Die Balanced Scorcard als Herausforderung für das Personalmanagement
Zielbestimmung und Messbarkeit von Potenzialen, Steuerung über Kommunikation und die Anbindung an moderne Personalkonzepte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Barbara-Katharina Palm
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 663,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6577-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6577-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6577-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Palm, Barbara-Katharina Oktober 2002: Die Balanced Scorcard als Herausforderung für das Personalmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Balanced Scorecard, Strategisches Management, Personalmanagement, Anreizsysteme, Zielvereinbarung
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Diplomarbeit von Barbara-Katharina Palm
Zusammenfassung:
In den letzten Jahren haben zahlreiche Management-Konzepte, wie beispielsweise Lean Management, Total Quality Management bzw. Business Reengineering, den Anspruch für sich erhoben, ein Unternehmen erfolgreich durch den verschärften Wettbewerb zu führen. Ein Schwachpunkt dieser Konzepte ist häufig, dass sie ausschließlich auf die Optimierungen einer Erfolgsgröße ausgerichtet sind, beispielsweise die Geschäftsprozesse, und damit zwangsläufig andere wichtige Einflussfaktoren vernachlässigen. Realistisch gesehen, ist es schwierig Vermögenswerten wie Produktentwicklung, Prozessfähigkeiten, Mitarbeiter Know-how, Motivation und Flexibilität, Kundentreue und Datenbanken einen finanziellen Wert zuzuschreiben. Ein Managementsystem, welches genau diesen Anforderungen gerecht wird und nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern ebenso zahlreiche qualitative Wettbewerbsfaktoren berücksichtigt, ist die Balanced Scorecard, entwickelt von Kaplan/Norton. Jener Vorteil, der den Erfolg der Balanced Scorecard ausmacht, wird in Publikationen selten ausführlicher behandelt. Gemeint ist hier die Gleichwertigkeit der Lern- und Entwicklungsperspektive zu den Dimensionen Finanzen, Kunden und Prozessen und die Fokussierung auf den Erfolgsfaktor „Mensch“, welche die Wichtigkeit des Personalmanagements im Prozess der Erstellung der Balanced Scorecard und die Problematik der Definition von Kennzahlen von Potentialen unterstreicht.
Im Rahmen der Diplomarbeit wird die zunehmende Rolle des Personalmanagements bei der Erstellung wie auch bei der Implementierung der Balanced Scorecard in einem Unternehmen beleuchtet. Bei dem Prozess der Erstellung der Balanced Scorecard wird auf die Problematik der Quantifizierung der Potentiale eingegangen. Ausgangspunkt der Themenstellung ist, inwiefern menschliche Qualitäten messbar sind und welche neuen Anforderungen sich daraus für das moderne Personalcontrolling ergeben. Zusätzlich sollen die „typischen“ Kennzahlen der Lern- und Entwicklungsperspektive der Balanced Scorecard behandelt und dabei die Messbarkeit und Bedeutung der sogenannten „weichen“ Erfolgsfaktoren herausgearbeitet werden. Die Balanced Scorecard stellt eine Herausforderung für das Personalmanagement dar, da die Personalabteilung von einer eher passiven, verwaltenden Rolle zu einem pro-aktiven, kundenorientierten und gestaltenden Träger der Strategieumsetzung wechselt. Daher spielt sie bei der Implementierung der Balanced Scorecard eine tragende Rolle. Durch