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Bedarfsanalyse für Autorentools im Umfeld multimedialer Lernmodulentwicklungen

Bedarfsanalyse für Autorentools im Umfeld multimedialer Lernmodulentwicklungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carina Homberg
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Furtwangen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7063-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7063-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7063-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Homberg, Carina Juni 2003: Bedarfsanalyse für Autorentools im Umfeld multimedialer Lernmodulentwicklungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Learning, Kursentwicklung, Content, Autorensoftware, Didaktik

Diplomarbeit von Carina Homberg

„Lebenslanges Lernen“ und „Lebensbegleitendes Lernen“, insbesondere „Learning on Demand“- nachfrageorientiertes Lernen- und „Just in Time Learning“- zeitgerechtes Lernen- stellen Schlüsselwörter der heutigen Gesellschaft dar.

Die globale Vernetzung durch die Internettechnologie brachte die Internationalisierung und die rasante Wissensvermehrung mit sich. Dadurch entstand ein erheblicher Wettbewerbsdruck, welcher sich auf die Dynamik, Faktoren wie Zeit und Kosten und insbesondere auf Unternehmen (im Gegensatz zu Universitäten) auswirkt. Unternehmen müssen sich dieser Entwicklung anpassen, um bestehen und wachsen zu können. Die rasante Wissensvermehrung und Veralterung von Fachwissen legt den Einsatz neuer lerntechnologischer Möglichkeiten - E-Learning - zur bedarfsorientierten Weiterbildung der Mitarbeiter nahe. Die Vorteile von E-Learning zielen letztenendes darauf ab, die schnelle Anpassungsfähigkeit von Unternehmen sicherzustellen und somit Zeit und Kosten einzusparen.

In der Anfangsphase des E-Learning standen die technischen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Zunehmend wurde jedoch sichtbar, dass die Abhängigkeit der Wissensaneignung von lernpsychologischen und didaktischen Faktoren berücksichtigt werden muss. Heute gewinnt die didaktische Komponente mehr und mehr an Bedeutung, da die Qualitätssteigerung der E-Learning-Angebote durch die Berücksichtigung der didaktischen Erkenntnisse zum Vorschein tritt. Als weitere Vorteile des E-Learning werden heute folgende Aspekte betrachtet:

E-Learning gewährleistet Kosteneinsparung durch orts- und zeitunabhängiges Lernen; E-Learning ermöglicht „Learning on Demand”; E-Learning fördert individuelles Lernen; E-Learning fördert interaktives und kooperatives Lernen und schließlich ermöglicht E-Learning eine Motivationssteigerung durch die Einbindung neuartiger Medien. Wesentlich dabei ist die Förderung des Lernprozesses und die daraus resultierende Beschleunigung der Wissensaneignung.

Die Wissensspeicherung und -vermittlung innerhalb der Unternehmen fand in der Entwicklung von Learning-Content-Management-Systemen (LCMS) ein optimiertes Ergebnis, welches heute sowohl die technischen Gegebenheiten, die didaktischen Notwendigkeiten als auch die multimedialen Möglichkeiten berücksichtigt.

