Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Banksektoren der EU-Beitrittskandidaten 2004

Funktion, Entwicklung und Bedeutung für die Volkswirtschaft

Die Banksektoren der EU-Beitrittskandidaten 2004
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Monika Zeinlhofer-Schriefl
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 184 Seiten
  • Dateigröße: 899,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7440-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7440-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7440-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zeinlhofer-Schriefl, Monika September 2003: Die Banksektoren der EU-Beitrittskandidaten 2004, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Finanzindexmediär, Währungs- und Finanzkrise, Wirtschaftswachstum, finanzielle Infrastruktur, Bankenregulierung

Diplomarbeit von Monika Zeinlhofer-Schriefl

Einleitung:

In der Mikroökonomik analysiert die Theorie der Finanzintermediation die Aufgaben und Funktionen, die Finanzintermediäre und insbesondere Banken und Kapitalmärkte in einer Volkswirtschaft wahrnehmen. Die Existenz von Finanzintermediären wird damit begründet, dass sie in der Lage sind bestehende Marktunvollkommenheiten zu reduzieren. Frühere Ansätze stellten dabei die transaktionskostensenkende Wirkung der Finanzintermediation in den Vordergrund während neuere Arbeiten Vorteile der Intermediäre bei der Risikodiversifikation, der Informationsproduktion und der Unternehmenskontrolle hervorheben. Ein in sich geschlossener Theorieansatz der Finanzintermediation, der die genannten Gründe zur Entstehung von Finanzintermediären gleichzeitig berücksichtigt, existiert derzeit jedoch noch nicht.

In der Makroökonomik wird vor allem der Beitrag des Finanzsystems zur wirtschaftlichen Entwicklung untersucht. Schon frühe Forschungen lassen einen Zusammenhang zwischen finanzieller und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung einer Volkswirtschaft erkennen. Meinungsverschiedenheiten bestehen jedoch über die spezielle Bedeutung des Finanzsektors.

Im Mittelpunkt der wachstumsorientierten Forschungen zur Rolle der Finanzintermediäre bleiben Fragen der Kausalität offen:

Sind Wachstum und Wohlstand Ursache oder Folge des finanziellen Entwicklungsstandes einer Volkswirtschaft? Beeinflusst die finanzielle Entwicklung, d.h. Qualität und Quantität der Finanzintermediation, die Wachstumsrate einer Volkswirtschaft oder nur das Wohlstandsniveau?

Es scheint, dass von der Ausgestaltung eines Finanzsystems einer Volkswirtschaft ein bedeutsamer Wachstumsimpuls ausgehen kann, der die Wirtschaft auf einen höheren Wachstumspfad bringen kann. Und es kann durchaus so sein, dass der Finanzsektor eine Vorreiterrolle im wirtschaftlichen Entwicklungsprozess spielt.

Daraus ergibt sich unabdingbar, dass Reformen im Finanzsektor notwendig sind, wenn im Rahmen von Wirtschaftsreformen und Transformationsprozessen stagnierende oder lahmende Ökonomien wieder auf Wachstumskurs gebracht werden sollen.

Der Gegenstand dieser Arbeit konzentriert sich in erster Linie auf die Darstellung der theoretischen Informationen über die Bedeutung der Finanzintermediäre für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Bezug auf die EU-Beitrittskandidaten 2004: Ungarn, die Tschechische Republik, Slowenien, Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Zypern und Malta.

Die vorliegende Arbeit befasst sich zuerst mit den Grundlagen der Geld- und Finanztheorie, der genauen Definition des Begriffs des Finanzintermediärs und dessen Funktionen und mit dem Begriff und den Arten der Disintermediation.

Im darauf folgenden Kapitel wird auf die Arten der Finanzintermediation näher eingegangen. Es wird die Finanzintermediation durch Börsen, durch interne Kapitalmärkte und durch Banken näher betrachtet und anschließend werden die marktorientierten und die bankorientierten Finanzsysteme dargestellt. Weiters widmet sich dieses Kapitel den Informationsasymmetrien und Finanzmarktinstabilitäten, sowie der Rolle der Finanzintermediäre in Währungs- und Finanzkrisen.

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit der Wachstumstheorie und der Bedeutung von Finanzsystemen und betrachtet auch die Hinderungsgründe, die der Entwicklung einer effizienten finanziellen Infrastruktur entgegenwirken.

Im weiteren Kapitel wird auf die Strategien zur Überwindung der Unterentwicklung im Bereich der finanziellen Infrastruktur eingegangen wobei Begriffe wie Globalisierung, Kapitalhilfe, Konzentration auf spezifische Zielgruppen, verstärkte Orientierung zur Förderung des Finanzsystems, Analyse von Institutionen und Anreizen und Regulierung beleuchtet werden.

Ausgehend von den theoretischen Resultaten der vorherigen Kapitel werden im letzten Kapitel die EU-Beitrittskandidaten einzeln betrachtet und näher vorgestellt. Es wird für jedes Land neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, die derzeitige wirtschaftliche Situation, sowie der prognostizierte Ausblick in die Zukunft beschrieben. Dabei werden Wirtschafts- und Finanzdaten der letzten 5 Jahre angegeben, um den wirtschaftlichen und finanziellen Status der EU-Beitrittskandidaten verfolgen zu können.

