Bauen am Wasser
Erprobt am Beispiel Humboldthafen Berlin
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Kachel
- Abgabedatum: September 2007
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 6,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
- Bibliografie: ca. 51
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2047-5
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kachel, Andreas September 2007: Bauen am Wasser, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bauformen, Materialien, Städtebauformen, Parameter, Transparenz
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Diplomarbeit von Andreas Kachel
Einleitung:
In der vorliegenden Arbeit wird sich der Thematik ’Bauen am Wasser’ allgemein und speziell am Humboldthafen in Berlin angenähert und der Versuch unternommen, einen städtebaulich wie auch landschafts-architektonisch hochwertigen Entwurf für diesen Bereich zu erarbeiten. Um die einzelnen Themengebiete klar herauszuarbeiten und somit eine gute Überschaubarkeit der Arbeit zu gewährleisten, ist eine Unterteilung in vier Kapitel von Nöten.
Im Ersten Kapitel werden allgemeingültige, für die Planung am Wasser relevante Thematiken erörtert und dargestellt. In diesem Teil der Arbeit wird sich durch eine jedermann bekannte Arbeitsweise: ’vom Groben zum Kleinen’ dem eigentlichen Thema genährt. Es wird über die Bedeutung vom Bauen am Wasser, über planungsrelevante Parameter, über Materialien, Bauformen und Städte, im speziellen natürlich auch über die Stadt Berlin, als Stadt am Wasser, die den Humboldthafen beheimatet, gesprochen. Am Ende dieses Kapitels werden einige Beispiele aus Berlin dargestellt, die verdeutlichen sollen, welches Potenzial in der Thematik ’Bauen am Wasser’ steckt.
Im zweiten Kapitel geht es speziell um den Planungsort selbst, hier wird der Grundstein einer jeden nachhaltigen Planung gelegt: die Grundlagenermittlung. Es werden geschichtliche wie auch stadträumliche Hintergründe aufgezeigt, um so ein Verständnis für den Ort zu entwickeln. Natürliche Faktoren wie Klima, Wasser und Boden, um nur einige von ihnen zu nennen, werden ebenso wie kulturell räumliche Faktoren, de Mensch und seine Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur, analysiert.
Im dritten Kapitel wird über die voraussichtliche Planung des Standortes ’Humboldthafen Berlin’ gesprochen. Es findet eine Einordnung in das Stadtgebiet statt; planerische Absichten und Vorgaben werden dargestellt, ebenso wie sein Umfeld und allgemeine Planungsmöglichkeiten vor Ort. Schließlich wird das bereits existierende städtebauliche Konzept der Stadt Berlin für den Standort ’Humboldthafen Berlin’ beschrieben und bewertet. Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen, lässt sich schon an dieser Stelle sagen, dass sich das folgende vierte Kapitel aus den Resultaten der Analyse des Konzeptes der Stadt ergibt.
In eben jenem vierten Kapitel werden eigens entwickelte städtebauliche Konzepte zum Planungsgebiet erläutert und unter Betrachtung von bestimmten Kriterien miteinander verglichen. Der nach eingehender Bewertung zu favorisierende Entwurf wird dann vertieft ausgearbeitet; zu Ihm werden Konzepte zur Beleuchtung, Möblierung und zur Vegetation erstellt.
Als Abschluss der Arbeit werden die Entwicklungsaussichten des Entwurfes und des Standortes selbst beschrieben. In der Schlussbetrachtung wird die Arbeit dann vom Autor selbst noch einmal reflektiert.
Im Anhang befinden sich Quellen-, Abbildungs- und Planverzeichnis.
