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Basel II - die Bedeutung des bankinternen Ratings für Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe

Basel II - die Bedeutung des bankinternen Ratings für Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Iris Hadbawnik
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 74 Seiten
  • Dateigröße: 530,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordhessen, Standort Bad Sooden-Allendorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7748-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7748-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7748-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hadbawnik, Iris Oktober 2003: Basel II - die Bedeutung des bankinternen Ratings für Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kreditvergabe, Unternehmensfinanzierung, BVR II, Eigenkapitalvereinbarung, Ratingprozess

Diplomarbeit von Iris Hadbawnik

Zusammenfassung:

Der jüngste Zusammenbruch traditionsreicher deutscher Banken, die Verschärfung des Wettbewerbes zwischen den Kreditinstituten und die daraus resultierende Konsolidierung sind einige der zahlreichen Faktoren, die ein Umdenken im Bankensystem erfordern.

Aber auch die deutsche Unternehmensfinanzierung unterliegt einem drastischen Wandel. Der starke Anstieg der Insolvenzen und die damit verbundenen Kreditausfälle sowie die Tatsache, dass das Firmenkundengeschäft vieler Banken derzeit nicht rentabel ist, führen zu einer restriktiveren Kreditvergabe und dem Bestreben der Kreditinstitute höhere Margen durchzusetzen.

Mit Basel II ändert sich die bisher pauschalierte Eigenkapitalunterlegung von Krediten. Künftig wird die Höhe der Eigenkapitalbindung der Kreditinstitute durch die Bonität ihrer Firmenkunden bestimmt. Die Bonität der Unternehmen wird in Form eines Ratings gemessen.

Das Rating spielt somit zukünftig eine zentrale Rolle in der Unternehmensfinanzierung, aber auch im Kreditvergabeprozess der Banken und erfordert von beiden Seiten eine intensive Vorbereitung und Anpassung der Geschäftsabläufe bis zum Inkrafttreten des Beschlusses.

Die vorliegende Arbeit beinhaltet den Prozess des bankinternen Ratingverfahrens und dessen Bedeutung am Beispiel von Kleinunternehmen und Handwerksbetrieben. Gerade in diesem Segment liegen erhebliche Informationsdefizite vor, da sich ein Großteil der Unternehmen noch nicht mit Basel II und dessen Konsequenzen beschäftigt hat.

Aber: Der bankinterne Ratingprozess beginnt bereits heute und jedes Unternehmen sollte sich nach besten Kräften damit auseinander setzen und darauf vorbereiten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Basel II 2
1.1.1 Inhalt von Basel II 3
1.1.2 Die Berechnung des Kreditrisikos nach Basel II 6
1.1.3 Die Ziele von Basel II 10
1.1.4 Die Chronologie von Basel II 11
1.2 Begründung des Ratings 14
2. Rating Grundlagen 16
2.1 Definition des Ratingbegriffs 16
2.2 Definition Rating-Skalen 17
2.3 Ziele des Ratings 18
2.4 Internes versus externes Rating 19
3. Ratingprozess 23
3.1 Abgrenzung 23
3.1.1 Definition Kleinunternehmen 24
3.1.2 Definition Handwerksbetriebe 24
3.2 Vor- und Nachteile des bankinternen Ratings 24
3.3 Mindestanforderungen des bankinternen Ratings 26
3.4 Rating-Kriterien 28
3.4.1 Quantitative Kriterien 28
3.4.2 Qualitative Kriterien 30
4. Fallbeispiel Volksbank 31
4.1 Aufbau des Ratingverfahrens der Volksbanken-Raiffeisenbanken 32
4.2 Die Komponenten des BVR-II-Ratigs 33
4.2.1 Die quantitativen Komponenten 33
4.2.2 Die qualitativen Komponenten 34
4.3 Der Ratingprozess des BVR-II-Ratings 35
4.3.1 Das Erst-Rating 35
4.3.2 Folge-Rating 37
4.3.3 Das Ratingergebnis 37
4.4 Ausblick 38
5. Die Bedeutung des bankinternen Ratings 38
5.1 Einfluss auf die Zins- und Konditionengestaltung 41
5.2 Rating-Adressaten 43
5.3 Vorbereitung auf das bankinterne Rating 44
5.3.1 Analyse des Unternehmens 45
5.3.1.1 Informationsbeschaffung 46
5.3.1.2 Beurteilung der Unternehmenssituation 46
5.3.1.3 Entwicklung einer Finanzierungsstrategie 47
5.3.1.4 Verhandlung mit Kreditinstituten 48
5.3.1.5 Dauerhafte Schwachstellenbehebung 48
5.3.2 Informationsunterlagen 49
5.3.3 Dialog mit der Hausbank 52
6. Fazit 53
Anhang I: Segmente des BVR-II-Ratings 55
Anhang II: Die Masterskala des BVR-II-Ratings 57
Anhang III: Die Kennzahlen des BVR-II-Ratings 58
Anhang IV: Fragen zu den qualitativen Komponenten des BVR-II-Ratings 60
Anhang V: Alternativfinanzierungen im Überblick 64
Literaturverzeichnis 66
Quellenverzeichnis 71
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Die Chronologie von Basel II 13
Tabelle 2: Die Klassifizierung externer Ratingagenturen 18
Tabelle 3: Gegenüberstellung externes und internes Rating 22
Tabelle 4: Schwellenwerte für KMU laut der Europäischen Kommission 24
Tabelle 5: Teilbereiche der quantitativen Kriterien 29
Tabelle 6: Teilbereiche der qualitativen Kriterien 31
Tabelle 7: Vergleich der Eigenkapitalunterlegung im Standardansatz 41
Tabelle 8: Die Segmente des BVR-II-Ratings 56
Tabelle 9: Die Ratingklassen des BVR-II-Ratings 57
Tabelle 10: Die Kennzahlen des BVR-II-Ratings (in Auswahl) 59
Tabelle 11: Auszug aus der Checkliste „Fragen zu den qualitativen Komponenten“ 63
Tabelle 12: Alternativfinanzierungen im Überblick 65
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Unternehmensinsolvenzen Gesamtdeutschland 1992-2002 14
Abbildung 2: Insolvenzen nach der Rechtsform der Unternehmen 2000-2002 15
Abbildung 3: Kreditvergabe der VR-Banken 39

