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Baden sehen, erleben und verstehen

Theorien, Methoden und Ideen für ein Konzept eines Schülerbegleiters durch die Stadtgeschichte der Stadt Baden unter besonderer Berücksichtigung von integrativen Notwendig- und Möglichkeiten

Baden sehen, erleben und verstehen
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Martin Writzmann
  • Abgabedatum: Oktober 2008
  • Umfang: 71 Seiten
  • Dateigröße: 841,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Pädagogische Hochschule Nierderösterreich Österreich
  • Bibliografie: ca. 19
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-1167-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Writzmann, Martin Oktober 2008: Baden sehen, erleben und verstehen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Museumspädagogik, Handlungsorientierter Unterricht, Projektunterricht, Geschichtsunterricht, erlebnisorientiert

Bachelorarbeit von Martin Writzmann

Einleitung:

Historische Kleinstädte sind eigentlich Fundgruben für einen geschichtlich interessierten Menschen. Wenn man über ein gewisses Repertoire an Fach- und Allgemeinwissen verfügt, kann man ohne Weiteres an fast allen Ecken und Enden Skulpturen, Baudenkmäler, Fassaden oder bekannt geschichtsträchtige Gebäude entdecken, ist man vielleicht sogar imstande epochale Zusammenhänge zu erkennen oder gar Symbole aus alter Zeit zu deuten. Leider ist das eine Art der Begegnung mit Geschichte, die einen, speziell jugendlichen, Lerner der Materie nicht unbedingt Jubel des Entzückens entlocken, wer kennt nicht das Maulen der eigenen Kinder, wenn es um die Besichtigung von historischen Gebäuden und Kulturstätten geht. Von ‘Langweilig!’ bis ‘Ist es bald aus?’ reicht das Phrasenspektrum bei privaten oder geführten Spaziergängen.

Dabei ist gerade das oft sehr schade, denn wenn man in den verschiedensten Städten ein wenig den Blick von den Auslagen in die Höhe richtet, erkennt man oftmalig schon an den Dekorationen und stiltypischen Auf- und Anbauten das dieses oder jene Gemäuer mehr in sich verbirgt als moderne Kleidung zu konkurrenzfähigen Preisen. Wobei das Kleidungsgeschäft paradoxerweise einen wesentlichen rhetorischen Baustein enthält, warum ich diese Arbeit angegangen bin: Es liegt wohl immer mehr an der Verpackung.

Es geht also um die Verpackung, das quasi äußere Erscheinungsbild. Wobei ich hierbei jedoch nicht das ohnehin bereits viel strapazierte ‘außen hui, innen pfui’ weiter abnützen will, nein für mich stellt sich als Kern dieser Arbeit folgende Fragen:

• Kann man eine Stadt so attraktiv verpacken, dass sie zu entdecken für einen Schüler so interessant ist, dass er sie selbsttätig entdecken möchte?

• Wie müsste man ein derartiges Projekt konzipieren, welche didaktischen Notwendigkeiten berücksichtigen, welcher Methoden, vorrangig aus dem Bereich der Museumspädagogik kann man, soll man sich bedienen, damit die (schulische) Heimatstadt auf eigenständige Art und Weise erforscht werden kann?

Diese Fragen führen mich in weiterer Folge zur Forschungsfrage die dieser Arbeit zugrunde liegen soll:

Wie kann man eine Stadt als ‘Museum der Wirklichkeiten’ erlebbar machen, um Geschichtsunterricht in Form eines Schülerbegleiters handlungs- und erlebnisorientiert zu gestalten? Welche Grundbedingungen muss ein solches Unterrichtsmaterial unbedingt erfüllen um motivierend zu sein bzw. welche didaktischen Vorarbeiten im Unterricht, speziell auf historischem Gebiet sind dafür unbedingt notwendig um einen maximalen Output an Kompetenz und Wissen zu erreichen?

