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Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität

Am Beispiel des Wasserkraftwerken XX/Loch Ness

Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dirk Peuß
  • Abgabedatum: März 2007
  • Umfang: 187 Seiten
  • Dateigröße: 18,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
  • Bibliografie: ca. 65
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0458-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0458-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0458-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Peuß, Dirk März 2007: Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement, Auslandsbau, Umweltschutz

Diplomarbeit von Dirk Peuß

Einleitung:

Im Naturschutzgebiet der schottischen Highlands gilt das Gebiet um den Fluss Tarff als besonders schützenswertes Ökosystem. Um die schottische Energieversorgung stärker auf erneuerbare Energien zu fokussieren entsteht bis Februar 2009 ein unterirdisches Wasserkraftwerk. Beim Bau des Wasserkraftwerkes Glendoe wird der Fluss Tarff mittels eines noch zu errichtenden Steinschüttdammes mit Betondichtung angestaut. Zur Erhöhung des Einzugsgebietes wird ein unterirdisches Aquäduktsystem gebaut. Zur Energiegewinnung wird das aufgestaute Wasser durch den maschinell vorgetriebenen Headrace Tunnel strömen, um die Turbine in den Fels gesprengten Kraftwerkshaus anzutreiben und dann in das Loch Ness zu fließen. Die Ausführung des Projektes wird von hohen Umweltauflagen stark beeinflusst. Dazu zählen die Berücksichtigung der Brutzeiten von Vögeln, die Umsiedlung einer seltenen Moosart, das Schützen von Wühlmauskolonien und das Gewährleisten einer hohen Wasserqualität des Flusses Tarff zum Schutz des Lebensraumes der Otter. Hohe Auflagen hinsichtlich Lärm- und visueller Belästigung sowie Belästigung durch Baustellenbeleuchtung sind insbesondere nahe des am Loch Ness gelegenen Dorfes Fort Augustus einzuhalten. Jeder temporäre und permanente Baufortschritt wird von den hoheitlichen Behörden zur Gewährleistung von Umweltschutz und kommunalen Interessen betreut.

Neben dem Einhalten hoher Umweltauflagen wird in Großbritannien eine besondere Philosophie zur Gewährleistung eines hohen Standards an Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz gepflegt. Unfälle sollen unter anderem mittels Construction Method Statements, so genannter Bauarbeitsbeschreibungen, und Risk Assessments, das sind Beurteilungen zur Bewertung und Reduzierung von Risiken im Arbeitsablauf und im Umgang mit Gefahrengütern, verhindert werden. Durch die Legislative wurden in der Vergangenheit viele Regulationen geschaffen, deren Umsetzung kommerziell geschult und zertifiziert wird. Diese Regulationen beeinflussen Gerätekonzepte und Vergaben von Subunternehmerleistungen. Neben ökonomischen und qualitätssichernden Gesichtspunkten, sind die im Subunternehmen gelebte Arbeitssicherheitsphilosophie und Unfallstatistik von entscheidungsgebendem Wert.

Anhand des Bauprojektes Wasserkraftwerk Glendoe soll deutlich gemacht werden, was im speziellen Fall Schottland zu beachten und zu berücksichtigen ist. Es soll aufgezeigt werden, dass sich ein zeitgemäßes, internationales Baustellenmanagement nicht allein darin erschöpft, zur Gewährleistung des Baufortschrittes Mitarbeiter mit Maschinen und Geräten auf die Baustelle ins Ausland zu entsenden und den Materialfluss zu organisieren. Für den wirtschaftlichen Erfolg eines internationalen Projektes sind vielmehr auch länderspezifische Eigenheiten zu erkennen und zu berücksichtigen.

Umsetzung und Gliederung der Arbeit Diese Arbeit entstand am Ende eines einjährigen Baustellenpraktikums im Rahmen des Projektes ’Glendoe Hydro Electric Scheme’ am Bau eines Wasserkraftwerkes in Fort Augustus / Schottland. Die Zeit des Praktikums auf der Baustelle ermöglichte einen weit gefächerten Einblick in die Baustellenorganisation mit ihren Projekt- und Tätigkeitsbereichen, die Baustellenabläufe sowie in Aufbau und Struktur einer internationalen Großbaustelle mit ihren projektspezifischen Besonderheiten beim Bauen im schottischen Naturschutzgebiet.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in acht Kapitel.

