungen deutscher Direktinvestitionen | 7 |
| 2.3.1. | Ziele des deutschen Joint Venture-Partners | 7 |
| 2.3.2. | Ziele des chinesischen Joint Venture-Partners | 7 |
| 3. | Der Erfolgsbegriff aus deutscher Perspektive | 8 |
| 3.1. | Politische und wirtschaftliche Entwicklungen seit 1949 | 8 |
| 3.2. | Religiöse Rahmenbedingungen | 10 |
| 3.3. | Ausgesuchte kulturelle Rahmenbedingungen | 13 |
| 3.3.1. | Okzidentaler Rationalismus und westliche Logik | 13 |
| 3.3.2. | Zeit als Linearmodell | 15 |
| 3.4. | Erfolgsmaßstäbe aus der betrieblichen Praxis | 17 |
| 3.4.1. | Monetäre Erfolgsmaßstäbe | 17 |
| 3.4.2. | Nichtmonetäre Erfolgsmaßstäbe | 19 |
| 3.5. | Der deutsche Erfolgsbegriff | 21 |
| 3.5.1. | Begriffliche Darstellung des deutschen Erfolgsbegriffs | 21 |
| 3.5.2. | Kritische Würdigung des deutschen Erfolgsbegriffs | 22 |
| 4. | Der Erfolgsbegriff aus chinesischer Perspektive | 23 |
| 4.1. | Politische und wirtschaftliche Entwicklungen seit 1949 | 23 |
| 4.1.1. | Planwirtschaft und politische Turbulenzen | 23 |
| 4.1.2. | Die Reform- und Öffnungspolitik ab 1978 | 26 |
| 4.2. | Religiöse Rahmenbedingungen | 28 |
| 4.2.1. | Konfuzianismus | 28 |
| 4.2.1.1. | Entwicklung und Einfluß des Konfuzianismus auf China | 28 |
| 4.2.1.2. | Die konfuzianischen Werte und Wirtschaftstugenden | 30 |
| 4.2.2. | Buddhismus und Taoismus | 34 |
| 4.3. | Ausgesuchte kulturelle Rahmenbedingungen | 37 |
| 4.3.1. | Orientaler Rationalismus und Logik | 37 |
| 4.3.2. | Zeit als Kreislaufmodell | 39 |
| 4.3.3. | Familie, Danwei, Netzwerke und Guanxi | 39 |
| 4.4. | Erfolgsmaßstäbe aus der betrieblichen Praxis | 42 |
| 4.4.1. | Erfolgsmaßstäbe vor den Wirtschaftsreformen von 1978 | 42 |
| 4.4.2. | Erfolgsmaßstäbe seit Beginn der Wirtschaftsreformen | 43 |
| 4.5. | Der chinesische Erfolgsbegriff | 44 |
| 4.5.1. | Begriffliche Darstellung des chinesischen Erfolgsbegriffs | 44 |
| 4.5.2. | Kritische Würdigung des chinesischen Erfolgsbegriffs | 45 |
| 5. | Erfolgsmanagement deutsch-chinesischer Joint Ventures | 46 |
| 5.1. | Vergleich von deutschem und chinesischem Erfolg | 46 |
| 5.2. | Erfolgsmessung deutsch-chinesischer Joint Ventures | 47 |
| 5.2.1. | Von der Output- zur Inputorientierung | 48 |
| 5.2.2. | Von der Parentalpartner - Joint Venture Ebene zur Systembetrachtung | 51 |
| 5.2.3. | Modell zur Messung des Erfolgs deutsch-chinesischer Joint Ventures | 53 |
| 5.3. | Erfolgsfaktoren des Managements deutsch-chinesischer Joint Ventures | 56 |
| 5.4. | Mißerfolgsfaktoren des Managements deutsch-chinesischer Joint Ventures | 59 |
| 5.5. | Bedeutung und Auswirkungen auf das Management deutsch-chinesischer Joint Ventures | 62 |
| 6. | Resümee und Ausblick | 64 |
| Anhang | VII | |
| Literaturverzeichnis | VIII | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XXVII |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832419400
Arbeit zitieren:
Barkey, Bernd Mai 1999: Bedeutung und Auswirkungen der unterschiedlichen Erfolgsbegriffe auf das Management von deutsch-chinesischen Joint Ventures, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kultur, Joint Venture, China, Erfolg, Management



