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Baumpflege - Unter besonderer Berücksichtigung baumbiologischer Zusammenhänge

Eine terminologische Untersuchung im Sprachenpaar Deutsch und Französisch

Baumpflege - Unter besonderer Berücksichtigung baumbiologischer Zusammenhänge
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexandra Becker
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 487 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5230-8
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5230-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Becker, Alexandra Mai 1999: Baumpflege - Unter besonderer Berücksichtigung baumbiologischer Zusammenhänge, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Baumbiologie, Botanik, Fachglossar, Schnitttechnik, Baumpflege

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Diplomarbeit von Alexandra Becker

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in zwei Hauptteile gegliedert - den Sachteil und den Glossarteil.

Der SACHTEIL dient dazu, ausführlich und für den Nichtfachmann verständlich in die wesentlichen Bereiche zum Thema ‘Baumpflege’ einzuführen und so das nötige Fachwissen für das Verständnis der Terminologie zu vermitteln.

Der Sachteil umfaßt fünf Themenschwerpunkte:

Baumpflege - Grundlegende Aspekte In diesem bewußt kurz gehaltenen Kapitel soll ein Überblick über die Faktoren, welche baumpflegerische Maßnahmen im Siedlungsraum unabdingbar machen, gegeben werden. Im Vordergrund der thematischen Betrachtung stehen bodenkundliche Aspekte.

Architektur und Physiologie des Baumes Von zentraler Bedeutung für die Baumpflege sind eingehende Kenntnisse über Struktur und Funktion der Bäume sowie über deren Reaktionsmöglichkeiten auf Schädigungen. In diesem Kapitel sollen daher die für das Verständnis der weiteren Kapitel notwendigen baumbiologischen Grundlagen bereitgestellt werden. Im Hinblick auf die inhaltliche Strukturierung der sich anschließenden Kapitel wurde bei der Beschreibung der Baummorphologie und -anatomie schwerpunktmäßig der Aufbau der oberirdischen Baumteile einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Baumdiagnose Um den Umfang von Baumpflegemaßnahmen abschätzen und die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können, sind geeignete Voruntersuchungen unabdingbar. Aus diesem Grunde sollen hier die in der Praxis üblicherweise angewandten Methoden zur Beurteilung von Baumschäden vorgestellt und im Hinblick auf ihren Erkenntnisgewinn einer kurzen Beurteilung unterworfen werden.

Baumschnitt In diesem Kapitel sollen die wesentlichen Formen des Baumschnitts erläutert und mögliche, sich negativ auf Wachstum und Entwicklung des Baumes auswirkende Fehler aufgezeigt werden. Dabei erfolgte eine Beschränkung auf Schnittmaßnahmen in der Baumkrone, da solche am Wurzelsystem aufgrund des erschwerten Zugangs nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Als Extremfall des Baumschnitts findet in diesem Kapitel zudem die Baumfällung Beachtung.

Baumschutz - Rechtliche Grundlagen in Deutschland und Frankreich Dieses Kapitel sei den gesetzlich verankerten Möglichkeiten zum Schutz von Bäumen auf nationaler und kommunaler Ebene sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gewidmet, wobei sich die Darstellung des rechtlichen Rahmens ausschließlich auf öffentliche Baumbestände bezieht.