die Bearbeitung der Themen Integration der Balanced Scorecard in das Zielvereinbarungssystem, Steuerung über das Anreizsystem, Empowerment der Führungskräfte, Verbesserung des strategischen Feedback bzw. Lernen und die aktive Rolle der Personalabteilung bei der Implementierung möchte ich hervorheben, wie das Personalmanagement durch die Balanced Scorecard als strategische Kraft eindeutig an Bedeutung gewinnt. Die Diplomarbeit ist in 5 Kapiteln unterteilt, wobei Kapitel 1 die Problemstellung und Konzeption meiner Arbeit enthält. Das Kapitel 2 umfasst eine kurze Einführung in das Konzept der Balanced Scorecard nach Kaplan/Norton. Die Kapitel 3 und 4 befassen sich mit der eigentlichen Themenstellung, der Zielbestimmung und Messbarkeit von Potentialen und die Steuerung über die Kommunikation und Anbindung an moderne Personalkonzepte. Das Kapitel 5 schließt mit der Conclusio die Diplomarbeit ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| 1. | Problemstellung, Zielsetzung und Konzeption der Arbeit | 7 |
| 1.1 | Problemstellung | 7 |
| 1.2 | Zielsetzung | 8 |
| 1.3 | Konzeption | 9 |
| 2. | Darstellung des Grundmodells der Balanced Scorecardgemäß Kaplan/Norton | 10 |
| 2.1 | Die Finanzperspektive der Balanced Scorecard | 17 |
| 2.1.1 | Inhalt der Finanzperspektive | 17 |
| 2.1.2 | Messbarkeit der Finanzperspektive | 18 |
| 2.2 | Die Kundenperspektive der Balanced Scorecard | 18 |
| 2.2.1 | Inhalt der Kundenperspektive | 18 |
| 2.2.2 | Messbarkeit der Kundenperspektive | 20 |
| 2.3 | Die Prozessperspektive der Balanced Scorecard | 22 |
| 2.3.1 | Inhalt der Prozessperspektive | 22 |
| 2.3.2 | Messbarkeit der Prozessperspektive | 25 |
| 2.4 | Die Lern- und Entwicklungsperspektive | 26 |
| 2.4.1 | Inhalt der Lern- und Entwicklungsperspektive | 26 |
| 2.4.2 | Bedeutungszuwachs nicht-monetärer Lenkungsgrößen | 29 |
| 2.4.3 | Probleme der Messbarkeit der Lern- und Entwicklungsperspektive | 31 |
| 3. | Anforderungen der Balanced Scorecard an das moderne Personalcontrolling | 33 |
| 3.1 | Kennzahlen im Personalwesen - sind menschliche Qualitäten messbar? | 35 |
| 3.1.1 | Quantifizierung „weicher“ Faktoren | 35 |
| 3.1.2 | Notwendige Entwicklung des Personalcontrollings | 35 |
| 3.2 | Messung von Potenzialen in der Lern- und Entwicklungsperspektive der Balanced Scorecard | 36 |
| 3.2.1 | Personalpotenziale | 36 |
| 3.2.1.1 | Messbarkeit der Personalpotenziale | 37 |
| 3.2.1.1.1 | Mitarbeiterzufriedenheit | 37 |
| 3.2.1.1.2 | Mitarbeitertreue | 40 |
| 3.2.1.1.3 | Mitarbeiterproduktivität | 41 |
| 3.2.1.2 | Situationsspezifische Antriebskräfte für Lernen und Wachstum | 44 |
| 3.2.1.2.1 | Messung der Weiterbildung der Mitarbeiter | 45 |
| 3.2.2 | Motivation und Zielausrichtung | 47 |
| 3.2.2.1 | Kennzahlen für vorgeschlagene und umgesetzte Verbesserungsideen | 49 |
| 3.2.2.2 | Verbesserungskennzahlen | 49 |
| 3.2.2.3 | Messung der unternehmensweiten und individuellen Zielausrichtung | 51 |
| 3.2.2.4 | Kennzahlen zur Teamleistung | 53 |
| 3.2.3 | Potenziale von Informationssystemen (Wissensmanagement) | 54 |
| 3.2.4 | Darstellung einer Lern- und Entwicklungsperspektive aus der Unternehmenspraxis | 57 |
| 3.2.4.1 | Darstellung der strategischen Ziele der Lern- und Entwicklungsperspektive aus der Unternehmenspraxis | 57 |
| 3.2.4.2 | „Story of the Strategy“ in der Lern- und Entwicklungsperspektive formulieren | 58 |
