Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität
Am Beispiel des Wasserkraftwerken XX/Loch Ness
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dirk Peuß
- Abgabedatum: März 2007
- Umfang: 187 Seiten
- Dateigröße: 18,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
- Bibliografie: ca. 65
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0458-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0458-1 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0458-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Peuß, Dirk März 2007: Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement, Auslandsbau, Umweltschutz
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Dirk Peuß
Einleitung:
Im Naturschutzgebiet der schottischen Highlands gilt das Gebiet um den Fluss Tarff als besonders schützenswertes Ökosystem. Um die schottische Energieversorgung stärker auf erneuerbare Energien zu fokussieren entsteht bis Februar 2009 ein unterirdisches Wasserkraftwerk. Beim Bau des Wasserkraftwerkes Glendoe wird der Fluss Tarff mittels eines noch zu errichtenden Steinschüttdammes mit Betondichtung angestaut. Zur Erhöhung des Einzugsgebietes wird ein unterirdisches Aquäduktsystem gebaut. Zur Energiegewinnung wird das aufgestaute Wasser durch den maschinell vorgetriebenen Headrace Tunnel strömen, um die Turbine in den Fels gesprengten Kraftwerkshaus anzutreiben und dann in das Loch Ness zu fließen. Die Ausführung des Projektes wird von hohen Umweltauflagen stark beeinflusst. Dazu zählen die Berücksichtigung der Brutzeiten von Vögeln, die Umsiedlung einer seltenen Moosart, das Schützen von Wühlmauskolonien und das Gewährleisten einer hohen Wasserqualität des Flusses Tarff zum Schutz des Lebensraumes der Otter. Hohe Auflagen hinsichtlich Lärm- und visueller Belästigung sowie Belästigung durch Baustellenbeleuchtung sind insbesondere nahe des am Loch Ness gelegenen Dorfes Fort Augustus einzuhalten. Jeder temporäre und permanente Baufortschritt wird von den hoheitlichen Behörden zur Gewährleistung von Umweltschutz und kommunalen Interessen betreut.
Neben dem Einhalten hoher Umweltauflagen wird in Großbritannien eine besondere Philosophie zur Gewährleistung eines hohen Standards an Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz gepflegt. Unfälle sollen unter anderem mittels Construction Method Statements, so genannter Bauarbeitsbeschreibungen, und Risk Assessments, das sind Beurteilungen zur Bewertung und Reduzierung von Risiken im Arbeitsablauf und im Umgang mit Gefahrengütern, verhindert werden. Durch die Legislative wurden in der Vergangenheit viele Regulationen geschaffen, deren Umsetzung kommerziell geschult und zertifiziert wird. Diese Regulationen beeinflussen Gerätekonzepte und Vergaben von Subunternehmerleistungen. Neben ökonomischen und qualitätssichernden Gesichtspunkten, sind die im Subunternehmen gelebte Arbeitssicherheitsphilosophie und Unfallstatistik von entscheidungsgebendem Wert.
Anhand des Bauprojektes Wasserkraftwerk Glendoe soll deutlich gemacht werden, was im speziellen Fall Schottland zu beachten und zu berücksichtigen ist. Es soll aufgezeigt werden, dass sich ein zeitgemäßes, internationales Baustellenmanagement nicht allein darin erschöpft, zur Gewährleistung des Baufortschrittes Mitarbeiter mit Maschinen und Geräten auf die Baustelle ins Ausland zu entsenden und den Materialfluss zu organisieren. Für den wirtschaftlichen Erfolg eines internationalen Projektes sind vielmehr auch länderspezifische Eigenheiten zu erkennen und zu berücksichtigen.
Umsetzung und Gliederung der Arbeit Diese Arbeit entstand am Ende eines einjährigen Baustellenpraktikums im Rahmen des Projektes ’Glendoe Hydro Electric Scheme’ am Bau eines Wasserkraftwerkes in Fort Augustus / Schottland. Die Zeit des Praktikums auf der Baustelle ermöglichte einen weit gefächerten Einblick in die Baustellenorganisation mit ihren Projekt- und Tätigkeitsbereichen, die Baustellenabläufe sowie in Aufbau und Struktur einer internationalen Großbaustelle mit ihren projektspezifischen Besonderheiten beim Bauen im schottischen Naturschutzgebiet.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in acht Kapitel.
