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Basel II und Auswirkungen auf die Finanzierung des Mittelstands

Basel II und Auswirkungen auf die Finanzierung des Mittelstands
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uwe Stasiak
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 47 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln e.V. Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6175-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6175-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6175-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stasiak, Uwe August 2002: Basel II und Auswirkungen auf die Finanzierung des Mittelstands, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rating, Factoring, PublicCapital, Finanzierung

Diplomarbeit von Uwe Stasiak

Einleitung:

Zur Zeit wird kontrovers diskutiert, ob die unter Basel II neu festgelegten Eigenkapitalrichtlinien grundsätzlich zu einer Verteuerung der Unternehmensfinanzierungen führen werden. In diesen Diskussionen stellt sich auch immer wieder die Frage, ob jedes Unternehmen künftig ein Rating benötigt.

Zielsetzung dieser Arbeit soll es sein, diese Fragen möglichst zu beantworten und mögliche Finanzierungsalternativen zu untersuchen.

Am Sitz der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel wurde 1975 von den Präsidenten der Zentralbanken der heutigen G-10 Staaten der „Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht“ gegründet.

Aufgrund eines anhaltenden Verdrängungskampfes war das Eigenkapital international tätiger Banken Mitte der achtziger Jahre stark gefallen. Die Sorge, dass dieser Trend anhalten könnte führte 1988 erstmals zu einer Eigenkapitalempfehlung des Ausschusses. Diese Empfehlung wurde als „Baseler Akkord“ bekannt und heute als „Basel I“ bezeichnet. Dieses Regelwerk legte fest, dass die Mindesteigenkapitalausstattung 8% der risikobehafteten Aktiva betragen sollte.

Das Ziel der Schaffung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung und gleichzeitigen Schaffung internationaler Wettbewerbsbedingungen wurden mit diesem Regelwerk erreicht.

Diese Empfehlungen waren ursprünglich nur für international tätige Banken vorgesehen, sie fanden allerdings so große Resonanz, dass sie von über 100 Ländern übernommen wurden. Auch die Europäische Union (EU) machte dieses Regelwerk zur Grundlage einer eigenen Empfehlung.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde diese Empfehlung als Grundsatz 1 in den §§ 10 und 11 des Kreditwesengesetzes umgesetzt.

Da durch die Vorschriften des Baseler Eigenkapitalakkords allerdings nur eine pauschale Beurteilung des Risikos erfolgte, wurden diese Vereinbarungen im Laufe der Jahre zwar modifiziert, die vorgegebene standardisierte Berechnung der Kreditrisiken die ökonomischen Risiken der Institute nur sehr ungenau abbildet führt immer häufiger dazu, dass kritische Stimmen eine grundlegende Überarbeitung forderten. Auch finden neue Kreditrisikosteuerungsmittel sowie neue Finanzinstrumente ebenso wenig Berücksichtigung wie die Beurteilung des Gesamtrisikos der einzelnen Banken.

Aufgrund der veränderten Marktbedingungen sowie der vorgenannten Kritiken legte der Baseler Ausschuss im Juni 1999 einen ersten Entwurf für die zukünftige Regulierung vor. Im Januar 2001 wurde dann ein überarbeitetes Konsultationspapier mit dem Titel „The New Basel Capital Accord“ vorgelegt. Dieses Arbeitspapier soll die Grundlage der Neuregelung der Eigenkapitalrichtlinien und damit verbunden die veränderten Bedingungen für die Bankenaufsicht bilden. Ursprünglich war die Umsetzung und Einführung für das Jahr 2005 vorgesehen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINFÜHRUNG: DER WEG ZUR BASEL II 2
1.1 EINLEITUNG 2
1.2 DER WEG ZU BASEL II 2
2. DIE DREI SÄULEN VON BASEL II 3
2.1 ZIELE VON BASEL II 3
2.2 SÄULE EINS: MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN 5
2.2.1 Standardansatz 5
2.2.2 Der auf interne Ratings basierende Ansatz (IRB-Ansatz = Internal Ratings Based Approach) 9
2.2.3 Marktpreisrisiken 14
2.2.4 Operationelles Risiko 15
2.3 SÄULE ZWEI: AUFSICHTLICHES ÜBERPRÜFUNGSVERFAHREN - DER SUPERVISORY REVIEW PROCESS (SRP) 16
2.4 SÄULE DREI: MARKTDISZIPLIN - MARKET DISCIPLINE 18
3. DIE VERÄNDERUNGEN DURCH BASEL II AUS SICHT DER DEUTSCHEN KREDITINSTITUTE 19
3.1 KRITISCHE ANMERKUNGEN DER BANKEN ZU BASEL II 19
3.2 VERÄNDERUNGEN IM KREDITGESCHÄFT DURCH BASEL II 23
3.2.1 Kreditbepreisung 23
3.2.2 Weitergabe von Kreditforderungen 25
4. DIE VERÄNDERUNGEN DURCH BASEL II AUS SICHT DES MITTELSTANDS 26
4.1 KUNDE-BANK-BEZIEHUNG 26
4.2 VERÄNDERUNGEN IN DER AUßENFINANZIERUNG 28
4.2.1 Public Capital als Alternative zum Bankkredit 29
4.2.2 Kapitalbeschaffung über das Eingehenvon Partnerschaften 31
4.2.3 Finanzierung durch Leasing und Factoring 33
4.3 INNENFINANZIERUNG 35
5. FAZIT UND AUSBLICK 36
LITERATURVERZEICHNIS 42
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 45