Inhaltsverzeichnis:
| Anlass und Ziel | 9 | |
| Einführung | 11 | |
| Teil I – Bauen am Wasser | 13 | |
| 1.1 | Bauen am Wasser | 13 |
| 1.1.1 | Vorwort | 13 |
| 1.1.2 | Bedeutung für den Menschen | 14 |
| 1.1.3 | Einfluss auf Umgebung / Lebensqualität | 15 |
| 1.2 | Planungsrelevante Parameter | 16 |
| 1.2.1 | Vorwort | 16 |
| 1.2.2 | Landschaft – Natur | 17 |
| 1.2.3 | Landschaft – Stadt | 18 |
| 1.2.4 | Menschen | 19 |
| 1.3 | Materialien am Wasser | 20 |
| 1.3.1 | Vorwort | 20 |
| 1.3.2 | Bedeutung und Ausstrahlung | 20 |
| 1.3.3 | Langlebigkeit von Materialien | 23 |
| 1.3.4 | Gegensatz: Wasser – Stein – Pflanze | 25 |
| 1.4 | Bauformen am Wasser | 26 |
| 1.4.1 | Vorwort | 26 |
| 1.4.2 | am Wasser | 26 |
| 1.4.3 | in Berührung mit dem Wasser | 29 |
| 1.4.4 | über dem Wasser | 32 |
| 1.5 | Städte am Wasser | 35 |
| 1.5.1 | Vorwort | 35 |
| 1.5.2 | Venedig | 35 |
| 1.5.3 | Hamburg | 37 |
| 1.5.4 | Barcelona | 43 |
| 1.6 | Berlin am Wasser | 47 |
| 1.6.1 | Vorwort | 47 |
| 1.6.2 | Spree erleben | 48 |
| 1.6.3 | Wassernahes bauen in Berlin | 51 |
| 1.6.4 | Trends / Visionen / Tendenzen | 52 |
| 1.7 | Beispiele / Projekte in Berlin | 53 |
| 1.7.1 | Vorwort | 53 |
| 1.7.2 | Rummelsburger Bucht | 53 |
| 1.7.3 | Stralauer Insel | 59 |
| 1.7.4 | Projekt`Häuser am Wasser` | 62 |
| 1.7.5 | Visionen – Entwicklungsprognosen | 67 |
| Teil II – Grundlagen `Humboldthafen Berlin` | 69 | |
| 2.1 | Geschichte/ stadträumlicher Hintergrund | 69 |
| 2.2 | natürliche Faktoren | 70 |
| 2.2.1 | Geographie | 70 |
| 2.2.2 | Klima | 71 |
| 2.2.3 | Boden | 73 |
| 2.2.4 | Wasser | 76 |
| 2.2.5 | Luft | 78 |
| 2.2.6 | Lärm | 80 |
| 2.2.7 | Flora | 81 |
| 2.2.8 | Fauna | 81 |
| 2.3 | kulturell räumliche Faktoren | 82 |
| 2.3.1 | Mensch und Kultur | 82 |
| 2.3.2 | Wirtschaft | 83 |
| 2.3.3 | Tourismus | 83 |
| 2.3.4 | Infrastruktur | 84 |
| Teil III – Planung `Humboldthafen Berlin` | 85 | |
| 3.1 | Humboldthafen Berlin | 85 |
| 3.1.1 | Einordnung in das Stadtgebiet | 85 |
| 3.2 | Planerische Absichten / Vorgaben | 86 |
| 3.2.1 | Städtebauliche Absichten | 86 |
| 3.2.2 | Objektplanerische Absichten | 88 |
| 3.3 | Umfeld | 89 |
| 3.3.1 | Architektur und Städtebau | 89 |
| 3.3.2 | Verkehrsstruktur | 90 |
| 3.3.3 | Grün- und Freiflächen | 91 |
| 3.3.4 | Altlasten und Immissionen | 91 |
| 3.3.5 | Natur und Landschaft | 92 |
| 3.3.6 | Gebäude und deren Nutzung | 92 |
| 3.4 | Planung | 93 |
| 3.4.1 | Raumbetrachtung | 93 |
| 3.4.2 | Nutzungsstrukturen | 94 |
| 3.4.3 | Vegetation | 94 |
| 3.4.4 | Wasser | 95 |
| 3.4.5 | Beleuchtung | 95 |
| 3.4.6 | Materialien | 96 |
| 3.4.7 | Versorgung | 96 |
| 3.5 | Städtebauliches Konzept der Stadt | 97 |
| 3.5.1 | Herleitung und Beschreibung | 97 |
| 3.5.2 | Wertung / Fazit | 99 |
| Teil IV – Entwurf `Humboldthafen Berlin` | 101 | |
| 4.1 | Städtebauliches Entwurfskonzept I | 101 |
| 4.1.1 | Herleitung und Beschreibung | 101 |
| 4.2 | Städtebauliches Entwurfskonzept II | 103 |
| 4.2.1 | Herleitung und Beschreibung | 103 |
| 4.3 | Städtebauliches Entwurfskonzept III | 105 |
| 4.3.1 | Herleitung und Beschreibung | 105 |