Im ersten Kapitel wird der Leser an das Projekt ’Glendoe Hydro Electric Scheme’ herangeführt.
Die einzelnen Projektbereiche der Baustelle werden im zweiten Kapitel detailliert vorgestellt.
Im dritten Kapitel werden das internationale Baumanagement und die Charakteristik und Struktur internationaler Bauaktivitäten untersucht. Die auftretenden Strukturformen werden auf den Aufbau des Joint Ventures ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ übertragen und anhand des Projektes ausführlich erläutert. Des Weiteren werden überregionale und lokale behördliche Instanzen beschrieben und deren Aufgaben und Ziele erörtert.
Kapitel vier verdeutlicht den hohen Aufwand zur Erteilung der Plangenehmigung, unter Berücksichtigung der Umweltauflagen und den Umfang beziehungsweise die Umsetzung von Arbeitssicherheitsvorschriften in Schottland bzw. Großbritannien.
Die spezifischen Besonderheiten der einzelnen Projektbereiche in Hinsicht auf Umwelt und Arbeitssicherheit werden im fünften Kapitel dargestellt. Somit werden der Einfluss der Auflagen und Bestimmungen aus dem vierten Kapitel und deren Umsetzung eingehend erklärt.
Anschließend werden im sechsten Kapitel die Einflüsse der hohen Umweltauflagen und Arbeitsicherheitsvorschriften auf die Terminplanung analysiert und bewertet.
Im siebten Kapitel werden dann die Kosten, die auf Umweltauflagen und Arbeitssicherheitsvorschriften zurückzuführen sind, aufgezeigt, analysiert und beurteilt.
Abschließend gibt Kapitel acht eine Zusammenfassung und einen Ausblick über die Anforderungen bei Bauprojekten in Naturschutzgebieten von Schottland.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 2 | |
| Erklärung | 3 | |
| Danksagung | 4 | |
| Inhaltsverzeichnis | 5 | |
| Abbildungsverzeichnis | 9 | |
| Tabellenverzeichnis | 12 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 14 | |
| Aufgabenstellung | 17 | |
| 1. | Einführung | 18 |
| 2. | Projekt ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ | 20 |
| 2.1 | Hauptcamp | 23 |
| 2.2 | Access Tunnel Areal | 26 |
| 2.2.1 | Access Tunnel Areal Übersicht | 27 |
| 2.2.2 | Access Tunnel | 28 |
| 2.2.3 | Kaverne | 29 |
| 2.3 | Power Tunnel und Tailrace Plattform | 31 |
| 2.4 | Zugangsstrassen | 35 |
| 2.5 | Staudamm Areal | 36 |
| 2.5.1 | Staudamm Camp mit Industriebereich | 37 |
| 2.5.2 | Staudamm und Staubecken | 39 |
| 2.6 | Aqueduct System | 40 |
| 3. | Projektmanagement | 42 |
| 3.1 | Internationales Baumanagement | 43 |
| 3.2 | Charakteristik internationaler Bauaktivitäten | 44 |
| 3.3 | Organisation des ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ | 46 |
| 3.3.1 | Aufbau des Joint Venture | 46 |
| 3.3.2 | Aufbau des Projektteams | 50 |
| 3.3.2.1 | Projektleitung | 51 |
| 3.3.2.2 | Übergeordnete Abteilungen | 51 |
| 3.3.2.3 | Technische Abteilungen | 54 |
| 3.3.2.4 | Kaufmännische Abteilungen | 57 |
| 3.3.2.5 | Bauausführende Serviceabteilungen | 61 |
| 3.3.2.6 | Bauausführende Abteilungen | 62 |
| 3.3.3 | Bauherr und Consultant | 65 |
| 3.3.4 | Behördliche Instanzen und Kommunen | 67 |
| 3.3.4.1 | Highland Council | 67 |