Im ersten Kapitel wird der Leser an das Projekt ’Glendoe Hydro Electric Scheme’ herangeführt.

Die einzelnen Projektbereiche der Baustelle werden im zweiten Kapitel detailliert vorgestellt.

Im dritten Kapitel werden das internationale Baumanagement und die Charakteristik und Struktur internationaler Bauaktivitäten untersucht. Die auftretenden Strukturformen werden auf den Aufbau des Joint Ventures ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ übertragen und anhand des Projektes ausführlich erläutert. Des Weiteren werden überregionale und lokale behördliche Instanzen beschrieben und deren Aufgaben und Ziele erörtert.

Kapitel vier verdeutlicht den hohen Aufwand zur Erteilung der Plangenehmigung, unter Berücksichtigung der Umweltauflagen und den Umfang beziehungsweise die Umsetzung von Arbeitssicherheitsvorschriften in Schottland bzw. Großbritannien.

Die spezifischen Besonderheiten der einzelnen Projektbereiche in Hinsicht auf Umwelt und Arbeitssicherheit werden im fünften Kapitel dargestellt. Somit werden der Einfluss der Auflagen und Bestimmungen aus dem vierten Kapitel und deren Umsetzung eingehend erklärt.

Anschließend werden im sechsten Kapitel die Einflüsse der hohen Umweltauflagen und Arbeitsicherheitsvorschriften auf die Terminplanung analysiert und bewertet.

Im siebten Kapitel werden dann die Kosten, die auf Umweltauflagen und Arbeitssicherheitsvorschriften zurückzuführen sind, aufgezeigt, analysiert und beurteilt.