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein im Ausland bereits stark verbreitete Finanzierungsform wird in ihrer Bedeutung und in ihrem Umfang sicherlich durch die Anforderungen von Basel II noch zunehmen. Dabei handelt es sich um das Instrument der Asset-BackedSecurites-Transaktionen (ABS-Transaktionen). Bei einer ABS-Transaktion verkauft ein Kreditinstitut Teile seines Forderungsbestandes an eine für solche Transaktionen gegründete Gesellschaft, die sich ihrerseits durch die Ausgabe von Wertpapieren (sog. Asset-Backed Securities) am Kapitalmarkt refinanziert.68 Wegen der Qualitätsanforderungen wurden ABS-Transaktionen bisher meist nur von großen Instituten genutzt. Durch die Nutzung interner Ratings haben künftig auch kleinere Institute die Möglichkeit solche Transaktionen durchzuführen, da sie dem Investor den Forderungsbestand transparenter darstellen können und ihm damit die für ihn wichtige Bewertung der angebotenen Forderungen ermöglicht wird. könnten künftig im größeren Maße Damit als bisher Kredite im Wege der [...]

In den vergangenen Jahren war das Kreditgeschäft erheblichen Veränderungen unterworfen. Aufgrund der Harmonisierung und Globalisierung in Europa veränderte sich der Wettbewerb einerseits. Andererseits nahmen Kreditausfälle hinsichtlich der Häufigkeit und Verlusthöhe deutlich zu, was zu höheren Wertberichtigungen führte. Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass sich die Kreditinstitute im Kreditgeschäft höheren Risiken bei geringeren Margen gegenüber begrenztem sehen.64 Daher und wird hoher das Firmenkreditgeschäft von den Diese Kreditinstituten als unattraktives Geschäftsfeld mit unzureichenden Renditen, Wachstum Kapitalbindung betrachtet.65 Entwicklung führte in den letzten Jahren dazu, dass die Großbanken ihr Engagement im der Mittelstandfinanzierung reduzierten und als Kreditgeber in der Hauptsache nur noch die Sparkasse und Genossenschaftsbanken fungieren. In der Vergangenheit erfolgt die Konditionierung eher Produkt- und nicht Kundenorientiert. Der Einsatz von internen Risikoanalyseverfahren wie internes [...]

Nutzung des IRB-Ansatzes bzw. zum Wechsel in die nächsthöher entwickelte Stufe. Deshalb sollte das jeweilige Institut über den Zeitpunkt der ganzheitlichen Nutzung bzw. des Wechsels selbst, ohne Zustimmung der Aufsicht, bestimmen können. Außerdem sollte insbesondere kleineren Institute auch die dauerhafte partielle Nutzung erlaubt sein. Dies erschein deshalb sinnvoll, da für kleinere Geschäftsfelder teilweise die erforderliche Datenhistorie gar nicht oder nur mit erheblichen Aufwand geschaffen werden kann oder aber die Kosten- Nutzenüberlegung zum Ergebnis führt, dass eine Umstellung nicht zweckmäßig ist. Hierzu hat die EU-Kommission in ihrem Konsultationspapier zu Basel II vom 05.02.2001 bereits einen Lösungsvorschlag vorgelegt. Danach soll die Möglichkeit gegeben sein, auf bestimmte Teilportfolios, für die es nicht sinnvoll ist, ein eigenes Ratingverfahren zu entwickeln, dauerhaft den modifizierten Standardansatz verwenden zu können. Wobei die Bewertung nach diesem Ansatz dann auch mit vereinfachten Methoden möglich sein sollte.61 - Ausreichende Anerkennung physischer Sicherheiten Die derzeitigen Vorschläge sehen in erster Linie die Berücksichtigung von erstklassigen Finanzierungsinstrumenten vor. Dies entspricht allerdings nicht den tatsächlichen Gegebenheiten in der Praxis. Zwar sollen auch Realsicherheiten für bestimmte Formen von gewerblichen Immobilien und Wohnimmobilien anerkannt werden und auch die Abtretung von Forderungen soll entsprechend berücksichtigt werden. Die Zulassung weiterer physischer Sicherheiten fand allerdings bisher keine Berücksichtigung. Da Mobiliarsicherheiten auch als gängige Sicherheit im Unternehmenskreditgeschäft berücksichtigt werden, sollten diese auch künftig unter Berücksichtigung entsprechender Zusatzregelungen Risikomindernd ansetzbar sein.62 [...]

Arbeit zitieren:
Stasiak, Uwe August 2002: Basel II und Auswirkungen auf die Finanzierung des Mittelstands, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rating, Factoring, PublicCapital, Finanzierung

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