Die aufbereiteten theoretischen Erkenntnisse werden anhand der bereitgestellten Wirtschafts- und Finanzdaten der EU-Beitrittskandidaten 2004 analysiert und das Ziel der Untersuchung, die Beantwortung der Frage ob Finanzintermediäre, im speziellen der Finanzsektor, Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der EU-Beitrittskandidaten 2004 haben, wird nochmals grafisch dargestellt und interpretiert.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis X
1. Einleitung 1
2. Grundlagen der Geld- und Finanztheorie 4
2.1 Definition des Begriffs Finanzintermediär 5
2.2 Funktionen des Finanzintermediärs 5
2.2.1 Sammeln von Ressourcen und Mobilisierung von Ersparnissen 7
2.2.2 Risikomanagement und Fristentransformation 8
2.2.3 Ressourcenallokation und Unternehmenskontrolle 9
2.3 Disintermediation 13
2.3.1 Definition des Begriffs Disintermediation 14
2.3.2 Arten der Disintermediation 14
3. Finanzintermediation und Finanzmarktkrisen 16
3.1 Arten der Finanzintermediation 16
3.1.1 Finanzintermediation durch Börsen 17
3.1.2 Finanzintermediation durch interne Kapitalmärkte 21
3.1.3 Finanzintermediation durch Banken 25
3.1.4 Finanzintermediation in den beiden idealtypischen Finanzsystemen 28
3.1.4.1 Erster Idealtyp: Marktorientierte Finanzsysteme 31
3.1.4.2 Zweiter Idealtyp: Bankorientierte Finanzsysteme 31
3.2 Informationsasymmetrien und Finanzmarktinstabilitäten 32
3.2.1 Verschärfung der Probleme aus Informationsasymmetrien 33
3.2.2 Rolle der Finanzintermediäre 36
3.3 Währungs- und Finanzkrisen 38
3.3.1 Währungs- und Bankenkrisen in emerging markets 38
3.3.1.1. Finanzintermediation und Währungskrisen 39
3.3.1.2 Verschärfung von Finanzmarktinstabilitäten 40
3.3.2 Ausbreitung von Währungs- und Finanzkrisen 42
3.3.2.1 Fundamentale Ursachen 42
3.3.2.2 Ausbreitung über Finanzmärkte 43
4. Finanzintermediation und Wirtschaftswachstum 44
4.1. Bedeutung von Finanzsystemen 44
4.2 Neue Wachstumstheorie 45
4.2.1 Modell von Pagano 46
4.2.2 Modell von King/Levine 48
4.3 Hinderungsgründe, die der Entwicklung einer effizienten finanziellen Infrastruktur entgegenwirken 49
4.3.1 Finanzielle Repression 50
4.3.1.1 Negative Folgewirkungen finanzieller Repression 50
4.3.1.2 Negative Folgewirkungen von Entwicklungshilfe 51
4.3.2 Mangelnde Rechtssicherheit 52
4.3.3 Fehlende ordnungspolitische Grundsatzentscheidung bzw. deren Umsetzung 53
5. Mögliche Strategien zur Überwindung der Unterentwicklung im Bereich der finanziellen Infrastruktur 56
5.1 Globalisierung 57
5.2 Kapitalhilfe 60
5.3 Konzentration auf spezifische Zielgruppen 64
5.4 Verstärkte Orientierung zur Förderung des Finanzsystems 67
5.4.1 Liberalisierung der Finanzmärkte als Lösungsansatz 67
5.5 Analyse von Institutionen und Anreizen 69
5.5.1 Konzentration auf den Aufbau effizienter finanzieller Institutionen 69
5.5.2 Kommerzialisierung 70
5.5.3 Orientierung auf das gesamte System finanzieller Institutionen 71
5.6 Regulierung 72
5.6.1 Formen der Bankenregulierung 75
5.6.1.1 Präventive Bankenaufsicht 76
5.6.1.2 Protektive Bankenaufsicht 78
5.6.1.3 Wettbewerbspolitik 80
6. Finanzintermediation im Hinblick auf die EU-Beitrittskandidaten 2004 83
6.1 Ungarn 85
6.1.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 85
6.1.1.1 Ausblick 87
6.1.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 89
6.1.2.1 Ausblick 91
6.2 Tschechische Republik 93
6.2.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 93
6.2.1.1 Ausblick 95
6.2.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 96
6.2.2.1 Ausblick 99
6.3 Slowenien 102
6.3.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 102
6.3.1.1 Ausblick 104
6.3.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 105
6.3.2.1 Ausblick 108
6.4 Slowakei 110
6.4.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 110
6.4.1.2 Ausblick 112
6.4.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 113
6.4.2.1 Ausblick 116
6.5 Polen 118
6.5.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 118
6.5.1.1 Ausblick 120
6.5.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 120
6.5.2.1 Ausblick 124
6.6 Estland 126
6.6.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 126
6.6.1.1 Ausblick 128
6.6.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 128
6.6.2.1 Ausblick 132
6.7 Lettland 134
6.7.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 134
6.7.1.1 Ausblick 136
6.7.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 136
6.7.2.1 Ausblick 139
6.8 Litauen 141
6.8.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 141
6.8.1.1 Ausblick 143
6.8.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 143
6.8.2.1 Ausblick 146
6.9 Zypern 148
6.9.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 148
6.9.1.1 Ausblick 150
6.9.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 150
6.9.2.1 Ausblick 153
6.10 Malta 155
6.10.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige wirtschaftliche Situation 155
6.10.1.1 Ausblick 157
6.10.2 Die Entwicklung des Finanzsektors 157
6.10.2.1 Ausblick 159
7. Schlussfolgerungen 161
Literaturverzeichnis 165

Arbeit zitieren:
Zeinlhofer-Schriefl, Monika September 2003: Die Banksektoren der EU-Beitrittskandidaten 2004, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Finanzindexmediär, Währungs- und Finanzkrise, Wirtschaftswachstum, finanzielle Infrastruktur, Bankenregulierung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren