Die Balanced Scorecard als ein strategisches Managementsystem in der internationalen Hotellerie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ivonne Adler
- Abgabedatum: November 2001
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5248-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5248-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5248-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Adler, Ivonne November 2001: Die Balanced Scorecard als ein strategisches Managementsystem in der internationalen Hotellerie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Organisationsentwicklung, Lean Management, Balanced Scorecard, BSC, Strategieentwicklung
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Diplomarbeit von Ivonne Adler
Einleitung:
Das Motiv, das bei der Themenwahl der Diplomarbeit zugrunde lag, wurde bereits im Vorwort dargestellt. Hierfür scheint kein Konzept geeigneter zu sein, als das Konzept der Balanced Scorecard – ein Managementansatz, der schon seit geraumer Zeit für großes Aufsehen sorgt. Obwohl dieser Ansatz erst seit kurzem Anwendung findet, kann er schon heute zahlreiche Erfolge verbuchen und wird zunehmend von vielen Firmen aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen übernommen. Einzig die Hotellerie mag scheinbar nicht die Vorteile dieser Methode nutzen wollen. Will man jedoch in der heutigen wirtschaftlichen Situation überlebensfähig bleiben und zu den Gewinnern am Markt gehören, ist eine Anwendung erfolgreicher Konzepte notwendig. Um den Hotelleriesektor zur Anwendung dieses erfolgversprechenden Konzeptes zu ermutigen, wird im Rahmen der Diplomarbeit der Ansatz der BSC für diesen Bereich individualisiert und ein Leitfaden für die Erarbeitung der Balanced Scoreacrd in der Praxis entwickelt. Um einen starken Praxisbezug aufrecht zu erhalten, sind theoretische Darstellungen auf das Wesentlichste minimiert, die Ausführungen mit leicht nachvollziehbaren und anwendbaren Beispielen unterlegt. Da eine Diplomarbeit bekanntlich einer Begrenzung bezüglich des Umfangs unterliegt, muss oft auf die - mir zum Verständnis notwendige scheinende -Detailtiefe verzichtet werden.
Gang der Untersuchung:
Die Theorie, die dem BSC-Konzept zugrunde liegt, wird im weiteren verlauf des Kapitel 1 dargestellt. Auch wird hier angesprochen, dass sich dieser Ansatz sehr gut mit anderen Konzepten verbinden lässt. Dies ist ein sehr interessanter Aspekt und soll deshalb in der Ausarbeitung Berücksichtigung finden. Es erfolgt eine Verknüpfung des BSC-Ansatzes mit dem Lean Management Konzept, dessen Grundlagen im Kapitel 2 zusammengefasst erläutert werden. Dabei geht es nicht darum, beide Konzepte vollständig ineinander zu integrieren. Vielmehr wird eine Integration von Lean Management Elementen angestrebt, die ursächlich für den Erfolg des LM-Konzeptes sind. Ziel ist dabei, den höchstmöglichen Nutzen, den ein Hotel aus beiden Konzepten ziehen kann, herauszuarbeiten. Welche Elemente des Lean Managements besonders zum Erfolg einer Organisation beitragen, kann in diesem Fall nur vermutet werden. Zu viel Einfluss übt die individuelle Situation und Struktur des Hotels dabei aus. Aus diesem Grund sind die Beispiele nur als Vorschläge zu werten, die letztendliche Entscheidung ist von jedem selbst zu treffen.
Nachfolgend werden im Kapitel 3 die zur BSC-Entwicklung und Einführung notwendigen Minimumvoraussetzungen dargestellt. Daran schließt sich die Erarbeitung strategischer Ziele – Kapitel 4 – deren Verknüpfung und Unterlegung mit entsprechenden Messgrößen – Kapitel 5 – und die Erarbeitung von entsprechenden Maßnahmen zu Zielerreichung – Kapitel 6 – an. Es erfolgt, wenn möglich, stets die Darstellung anhand konkreter Beispiele.