Abschließend gibt Kapitel acht eine Zusammenfassung und einen Ausblick über die Anforderungen bei Bauprojekten in Naturschutzgebieten von Schottland.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 2
Erklärung 3
Danksagung 4
Inhaltsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 12
Abkürzungsverzeichnis 14
Aufgabenstellung 17
1. Einführung 18
2. Projekt ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ 20
2.1 Hauptcamp 23
2.2 Access Tunnel Areal 26
2.2.1 Access Tunnel Areal Übersicht 27
2.2.2 Access Tunnel 28
2.2.3 Kaverne 29
2.3 Power Tunnel und Tailrace Plattform 31
2.4 Zugangsstrassen 35
2.5 Staudamm Areal 36
2.5.1 Staudamm Camp mit Industriebereich 37
2.5.2 Staudamm und Staubecken 39
2.6 Aqueduct System 40
3. Projektmanagement 42
3.1 Internationales Baumanagement 43
3.2 Charakteristik internationaler Bauaktivitäten 44
3.3 Organisation des ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ 46
3.3.1 Aufbau des Joint Venture 46
3.3.2 Aufbau des Projektteams 50
3.3.2.1 Projektleitung 51
3.3.2.2 Übergeordnete Abteilungen 51
3.3.2.3 Technische Abteilungen 54
3.3.2.4 Kaufmännische Abteilungen 57
3.3.2.5 Bauausführende Serviceabteilungen 61
3.3.2.6 Bauausführende Abteilungen 62
3.3.3 Bauherr und Consultant 65
3.3.4 Behördliche Instanzen und Kommunen 67
3.3.4.1 Highland Council 67
3.3.4.2 Scottish Environmental Protective Agency 68
3.3.4.3 Scottish National Heritage 69
3.3.4.4 Royal Society for the Protection of Birds 70
3.3.4.5 Health & Safety Executive 71
3.3.4.6 Kommunen 72
4. Projektvorbereitung und Umsetzung 74
4.1 Genehmigungsverfahren 74
4.1.1 Plangenehmigung Section 36 74
4.1.2 Weitere Genehmigungsverfahren und Lizenzierungen 81
4.1.2.1 Building Warrant 81
4.1.2.2 Environmental Licenses 82
4.1.2.2.1 Abstraction License 82
4.1.2.2.2 Discharge License 82
4.1.2.2.3 Engineering License 82
4.1.2.2.4 Waste Exemption License 83
4.2 Legislative und Regulationen zur Arbeitssicherheit 84
4.2.1 Health & Safety at Work Act 1974 84
4.2.2 Construction (Design and Management) Regulation 1994 85
4.2.2.1 Pre-Tender Health & Safety Plan 85
4.2.2.2 Construction Phase Health & Safety Plan 86
4.2.2.3 Health & Safety File 87
4.2.2.4 Pflichten der einzelnen Personengruppen 88
4.2.3 Construction (Health, Safety and Welfare) Regulations 1996 91
4.2.4 Management of Health & Safety at Work Regulations 1999 92
4.2.5 Umsetzung der Gesetzgebungen 93
4.2.5.1 Construction Method Statement mit Risk Assessment 93
4.2.5.2 Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz 96
4.3 Integrated Management System 97
4.3.1 Health & Safety Management System 98
4.3.2 Environmental Management System 101
4.3.3 Quality Management System 103
5. Einfluss der Vorschriften auf das Projekt 105
5.1 Projektbereiche generell 105
5.1.1 Schutz der anliegenden Ortschaften und Strassen - Einschränkung der Verkehrsanbindung 105
5.1.2 Schutz der Umwelt – Staub- und Schmutzminimierung 107
5.1.3 Lärmschutz – Kernarbeitszeiten und Geräuschpegelmessungen 107
5.1.4 Allgemein Wohl, Gesundheits- und Arbeitsschutz 109
5.1.4.1 Bereitstellung von Sanitär- und Aufenthaltscontainer 109
5.1.4.2 Construction Skills Certification Scheme und Construction Plant Certification Scheme Cards 109
5.1.5 Schutz des natürlichen Wasserkreislaufes – Bachumleitung, Entwässerungsgräben und Sandfänge 110
5.1.6 Schutz des Grundwassers –Behandlung von verunreinigtem Oberflächenwasser sowie Nutz- und Abwasser 112