In der vorliegenden Arbeit möchte ich die technischen Komponenten lediglich anreißen. Den Schwerpunkt werde ich auf die didaktische und multimediale Komponente im E-Learning legen, da ich die Darstellung dieser Erkenntnisse als notwendig erachte. Die didaktische und multimediale Komponente steht nicht nur auf der Ebene der Lernumgebung, sondern ebenso auf der Ebene der mittels Autorentools erstellten Lernangebote im Vordergrund. Aufgrund dessen werde ich eine Themeneingrenzung vornehmen. Ich werde das Autorentool, als ein Teilsystem des Learning-Content-Management-Systems, dahingehend näher betrachten, ob dieses alle erforderlichen didaktischen, medialen und gestalterischen Komponenten berücksichtigt.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Bedarfsanalyse für Autorentools im Umfeld multimedialer Lernmodulentwicklungen“. Dabei steht die Analyse von Anforderungen an moderne im Umfeld von Learning-Content-Management-Systemen einsetzbare Autorentools im Vordergrund. Als Zielsetzung gilt zum Einen die Bewertung, Beschreibung und Analyse am Markt vorhandener Autorentools zur Ermittlung der fehlenden Komponenten und zum Anderen die Darstellung einer Checkliste zur Entwicklung eines optimierten Autorentools.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 8
1. Einleitung 9
1.1 Ausgangslage 9
1.2 Zielsetzung der Arbeit 10
1.3 Aufbau der Arbeit 10
2. Definition der Begrifflichkeiten 12
2.1 Lernumgebungen 12
2.1.1 E-Learning 12
2.1.2 Blended-Learning 14
2.2 Lerntechnologien 14
2.2.1 Learning-Management-System 15
2.2.2 Content-Management-System 16
2.2.3 Learning-Content-Management-System 17
2.3 Lernmodulentwicklung 18
2.3.1 Modulares Prinzip 18
2.3.2 E-Learning-Standards 19
2.4 Autorentool 20
2.5 Didaktik 22
2.6 Multimedia 23
2.7 Mediendidaktik 23
3. Anforderungen an ein modernes Autorentool 25
3.1 Didaktische Betrachtung 26
3.1.1 Wissenschaftliche Grundlagen 26
3.1.1.1 Grundlagen der Lernpsychologie 26
3.1.1.2 Grundlagen der Didaktik 28
3.1.2 Didaktische Thesen für das Autorentool 30
3.1.2.1 Analytische Didaktik 30
3.1.2.2 Methodische Didaktik 34
3.1.3 Zusammenfassung: Didaktische Thesen 40
3.2 Mediale und gestalterische Möglichkeiten 42
3.2.1 Wissenschaftliche Grundlagen 42
3.2.1.1 Grundlagen der Medienpsychologie 42
3.2.1.2 Grundlagen der Mediendidaktik 44
3.2.2 Thesen über die Mediennutzung und gestalterischen Einsatz 46
3.2.2.1 Oberflächendesign 46
3.2.2.2 Mediales Design 49
3.2.3 Zusammenfassung: Thesen über Mediennutzung und gestalterischen Einsatz 53
3.3 Produktionsprozess von multimedialen Lernangeboten 54
3.3.1 Merkmale bestehender Produktionsprozesse 54
3.3.2 Thesen über Verbesserungsmöglichkeiten der Produktion von Lernmedien 57
3.3.3 Zusammenfassung: Thesen über unterstützende Merkmale 60
4. Analyse der am Markt erhältlichen Autorentools 61
4.1 Gesamtüberblick der Anbieter 61
4.1.1 Überblick: Anbieter und Produkt 61
4.1.2 Vorgehensweise bei der Bewertung 62
4.1.2.1 Theoretische Beschreibung des Bewertungsverfahrens 62
4.1.2.2 Praktische Umsetzung der Bewertung 70
4.1.3 Kurzbeschreibung der Top 5 am Markt erhältlichen Autorentools 71
4.1.3.1 Time 4 You- IBT Web Authoring 71
4.1.3.2 IBM- Knowledge Producer 72
4.1.3.3 Link und Link- IDEA 72
4.1.3.4 E-Serve- E-Author 73
4.1.3.5 Dynamic Media- Dynamic PowerTrainer 73
5. Schwerpunktanalyse der Autorentools basierend auf den Anforderungen aus den Thesen 74
5.1 Time4You - IBT Web Authoring 74
5.1.1 Didaktik 75
5.1.2 Design 76
5.1.3 Produktion 77
5.2 IBM - Knowledge Producer 80
5.2.1 Didaktik 80
5.2.2 Design 82
5.2.3 Produktion 84
5.3 Link und Link - IDEA 86
5.3.1 Didaktik 86
5.3.2 Design 88
5.3.3 Produktion 89
6. Schlussbetrachtung 91
6.1 Zusammenfassung der Anforderungen 91
6.2 Beschreibung der fehlenden Komponenten 93
6.3 Checkliste für ein optimiertes Autorentool 95
6.4 Zusammenfassendes Resümee 99
Anhang A 100
A1 Anforderungskatalog 100
A2 Fragebogen 101
A3 Bewertung der Top 3 Anbieter 109
Literaturverzeichnis 111

Automatisiert erstellter Textauszug:

? Animation ? Animationen ermöglichen die visuelle Darstellung von dynamischen Prozessen oder Vorgängen sowie die zusätzliche Einbindung eines erklärenden verbalen Kontextes. Zudem kann beispielweise bei interaktiven Simulationen in das animierte Geschehen eingegriffen und die Geschwindigkeit demnach reguliert werden. Animationen haben durch ihre anschauliche und interaktive Funktion einen besonderes motivationalen Effekt. ? Video ? Das Video bietet die Möglichkeit der realitätsnahen Darstellung und kann dadurch relativ gut an bestehende Erfahrungen anknüpfen. Der Videoeinsatz kommt auch zur Wiedergabe von Reden, Vorträgen oder Interviews führender Fachvertreter zum Tragen. Hier kann das Verständnis eines Problembereichs und hohe Motivation sehr gut erreicht werden. Die Verwendung von Videos innerhalb medialer Lernangebote erfordert Steuerungsfunktionen für den Lerner wie Abbruch, Vor- und Zurückspulen. Ausschlaggebend hierfür ist, dass der Zwang zum Anschauen eines Videos, das man schon wiederholt gesehen hat, ausgesprochen frustrierend wirkt und den Lernenden demotivieren oder sogar zum Beenden des Programms bewegen kann. ? Hypertext und Hypermedia ? Hypertext beschreibt eine delinearisierte Darstellung von Wissen. Die Lerninhalte werden in Einheiten unterteilt, welche durch Knoten verknüpft sind. Hypertext bietet somit einen selbstgesteuerten und problemorientierten Zugriff auf Wissen. [...]