| 3.3.4.2 | Scottish Environmental Protective Agency | 68 |
| 3.3.4.3 | Scottish National Heritage | 69 |
| 3.3.4.4 | Royal Society for the Protection of Birds | 70 |
| 3.3.4.5 | Health & Safety Executive | 71 |
| 3.3.4.6 | Kommunen | 72 |
| 4. | Projektvorbereitung und Umsetzung | 74 |
| 4.1 | Genehmigungsverfahren | 74 |
| 4.1.1 | Plangenehmigung Section 36 | 74 |
| 4.1.2 | Weitere Genehmigungsverfahren und Lizenzierungen | 81 |
| 4.1.2.1 | Building Warrant | 81 |
| 4.1.2.2 | Environmental Licenses | 82 |
| 4.1.2.2.1 | Abstraction License | 82 |
| 4.1.2.2.2 | Discharge License | 82 |
| 4.1.2.2.3 | Engineering License | 82 |
| 4.1.2.2.4 | Waste Exemption License | 83 |
| 4.2 | Legislative und Regulationen zur Arbeitssicherheit | 84 |
| 4.2.1 | Health & Safety at Work Act 1974 | 84 |
| 4.2.2 | Construction (Design and Management) Regulation 1994 | 85 |
| 4.2.2.1 | Pre-Tender Health & Safety Plan | 85 |
| 4.2.2.2 | Construction Phase Health & Safety Plan | 86 |
| 4.2.2.3 | Health & Safety File | 87 |
| 4.2.2.4 | Pflichten der einzelnen Personengruppen | 88 |
| 4.2.3 | Construction (Health, Safety and Welfare) Regulations 1996 | 91 |
| 4.2.4 | Management of Health & Safety at Work Regulations 1999 | 92 |
| 4.2.5 | Umsetzung der Gesetzgebungen | 93 |
| 4.2.5.1 | Construction Method Statement mit Risk Assessment | 93 |
| 4.2.5.2 | Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz | 96 |
| 4.3 | Integrated Management System | 97 |
| 4.3.1 | Health & Safety Management System | 98 |
| 4.3.2 | Environmental Management System | 101 |
| 4.3.3 | Quality Management System | 103 |
| 5. | Einfluss der Vorschriften auf das Projekt | 105 |
| 5.1 | Projektbereiche generell | 105 |
| 5.1.1 | Schutz der anliegenden Ortschaften und Strassen - Einschränkung der Verkehrsanbindung | 105 |
| 5.1.2 | Schutz der Umwelt – Staub- und Schmutzminimierung | 107 |
| 5.1.3 | Lärmschutz – Kernarbeitszeiten und Geräuschpegelmessungen | 107 |
| 5.1.4 | Allgemein Wohl, Gesundheits- und Arbeitsschutz | 109 |
| 5.1.4.1 | Bereitstellung von Sanitär- und Aufenthaltscontainer | 109 |
| 5.1.4.2 | Construction Skills Certification Scheme und Construction Plant Certification Scheme Cards | 109 |
| 5.1.5 | Schutz des natürlichen Wasserkreislaufes – Bachumleitung, Entwässerungsgräben und Sandfänge | 110 |
| 5.1.6 | Schutz des Grundwassers –Behandlung von verunreinigtem Oberflächenwasser sowie Nutz- und Abwasser | 112 |
| 5.1.7 | Schutz des Lebensraums der Tiere – Ausweisung von Schutz- und Brutgebieten, Einhaltung von Brutzeiten | 113 |
| 5.1.7.1 | Seltene Vogelarten im Baugebiet | 113 |
| 5.1.7.2 | Wühlmäuse und Otter im Baugebiet | 113 |
| 5.1.7.3 | Ausweisung von Schutzgebieten | 115 |
| 5.1.7.3.1 | SSSI – Naturschutzgebiete für Pflanzen und Wildtiere | 115 |
| 5.1.7.3.2 | SPA – besonders zuschützende Gebiete | 116 |
| 5.1.7.4 | Einhaltung von Schutz- und Brutgebieten | 116 |
| 5.1.8 | Schutz der Umgebung und der Natur – Vorkehrungen bei Sprengungen und Betonagen in Schutzgebieten | 119 |
| 5.1.8.1 | Sprengungen in einem SPA | 119 |
| 5.1.8.2 | Betonieren in einem SPA | 119 |