5.1.7 Schutz des Lebensraums der Tiere – Ausweisung von Schutz- und Brutgebieten, Einhaltung von Brutzeiten 113
5.1.7.1 Seltene Vogelarten im Baugebiet 113
5.1.7.2 Wühlmäuse und Otter im Baugebiet 113
5.1.7.3 Ausweisung von Schutzgebieten 115
5.1.7.3.1 SSSI – Naturschutzgebiete für Pflanzen und Wildtiere 115
5.1.7.3.2 SPA – besonders zuschützende Gebiete 116
5.1.7.4 Einhaltung von Schutz- und Brutgebieten 116
5.1.8 Schutz der Umgebung und der Natur – Vorkehrungen bei Sprengungen und Betonagen in Schutzgebieten 119
5.1.8.1 Sprengungen in einem SPA 119
5.1.8.2 Betonieren in einem SPA 119
5.1.9 Renaturierung – Oberbodenabtrag, Lagerung und Wiederverwendung 120
5.2 Hauptcamp – Besonderheiten 121
5.2.1 Building Warrant der Hauptcampanlage 121
5.2.2 Sichtschutz des Hauptcamps 121
5.2.3 Medizinische Versorgung 121
5.2.4 Wasserversorgung, Wasseraufbereitungssystem und Abwasserbehandlungssystem 122
5.2.4.1 Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem 122
5.2.4.2 Abwasserbehandlungssystem 123
5.2.5 Ausnahmeregelung zur Abfallentsorgung – Lagerung von Abraum 125
5.3 Access Tunnel Areal – Besonderheiten 126
5.3.1 Schutz des Grundwassers – Klärtanks und Absetzbecken 126
5.4 Tailrace Plattform - Besonderheiten 129
5.4.1 Sichtschutz der Tailrace Plattform – Schutz des Baumbestandes, Palisaden und Beleuchtung 129
5.4.2 Schutz des Grundwassers – Oberflächen-, Nutz- und Abwasserbehandlung 130
5.5 Zugangsstrassen – Besonderheiten 131
5.5.1 Schutz der Natur und der natürlichen Wasserläufe – Strassenverlauf und Strassenaufbau, Wasserquerungen 131
5.5.1.1 Strassenverlauf, Strassenbreite und –aufbau 131
5.5.1.1.1 Strassenbau auf Fels- oder Geschiebemergel 132
5.5.1.1.2 Schwimmende Strassen auf Torf 132
5.5.1.2 Wasserquerungen 133
5.6 Staudamm Areal – Besonderheiten 135
5.6.1 Staudamm Areal – Staudamm Camp mit Industriebereich 135
5.6.1.1 Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem 135
5.6.1.2 Abwasserbehandlungssystem – Grau- und Schwarzwasser 136
5.6.1.3 Schutz des Grundwassers – Separate Drainagesysteme und Absetzlagunen 136
5.6.2 Staudamm Areal – Staudamm 138
5.6.2.1 Schutz seltener Pflanzen – Umsiedlung einer Moosart 138
5.6.2.2 Schutz des Grundwassers – Absetzlagunen 139
6. Einfluss der Vorschriften auf die Ablaufplanung 140
6.1 Analyse 140
6.1.1 Verlauf einer Bauaktivität 140
Balkenplan 1 143
6.1.2 Auswirkungen durch die Umsetzung von Vorschriften 144
6.1.2.1 Ablaufplanung – Hauptcamp 145
6.1.2.2 Ablaufplanung – Access Tunnel Areal 145
6.1.2.3 Ablaufplanung – Tailrace Plattform 146
6.1.2.4 Ablaufplanung – Zugangsstrassen 146
6.1.2.5 Ablaufplanung – Staudamm Areal 147
6.1.2.6 Ablaufplanung – Aqueduct System 147
Balkenplan 2 148
6.2 Bewertung 150
7. Einfluss der Vorschriften auf die Kosten 153
7.1 Analyse 153
7.1.1 Kosten basierend auf Personal 153
7.1.2 Kosten basierend auf der Umsetzung der Vorschriften 158
7.1.2.1 Kosten – Projektbereiche generell 158
7.1.2.2 Kosten – Hauptcamp 165
7.1.2.3 Kosten – Access Tunnel Areal 169
7.1.2.4 Kosten – Tailrace Plattform 169
7.1.2.5 Kosten – Zugangstrassen 170
7.1.2.6 Kosten – Staudamm Areal 172
7.2 Bewertung 174
8. Zusammenfassung und Ausblick 176
Literaturverzeichnis 177
Projektunterlagen 177
Sachbücher 183
Zeitungen, Magazine und Berichte 184
Richtlinien, Regulationen und Gesetzgebungen 185
Internet 187

