Die Bedarfsbewertung von Immobilien im Privatvermögen und Gestaltungsmöglichkeiten zur Übertragung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anke Löffler
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 4,3 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4404-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4404-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4404-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Löffler, Anke Juni 2001: Die Bedarfsbewertung von Immobilien im Privatvermögen und Gestaltungsmöglichkeiten zur Übertragung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bedarfsbewertung, Erbschaftssteuer, Immobilienübertragung, Privatvermögen, Vorweggenommene Erbfolge
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Diplomarbeit von Anke Löffler
Einleitung:
Die Immobilienbranche boomt. In Fernsehspots werben Immobilienmakler und Bauträger um die Gunst derjenigen, die der erdrückenden Steuerlast überdrüssig geworden sind. Auch die langsam einsetzende und von Banken, Medien und Immobilienmaklern geschickt inszenierte „Euro-Panik“ trägt zu den Milliardenumsätzen dieser Branche bei.
Es gilt aber nicht nur, die momentane Steuerbelastung durch geschickte Planung zu senken, sondern auch die Vermögensübertragung geschickt zu regeln, damit sich die Erben noch an dem Vermögen erfreuen können. Schenkung oder vorweggenommene Erbfolge müssen von den Beteiligten vorausgeplant werden. Das gilt um so mehr, als sich in den vergangenen zehn Jahren das Erbschaftsteueraufkommen nahezu verdoppelt hat und sicherlich kräftig weiter steigen wird. Obwohl die von der Bundesregierung geplanten Änderungen im Hinblick auf die Bedarfsbewertung von Grundvermögen um zwei Jahre auf das Jahr 2004 verschoben wurden, ist es ratsam, frühzeitig die Vermögensnachfolge zu regeln.
Besonders im Erbfall kommt es bei der Übertragung von Immobilien im Privatvermögen bei den Erben häufig zu bösen Überraschungen. Oftmals kann die anfallende Erbschaftsteuer nicht aus dem Nachlass oder dem Vermögen des Erben bezahlt werden und die Immobilie muss verkauft werden.
Wer nicht die steuerlichen Auswirkungen des Erbfalls dem Zufall (und damit ggf. einen Großteil seines Vermögens dem Finanzamt) überlassen will, muss sich nicht nur über mögliche testamentarische Regelungen, sondern vor allem über eine vorgezogene Vermögensübertragung Gedanken machen.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil dieser Arbeit wird auf die Bedarfsbewertung von Immobilien im Privatvermögen im Hinblick auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer eingegangen. Die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer ist nicht - wie oft angenommen - der Verkehrswert der Immobilie, sondern ein besonderer Bedarfswert, der sich aus dem Bewertungsgesetz ergibt. Die Ermittlung dieses Bedarfswerts für die einzelnen Immobilien wird anschaulich erklärt und durch Fallbeispiele deutlich gemacht.
Im zweiten Teil wird besonders auf die Gestaltungsmöglichkeiten zur Übertragung von Immobilien im Privatvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge eingegangen. Eine frühzeitige Planung kann die steuerlichen Belastungen stark verringern. Dabei bedeuten vorgezogene Vermögensübertragungen nicht unbedingt, dass die Eltern oder die Überträger dieses Vermögen ersatzlos aus der Hand geben: Interessante Gestaltungsmodelle sind oft die Übertragung unter Nießbrauchsvorbehalt oder gegen wiederkehrende Zahlungen, entweder als Kaufpreisrente oder als Versorgungsleistungen in Form einer dauernden Last.
Diese Arbeit bietet deshalb im zweiten Teil verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für die vorgezogene Übertragung von Immobilien im Privatvermögen an. Anhand von Fallbeispielen werden die Gestaltungsmöglichkeiten praxisnah veranschaulicht.
