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Die Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung im Wissensmanagement

Die Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung im Wissensmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Cornelius Riese
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 129 Seiten
  • Dateigröße: 6,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2379-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2379-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2379-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Riese, Cornelius Mai 1999: Die Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung im Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Balanced Scorecard, Controlling, Kennzahlensystem, Wissensmanagement, Personalcontrolling

Diplomarbeit von Cornelius Riese

Einleitung:

Ziel dieser Arbeit ist, das Spannungsfeld zwischen der steigenden Bedeutung der Ressource Wissen und dem damit einhergehenden Versagen traditioneller Bewertungs- und Kontrollsysteme anhand eines Anforderungskatalogs für ide-altypische Systeme der Wissensmessung und -bewertung detailliert herauszuarbeiten; darü-ber hinaus soll letzterer verwendet werden, um verschiedene neuere Instrumente und An-sätze der Wissensmessung und -bewertung - insbesondere die Balanced Scorecard - kritisch zu analysieren. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse stellen im folgenden den Ausgangs-punkt einer (gegebenenfalls) notwendigen Modifikation der Balanced Scorecard hin zu ei-nem anforderungsgerechteren, systematischen Instrument der Wissensmessung und -bewertung dar.

Gang der Untersuchung:

Zu diesem Zweck wird zunächst eine umfassende Darstellung der Grundlagen von Wissensmanagement und Wissensmessung und -bewertung erfolgen. Hierbei wird ein Anforderungs-katalog an idealtypische Systeme der Wissensmessung und -bewertung definiert, der dann im folgenden zur Beurteilung der Qualität der Abbildung der Ressource Wissen innerhalb des traditionellen Rechnungswesen bzw. Controlling sowie im Rahmen neuerer Ansätze und Instrumente zur Bewertung der organisationalen Wissensbasis verwendet wird. An-schließend wird gezeigt, daß die von Kaplan/Norton entwickelte Balanced Scorecard als ein grundsätzlich geeignetes Instrument zur Wissensmessung und -bewertung verstanden werden kann. In diesem Kontext ist zu überprüfen, inwieweit die Balanced Scorecard in ihrer originären Ausgestaltung geeignet ist, den definierten Anforderungen an Systeme der Wissensmessung und -bewertung gerecht zu werden. Daran anknüpfend wird eine Modifi-kation der Balanced Scorecard als ein Kennzahlensystem im Sinne eines ganzheitlichen, sys-tematischen Wissensmanagement durchgeführt.

Im Rahmen der Untersuchung wird im zweiten Kapitel ein Überblick über Grundlagen von Wissensmanagement und Wissensmessung und -bewertung gegeben, wobei als Basis hierfür zunächst näher auf "Wissen" und die "organisationale Wissensbasis" als Kernbegriffe und Gegenstand des Wissensmanagement eingegangen wird. Dies beinhaltet zum einen die begriffliche Einordnung von "Wissen" sowie eine Darstellung dessen spezifischer Merkmale als Produktionsfaktor. Zum anderen wird die organisationale Wissensbasis als organisatori-sches Konstrukt von Wissen beschrieben, wobei insbesondere auch deren Unterteilung in eine individuelle und eine kollektive Ebene problematisiert wird.

Im folgenden werden Grundlagen des Wissensmanagement, welches auf die Gestaltung der organisationalen Wissensbasis abzielt, dargestellt. Hierbei werden zunächst unterschiedliche Denkansätze zum Wissensmanagement aufgeführt, auf ihre Eignung im Sinne der Thematik der Arbeit geprüft und als Orientierungspunkt für die Auswahl der zu beschreibenden Wissensmanagementkonzepte verwendet. Des weiteren wird aufbauend auf der Darlegung und vergleichenden Beurteilung der gewählten Konzepte in Anlehnung an North das Konzept der "Bausteine des Wissensmanagement" nach Probst/Raub/Romhardt aufgrund seiner pragmatischen Managementausrichtung als Basis der weiteren Untersuchung begründet.

Im zweiten Schritt wird die Wissensmessung und -bewertung im Rahmen des Wissensma-nagement eingehend untersucht.