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 2
Erklärung 3
Danksagung 4
Inhaltsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 12
Abkürzungsverzeichnis 14
Aufgabenstellung 17
1. Einführung 18
2. Projekt ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ 20
2.1 Hauptcamp 23
2.2 Access Tunnel Areal 26
2.2.1 Access Tunnel Areal Übersicht 27
2.2.2 Access Tunnel 28
2.2.3 Kaverne 29
2.3 Power Tunnel und Tailrace Plattform 31
2.4 Zugangsstrassen 35
2.5 Staudamm Areal 36
2.5.1 Staudamm Camp mit Industriebereich 37
2.5.2 Staudamm und Staubecken 39
2.6 Aqueduct System 40
3. Projektmanagement 42
3.1 Internationales Baumanagement 43
3.2 Charakteristik internationaler Bauaktivitäten 44
3.3 Organisation des ‛Glendoe Hydro Electric Scheme’ 46
3.3.1 Aufbau des Joint Venture 46
3.3.2 Aufbau des Projektteams 50
3.3.2.1 Projektleitung 51
3.3.2.2 Übergeordnete Abteilungen 51
3.3.2.3 Technische Abteilungen 54
3.3.2.4 Kaufmännische Abteilungen 57
3.3.2.5 Bauausführende Serviceabteilungen 61
3.3.2.6 Bauausführende Abteilungen 62
3.3.3 Bauherr und Consultant 65
3.3.4 Behördliche Instanzen und Kommunen 67
3.3.4.1 Highland Council 67
3.3.4.2 Scottish Environmental Protective Agency 68
3.3.4.3 Scottish National Heritage 69
3.3.4.4 Royal Society for the Protection of Birds 70
3.3.4.5 Health & Safety Executive 71
3.3.4.6 Kommunen 72
4. Projektvorbereitung und Umsetzung 74
4.1 Genehmigungsverfahren 74
4.1.1 Plangenehmigung Section 36 74
4.1.2 Weitere Genehmigungsverfahren und Lizenzierungen 81
4.1.2.1 Building Warrant 81
4.1.2.2 Environmental Licenses 82
4.1.2.2.1 Abstraction License 82
4.1.2.2.2 Discharge License 82
4.1.2.2.3 Engineering License 82
4.1.2.2.4 Waste Exemption License 83
4.2 Legislative und Regulationen zur Arbeitssicherheit 84
4.2.1 Health & Safety at Work Act 1974 84
4.2.2 Construction (Design and Management) Regulation 1994 85
4.2.2.1 Pre-Tender Health & Safety Plan 85
4.2.2.2 Construction Phase Health & Safety Plan 86
4.2.2.3 Health & Safety File 87
4.2.2.4 Pflichten der einzelnen Personengruppen 88
4.2.3 Construction (Health, Safety and Welfare) Regulations 1996 91
4.2.4 Management of Health & Safety at Work Regulations 1999 92
4.2.5 Umsetzung der Gesetzgebungen 93
4.2.5.1 Construction Method Statement mit Risk Assessment 93
4.2.5.2 Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz 96
4.3 Integrated Management System 97
4.3.1 Health & Safety Management System 98
4.3.2 Environmental Management System 101
4.3.3 Quality Management System 103
5. Einfluss der Vorschriften auf das Projekt 105
5.1 Projektbereiche generell 105
5.1.1 Schutz der anliegenden Ortschaften und Strassen - Einschränkung der Verkehrsanbindung 105
5.1.2 Schutz der Umwelt – Staub- und Schmutzminimierung 107
5.1.3 Lärmschutz – Kernarbeitszeiten und Geräuschpegelmessungen 107
5.1.4 Allgemein Wohl, Gesundheits- und Arbeitsschutz 109
5.1.4.1 Bereitstellung von Sanitär- und Aufenthaltscontainer 109
5.1.4.2 Construction Skills Certification Scheme und Construction Plant Certification Scheme Cards 109
5.1.5 Schutz des natürlichen Wasserkreislaufes – Bachumleitung, Entwässerungsgräben und Sandfänge 110
5.1.6 Schutz des Grundwassers –Behandlung von verunreinigtem Oberflächenwasser sowie Nutz- und Abwasser 112
5.1.7 Schutz des Lebensraums der Tiere – Ausweisung von Schutz- und Brutgebieten, Einhaltung von Brutzeiten 113
5.1.7.1 Seltene Vogelarten im Baugebiet 113
5.1.7.2 Wühlmäuse und Otter im Baugebiet 113
5.1.7.3 Ausweisung von Schutzgebieten 115
5.1.7.3.1 SSSI – Naturschutzgebiete für Pflanzen und Wildtiere 115
5.1.7.3.2 SPA – besonders zuschützende Gebiete 116
5.1.7.4 Einhaltung von Schutz- und Brutgebieten 116
5.1.8 Schutz der Umgebung und der Natur – Vorkehrungen bei Sprengungen und Betonagen in Schutzgebieten 119
5.1.8.1 Sprengungen in einem SPA 119
5.1.8.2 Betonieren in einem SPA 119
5.1.9 Renaturierung – Oberbodenabtrag, Lagerung und Wiederverwendung 120
5.2 Hauptcamp – Besonderheiten 121
5.2.1 Building Warrant der Hauptcampanlage 121
5.2.2 Sichtschutz des Hauptcamps 121
5.2.3 Medizinische Versorgung 121
5.2.4 Wasserversorgung, Wasseraufbereitungssystem und Abwasserbehandlungssystem 122
5.2.4.1 Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem 122
5.2.4.2 Abwasserbehandlungssystem 123
5.2.5 Ausnahmeregelung zur Abfallentsorgung – Lagerung von Abraum 125
5.3 Access Tunnel Areal – Besonderheiten 126
5.3.1 Schutz des Grundwassers – Klärtanks und Absetzbecken 126
5.4 Tailrace Plattform - Besonderheiten 129
5.4.1 Sichtschutz der Tailrace Plattform – Schutz des Baumbestandes, Palisaden und Beleuchtung 129
5.4.2 Schutz des Grundwassers – Oberflächen-, Nutz- und Abwasserbehandlung 130
5.5 Zugangsstrassen – Besonderheiten 131
5.5.1 Schutz der Natur und der natürlichen Wasserläufe – Strassenverlauf und Strassenaufbau, Wasserquerungen 131
5.5.1.1 Strassenverlauf, Strassenbreite und –aufbau 131
5.5.1.1.1 Strassenbau auf Fels- oder Geschiebemergel 132
5.5.1.1.2 Schwimmende Strassen auf Torf 132
5.5.1.2 Wasserquerungen 133
5.6 Staudamm Areal – Besonderheiten 135
5.6.1 Staudamm Areal – Staudamm Camp mit Industriebereich 135
5.6.1.1 Wasserversorgung und Wasseraufbereitungssystem 135
5.6.1.2 Abwasserbehandlungssystem – Grau- und Schwarzwasser 136
5.6.1.3 Schutz des Grundwassers – Separate Drainagesysteme und Absetzlagunen 136
5.6.2 Staudamm Areal – Staudamm 138
5.6.2.1 Schutz seltener Pflanzen – Umsiedlung einer Moosart 138
5.6.2.2 Schutz des Grundwassers – Absetzlagunen 139
6. Einfluss der Vorschriften auf die Ablaufplanung 140
6.1 Analyse 140
6.1.1 Verlauf einer Bauaktivität 140
Balkenplan 1 143
6.1.2 Auswirkungen durch die Umsetzung von Vorschriften 144
6.1.2.1 Ablaufplanung – Hauptcamp 145
6.1.2.2 Ablaufplanung – Access Tunnel Areal 145
6.1.2.3 Ablaufplanung – Tailrace Plattform 146
6.1.2.4 Ablaufplanung – Zugangsstrassen 146
6.1.2.5 Ablaufplanung – Staudamm Areal 147
6.1.2.6 Ablaufplanung – Aqueduct System 147
Balkenplan 2 148
6.2 Bewertung 150
7. Einfluss der Vorschriften auf die Kosten 153
7.1 Analyse 153
7.1.1 Kosten basierend auf Personal 153
7.1.2 Kosten basierend auf der Umsetzung der Vorschriften 158
7.1.2.1 Kosten – Projektbereiche generell 158
7.1.2.2 Kosten – Hauptcamp 165
7.1.2.3 Kosten – Access Tunnel Areal 169
7.1.2.4 Kosten – Tailrace Plattform 169
7.1.2.5 Kosten – Zugangstrassen 170
7.1.2.6 Kosten – Staudamm Areal 172
7.2 Bewertung 174
8. Zusammenfassung und Ausblick 176
Literaturverzeichnis 177
Projektunterlagen 177
Sachbücher 183
Zeitungen, Magazine und Berichte 184
Richtlinien, Regulationen und Gesetzgebungen 185
Internet 187