| 4.4 | Städtebauliches Entwurfskonzept IV | 107 |
| 4.4.1 | Herleitung und Beschreibung | 107 |
| 4.5 | Städtebauliches Entwurfskonzept IV / a | 109 |
| 4.5.1 | Herleitung und Beschreibung | 109 |
| 4.6 | Wertung der Entwürfe | 111 |
| 4.6.1 | Tabelle | 111 |
| 4.6.2 | Fazit | 113 |
| 4.7 | Vertiefung Entwurfskonzept IV | 114 |
| 4.7.1 | Herleitung und Beschreibung | 114 |
| 4.7.2 | Nutzungskonzept | 117 |
| 4.7.3 | Beleuchtungskonzept | 118 |
| 4.7.4 | Vegetationskonzept | 119 |
| 4.7.5 | Materialkonzept | 120 |
| 4.8 | Entwicklungsaussichten | 121 |
| 4.9 | Schlussbetrachtung | 122 |
| Quellenverzeichnis | 123 | |
| Abbildungsverzeichnis | 130 | |
| Planverzeichnis | 137 |
Textprobe:
Kapitel 1.6, Berlin am Wasser: Kapitel 1.6.1, Vorwort: Berlin befindet sich geographisch wie politisch im Zentrum Europas, aber zugleich auch inmitten eines der größten zusammenhängenden europäischen Wassersportreviere. Von der Bundeshauptstadt aus können per Schiff die Nord- und Ostsee wie auch das Mittelmeer über Flüsse, Seen und Kanäle erreicht werden. Berlin ist eine Wasserstadt im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur die Tatsache, dass Berlin eine Wasserfläche von 58,9 qkm hat (was 6,6% der Gesamtfläche entspricht), auch die über 600 Gewässer überspannenden Brücken prägen die Stadt. Berlin ist zudem ein Ort, der von seinem Grundwasser lebt. Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten muss Berlin sein Trinkwasser nicht aus der Umgebung fördern und heranpumpen. Dieses wertvolle Gut wird durch aufwendige Verfahren des Grundwasserschutzes, wie am Potsdamer Platz oder Lehrter Bahnhof, richtigerweise erhalten.
In Berlin findet gerade ein Prozess statt, der noch in den Kinderschuhen steckt: es entsteht eine neue Beziehung von Wasser und Stadt. Wasser in Berlin wird begriffen als Lebensmittel und Lebensraum.
Spree, Dahme und Havel durchfließen auf einer Strecke von 89 km die Stadtgrenzen. Eine Vielzahl von kleineren Nebenwasserläufen, wie zum Beispiel Nordgraben, Tegler Fließ oder Panke weisen eine Länge von 75 km auf. Mit einer Wasseroberfläche von ca. 7,6 qkm ist der `Große Müggelsee` der größte See Berlins, während der `Flughafensee` mit einer Tiefe von ca. 34 m der Tiefste ist. Die Tatsache, dass die Region um Berlin als Wasserarm einzustufen ist, steigert den Wert des Wassers in und um Berlin immens.
Berlin hat mit seinen 330 Kilometern See-, Fluss- und Kanalufern (Bild…) eine unvergleichliche Entwicklungsmöglichkeit. Blickt man auf Städte wie Paris, ist zu erahnen welche Potenziale diese Stadt mit Ihren Ufern noch hat.
Die Entwicklung von innerstädtischen Wasserfronten und Hafenbrachen ist nicht nur weltweit ein aktueller Trend der Stadtentwicklung, auch in Berlin ist es richtigerweise in der Öffentlichkeit genauso Thema wie in den Stadtämtern.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836620475
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Kachel, Andreas September 2007: Bauen am Wasser, Hamburg: Diplomica Verlag
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Bauformen, Materialien, Städtebauformen, Parameter, Transparenz