| 5.1.9 | Renaturierung – Oberbodenabtrag, Lagerung und Wiederverwendung | 120 |
| 5.2 | Hauptcamp – Besonderheiten | 121 |
| 5.2.1 | Building Warrant der Hauptcampanlage | 121 |
| 5.2.2 | Sichtschutz des Hauptcamps | 121 |
| 5.2.3 | Medizinische Versorgung | 121 |
| 5.2.4 | Wasserversorgung, Wasseraufbereitungssystem und Abwasserbehandlungssystem | 122 |
| 5.2.4.1 | Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem | 122 |
| 5.2.4.2 | Abwasserbehandlungssystem | 123 |
| 5.2.5 | Ausnahmeregelung zur Abfallentsorgung – Lagerung von Abraum | 125 |
| 5.3 | Access Tunnel Areal – Besonderheiten | 126 |
| 5.3.1 | Schutz des Grundwassers – Klärtanks und Absetzbecken | 126 |
| 5.4 | Tailrace Plattform - Besonderheiten | 129 |
| 5.4.1 | Sichtschutz der Tailrace Plattform – Schutz des Baumbestandes, Palisaden und Beleuchtung | 129 |
| 5.4.2 | Schutz des Grundwassers – Oberflächen-, Nutz- und Abwasserbehandlung | 130 |
| 5.5 | Zugangsstrassen – Besonderheiten | 131 |
| 5.5.1 | Schutz der Natur und der natürlichen Wasserläufe – Strassenverlauf und Strassenaufbau, Wasserquerungen | 131 |
| 5.5.1.1 | Strassenverlauf, Strassenbreite und –aufbau | 131 |
| 5.5.1.1.1 | Strassenbau auf Fels- oder Geschiebemergel | 132 |
| 5.5.1.1.2 | Schwimmende Strassen auf Torf | 132 |
| 5.5.1.2 | Wasserquerungen | 133 |
| 5.6 | Staudamm Areal – Besonderheiten | 135 |
| 5.6.1 | Staudamm Areal – Staudamm Camp mit Industriebereich | 135 |
| 5.6.1.1 | Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem | 135 |
| 5.6.1.2 | Abwasserbehandlungssystem – Grau- und Schwarzwasser | 136 |
| 5.6.1.3 | Schutz des Grundwassers – Separate Drainagesysteme und Absetzlagunen | 136 |
| 5.6.2 | Staudamm Areal – Staudamm | 138 |
| 5.6.2.1 | Schutz seltener Pflanzen – Umsiedlung einer Moosart | 138 |
| 5.6.2.2 | Schutz des Grundwassers – Absetzlagunen | 139 |
| 6. | Einfluss der Vorschriften auf die Ablaufplanung | 140 |
| 6.1 | Analyse | 140 |
| 6.1.1 | Verlauf einer Bauaktivität | 140 |
| Balkenplan 1 | 143 | |
| 6.1.2 | Auswirkungen durch die Umsetzung von Vorschriften | 144 |
| 6.1.2.1 | Ablaufplanung – Hauptcamp | 145 |
| 6.1.2.2 | Ablaufplanung – Access Tunnel Areal | 145 |
| 6.1.2.3 | Ablaufplanung – Tailrace Plattform | 146 |
| 6.1.2.4 | Ablaufplanung – Zugangsstrassen | 146 |
| 6.1.2.5 | Ablaufplanung – Staudamm Areal | 147 |
| 6.1.2.6 | Ablaufplanung – Aqueduct System | 147 |
| Balkenplan 2 | 148 | |
| 6.2 | Bewertung | 150 |
| 7. | Einfluss der Vorschriften auf die Kosten | 153 |
| 7.1 | Analyse | 153 |
| 7.1.1 | Kosten basierend auf Personal | 153 |
| 7.1.2 | Kosten basierend auf der Umsetzung der Vorschriften | 158 |
| 7.1.2.1 | Kosten – Projektbereiche generell | 158 |
| 7.1.2.2 | Kosten – Hauptcamp | 165 |
| 7.1.2.3 | Kosten – Access Tunnel Areal | 169 |
| 7.1.2.4 | Kosten – Tailrace Plattform | 169 |
| 7.1.2.5 | Kosten – Zugangstrassen | 170 |
| 7.1.2.6 | Kosten – Staudamm Areal | 172 |
| 7.2 | Bewertung | 174 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 176 |
| Literaturverzeichnis | 177 | |
| Projektunterlagen | 177 | |
| Sachbücher | 183 | |