Textprobe:

Kapitel 3.1, Internationales Baumanagement:

Das Baumanagement umfasst die Steuerung aller Aktivitäten eines Bauprojektes. Es soll sicherstellen, dass ein Bauprojekt so effizient wie möglich abgewickelt wird. Ziel ist es, ein Bauprojekt so zu planen und so abzuwickeln, dass vereinbarte Termine und Kosten eingehalten werden und die Qualität des Bauwerkes unter Einhaltung aller Richtlinien eine optimale Nutzung gewährleistet. Die vollständige Berücksichtigung der energetischen und ökologischen Anforderungen des Bauherrn und der Gesetzgebung sind dabei unabdingbar. Im internationalen Baumanagement wird zwischen dem traditionellen Auslandsbau und dem so genannten „T+B Auslandsbau“, der über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften „eingekaufte“ Auslandsbau, unterschieden.

Der traditionelle Auslandsbau basiert nur auf dem Export der für die Realisierung des Bauprojektes erforderlichen Ressourcen in sämtliche Teile der Welt. Bautechnisches und organisatorisches Know-how werden in Form von „Blaupausen“ und Personal zur Baustelle ins Zielland entsandt. Neben dem Entsenden von Führungskräften wie Ingenieure und Poliere werden Geräte und qualitativ hochwertige Materialien zur Baustelle gesandt. Der traditionelle Auslandsbau stellte bis Mitte der 1980ziger Jahre den Normalfall im Auslandsbaugeschäft dar, wobei er heute als Sonderfall gilt.

