Balanced Scorecard im Corporate Real Estate- und Facility Management
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Florian Steinbach
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 132 Seiten
- Dateigröße: 770,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kufstein Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0373-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8428-0373-2 P - ISBN (CD) :978-3-8428-0373-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Steinbach, Florian Mai 2002: Balanced Scorecard im Corporate Real Estate- und Facility Management, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Facility-Management, Balanced Scorecard, Strategie, Controlling, Immobilien
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Diplomarbeit von Florian Steinbach
Zusammenfassung:
Das Managementkonzept der Balanced Scorecard (BSC) gehört zu den erfolgreichsten Managementsansätzen der letzten Jahre. Die BSC ist ein Instrument zur Strategieumsetzung, das die strategischen Ziele eines Unternehmens auf die operative Ebene übersetzt, wobei die traditionellen finanziellen Kennzahlen mit einer Kunden-, einer internen Prozess- und einer Potenzialperspektive ergänzt werden. In der vorliegenden Arbeit wird das Konzept der BSC auf das Corporate Real Estate- und Facility Management (CREM) übertragen.
Zu Beginn wird die zunehmende Bedeutung eines strategischen CREM für den Unternehmenserfolg dargelegt und auf die Bedeutung des Controllings als führungs-unterstützende Funktion und auf die Schwächen herkömmlicher Kennzahlensysteme eingegangen. Anschließend wird das Konzept der BSC vorgestellt und kritisch diskutiert.
Gang der Untersuchung:
Ausgehend von den Entwicklungsstufen des strategischen Immobilienmanagements und dem aktuellen Stand des Immobiliencontrollings wird begründet, weshalb die BSC ein sehr interessantes Instrument für den Einsatz im CREM sein kann. Die Bedeutung einer aus den Unternehmenszielen abgeleiteten CREM- Strategie und die Bedeutung der organisatorischen Verankerung des CREM werden in diesem Zusammenhang ebenfalls behandelt.
Auf Grundlage eines allgemeinen strategischen Zielsystems im CREM wird dann an einem theoretischen Beispiel gezeigt, wie eine BSC im CREM gestaltet werden könnte. Dazu erfolgt eine Auswahl von Perspektiven und strategischen Zielen, die Beschreibung und Diskussion der Kennzahlenentwicklung sowie die Ableitung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele. Auch Aspekte zur IT- technischen Umsetzung der BSC werden behandelt, indem die Anforderungen an eine IT- Lösung aufgezeigt und Vorteile und Schwierigkeiten der Systemintegration beschrieben werden. Abschließend werden Erfahrungen analysiert, die Unternehmen mit der BSC im CREM gemacht haben.
Der Einsatz der BSC im CREM ist als sehr interessant zu sehen, da sie einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einem an den Unternehmenszielen orientierten strategischen CREM leisten kann. Als Instrument zur Strategieumsetzung ist die BSC jedoch auf das Vorhandensein einer Strategie angewiesen, die in vielen Unternehmen im Bereich CREM erst noch entwickelt werden muss. Auch die organisatorische Verankerung des CREM spielt eine wichtige Rolle dabei, wie effektiv und effizient die Strategie umgesetzt werden kann. Ein weiterer entscheidender Punkt für einen erfolgreichen Einsatz der BSC ist die Schaffung der für die Steuerung notwendigen Datenbasis und der entsprechenden Controllingstrukturen in den Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | I | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG | 1 |
| 1.2 | AUFBAU DER ARBEIT | 2 |
| 2. | GRUNDLAGEN | 4 |
| 2.1 | BEGRIFFSDEFINITIONEN | 4 |
| 2.1.1 | Corporate Real Estate Management | 4 |
| 2.1.2 | Facility Management | 5 |
| 2.1.3 | Beziehung zwischen CREM und FM | 6 |
| 2.2 | BEDEUTUNG VON CREM UND FM | 8 |
| 2.2.1 | Zum Stellenwert von CREM und FM in Theorie und Praxis | 8 |
| 2.2.2 | Kosten- und Vermögensdimension von Unternehmensimmobilien | 10 |