| Zeitungen, Magazine und Berichte | 184 | |
| Richtlinien, Regulationen und Gesetzgebungen | 185 | |
| Internet | 187 |
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 2 | |
| Erklärung | 3 | |
| Danksagung | 4 | |
| Inhaltsverzeichnis | 5 | |
| Abbildungsverzeichnis | 9 | |
| Tabellenverzeichnis | 12 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 14 | |
| Aufgabenstellung | 17 | |
| 1. | Einführung | 18 |
| 2. | Projekt ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ | 20 |
| 2.1 | Hauptcamp | 23 |
| 2.2 | Access Tunnel Areal | 26 |
| 2.2.1 | Access Tunnel Areal Übersicht | 27 |
| 2.2.2 | Access Tunnel | 28 |
| 2.2.3 | Kaverne | 29 |
| 2.3 | Power Tunnel und Tailrace Plattform | 31 |
| 2.4 | Zugangsstrassen | 35 |
| 2.5 | Staudamm Areal | 36 |
| 2.5.1 | Staudamm Camp mit Industriebereich | 37 |
| 2.5.2 | Staudamm und Staubecken | 39 |
| 2.6 | Aqueduct System | 40 |
| 3. | Projektmanagement | 42 |
| 3.1 | Internationales Baumanagement | 43 |
| 3.2 | Charakteristik internationaler Bauaktivitäten | 44 |
| 3.3 | Organisation des ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ | 46 |
| 3.3.1 | Aufbau des Joint Venture | 46 |
| 3.3.2 | Aufbau des Projektteams | 50 |
| 3.3.2.1 | Projektleitung | 51 |
| 3.3.2.2 | Übergeordnete Abteilungen | 51 |
| 3.3.2.3 | Technische Abteilungen | 54 |
| 3.3.2.4 | Kaufmännische Abteilungen | 57 |
| 3.3.2.5 | Bauausführende Serviceabteilungen | 61 |
| 3.3.2.6 | Bauausführende Abteilungen | 62 |
| 3.3.3 | Bauherr und Consultant | 65 |
| 3.3.4 | Behördliche Instanzen und Kommunen | 67 |
| 3.3.4.1 | Highland Council | 67 |
| 3.3.4.2 | Scottish Environmental Protective Agency | 68 |
| 3.3.4.3 | Scottish National Heritage | 69 |
| 3.3.4.4 | Royal Society for the Protection of Birds | 70 |
| 3.3.4.5 | Health & Safety Executive | 71 |
| 3.3.4.6 | Kommunen | 72 |
| 4. | Projektvorbereitung und Umsetzung | 74 |
| 4.1 | Genehmigungsverfahren | 74 |
| 4.1.1 | Plangenehmigung Section 36 | 74 |
| 4.1.2 | Weitere Genehmigungsverfahren und Lizenzierungen | 81 |
| 4.1.2.1 | Building Warrant | 81 |
| 4.1.2.2 | Environmental Licenses | 82 |
| 4.1.2.2.1 | Abstraction License | 82 |
| 4.1.2.2.2 | Discharge License | 82 |
| 4.1.2.2.3 | Engineering License | 82 |
| 4.1.2.2.4 | Waste Exemption License | 83 |
| 4.2 | Legislative und Regulationen zur Arbeitssicherheit | 84 |
| 4.2.1 | Health & Safety at Work Act 1974 | 84 |
| 4.2.2 | Construction (Design and Management) Regulation 1994 | 85 |
| 4.2.2.1 | Pre-Tender Health & Safety Plan | 85 |
| 4.2.2.2 | Construction Phase Health & Safety Plan | 86 |
| 4.2.2.3 | Health & Safety File | 87 |
| 4.2.2.4 | Pflichten der einzelnen Personengruppen | 88 |
| 4.2.3 | Construction (Health, Safety and Welfare) Regulations 1996 | 91 |
| 4.2.4 | Management of Health & Safety at Work Regulations 1999 | 92 |
| 4.2.5 | Umsetzung der Gesetzgebungen | 93 |
| 4.2.5.1 | Construction Method Statement mit Risk Assessment | 93 |
| 4.2.5.2 | Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz | 96 |
| 4.3 | Integrated Management System | 97 |
| 4.3.1 | Health & Safety Management System | 98 |