Der GLOSSARTEIL enthält ein jeweils alphabetisch geordnetes deutsches und französisches Glossar, wobei alle Fachtermini der Glossare im Sachteil in einen Zusammenhang gestellt sind. Da im Vordergrund der vorliegenden Arbeit der Praxisbezug steht, wurde dem Glossar eine kurze terminologische Betrachtung vorausgeschickt; eine methodische Vorbemerkung soll dem Benutzer Einblick in Aufbau und Handhabung des Glossars geben. Das Glossar ist auf die Nutzungsmöglichkeit zur Encodierung abgestellt. Die Eignung zur Decodierung muß zumindest insofern relativiert werden, als veraltete Benennungen nicht berücksichtigt und daher auch nicht in Beziehung zu den aktuell gültigen gesetzt wurden. Lediglich in einigen wenigen Fällen erfolgte eine Bemerkung in dem jeweiligen Kommentarfeld.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsübersicht III
Inhaltsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis XII
Abkürzungsverzeichnis XIII
1. Einleitende Betrachtung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 7
1.3 Aufbau 8
2. Sachteil 18
2.1 Baumpflege - Grundlegende Aspekte 18
2.1.1 Baumpflegeausbildung in Deutschland und Frankreich - Ein kurzer Überblick 18
2.1.2 Problemstandort "Siedlungsbereich" 21
2.2 Architektur und Physiologie des Baumes 26
2.2.1 Anatomie des Stammes 27
2.2.2 Phänologische Zusammenhänge 36
2.2.3 CO2-Assimilation und Transport von Assimilaten 38
2.2.3.1 Saftsteigen 40
2.2.4 Transport von Wasser und Nährsalzen 42
2.2.5 Transpiration 43
2.2.6 Baumschäden und ihre Auswirkungen auf den pflanzlichen Organismus 48
2.2.6.1 Holzfäule 53
2.3 Baumdiagnose 56
2.3.1 Diagnosemethoden 57
2.3.2 Beurteilung der Vitalität von Bäumen anhand der Kronenstruktur 62
2.3.2.1 Sproßbildung und Verzweigung 65
2.3.2.1.1 Verzweigungstypen 69
2.3.2.2 Wachstumsphasen-Modell 73
2.3.3 Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen 75
2.3.3.1 Visual Tree Assessment (VTA-Methode) 79
2.3.3.2 Bruchgefährdung im Kronenbereich 80
2.4 Baumschnitt 83
2.4.1 Notwendigkeit von Schnittmaßnahmen in der Krone 83
2.4.2 Schutzmechanismen und Abwehrreaktionen des Baumes bei Verletzungen 85
2.4.2.1 Wundreaktionen im Holz 86
2.4.2.2 Überwallung und Regeneration 90
2.4.2.3 CODIT-Modell nach Shigo 96
2.4.2.4 Verletzungszeitpunkt 98
2.4.3 Schnittzeitpunkt 99
2.4.4 Schnittmenge 101
2.4.5 Klassifikation der Schnittmaßnahmen in Deutschland und Frankreich 103
2.4.5.1 Deutschland 103
2.4.5.2 Frankreich 107
2.4.6 Schnittführung heute und in den vergangenen Jahrzehnten 113
2.4.6.1 Entfernung toter Äste 119
2.4.6.2 Entfernung lebender Äste 120
2.4.6.2.1 Zwiesel und eingeschlossene Rinde 120
2.4.6.3 Erziehungsschnitte - Grundformen 124
2.4.6.3.1 Köpfung 125
2.4.6.3.2 Leittriebförderung 127
2.4.6.3.3 Auf-Stock-Setzen 129
2.4.6.4 Kappung 130
2.4.7 Wundverschlußmittel 132
2.4.8 Baumfällung 134
2.4.8.1 Sanierungswürdigkeit 134
2.4.8.2 Technische Durchführung 135
2.4.8.2.1 Stubbenbeseitigung 137
2.5 Baumschutz - Rechtliche Grundlagen in Deutschland und Frankreich 139
2.5.1 Schutzmöglichkeiten in Deutschland 139
2.5.1.1 Naturschutzgesetze und Baumschutzsatzungen 139
2.5.2 Schutzmöglichkeiten in Frankreich 143
2.5.2.1 Plan d’occupation des sols (P.O.S.) 143
2.5.2.2 Sites protégés 144
3 Glossarteil 146
3.1 Bemerkungen zur ausgewerteten Literatur 146
3.2 Lexikalische Besonderheiten 162
3.3 Erläuterungen zur Glossarbenutzung 171
3.4 Deutsches Glossar 188
3.5 Französisches Glossar 299
4. Abschließende Betrachtung 408
ANHANG A ABBILDUNGEN, TABELLEN UND STATISTIKEN 410
ANHANG B BAUMSCHUTZSATZUNG DER STADT HEIDELBERG 418
ANHANG C ADRESSEN 422
LITERATURVERZEICHNIS XIV
VERZEICHNIS DER EXPERTENBEFRAGUNGEN L
STICHWORTVERZEICHNIS LI