| 2.2.3 | Zur zunehmenden Bedeutung von CREM und FM | 13 |
| 3. | STRATEGISCHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG | 15 |
| 3.1 | BEGRIFF DER STRATEGISCHEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG | 15 |
| 3.2 | GENESE DES STRATEGISCHEN MANAGEMENTS | 15 |
| 3.3 | DER FÜHRUNGSKREISLAUF | 16 |
| 4. | CONTROLLING | 18 |
| 4.1 | CONTROLLINGBEGRIFF | 18 |
| 4.2 | STRATEGISCHES UND OPERATIVES CONTROLLING | 18 |
| 4.3 | STRATEGISCHE PLANUNG UND KONTROLLE | 19 |
| 4.4 | TRADITIONELLE KENNZAHLENSYSTEME | 20 |
| 4.5. | TRADITIONELLE KENNZAHLENSYSTEME | 21 |
| 4.6 | PERFORMANCE-MEASUREMENT-SYSTEME | 22 |
| 5. | DIE BALANCED SCORECARD | 24 |
| 5.1 | ENTSTEHUNG DES BSC-KONZEPTS | 24 |
| 5.2 | BEDEUTUNG UND VERBREITUNG | 25 |
| 5.3 | DAS KONZEPT DER BALANCED SCORECARD | 25 |
| 5.3.1 | Das Kennzahlensystem | 26 |
| 5.3.1.1 | Finanzperspektive | 27 |
| 5.3.1.2 | Kundenperspektive | 28 |
| 5.3.1.3 | Interne oder Geschäftsprozessperspektive | 29 |
| 5.3.1.4 | Potenzialperspektive | 30 |
| 5.3.1.5 | Ursache- Wirkungs- Beziehungen | 32 |
| 5.3.2 | Das Managementsystem | 33 |
| 5.3.2.1 | BSC und strategische Planung | 36 |
| 5.3.2.2 | BSC und Strategieumsetzung | 36 |
| 5.3.2.3 | BSC und strategische Kontrolle | 38 |
| 5.3.2.4 | Integration mit bestehenden Managementsystemen | 39 |
| 5.4 | PROZESS DER UMSETZUNG | 40 |
| 5.4.1 | Strategiephase | 41 |
| 5.4.2 | Schaffen des organisatorischen Rahmens | 41 |
| 5.4.3 | BSC-Entwicklungsphase | 41 |
| 5.4.4 | Implementierungs- und Einsatzphase | 42 |
| 5.5 | BSC UND ORGANISATIONSSTRUKTUR | 43 |
| 5.6 | EINORDNUNG DER BSC IN BEZUG ZU WEITEREN AKTUELLEN MANAGEMENTTOOLS | 44 |
| 5.7 | ALTERNATIVEN ZUR BSC | 45 |
| 5.7.1 | Alternativen zur Umsetzung von Strategien | 46 |
| 5.7.2 | Alternativen zur Ableitung von Steuerungskennzahlen | 46 |
| 5.8 | KRITISCHE REFLEXION DER BSC | 47 |
| 5.9 | ZUSAMMENFASSUNG | 52 |
| 6. | GRUNDLAGEN FÜR DIE ENTWICKLUNG EINER BALANCED SCORECARD IM CORPORATE REAL ESTATE- UND FACILITY MANAGEMENT | 54 |
| 6.1 | ENTWICKLUNGSSTUFEN DES STRATEGISCHEN IMMOBILIENMANAGEMENTS | 54 |
| 6.2 | CONTROLLING IM CREM | 55 |
| 6.2.1 | Grundlagen, Ziele und Aufgaben | 55 |
| 6.2.2 | Status Quo | 57 |
| 6.3 | BEGRÜNDUNG FÜR DIE ANWENDUNG DES BSC-KONZEPTS IM CREM | 59 |
| 6.4 | ROLLE DER BSC IM CREM | 60 |
| 6.4.1 | Ansatz des ganzheitlichen Controllings | 61 |
| 6.4.2 | Property- und Non-property-Unternehmen | 61 |
| 6.4.3 | Unternehmensspezifische Entwicklung der BSC | 61 |
| 6.4.4 | Organisatorische Positionierung des Immobilienbereichs | 62 |
| 6.5 | ZUSAMMENFASSUNG | 65 |
| 7. | ENTWICKLUNG EINER BSC IM CORPORATE REAL ESTATE- UND FACILITY MANAGEMENT | 67 |
| 7.1 | IMMOBILIENPOLITISCHE GRUNDSÄTZE | 67 |
| 7.2 | STRATEGISCHES ZIELSYSTEM IM IMMOBILIENMANAGEMENT | 69 |
| 7.3 | PRÄMISSEN FÜR DIE BEISPIELHAFTE ENTWICKLUNG EINER BSC | 71 |
| 7.4 | AUSWAHL DER PERSPEKTIVE | 71 |
| 7.5 | AUSWAHL STRATEGISCHER ZIELE | 72 |
| 7.6 | VERKNÜPFUNG DER STRATEGISCHEN ZIELE MIT URSACHE-WIRKUNGS-BEZIEHUNGEN | 72 |
| 7.7 | OPERATIONALISIERUNG DER ZIELE | 75 |
| 7.7.1 | Entwicklung von Kennzahlen | 75 |
| 7.7.1.1 | Allgemeines zu den Kennzahlen der BSC | 75 |
| 7.7.1.2 | Auswahl und Konkretisierung der Kennzahlen | 76 |
| 7.7.1.3 | Festlegung der Soll- und Ist-Werte | 77 |
| 7.7.2 | Ableitung möglicher Maßnahmen zur Zielerreichung | 79 |
| 7.7.2.1 | Auswahl der Maßnahmen | 79 |
| 7.7.2.2 | Grobschätzung des Nutzens der Maßnahmen und Feinplanung | 81 |
| 7.8 | ZUSAMMENFASSUNG | 82 |
| 8. | DV- TECHNISCHE IMPLEMENTIERUNG UND INTEGRATION | 83 |
| 8.1 | STATUS QUO | 83 |
| 8.2 | EMS-SYSTEME/ SAP R/3 | 83 |
| 8.3 | NOTWENDIGKEIT DER IT- UNTERSTÜTZUNG DER BSC | 84 |
| 8.4 | ANFORDERUNGEN AN EINE IT-LÖSUNG | 84 |
| 8.5 | SCHWIERIGKEITEN BEI DER DV-MÄßIGEN IMPLEMENTIERUNG | 85 |
| 8.6 | DATA WAREHOUSE UND OLAP-DATENBANKEN | 86 |
| 8.7 | INTEGRATION DER BSC IN SAP SEM | 87 |
| 8.8 | KRITISCHE REFLEXION | 88 |
| 9. | PRAXISERFAHRUNGEN MIT DER BSC IM CREM | 89 |
| 9.1 | AUSGANGSSITUATION | 89 |