Automatisiert erstellter Textauszug:

Komplementär zu Basel II dürfen die künftigen „Mindestanforderungen für das Kreditgeschäft“ (MAK) nicht unerwähnt bleiben. Die MAK wurden von der BAFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen) herausgegeben und beinhalten rein organisatorische Vorgaben für das Kreditgeschäft. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Funktionstrennung zwischen der Kundenakquisition und –betreuung und der Kreditsachbearbeitung. Diese Funktionstrennung ist auch für den Kreditnehmer, der intern geratet wird von Vorteil, denn dadurch wird ein unabhängiges Ratingurteil erreicht und der Kreditbeurteilungsprozess für den Kunden transparenter.1 Die MAK verpflichten alle Kreditinstitute zu einem sachgerechten Kreditrisikomanagement und sollen so einen Beitrag zur Stabilisierung des Gesamtsystems leisten.2 Den Kreditinstituten wird für die Umsetzung der MAK einen Zeitraum bis zum 31. Juni 2004 eingeräumt. [...]

zu liefern. Ein starkes Kontrollumfeld ist ein weiterer wichtiger Faktor, um zu gewährleisten, dass die Ratingsysteme der Banken wie beabsichtigt funktionsfähig und die daraus resultierenden Ratings zutreffend sind. Weitere Kontrollbestandteile sind ebenso Inhalt der Mindestanforderungen: Ein unabhängiger und transparenter Ratingprozess und die interne Überprüfung des Verfahrens. Aufgrund der Tatsache, dass die Risikogewichtungsfunktion in Basel II auf teilweise intern erstellten Angaben beruhen, gibt es zwangsläufig Unterschiede in der Art und Weise, wie der IRB-Ansatz in den Banken umgesetzt wird. Banken sind überdies gefordert, den Unternehmen das zur Bonitätsprüfung verwendete Ratingverfahren darzustellen.1 Die Transparenz des Verfahrens muss sichergestellt sein, indem die Bewertungskriterien im Detail erläutert werden. Die mit dem Ratinggespräch beauftragte Person, in der Regel der Firmenkundenberater, sollte durch keinerlei Abhängigkeit in ihrem objektiven Urteil beeinflusst werden. Das Ratingergebnis ist durch das Kreditinstitut offen zu legen, sollte begründet werden und plausibel nachvollziehbar sein. Eine Vergleichbarkeit der Ratingsysteme muss gewährleistet sein. Eine Sparkasse sollte beispielsweise zu den selben Ratingergebnissen gelangen, wie eine Volksbank, da sonst die Unternehmen bei einer Kreditvergabe ungleich behandelt werden würden.2 Als inhaltliche Bestandteile des Ratings hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht folgende Kriterien erstellt:3 • • • • • • • [...]

Die Kritik von Basel II richtet sich weniger gegen die Kontrollbestrebungen an sich, als dagegen, dass die ursprünglich gedachte Bankenkontrolle von den Banken an die Unternehmen weitergereicht wird und vor allem dort zu Problemen führt. So werden Banken schematisch ihre Kunden nach Basel II-Kriterien einteilen. Dies ist weder nötig, noch ist es richtig, denn die Kreditvoraussetzungen und die Situation jedes Kreditors sind anders und passen häufig nicht in ein klares Schema.1 Die einzelnen Kreditinstitute verwenden unterschiedliche Ratingsysteme. Wenngleich diese von inhaltlichem Aufbau und Ansatz gleich sind, so können sich doch marginale Unterschiede auf den einzelnen Kreditantrag auswirken. So spielt beispielsweise die Anzahl der verwendeten Ratingklassen eine Rolle. Durch Bewertung unterschiedlicher betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, sowie Art und Umfang der zusätzlichen Angaben ist es möglich, dass ein Kreditnehmer bei zwei Instituten verschiedene Kreditkonditionen erhält.2 [...]

Arbeit zitieren:
Hadbawnik, Iris Oktober 2003: Basel II - die Bedeutung des bankinternen Ratings für Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kreditvergabe, Unternehmensfinanzierung, BVR II, Eigenkapitalvereinbarung, Ratingprozess

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