| 4.3.2 | Environmental Management System | 101 |
| 4.3.3 | Quality Management System | 103 |
| 5. | Einfluss der Vorschriften auf das Projekt | 105 |
| 5.1 | Projektbereiche generell | 105 |
| 5.1.1 | Schutz der anliegenden Ortschaften und Strassen - Einschränkung der Verkehrsanbindung | 105 |
| 5.1.2 | Schutz der Umwelt – Staub- und Schmutzminimierung | 107 |
| 5.1.3 | Lärmschutz – Kernarbeitszeiten und Geräuschpegelmessungen | 107 |
| 5.1.4 | Allgemein Wohl, Gesundheits- und Arbeitsschutz | 109 |
| 5.1.4.1 | Bereitstellung von Sanitär- und Aufenthaltscontainer | 109 |
| 5.1.4.2 | Construction Skills Certification Scheme und Construction Plant Certification Scheme Cards | 109 |
| 5.1.5 | Schutz des natürlichen Wasserkreislaufes – Bachumleitung, Entwässerungsgräben und Sandfänge | 110 |
| 5.1.6 | Schutz des Grundwassers –Behandlung von verunreinigtem Oberflächenwasser sowie Nutz- und Abwasser | 112 |
| 5.1.7 | Schutz des Lebensraums der Tiere – Ausweisung von Schutz- und Brutgebieten, Einhaltung von Brutzeiten | 113 |
| 5.1.7.1 | Seltene Vogelarten im Baugebiet | 113 |
| 5.1.7.2 | Wühlmäuse und Otter im Baugebiet | 113 |
| 5.1.7.3 | Ausweisung von Schutzgebieten | 115 |
| 5.1.7.3.1 | SSSI – Naturschutzgebiete für Pflanzen und Wildtiere | 115 |
| 5.1.7.3.2 | SPA – besonders zuschützende Gebiete | 116 |
| 5.1.7.4 | Einhaltung von Schutz- und Brutgebieten | 116 |
| 5.1.8 | Schutz der Umgebung und der Natur – Vorkehrungen bei Sprengungen und Betonagen in Schutzgebieten | 119 |
| 5.1.8.1 | Sprengungen in einem SPA | 119 |
| 5.1.8.2 | Betonieren in einem SPA | 119 |
| 5.1.9 | Renaturierung – Oberbodenabtrag, Lagerung und Wiederverwendung | 120 |
| 5.2 | Hauptcamp – Besonderheiten | 121 |
| 5.2.1 | Building Warrant der Hauptcampanlage | 121 |
| 5.2.2 | Sichtschutz des Hauptcamps | 121 |
| 5.2.3 | Medizinische Versorgung | 121 |
| 5.2.4 | Wasserversorgung, Wasseraufbereitungssystem und Abwasserbehandlungssystem | 122 |
| 5.2.4.1 | Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem | 122 |
| 5.2.4.2 | Abwasserbehandlungssystem | 123 |
| 5.2.5 | Ausnahmeregelung zur Abfallentsorgung – Lagerung von Abraum | 125 |
| 5.3 | Access Tunnel Areal – Besonderheiten | 126 |
| 5.3.1 | Schutz des Grundwassers – Klärtanks und Absetzbecken | 126 |
| 5.4 | Tailrace Plattform - Besonderheiten | 129 |
| 5.4.1 | Sichtschutz der Tailrace Plattform – Schutz des Baumbestandes, Palisaden und Beleuchtung | 129 |
| 5.4.2 | Schutz des Grundwassers – Oberflächen-, Nutz- und Abwasserbehandlung | 130 |
| 5.5 | Zugangsstrassen – Besonderheiten | 131 |
| 5.5.1 | Schutz der Natur und der natürlichen Wasserläufe – Strassenverlauf und Strassenaufbau, Wasserquerungen | 131 |
| 5.5.1.1 | Strassenverlauf, Strassenbreite und –aufbau | 131 |
| 5.5.1.1.1 | Strassenbau auf Fels- oder Geschiebemergel | 132 |
| 5.5.1.1.2 | Schwimmende Strassen auf Torf | 132 |
| 5.5.1.2 | Wasserquerungen | 133 |
| 5.6 | Staudamm Areal – Besonderheiten | 135 |
| 5.6.1 | Staudamm Areal – Staudamm Camp mit Industriebereich | 135 |
| 5.6.1.1 | Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem | 135 |