Der T+B Auslandsbau hingegen ist in der Regel mit Ländern verbunden, die über eine eigene leistungsfähige, inländische Bauwirtschaft verfügen. Weltweite Kommunikation hat das bauplanerische, bautechnische und organisatorische Know-how für alle verfügbar gemacht. Dadurch verliert der traditionelle Export von Bauleistungen mehr und mehr an Bedeutung . Der ehemalige Vorsitzende des Vorstandes der Philipp Holzmann AG, Dr.-Ing. Lothar Mayer, beschreibt den Wandel in der Struktur der internationalen Bauwirtschaft und die Organisation großer internationaler Bauprojekte wie folgt:

„Die Gewichtungen in der internationalen Bauindustrie haben sich verändert. Investoren erwarten Gesamtlösungen, die der eigentlichen Bauproduktion vor- und nachgelagerte Dienstleistungen umfassen. ... Ob Entwicklung, Planung, Konstruktion, Ausführung und Betrieb von Bauwerken und Anlagen – die Bauaufgaben werden insgesamt immer komplexer“.

Der Auslandsbau über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die Ausarbeitung von Gesamtkonzepten für Bauvorhaben von der Planung, über die Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme wird durch Kenntnisse der Landessprache und Verständnis des politischen, wirtschaftlichen und administrativen Systems des jeweiligen Landes optimiert und gelenkt. Die Planung und das Bauen internationaler Großprojekte werden somit maßgeblich durch Erkenntnisse natürlicher und künstlicher Randbedingungen wie Geographie, Klima, Bevölkerungsstruktur, Wirtschaft und Recht eines Landes beeinflusst. Aus den Randbedingungen resultieren Probleme und Risiken, die es zu minimieren gilt. So hat die Planung eines Wasserkraftwerkes in den Schottischen Highlands nicht nur die üblichen Anforderungen zu erfüllen, sie hat zusätzlich die extremen Witterungsbedingungen, die Besonderheiten der örtlichen Vorschriftenlage im Bereich Arbeitssicherheit und Umwelt sowie die logistischen Schwierigkeiten der einsam gelegenen Baustelle zu berücksichtigen.

Kapitel 3.2, Charakteristik internationaler Bauaktivitäten:

Internationale Großprojekte werden auf Grund ihrer Komplexität und Aufwendigkeit in der Regel mit anderen Unternehmen in Form eines Joint Ventures oder mit Hilfe von Tochtergesellschaften abgewickelt.

Eine Tochtergesellschaft ist ein rechtlich eigenständiges, aber wirtschaftlich unselbstständiges Unternehmen, das vom Mutterunternehmen kontrolliert und gesteuert wird. In Großbritannien gründen deutsche Unternehmen in der Regel Tochtergesellschaften in Form einer Limited (Ltd.), eine britische Gesellschaftsform vergleichbar mit der deutschen GmbH. Das Verhältnis zur Mutter wird über so genannte Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geregelt. Das Grundkapital einer Tochtergesellschaft ist mehrheitlich im Besitz des Mutterunternehmens. Ist das Kapital der Tochter im vollen Besitz des Mutterkonzerns spricht man von einer „hundertprozentigen Tochtergesellschaft“. Auf Grund der gesetzlichen Lage und des Vergaberechtes in Ländern wie China, den USA und Großbritannien ist es für deutsche Bauunternehmen fast unmöglich Bauaufträge zu erhalten. Um darauf zu reagieren, werden ausländische Tochtergesellschaften im Zielland gegründet, um sich durch einheimische Mitarbeiter mit nationalem Fachwissen und nationalen Kontakten in bereits bestehende Netzwerke auf dem Zielmarkt etablieren zu können.

Im Gegensatz zum Joint Venture wird eine Tochtergesellschaft von einem Unternehmen, der Mutter, gesteuert.

Die klassische Charakteristik eines Joint Venture, einer Arbeitsgemeinschaft, ist, dass Partnerunternehmen eine neue, rechtlich selbstständige Gesellschaft zur Durchsetzung ihrer Kooperationsziele gründen. Ein wichtiges Ziel bei dieser Kooperation von Gesellschaften ist die Verringerung des gemeinsamen Risikos. Neben dem Aufwenden von Kapital bringen die Gesellschaften meist einen wesentlichen Ressourcenanteil an Technologie, Schutzrechten, technischem bzw. Marketing Know-how und Betriebsanlagen mit ein. Ein Joint Venture ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet, nämlich Kooperation und Autonomie.

Arbeit zitieren:
Peuß, Dirk März 2007: Bauen in Schottland - Einfluss von Umweltauflagen und Sicherheitsvorschriften auf die Baustellenorganisation, Ablaufplanung, Kosten und Qualität, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement, Auslandsbau, Umweltschutz

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