Da es sich hierbei um ein sehr komplexes Thema handelt, werden nur die Grundfälle aufgezeigt und mit konkreten Beispielen erklärt. Besondere Einzelprobleme müssen anhand des jeweiligen Einzelfalles geklärt werden. Allerdings ist es immer empfehlenswert, einen Steuerberater und einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen sowie die geplanten Übertragungen mit dem zuständigen Finanzamt abzuklären.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 1 | |
| A. | Die Bedarfsbewertung von Immobilien im Privatvermögen | |
| Die Bewertung der Grundstücke des Grundvermögens (Bedarfsbewertung) für die Erbschaft- und Schenkungsteuer | 3 | |
| 1. | Begriff und Abgrenzung des Grundvermögens | 3 |
| 2. | Bewertungsmaßstab für die Bewertung des Grundvermögens | 3 |
| 3. | Öffnungsklauseln für einen niedrigeren Wert | 4 |
| 4. | Berücksichtigung der tatsächlichen und wertmäßigen Verhältnisse | 4 |
| II. | Die Bedarfsbewertung von unbebauten Grundstücken nach § 145 BewG | 4 |
| 1. | Begriff und Abgrenzung der unbebauten Grundstücke | 4 |
| 2. | Bewertungsgegenstand bei einem unbebauten Grundstück | 5 |
| 3. | Ermittlung des Bedarfswerts für ein unbebautes Grundstück | 5 |
| 4. | Fallbeispiele | 6 |
| III. | Die Bedarfsbewertung von bebauten Grundstücken im Ertragswertverfahren nach § 146 BewG | 6 |
| 1. | Begriff und Abgrenzung der bebauten Grundstücke | 6 |
| 2. | Bewertungsgegenstand bei einem bebauten Grundstück | 7 |
| 3. | Ermittlung des Bedarfswerts für ein bebautes Grundstück | 7 |
| 4. | Fallbeispiele | 10 |
| IV. | Die Bedarfsbewertung von Grundstücken mit Gebäuden im Zustand der Bebauung nach § 149 BewG | 12 |
| 1. | Begriff und Abgrenzung des Grundstücks mit Gebäuden im Zustand der Bebauung | 12 |
| 2. | Bewertungsgegenstand bei einem Grundstück mit Gebäuden im Zustand der Bebauung | 13 |
| 3. | Ermittlung des Bedarfswerts für ein Grundstück mit Gebäuden im Zustand der Bebauung | 13 |
| 4. | Fallbeispiele | 14 |
| V. | Die Bedarfsbewertung von Erbbaurechtsgrundstücken und Grundstücken mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden nach § 148 BewG | 16 |
| 1. | Bewertung von Erbbaurechtsgrundstücken | 16 |
| a) | Begriff des Erbbaurechts und wirtschaftlichen Einheiten bei Erbbaurechtsgrundstücken | 16 |
| b) | Bewertung der wirtschaftlichen Einheit „Belastetes Grundstück“ | 17 |
| c) | Bewertung der wirtschaftlichen Einheit „Erbbaurecht“ | 17 |
| d) | Erbbauzinsansprüche bzw. Erbbauzinsverpflichtungen | 18 |
| 2. | Bewertung von Grundstücken mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden | 18 |
| a) | Begriff und wirtschaftliche Einheiten bei Grundstücken mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden | 18 |
| b) | Bewertung der wirtschaftlichen Einheit „Grund und Boden“ | 19 |
| c) | Bewertung der wirtschaftlichen Einheit „Gebäude auf fremdem Grund und Boden“ | 19 |
| 3. | Fallbeispiele | 20 |
| VI. | Geplante Steueränderungen zur künftigen Bewertung des Grundbesitzes | 22 |
| 1. | Aktuelle Informationen | 22 |
| 2. | Geplante Änderungen bei der Bedarfsbewertung unbebauter Grundstücke | 22 |
| 3. | Geplante Änderungen bei der Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke | 23 |
| 4. | Geplante Änderungen bei der Bedarfsbewertung von Grundstücken mit Gebäuden im Zustand der Bebauung | 24 |
| 5. | Geplante Änderungen bei der Bedarfsbewertung von Erbbaurechtsgrundstücken und Grundstücken mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden | 24 |
| B. | Gestaltungsmöglichkeiten zur Übertragung von Immobilien im Privatvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge | |
| I. | Wiederholte Nutzung persönlicher Freibeträge | 25 |
| 1. | Schenkungen im „10-Jahres-Rhythmus“ | 25 |
| 2. | Schenkung gegenüber verschiedenen Personen | 26 |
| 3. | Umwegschenkung an Kind | 26 |
| 4. | Fallbeispiele | 26 |
| II. | Freigebige Zuwendungen | 28 |