Hierbei werden zunächst als Kernziele der Wissensmessung bzw. -bewertung die den Infor-mationsbedürfnissen externer resp. interner Anspruchsgruppen gerecht werdende Darstel-lung der organisationalen Wissensbasis ("Wissensbuchhaltung") sowie die Operationalisie-rung von Wissenszielen als Basis von Interventionsentscheidungen bzw. die Messung des Zielerreichungsgrades als Grundlage eines adäquaten (wissens)zielorientierten Wissensma-nagement ("Wissenscontrolling") herausgearbeitet..

Orientiert an diesen zwei grundlegenden Zielsetzungen der Wissensmessung und -bewertung wird im folgenden ein Katalog von Anforderungen entwickelt, dem idealtypische Systeme zur Abbildung der Ressource Wissen gerecht werden sollten. Ein wesentliches Qualitätskri-terium in diesem Zusammenhang stellt beispielsweise die Möglichkeit dar, den Beitrag der verschiedenen Wissensmanagementmaßnahmen zur Erreichung der strategisch relevanten Wissensziele analysieren zu können.

Im dritten Kapitel wird anhand des vorgestellten Anforderungskatalogs geprüft, inwieweit das traditionelle Rechnungswesen bzw. das Controlling zur Wissensmessung und -bewertung geeignet sind. Es wird zu zeigen sein, daß diese keine adäquate Bewertung des ungreif-baren Produktionsfaktors Wissen zulassen; so erlauben die einschlägigen gesetzlichen Vor-schriften (insbesondere des HGB) in nur sehr geringem Maße eine Integration des Bestandes an Wissen bzw. der Investitionen in die organisationale Wissensbasis in das externe Rech-nungswesen. Auch liefern nur spezifische Teilgebiete des Controlling (z.B. das Personalcontrolling) partiell hilfreiche, jedoch überwiegend isolierte Beiträge hinsichtlich der Messung und Bewertung der Ressource Wissen.

Des weiteren erfolgt eine Darstellung und - unter analoger Verwendung der entwickelten Anforderungskriterien - eine kritische Würdigung von neueren Ansätzen und Instrumenten zur Messung und Bewertung der organisationalen Wissensbasis von Unternehmen. In diesem Rahmen wird auf den deduktiv summarischen Ansatz, der auf eine Bezifferung des Unterschieds Marktwert-Buchwert abzielt, den induktiv analytischen Ansatz, der einzelne Elemente der Wissensbasis als Steuerungsgrundlage zu bewerten sucht, sowie den Ansatz der Mehrdimensionalen Wissensmessung eingegangen; daß letzterer den Anforderungen an Systeme der Wissensmessung und -bewertung vergleichsweise am besten gerecht wird, stellt eines der Resultate dar, welches in die zusammenfassende kritische Würdigung der Qualität der Abbildung von Wissen in traditionellen und neueren Bewertungssystemen, -ansätzen und -instrumenten einfließt.

Im vierten Kapitel wird die Balanced Scorecard im Rahmen der Wissensmessung und -bewertung von Unternehmen dargestellt.

Nach einer allgemeinen Beschreibung der Balanced Scorecard als Kennzahlensystem und als strategischer Managementprozeß wird - übereinstimmend mit North - darzulegen sein, daß diese über die Integration einer Lern- und Entwicklungsperspektive als ein Instrument der Wissensmessung und -bewertung im Rahmen des induktiv analytischen Ansatzes einge-ordnet werden kann. Anschließend wird analysiert, inwieweit die Balanced Scorecard in ihrer jetzigen Ausgestaltung eine - bezogen auf den definierten Anforderungskatalog - adäquate Wissensmessung und -bewertung gewährleistet. Als Ergebnis wird die grundsätzliche Eignung der Balanced Scorecard zur systematischen Abbildung der Ressource Wissen festzuhalten sein, wobei auf einige Problemfelder und Schwächen einzugehen sein wird - so beispielsweise die mangelnde Abgrenzung der Wissensindikatoren nach Indikatorenklassen.

Anknüpfend an die identifizierten Schwächen bzw. Entwicklungsbedarfe der Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung wird diese im fünften Kapitel modifiziert bzw. erweitert.