| 3.2.4.3 | Auswahl der Messgrößen der Lern- und Entwicklungsperspektive | 59 |
| 3.2.4.4 | Zielwertfestlegung in derLern- und Entwicklungsperspektive | 60 |
| 4. | Die Balanced Scorecard im Personalmanagement als Managementsystem | 61 |
| 4.1 | Die Anbindung an moderne Personalkonzepte durch die Balanced Scorecard | 62 |
| 4.1.1 | Die Verbindung der Balanced Scorecardund Zielvereinbarungen | 63 |
| 4.1.1.1 | Ansätze zur Verknüpfung der Zielvereinbarung mit der Balanced Scorecard | 65 |
| 4.1.1.1.1 | Der „Super Bowl“ Ansatz | 65 |
| 4.1.1.1.2 | Klassische Balanced Scorecard-Ziele | 67 |
| 4.1.1.1.3 | Top-down-Individualisierung | 68 |
| 4.1.1.1.4 | Persönliche Balanced Scorecard | 70 |
| 4.1.2 | Die Steuerung über Anreizsysteme durch die Balanced Scorecard | 70 |
| 4.1.2.1 | Bedeutende Risiken der Ankopplung der Balanced Scorecard an Anreizsysteme | 73 |
| 4.1.3 | Verbesserung von strategischem Lernen und Feedback | 74 |
| 4.1.3.1 | Der Weg zum strategischen Lernprozess | 75 |
| 4.1.3.2 | Gemeinsamer strategischer Rahmen und strategisches Feedback | 77 |
| 4.2 | Die Kommunikationswirkung der Balanced Scorecard | 77 |
| 4.2.1 | Das Personalmanagement im Prozess der Balanced Scorecard | 80 |
| 4.2.1.1 | Die Rolle des Personalmanagementsbei der Strategieumsetzung | 80 |
| 4.2.1.2 | Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung der Balanced Scorecarddurch das Personalmanagement | 82 |
| 4.2.1.3 | Aktive Rolle des Personalmanagements im Prozess der Balanced Scorecard | 83 |
| 4.3 | Das Empowerment der Führungskräfte für die Balanced Scorecard | 83 |
| 4.3.1 | Aktive Veränderung der Führungskultur und des Führungsstils durch die Balanced Scorecard | 84 |
| 4.3.1.1 | Mit der Balanced Scorecard die Selbststeuerung der Mitarbeiter fördern | 85 |
| 5. | Conclusio | 87 |
| 5.1 | Die Zielbestimmung und Messbarkeit von Potenzialen | 87 |
| 5.2 | Die Balanced Scorecard als Herausforderung für das Personalmanagement | 88 |
| 5.3 | Die Anbindung an moderne Personalkonzepte und die Steuerung über Kommunikation | 89 |
| 6. | Anhang | 92 |
| 6.1 | Abbildungsverzeichnis | 92 |
| 6.2 | Abkürzungsverzeichnis | 93 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 94 |
| 7.1 | Bücher und Aufsätze | 94 |
| 7.2 | Internetseiten | 98 |
Die konkreten Kennzahlen zur Messung dieser Konformität entwickeln sich meist im Laufe des Einführungsprozesses und der Umsetzung der Balanced Scorecard. Der Prozess sieht wie folgt aus:109 1) Top-down-Verbreitung der Balanced Scorecard im Management: Schaffung eines BSC-Kontextes als Kommunikationsmittel für gemeinsame Ziele Verständnis und Akzeptanz der Balanced Scorecard entwickeln Manager beauftragen, die Kennzahlen in ihren Verantwortungsbereich einzuführen Manager beauftragen, die Leistungen genau zu beobachten, um die Informationsversorgung für die Zielerreichung zu gewährleisten Manager beauftragen, einen Umsetzungsplan für die Schaffung der Balanced Scorecard nach unten zu entwickeln und auszuführen. 2) Verbreitung unter den Mitarbeitern: Kontext, Unternehmensstrategien und Initiativen kommunizieren Einführung einer Balanced Scorecard – Was ist das, wie wird sie verwendet, wie wird sie umgesetzt, was wurde erreicht, was sind die nächsten Schritte? 3) Gewinnplan bzw. Zielsetzung: Umsetzung eines Top-down-Prozesses für die Definition finanzieller Ziele Umsetzung eines Bottom-up-Pozesses zur Entwicklung von Zielen für nichtmonetäre Kennzahlen. [...]