Automatisiert erstellter Textauszug:

In der Praxis erfolgt die Windlastsimulation durch eine spezielle, mit einem am Stammfuß (s. Abb. 39) installierten mechanischen oder elektronischen Kraftmesser gekoppelte Zugeinrichtung. Bei der *Inclinomethode läßt sich nach Ermittlung der Stammneigung - die Messung erfolgt in 1/100° - über ein Datenauswertungsprogramm das Maß der *STANDSICHERHEIT feststellen: Höhere Neigung bei gleicher Krafteinwirkung bedeutet stärkere Ungleichgewichtigkeit zwischen Windlast und Gewichts- bzw. Haltekraft, bis hin zur Kippgefährdung. Das Gegenstück zur Inclinomethode bildet die *Elastomethode zur Ermittlung der BRUCHSICHERHEIT eines Baumes. Bei diesem Verfahren wird nicht die Neigung, sondern das Dehnungsverhalten des Stammes mit Hilfe eines als Elastometer bezeichneten Meßgerätes in 1/1000 mm gemessen. Ergeben die Messungen, daß bestimmte Werte überschritten sind, deutet dies auf eine nicht mehr gewährleistete Stand- und Bruchsicherheit des Baumes hin.258 [...]

Entscheidungshilfen zur Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen ergeben sich aus der Baumstatik [statique f de l’arbre257], die das Kippund Bruchverhalten von Bäumen unter dem Einfluß äußerer Lasten wie beispielsweise der Windlast untersucht. Das Verhältnis der Neigung eines Baumes zur einwirkenden äußeren Kraft ist ein sensibler Gradmesser der Stabilität. Allein Windlastermittlung und Berechnung oder Test der vorhandenen Widerstände bzw. des Kräftegleichgewichts - Grundlage des mathematischen Verfahrens zur Standund Bruchsicherheitsberechnung sind statische Gesetzmäßigkeiten, die auch für das natürliche Bauwerk ‘Baum’ Gültigkeit besitzen - bringen einen sachgerechten Aufschluß über die Verkehrssicherheit (→ Kap. 2.3) von Bäumen. Das Lokalisieren einer Faulstelle oder Morschung im Stamm allein erlaubt noch keinen Rückschluß auf das Maß der Bruchsicherheit. [...]

Normalerweise hat die Natur alles so angelegt, daß Bäume sicher stehen und selbst stärksten Stürmen widerstehen können. So legen der Stamm und die Äste an ihren basalen Partien mehr Holz an, um den durch Schwerkraft und Wind ausgeübten Biegekräften effektiv widerstehen zu können. Der Stamm erhält durch die verstärkte Holzbildung am Stammfuß (s. Abb. 39) eine kegelförmige, in der Fachsprache als *abholzig bezeichnete Form. Die statische Sicherung ergibt sich zum einen aus der Elastizität des Stammes, zum anderen aus der Tatsache, daß jeder einzelne Ast die auf die Kronenspitzen einwirkenden Windkräfte bereits in sich abfedert. Durch die Flexibilität der Äste, Zweige und Blätter - sie drücken sich unter Windeinfluß weg wird die Angriffsfläche verringert und ein deutlicher Beitrag zur Lastreduktion geleistet. Zudem wirkt der von außen auf den Baum einwirkenden Windkraft gemäß dem Prinzip des Gleichgewichts von Kraft und Gegenkraft dessen Eigengewichtsund Verankerungskraft entgegen. Innerhalb normaler Belastungsgrenzen ist durch die feste Verwurzelung des Baumes mit dem Boden251 Standsicherheit gegeben.252 [...]

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Arbeit zitieren:
Becker, Alexandra Mai 1999: Baumpflege - Unter besonderer Berücksichtigung baumbiologischer Zusammenhänge, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Baumbiologie, Botanik, Fachglossar, Schnitttechnik, Baumpflege

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