? Ton ? Ton kann innerhalb von Lernangeboten in verschiedenen Formen wie Musik, Sprechertext, Geräusche präsentiert werden. Sprache Der Einsatz von Sprache kann dahingehend Vorteile erzielen, dass gesprochener Text bei einer vorwiegend visuellen Darstellung von Text und Bild zur Entlastung des Lernenden beiträgt. Allerdings besteht hierbei eine höhere Steuerung durch das System, wodurch die Aufmerksamkeit stärker gelenkt werden kann, aber zugleich auch der Zugriff auf Einzelinformationen erschwert wird. Des weiteren gelten als Negativauswirkungen die hohen Anforderungen an den Speicherplatz und die schlechte Änderbarkeit. Um die Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten sollte im Umgang mit gesprochenem Text darauf geachtet werden, dass dieser abbrechbar und wiederholbar ist, sowie eine ausreichende Lautstärkeregelung erlaubt. [...]

Die Medienintegration meint die Anwendung unterschiedlicher Medien innerhalb der Lernangebote als Unterstützungsfaktoren im Lehr- und Lernprozess. Hierbei werden die Medien nach den Medientypen zeitunabhängige Medien, zeitabhängige Medien und interaktive/kognitive Medien unterschieden. Autorentools sollten insbesondere die Einbindung jeglicher Medienformate ermöglichen, aber auch die Bearbeitung von Medien gewährleisten. Wesentliche mediale Inhalte werden im Folgenden beschreiben. ? Text ? Innerhalb von Lernangeboten findet vorwiegend die textuelle Darstellungsform Verwendung. Aufgrund der gegebenen Leseanstrengung am Bildschirm sollten folgende Aspekte bei der Gestaltung von Texten beachtet werden. Der Bildschirmtext sollte möglichst lesefreundlich und verständlich präsentiert werden. Die Textreduktion sollte unter Berücksichtigung der inhaltlichen Vollständigkeit sowie der alternativen Darstellungsformen durchgeführt werden. Es ist erforderlich mittels des Textes eine inhaltliche Struktur erkennbar zu machen. Diese kann zum Beispiel durch prägnante kurze Überschriften, sachlogische Absätze und Verwendung von Begriffserklärungen ermöglicht werden. ? Bild ? Bilder können nach der Art der Abbildung unterteilt werden in realistische Bilder wie zum Beispiel Fotografien, logische Bilder wie beispielsweise Diagramme und illustrative Bilder. Realistische Bilder stellen den Bezug zur Wirklichkeit dar und bieten die Möglichkeit authentische Problemsituationen bildhaft darzustellen. Logische Bilder sprechen den kognitiven Bereich an. Sie ermöglichen dem Autor komplexe Zusammenhänge auf das Wesentliche reduziert zu veranschaulichen. Illustrative Bilder können sensitive Wirkung erzielen, die Aufmerksamkeit des Lernenden gewinnen und ihn zum Lernen motivieren. Im Kontext von Lernangeboten bieten Abbilder [Schulmeister (2002) zitiert nach Weidenmann (1997), S.108ff] unterschiedliche Funktionen wie die Zeigefunktion, die Situierungsfunktion und die Konstruktionsfunktion. Die Zeigefunktion meint die Darstellung eines Gegenstandes oder von Teilen eines Gegenstandes wie beispielsweise Bewegungsabläufe. Die Situierungsfunktion beschreibt einen situativen Kontext beispielsweise für eine Aufgabenstellung. Die Konstruktionsfunktion unterstützt die Bildung eines übereinstimmenden Modells zu einem Sachverhalt oder Gegenstand auf mentaler Ebene. Bei Prozessabläufen sind Animationen im Sinne der Konstruktionsfunktion meist besser geeignet. Bilder könnten demnach unter der Bedingung des effizienten Einsatzes motivierend wirken, das Interesse am Lerngegenstand steigern, sowie die Aufmerksamkeit lenken und eine gedächtnisstützende Funktion haben. [...]

Arbeit zitieren:
Homberg, Carina Juni 2003: Bedarfsanalyse für Autorentools im Umfeld multimedialer Lernmodulentwicklungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Learning, Kursentwicklung, Content, Autorensoftware, Didaktik

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