| 5.6.1.2 | Abwasserbehandlungssystem – Grau- und Schwarzwasser | 136 |
| 5.6.1.3 | Schutz des Grundwassers – Separate Drainagesysteme und Absetzlagunen | 136 |
| 5.6.2 | Staudamm Areal – Staudamm | 138 |
| 5.6.2.1 | Schutz seltener Pflanzen – Umsiedlung einer Moosart | 138 |
| 5.6.2.2 | Schutz des Grundwassers – Absetzlagunen | 139 |
| 6. | Einfluss der Vorschriften auf die Ablaufplanung | 140 |
| 6.1 | Analyse | 140 |
| 6.1.1 | Verlauf einer Bauaktivität | 140 |
| Balkenplan 1 | 143 | |
| 6.1.2 | Auswirkungen durch die Umsetzung von Vorschriften | 144 |
| 6.1.2.1 | Ablaufplanung – Hauptcamp | 145 |
| 6.1.2.2 | Ablaufplanung – Access Tunnel Areal | 145 |
| 6.1.2.3 | Ablaufplanung – Tailrace Plattform | 146 |
| 6.1.2.4 | Ablaufplanung – Zugangsstrassen | 146 |
| 6.1.2.5 | Ablaufplanung – Staudamm Areal | 147 |
| 6.1.2.6 | Ablaufplanung – Aqueduct System | 147 |
| Balkenplan 2 | 148 | |
| 6.2 | Bewertung | 150 |
| 7. | Einfluss der Vorschriften auf die Kosten | 153 |
| 7.1 | Analyse | 153 |
| 7.1.1 | Kosten basierend auf Personal | 153 |
| 7.1.2 | Kosten basierend auf der Umsetzung der Vorschriften | 158 |
| 7.1.2.1 | Kosten – Projektbereiche generell | 158 |
| 7.1.2.2 | Kosten – Hauptcamp | 165 |
| 7.1.2.3 | Kosten – Access Tunnel Areal | 169 |
| 7.1.2.4 | Kosten – Tailrace Plattform | 169 |
| 7.1.2.5 | Kosten – Zugangstrassen | 170 |
| 7.1.2.6 | Kosten – Staudamm Areal | 172 |
| 7.2 | Bewertung | 174 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 176 |
| Literaturverzeichnis | 177 | |
| Projektunterlagen | 177 | |
| Sachbücher | 183 | |
| Zeitungen, Magazine und Berichte | 184 | |
| Richtlinien, Regulationen und Gesetzgebungen | 185 | |
| Internet | 187 |
Textprobe:
Kapitel 3.1, Internationales Baumanagement:
Das Baumanagement umfasst die Steuerung aller Aktivitäten eines Bauprojektes. Es soll sicherstellen, dass ein Bauprojekt so effizient wie möglich abgewickelt wird. Ziel ist es, ein Bauprojekt so zu planen und so abzuwickeln, dass vereinbarte Termine und Kosten eingehalten werden und die Qualität des Bauwerkes unter Einhaltung aller Richtlinien eine optimale Nutzung gewährleistet. Die vollständige Berücksichtigung der energetischen und ökologischen Anforderungen des Bauherrn und der Gesetzgebung sind dabei unabdingbar. Im internationalen Baumanagement wird zwischen dem traditionellen Auslandsbau und dem so genannten „T+B Auslandsbau“, der über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften „eingekaufte“ Auslandsbau, unterschieden.
Der traditionelle Auslandsbau basiert nur auf dem Export der für die Realisierung des Bauprojektes erforderlichen Ressourcen in sämtliche Teile der Welt. Bautechnisches und organisatorisches Know-how werden in Form von „Blaupausen“ und Personal zur Baustelle ins Zielland entsandt. Neben dem Entsenden von Führungskräften wie Ingenieure und Poliere werden Geräte und qualitativ hochwertige Materialien zur Baustelle gesandt. Der traditionelle Auslandsbau stellte bis Mitte der 1980ziger Jahre den Normalfall im Auslandsbaugeschäft dar, wobei er heute als Sonderfall gilt.