Materialabfall Abwesenheitszeiten Half-life-Kennzahl. Laut Kaplan und Norton geht die Half-life-Kennzahl davon aus, dass in der Realisierung von formellen Qualitätsverbesserungen erfolgreiche Total Quality Management-Teams auch die Fehlerzahlen konsequent senken können. Durch die Feststellung der Fehlersenkungsquote kann das Management feststellen, ob das Unternehmen auf dem richtigen Pfad ist, um die gewünschten Leistungen in dem festgelegten Zeitraum zu erfüllen.107 Wenn die Half-life-Kennzahl als eine Ergebnisziffer für Mitarbeitervorschläge sowie für die Beteiligungen an Prozessverbesserungen herangezogen werden soll, so muss ein Unternehmen:108 Die erwarteten Half-life-Kennzahlen für die betrachteten Prozesse schätzen Die zu verbessernden Prozesskennzahlen identifizieren Einen Index bilden, der den Prozentsatz jener Prozesse festhält, welche sich im Ausmaß der geschätzten Half-life-Kennzahlen verbessert haben. 3.2.2.3 Messung der unternehmensweiten und individuellen Zielausrichtung Im Mittelpunkt der Leistungstreiber für die individuelle und unternehmensweite Zielausrichtung steht die Frage, inwieweit Abteilungen und jeder Einzelne in seinen Handlungen mit den in der Balanced Scorecard definierten Unternehmenszielen konform gehen. [...]
gen zu übernehmen. Dieses unternehmerische Verhalten wird einerseits durch eine entsprechende Führung, die umfassend delegiert und Freiräume einräumt, und andererseits durch eine Personalentwicklung, die selbstverantwortliches Verhalten fördert und qualifiziert, gestützt. Um zusätzlich eine optimale Zielausrichtung der Mitarbeiter zu erreichen, wird die Balanced Scorecard vor allem in drei verschiedenen Prozessen eingesetzt:105 Kommunikation und Ausbildung: Wenn Mitarbeiter helfen sollen Strategien umzusetzen, dann müssen sie lernen ein Verständnis von diesen zu entwickeln. Ziel eines effektiven Kommunikationsprozesses ist der Aufbau von Mitarbeiterwissen und –verständnis Entwicklung persönlicher und teamorientierter Ziele: Den Mitarbeitern muss bewusst werden, wie sie die erfolgreiche Implementierung der Strategie beeinflussen können. Das Management muss an dieser Stelle helfen individuelle und teamorientierte Ziele zu definieren, welche mit dem strategischen Erfolg übereinstimmen. Personalentwicklungspläne sind so auszurichten, dass sie die Erreichung dieser Ziele unterstützen Anreiz- und Entgeltsysteme: Es muss klar kommuniziert werden, dass Mitarbeiter vom Erfolg des Unternehmens profitieren. Umgekehrt muss eine Erfolglosigkeit des Unternehmens ebenfalls Nachteile für die Mitarbeiter mit sich bringen. Anreiz- und Entgeltsysteme verbinden die Organisationsleistung mit individueller Entlohnung. 3.2.2.1 Kennzahlen für vorgeschlagene und umgesetzte Verbesserungsideen Die Wirkung von motivierten, eigenverantwortlichen handelnden Mitarbeitern kann man auf verschiedene Arten messen: durch die Anzahl von Verbesserungsvorschlägen pro Mitarbeiter Realisierungsquote von Verbesserungsvorschlägen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832465773
Arbeit zitieren:
Palm, Barbara-Katharina Oktober 2002: Die Balanced Scorcard als Herausforderung für das Personalmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Balanced Scorecard, Strategisches Management, Personalmanagement, Anreizsysteme, Zielvereinbarung