| 1. | Freigebige Zuwendung unter Lebenden | 28 |
| 2. | Unbenannte Zuwendungen an den Ehegatten | 28 |
| a) | Zivilrechtliche Grundlagen | 28 |
| b) | Steuerrechtliche Grundlagen für eine unbenannte Zuwendung im Zusammenhang mit einem Familienwohnheim | 29 |
| aa) | Gesetzliche Regelung | 29 |
| bb) | Voraussetzungen für die Steuerbefreiung | 29 |
| cc) | Begriff und Abgrenzung des Familienwohnheims | 30 |
| dd) | Auswirkung der Steuerbefreiung | 31 |
| ee) | Fallbeispiele | 31 |
| III. | Gemischte Grundstücksschenkung | 32 |
| 1. | Gemischte Schenkung | 32 |
| 2. | Fallbeispiele | 33 |
| IV. | Grundstücksschenkung unter Auflage | 34 |
| 1. | Schenkung unter Leistungsauflage | 34 |
| 2. | Schenkung unter Duldungsauflage | 34 |
| 3. | Schenkung unter Leistungs- und Duldungsauflage (Mischfälle) | 35 |
| 4. | Fallbeispiele | 35 |
| V. | Mittelbare Grundstücksschenkung | 37 |
| 1. | Zivilrechtliche Grundlagen | 37 |
| 2. | Steuerrechtliche Grundlagen | 38 |
| a) | Gegenstand der mittelbaren Grundstücksschenkung | 38 |
| b) | Voraussetzungen der mittelbaren Grundstücksschenkung | 39 |
| c) | Bemessungsgrundlage der Schenkung | 40 |
| d) | Zeitpunkt der Grundstücksschenkung | 41 |
| e) | Risiken | 42 |
| f) | Fallbeispiele | 42 |
| VI. | Nießbrauch und dingliches Wohnungsrecht | 43 |
| 1. | Nießbrauch | 43 |
| a) | Begriff und Formen des Nießbrauchs | 43 |
| b) | Ertragsteuerliche Behandlung des Nießbrauchs | 45 |
| c) | Schenkungsteuerrechtliche Behandlung des Nießbrauchs | 46 |
| 2 | Dingliches Wohnungsrecht | 47 |
| a) | Begriff und Formen des dinglichen Wohnungsrechts | 47 |
| b) | Steuerliche Behandlung des dinglichen Wohnungsrechts | 48 |
| 3. | Fallbeispiele | 48 |
| VII. | Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistung | 50 |
| 1. | Begriff und Arten der Versorgungsleistung | 50 |
| 2. | Voraussetzungen der Übertragung gegen Versorgungsleistung | 51 |
| 3. | Ertragsteuerliche Behandlung der Versorgungsleistung | 51 |
| 4. | Fallbeispiele | 52 |
| VIII. | Sonstige Gestaltungsmöglichkeiten | 53 |
| 1. | Nutzung bereits entrichteter Schenkungsteuer | 53 |
| 2. | Übernahme der Schenkungsteuer | 54 |
| 3. | Generationensprung | 54 |
| a) | Umwegschenkung an Enkel | 54 |
| b) | Generationensprung mit Zuwendungsnießbrauch | 55 |
| 4. | Fallbeispiele | 55 |
| IX. | Vorsicht vor Gestaltungsmissbrauch | 59 |
| 1. | Kettenschenkung und Gestaltungsmissbrauch | 59 |
| 2. | Durchgangserwerb seitens eines Dritten | 60 |
| X. | Schenkungsteuerrechtliche Vorteile bei der Übertragung von Immobilien im Privatvermögen gegenüber der Übertragung von übrigem Vermögen | 60 |
| 1. | Übertragung von Zahlungsmitteln und Kapitalforderungen | 60 |
| a) | Bewertung von Zahlungsmitteln | 60 |
| b) | Bewertung von Kapitalforderungen | 61 |
| 2. | Übertragung eines Einzelunternehmens und Anteile an einer Personengesellschaft | 61 |
| a) | Bewertung eines Einzelunternehmens | 61 |
| b) | Bewertung von Anteilen an einer Personengesellschaft | 62 |
| 3. | Übertragung von Aktien und Anteilen an einer Kapitalgesellschaft | 62 |
| a) | Bewertung von Aktien | 62 |
| b) | Bewertung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft | 62 |
| 4. | Übertragung von Versicherungsansprüchen | 63 |
| 5. | Übertragung von übrigem Vermögen | 63 |
| 6. | Fallbeispiele | 64 |
| 7. | Kritische Bemerkungen | 66 |
| Schlussbemerkung | 68 | |
| Anhang | 70 | |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 87 |
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http://www.diplom.de/ean/9783832444044
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Löffler, Anke Juni 2001: Die Bedarfsbewertung von Immobilien im Privatvermögen und Gestaltungsmöglichkeiten zur Übertragung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bedarfsbewertung, Erbschaftssteuer, Immobilienübertragung, Privatvermögen, Vorweggenommene Erbfolge