Um den Praxisbezug aufrecht zu erhalten, erfolgt zum Einen keine allgemeine Darstellung auf Abteilungsebene, sondern eine konkrete Darstellung anhand der F&B-Abteilung, zum Anderen wird eine strategische Stoßrichtung vorgegeben, an der sich die gesamte Darstellung orientiert. Ziel soll es sein, mit Hilfe der BSC die Kosten des Hotels zu reduzieren und gleichzeitig einen Qualitätsverbesserungsprozess in Gang zu setzen, so dass das Unternehmen eine stabilere Wettbewerbssituation erhält.
Dem Leser soll ein Weg der Realisierbarkeit aufgezeigt werden, eine Brücke von der Theorie zur Praxis.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINFÜHRUNG INS THEMA DER BALANCED SCORECARD | 1 |
| 1.1 | Vorgehensweise und Gedankenflussplan | 1 |
| 1.2 | Wirtschaftliche Situation | 4 |
| 1.3 | Der richtige Weg | 5 |
| 1.4 | Kritische Darstellung des BSC-Konzepts | 6 |
| 2. | ALLGEMEINE DARSTELLUNG DES LM-KONZEPTS | 12 |
| 2.1 | Historie des LM | 12 |
| 2.2 | Erfolgsursachen des LM | 13 |
| 2.3 | Die Kernelemente des Lean Managements | 14 |
| 2.4 | Übertragbarkeit des Lean Managements | 19 |
| 3. | STRATEGISCHES MANAGEMENT | 24 |
| 3.1 | Grundlagen des strategischen Managements | 24 |
| 3.1.1 | Aufgaben des strategischen Managements | 24 |
| 3.1.2 | Die Mission des Unternehmens | 28 |
| 3.1.3 | Die Vision des Unternehmens | 28 |
| 3.2 | Strategieentwicklung | 30 |
| 3.2.1 | Allgemeine Grundlagen | 30 |
| 3.2.2 | Gästeperspektive | 34 |
| 3.2.3 | Lernperspektive | 34 |
| 3.2.4 | Prozessperspektive | 35 |
| 3.2.5 | Finanzperspektive versus Angebotsperspektive | 36 |
| 3.3 | Strategisches Controlling | 40 |
| 3.3.1 | Abgrenzung: strategisches und operatives Controlling | 40 |
| 3.3.2 | Die Bedeutung des strategischen Controllings für die BSC | 41 |
| 3.3.3 | Anforderungen an Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 43 |
| 4. | ABLEITUNG STRATEGISCHER ZIELE | 48 |
| 4.1 | Allgemeine Grundlagen | 48 |
| 4.2 | Ziele der Gästeperspektive | 49 |
| 4.2.1 | Zufriedenheit | 49 |
| 4.2.2 | Unzufriedenheit | 50 |
| 4.2.3 | Loyalität | 51 |
| 4.2.4 | Ziele | 52 |
| 4.3 | Ziele der Lernperspektive | 53 |
| 4.3.1 | Prozessorientiertes Denken | 53 |
| 4.3.2 | Beteiligung der Mitarbeiter | 53 |
| 4.3.3 | Mitarbeiterqualifikation | 55 |
| 4.3.4 | Kaizen | 56 |
| 4.3.5 | Ziele | 58 |
| 4.4 | Ziele der Prozessperspektive | 59 |
| 4.4.1 | Prozesse | 59 |
| 4.4.2 | Wertschöpfung | 60 |
| 4.4.3 | Erkennen von Ursachen | 61 |
| 4.4.4 | Planungsverfahren | 61 |
| 4.4.5 | Verbesserung der Qualität | 63 |
| 4.4.6 | Kontrollverfahren | 64 |
| 4.4.7 | Ziele | 65 |
| 4.5 | Ziele der Angebotsperspektive | 66 |
| 4.5.1 | Analysen | 66 |
| 4.5.2 | Überarbeitung des Leistungsangebots | 67 |
| 4.5.3 | Qualität der Speise | 69 |
| 4.5.4 | Einflussbereich der Speisekarte | 70 |
| 4.5.5 | Image | 72 |
| 4.5.6 | Preise | 73 |
| 4.5.7 | Ziele | 76 |
| 5. | VERKNÜPFUNG UND OPERATIONALISIERUNG | 77 |
| 5.1 | Verknüpfung strategischer Ziele | 77 |