Im Rahmen der Entwicklung eines Indikatorensystems zur Wissensmessung und -bewertung für die Balanced Scorecard erfolgt eine Anwendung des konzeptionellen Ansatzes auf letztere, indem eine Strukturierung des Kennzahlensystems der Lern- und Entwicklungsper-spektive entsprechend der dargestellten Bausteine des Wissensmanagement vorgenommen wird, welche dann systematisch auf die definierten Wissensziele auszurichten sind. Im nächsten Schritt wird eine exemplarische, bausteinbezogene Integration ausgewählter Wissensindikatoren - ausgerichtet auf die Operationalisierung definierter Wissensziele oder die Abbildung des Inputs für Maßnahmen des Wissensmanagement bzw. deren Wissenszielerreichungsbeitrag - vorgenommen, Nach einem zusammenfassenden Überblick über die modifizierte Lern- und Entwicklungsresp. Wissensperspektive wird abschließend die neu gestaltete Balanced Scorecard einer kritischen Würdigung unterzogen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis V
1. Themenstellung und Gang der Untersuchung 1
2. Grundlagen von Wissensmanagement und Wissensmessung und -bewertung 7
2.1 Das Management der Ressource Wissen 7
2.1.1 Wissen und organisationale Wissensbasis 7
2.1.1.1 Grundlagen des Wissensbegriffs 8
2.1.1.1.1 Wissensbegriffe in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen 8
2.1.1.1.2 Der stufenweise Anreicherungsprozeß von Zeichen zu Wissen 10
2.1.1.1.3 Wissen in der Abgrenzung zu klassischen materiellen Produktionsfaktoren 12
2.1.1.2 Die organisationale Wissensbasis als Wissensbestand einer Organisation 15
2.1.2 Wissensmanagement als Gestaltung der organisationalen Wissensbasis 17
2.1.2.1 Denkansätze zum Wissensmanagement 18
2.1.2.2 Konzeptionelle Grundlagen des Wissensmanagement 20
2.1.2.2.1 Ausgewählte Konzepte des Wissensmanagement 20
2.1.2.2.2 Vergleichende Beurteilung und das Konzept der weiteren Untersuchung 24
2.2 Die Wissensmessung und -bewertung im Wissensmanagement - Ziele und Anforderungen 25
3. Kritische Würdigung der Wissensmessung, -bewertung im Rahmen des traditionellen Rechnungswesen/Controlling und neuerer Bewertungsansätze, -instrumente 36
3.1 Das traditionelle Rechnungswesen/Controlling und deren Eignung zur Wissensmessung und -bewertung 36
3.1.1 Das externe Rechnungswesen und dessen Eignung zur Information von Anspruchsgruppen über die organisationale Wissensbasis 37
3.1.1.1 Grundlagen des externen Rechnungswesen 37
3.1.1.2 Die Eignung des externen Rechnungswesen zur Information von Anspruchsgruppen über die organisationale Wissensbasis 42
3.1.2 Beiträge des Controlling zum Management der Ressource Wissen 48
3.2 Kritische Würdigung neuerer Instrumente und Ansätze zur Messung und Bewertung einer organisationalen Wissensbasis 55
3.2.1 Instrumente des deduktiv summarischen Ansatzes 56
3.2.2 Instrumente des induktiv analytischen Ansatzes 58
3.2.3 Der Ansatz der Mehrdimensionalen Wissensmessung 62
3.3 Zusammenfassende kritische Würdigung 64
4. Die Balanced Scorecard im Rahmen der Wissensmessung und -bewertung 65
4.1 Das Konzept der Balanced Scorecard 66
4.1.1 Die Balanced Scorecard als Kennzahlensystem 66
4.1.2 Die Balanced Scorecard als strategischer Managementprozeß 70
4.2 Einordnung und kritische Würdigung der Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung 71
5. Modifikation der Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung 76
5.1 Entwicklung des Indikatorensystems zur Wissensmessung und -bewertung für die Balanced Scorecard 77
5.1.1 Anwendung der konzeptionellen Grundlage auf die Balanced Scorecard 77
5.1.2 Exemplarische Integration ausgewählter Wissensindikatoren 79
5.1.3 Überblick über die modifizierte Wissensperspektive 84
5.2 Kritische Würdigung der modifizierten Balanced Scorecard 85
6. Fazit und Ausblick 86
Literaturverzeichnis 89

Arbeit zitieren:
Riese, Cornelius Mai 1999: Die Balanced Scorecard als Instrument der Wissensmessung und -bewertung im Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Balanced Scorecard, Controlling, Kennzahlensystem, Wissensmanagement, Personalcontrolling

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