Der T+B Auslandsbau hingegen ist in der Regel mit Ländern verbunden, die über eine eigene leistungsfähige, inländische Bauwirtschaft verfügen. Weltweite Kommunikation hat das bauplanerische, bautechnische und organisatorische Know-how für alle verfügbar gemacht. Dadurch verliert der traditionelle Export von Bauleistungen mehr und mehr an Bedeutung . Der ehemalige Vorsitzende des Vorstandes der Philipp Holzmann AG, Dr.-Ing. Lothar Mayer, beschreibt den Wandel in der Struktur der internationalen Bauwirtschaft und die Organisation großer internationaler Bauprojekte wie folgt:
„Die Gewichtungen in der internationalen Bauindustrie haben sich verändert. Investoren erwarten Gesamtlösungen, die der eigentlichen Bauproduktion vor- und nachgelagerte Dienstleistungen umfassen. ... Ob Entwicklung, Planung, Konstruktion, Ausführung und Betrieb von Bauwerken und Anlagen – die Bauaufgaben werden insgesamt immer komplexer“.
Der Auslandsbau über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die Ausarbeitung von Gesamtkonzepten für Bauvorhaben von der Planung, über die Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme wird durch Kenntnisse der Landessprache und Verständnis des politischen, wirtschaftlichen und administrativen Systems des jeweiligen Landes optimiert und gelenkt. Die Planung und das Bauen internationaler Großprojekte werden somit maßgeblich durch Erkenntnisse natürlicher und künstlicher Randbedingungen wie Geographie, Klima, Bevölkerungsstruktur, Wirtschaft und Recht eines Landes beeinflusst. Aus den Randbedingungen resultieren Probleme und Risiken, die es zu minimieren gilt. So hat die Planung eines Wasserkraftwerkes in den Schottischen Highlands nicht nur die üblichen Anforderungen zu erfüllen, sie hat zusätzlich die extremen Witterungsbedingungen, die Besonderheiten der örtlichen Vorschriftenlage im Bereich Arbeitssicherheit und Umwelt sowie die logistischen Schwierigkeiten der einsam gelegenen Baustelle zu berücksichtigen.
Kapitel 3.2, Charakteristik internationaler Bauaktivitäten:
Internationale Großprojekte werden auf Grund ihrer Komplexität und Aufwendigkeit in der Regel mit anderen Unternehmen in Form eines Joint Ventures oder mit Hilfe von Tochtergesellschaften abgewickelt.
Eine Tochtergesellschaft ist ein rechtlich eigenständiges, aber wirtschaftlich unselbstständiges Unternehmen, das vom Mutterunternehmen kontrolliert und gesteuert wird. In Großbritannien gründen deutsche Unternehmen in der Regel Tochtergesellschaften in Form einer Limited (Ltd.), eine britische Gesellschaftsform vergleichbar mit der deutschen GmbH. Das Verhältnis zur Mutter wird über so genannte Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geregelt. Das Grundkapital einer Tochtergesellschaft ist mehrheitlich im Besitz des Mutterunternehmens. Ist das Kapital der Tochter im vollen Besitz des Mutterkonzerns spricht man von einer „hundertprozentigen Tochtergesellschaft“. Auf Grund der gesetzlichen Lage und des Vergaberechtes in Ländern wie China, den USA und Großbritannien ist es für deutsche Bauunternehmen fast unmöglich Bauaufträge zu erhalten. Um darauf zu reagieren, werden ausländische Tochtergesellschaften im Zielland gegründet, um sich durch einheimische Mitarbeiter mit nationalem Fachwissen und nationalen Kontakten in bereits bestehende Netzwerke auf dem Zielmarkt etablieren zu können.
Im Gegensatz zum Joint Venture wird eine Tochtergesellschaft von einem Unternehmen, der Mutter, gesteuert.
Die klassische Charakteristik eines Joint Venture, einer Arbeitsgemeinschaft, ist, dass Partnerunternehmen eine neue, rechtlich selbstständige Gesellschaft zur Durchsetzung ihrer Kooperationsziele gründen. Ein wichtiges Ziel bei dieser Kooperation von Gesellschaften ist die Verringerung des gemeinsamen Risikos. Neben dem Aufwenden von Kapital bringen die Gesellschaften meist einen wesentlichen Ressourcenanteil an Technologie, Schutzrechten, technischem bzw. Marketing Know-how und Betriebsanlagen mit ein. Ein Joint Venture ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet, nämlich Kooperation und Autonomie.
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836604581
Arbeit zitieren:
Peuß, Dirk März 2007: Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement, Auslandsbau, Umweltschutz