| 5.1.1 | Grundlagen | 77 |
| 5.1.2 | Visualisierung der strategischen Ziele | 79 |
| 5.1.3 | Problemfelder | 81 |
| 5.2 | Die Bestimmung von Messgrößen und Zielwerten | 83 |
| 5.2.1 | Ablaufplan | 83 |
| 5.2.2 | Entwicklung von Messgrößen | 85 |
| 5.2.3 | Spezielle Problemfelder | 99 |
| 5.3 | Festlegung von Zielwerten | 103 |
| 6. | FESTLEGUNG DER MASSNAHMEN | 104 |
| 6.1 | Allgemeine Grundlagen | 104 |
| 6.2 | Maßnahmen der Gästeperspektive | 105 |
| 6.2.1 | Beschwerdemanagement | 105 |
| 6.2.2 | Kundenakquisition | 106 |
| 6.3 | Maßnahmen der Lernperspektive | 109 |
| 6.3.1 | Kontinuierliche Verbesserung | 109 |
| 6.3.2 | Motivation der Mitarbeiter | 111 |
| 6.4 | Maßnahmen der Prozessperspektive | 114 |
| 6.4.1 | Standardisierung | 114 |
| 6.4.2 | Planungsverfahren | 117 |
| 6.5 | Maßnahmen der Angebotsperspektive | 121 |
| 6.5.1 | Preisniveau | 121 |
| 6.5.2 | Image | 129 |
| 6.6 | Die Zusammenführung der Ergebnisse | 131 |
| 6.6.1 | Die Abteilungs-Scorecard | 131 |
| 6.6.2 | Empfehlung | 133 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 134 | |
| EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG | 138 |
Harte und weiche Kennzahlen Mit Kennzahlen lassen sich sowohl monetäre als auch nicht monetäre Prozesse darstellen. Monetäre Prozesse werden mit Hilfe der so genannten „harten Kennzahlen“ und nicht monetäre Prozesse mit Hilfe der so genannten „weichen Kennzahlen“ dargestellt. Noch immer wird den weichen Faktoren im betrieblichen Geschehen nur sehr geringe Bedeutung beigemessen. Jedoch lassen sich mit ausschließlich harten Kennzahlen bestimmte Entwicklungen im Hotel nicht darstellen oder analysieren. Für solche Fälle müssen die „weichen Kennzahlen“ Berücksichtigung finden. Diese Kennzahlen geben zum Beispiel Auskunft über Gefühle, individuelle Bewertungen und Denkstrukturen. Sie werden benötigt, wenn zum Beispiel die Zufriedenheit der Gäste oder der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Kennzahlenauswahl Sollen Kennzahlen über Stärken und Schwächen, als auch über Chancen und Risiken, über Situationen und zukünftige Entwicklungen Auskunft geben, müssen diese sinnvoll und möglichst kompakt kombiniert werden. Nur dann stellen sie ein nützliches Instrument zur Planung und Steuerung dar. Folgenden Anforderungen sollten die Kennzahlen erfüllen:45 o Pro strategisches Ziel sollten nicht mehr als zwei Kennzahlen verwendet werden. o Bei den Kennzahlen muss ihre Zielsetzung eindeutig erkennbar sein o Tatbestände müssen möglichst vollständig, aktuell, klar und interpretierbar erfasst werden. o Neben dem Vergangenheitsbezug muss sich auch ein Zukunftsbezug herstellen lassen. o Kennzahlen müssen einfach, in einer übersichtlichen Anzahl und einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen aufbereitet werden. o Sie müssen nachvollziehbar, von den Betroffenen akzeptiert und in der UrsacheWirkungs-Beziehung Aussagefähigkeit und Akzeptanz finden. [...]