| 9.2 | DIE BEFRAGTEN UNTERNEHMEN UND IHRE ERFAHRUNGEN MIT DER BSC | 89 |
| 9.2.1 | Siemens Real Estate | 89 |
| 9.2.2 | DeTe Immobilien | 91 |
| 9.3 | ZUSAMMENFASSUNG | 93 |
| 10. | FAZIT UND AUSBLICK | 94 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 96 | |
| ANHANG A1 |
„Die Durchsetzung einer strategisch orientierten Ausrichtung des Management von Unternehmensimmobilien verlangt in aller Regel die Schaffung geeigneter organisatorischer Voraussetzungen.“205 Die organisatorische Position des Immobilienbereichs im Unternehmen istneben dem Vorhandensein einer Strategie für den Immobilienbereich- von besonderer Bedeutung für einen effizienten und effektiven Einsatz einer BSC in diesem Bereich. Organisation beschäftigt sich mit den Gestaltungsfragen der Aufbau- und Ablauforganisation im Unternehmen bzw. in Teilbereichen des Unternehmens. Sie legt Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten fest, bestimmt Prozessstrukturen und regelt die Beziehungen zwischen den Organisationseinheiten.206 In den letzten Jahren haben viele Unternehmen ihre Funktionen dezentralisiert, um ihre Organisationen schlanker und flexibler zu machen. Ziel ist es, durch kleinere autonome Einheiten eine bessere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, kürzere Kommunikationswege, eine bessere Marktausrichtung und eine höhere Motivation der Führungskräfte zu erreichen. In den heute zunehmend verbreiteten Holdingstrukturen erbringt die Spitzeneinheit keine primären Marktleistungen, sondern beschränkt sich auf zentrale Planungs- Steuerungs- und Kontrollfunktionen. Außerdem bietet sie zentrale Dienste an, die die Geschäftsbereiche entweder in Anspruch nehmen müssen oder wahlweise nutzen können. Die Geschäftsbereiche oder operativen Einheiten befassen sich mit der Erstellung der primären Marktleistungen.207 [...]
Immobilienunternehmen nicht zum originären Geschäftszweck gehört, werden sich die Ziele des Immobilienmanagements in den beiden Unternehmensarten deutlich unterscheiden. Es ist jedoch zu beachten, dass die getroffene Unterscheidung zwischen non- property- und propertyUnternehmen eine idealtypische ist, da es zunehmend Mischformen gibt. Denn der Immobilienbereich spielt bei vielen Non- properties eine enorme Rolle (siehe Abschnitt 2.2) und so entdecken viele Non- property- Unternehmen ihre immobilienbezogenen Aktivitäten als neues Geschäftsfeld im Rahmen von Diversifikationsbemühungen.204 Es ist auch anzunehmen, dass die CREM- Abteilungen in Non- Properties im Zuge der Orientierung an „Best Practices“ zahlreiche Anregungen aus dem Property- Sektor nutzen können. Dies gilt ebenso für das Thema Balanced Scorecard. 6.4.3 Unternehmensspezifische Entwicklung der BSC Da eine BSC immer organisationsspezifisch entwickelt werden muss, ist es auch nicht möglich, eine Standard- Scorecard für das CREM zu entwickeln. Es wird in dieser Arbeit jedoch auf der [...]
Wie in Abschnitt 2.1.3 gezeigt wurde, brauchen und ergänzen CREM und FM einander. Aus diesem Grund macht auch nur eine ganzheitliche Betrachtung der beiden Bereiche Sinn. Das heißt, dass eine BSC im Immobilienbereich sowohl die CREM- als auch die FM- Perspektive berücksichtigen und entsprechende Kennzahlen enthalten muss. Dabei wird ein Großteil der finanziellen Kennzahlen aus dem CREM kommen (wobei die Kosteneinsparungen durch FM auch eine gewichtige Rolle spielen werden), die qualitativen Kennzahlen eher aus dem FM. Entscheidend ist jedoch die ausgewogene Sichtweise. 6.4.2 Property- und Non- property- Unternehmen Von CREM spricht man in sog. Non- Property- Unternehmen. Da bei den non- propertyUnternehmen das Immobiliengeschäft im Gegensatz zu den Propertyoder [...]
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Arbeit zitieren:
Steinbach, Florian Mai 2002: Balanced Scorecard im Corporate Real Estate- und Facility Management, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Facility-Management, Balanced Scorecard, Strategie, Controlling, Immobilien