Kennzahlen, welche die finanziellen Ergebniszahlen maßgeblich beeinflussen und den Erfolg eines Unternehmens steuern. Die zukünftigen Entwicklungen eines Unternehmens hängen in hohem Maß von immateriellen Werten und dem sogenannten intellektuellen Kapital ab wie Know-How, Mitarbeiter, Kundenbindungsfähigkeit und Effizienz der innerbetrieblichen Entscheidungsprozesse. Dies spiegelt sich auch in den Scorecard-Perspektiven wider. Früh- und Spätindikatoren Kennzahlen werden in der Praxis bereits schon sehr lange verwendet. Mit ihrer Hilfe werden Budgets erstellt, Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt und Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Jedoch beruhen die meisten, bisher verwendeten Kennzahlen, die das Controlling erhebt, auf Daten, die nach dem Abschluss betriebswirtschaftlicher Prozesse gemessen werden. Die Einbeziehung ausschließlich vergangenheitsorientierter Kennzahlen birgt verschiedene Gefahren. Sie stellen Spätindikatoren dar, d.h., sie erlauben keine Projektion auf die Zukunft. Dadurch entsteht ein Gegensatz zwischen einem strategischen Zukunftsdenken und einem vergangenheitsorientierten Budgetdenken. Die herkömmlichen Budgets werden auf den Ist-Daten der Unternehmensvergangenheit abgeleitet. Sie stellen quasi eine Fortschreibung der Vergangenheit in die Zukunft dar. Insofern können sie keine Anwendbarkeit auf die neuen Strategien haben, da es diese ja in der Vergangenheit noch nicht gab. Budgets haben stets das Bestehende zum Inhalt, wogegen sich Strategien mit der Veränderung in der Zukunft beschäftigen und oftmals nur schwammige Angaben auf Grund der Unwägbarkeit der Zukunft enthalten. Sogenannte Frühindikatoren, die ein besonderes Kennzeichen der BSC sind, sind dagegen auf die frühen Phasen im Prozess orientiert. Es gilt also über die Frühinkatoren Kennzahlen zu generieren, die genauso wie das zugehörige Budget die Gegenwart abbilden, sprich die Informationen „just in time“ liefern. Zur Umsetzung der BSC werden diese Kennzahlen benötigt, um die entsprechenden Ergebnisse (Spätindikatoren) und Prozesse (Frühindikatoren) zu messen und darüber eine Kommunikation in Gang zu bringen. [...]
Kennzahlen Jedes Hotel benötigt aussagefähige Daten, die den Führungskräften und Mitarbeitern helfen sollen, die in der BSC festgelegten Ziele zu verfolgen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und für die Zukunft Verbesserungen anzusteuern. Die notwendigen Informationen liefern Kennzahlen. Sie verdichten betriebliche Informationen zu einer aussagefähigen Zahl und verdeutlichen gleichzeitig größere Zusammenhänge im Hotel. Ein erfolgreiches strategisches Controlling ist ohne entsprechende Kennzahlen nicht durchführbar. Es reicht in unserer heutigen dynamischen Zeit nicht mehr, Werte der Vergangenheit einfach fortzuschreiben oder mit raffinierten mathematischen Verfahren aus der Vergangenheit Plandaten abzuleiten. Die heutige Unternehmenswelt ist zu sehr von einem dynamischen Wandel der technologischen, sozialen, psychologischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Unternehmen geprägt. Deshalb sind bezüglich des Kennzahlensystems für das strategische Controlling, einige Dinge zu beachten: Die klassischen Finanzkennzahlen geben allenfalls eine Teilauskunft darüber, wie gut oder schlecht die Lage eines Unternehmens oder einer Organisation ist. Die eigentlichen Treibergrößen müssen aufgezeigt werden. Denn solche Zahlen sind die [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832452483
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Adler, Ivonne November 2001: Die Balanced Scorecard als ein strategisches Managementsystem in der internationalen Hotellerie, Hamburg: Diplomica Verlag
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Organisationsentwicklung, Lean Management, Balanced Scorecard, BSC, Strategieentwicklung