Diese Fragen möchte ich im Rahmen meiner Arbeit abklären, möchte versuchen Antworten zu finden und zu geben. Es muss möglich sein, einen oder mehrere Wege durch eine Stadt so zu gestalten, dass Schüler im Rahmen eines handlungsorientierten Unterrichts die Möglichkeit haben komplett neue Seiten kennen zu lernen und gleichermaßen neues Wissen zu erwerben ohne sich dabei zu langweilen. Meine jahrelange Erfahrung mit Schulkindern hat mir auch schon oftmals den Beweis dafür gegeben. Als Lehrer in Wien kommt man nicht umhin Wien zu besuchen und sich zwecks Besichtigung nebst hunderten, wenn nicht sogar tausenden Touristen durch das Standardrepertoire der Sehenswürdigkeiten zu quälen oftmals mit mäßigem Behaltenswert. Geht man aber eigene Wege, verpackt die Geschichten zur Geschichte in spannende Anekdoten und Erzählungen, die eher der Lebenswelt der Kinder entsprechen, so erzielt man häufig weitaus bessere Resultate. Ein Unterrichts- und Erziehungswissenschaftler würde jetzt natürlich sofort meinen: Wechsel der Sozialform oder der Methoden bringt höheren Ertrag, aber ich glaube, dass nicht nur die Methode sondern der Vermittelnde und die unmittelbare Anschauung das ‘wahre Wunder Lernen’ vollbringen.

Ich habe Baden als Feld für ein derartiges Konzept gewählt, da diese Stadt einerseits meine Heimatstadt ist, in der ich einen Großteil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe und deren Potenzial und Möglichkeiten ich daher sehr gut kenne, andererseits weil sie aufgrund ihrer langen Geschichte und der vielen historischen Stätten ein ideales Mittel zum Zweck ist: Der Kern der Stadt ist gut erhalten und übersichtlich, es sind nur kurze Wege zurückzulegen um zu den besonderen Stellen und Stätten zu gelangen, was einer selbsttätigen Erforschung durch Schüler in Kleingruppen überaus entgegen kommt. Außerdem hat sich Baden in seiner durchgängigen biedermeierlich/klassizistischen Erscheinungsform einen äußerst musealen Charakter bewahrt, gleichsam als Bestätigung der liebevollen Bezeichnung ein ‘kleines Wien’ zu sein. Dazu gesellen sich noch viele historische Faktoren, sei es nun die Bedeutung der Stadt als prähistorische Fundstelle, als Kurort von Weltruhm, den es wahrscheinlich schon seit der Römerzeit gab, über die Blütezeit als kaiserliche Residenzstadt zu Beginn des 19 Jahrhunderts bis hin zu den unzähligen bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Politik, Gesellschaft oder Wissenschaft die es im Laufe ihres Lebens aus Baden hinaus in die Welt oder von selbiger hinein in die Stadt trug. All diese Faktoren machen die Stadt zu einem idealen Versuchsobjekt für einen Schülerbegleiter.

Ich werde mich in meiner Arbeit mit der Museumspädagogik, ihren grundsätzlichen Aufgaben und ihren Methoden, mit den Grundlagen des handlungs- und erlebnisorientierten Unterrichts auseinandersetzen und dabei auch im Speziellen auf den Geschichtsunterricht eingehen sowie kurz die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit für ein solches Unterfangen erläutern. Außerdem möchte ich auch noch auf die unmittelbaren Notwendigkeiten eines solchen Projektes im Bereich der Sonderpädagogik eingehen.

Am Ende dieser Arbeit soll ein theoretisches Konvolut herauskommen, das bei der Erstellung eines Schülerbegleiters in der Form eines Jugendreiseführers für alle Schultypen helfen soll.

Durch diese breit gestreute Auswahl an Themengebieten möchte ich zunächst einen kompakten Überblick über die Möglichkeiten, didaktischen Modelle und Methoden geben um in weiterer Folge ein Substrat an optimalen Ideen für ein eigenständiges Projekt herauszuarbeiten. Besonders wesentliche Schritte, Theorien und Gedanken sind besonders hervorgehoben.

Inhaltsverzeichnis:

1. PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN 8
2. MUSEUMSPÄDAGOGIK 12
2.1 Grundlagen und Begriffsbestimmung 12
2.2 Aufgaben der Museumspädagogik 13
2.3 ‘Klassische’ Methoden 14
2.3.1 Führungen 14
2.3.2 Museumsgespräche 15
2.3.3 Spielführung 15
2.4 Erweiterter Methodenkatalog 15
2.4.1 Sprachliche Vermittlung 16
2.4.2 Schriftliche Vermittlung 16
2.4.3 Gegenständliche Tätigkeiten 17
2.4.4 Sammeln und Dokumentieren 18
2.4.5 Exploration 19
2.4.6 Lehrdemonstrationen 19
2.4.7 Umgang mit Medien 19
2.5 Zusammenfassung 20
3. HANDLUNGSORIENTIERTER UNTERRICHT 22
3.1 Definition 22
3.2 Phasen einer Handlung 22
3.3 Methoden 23
3.3.2 Entdeckendes Lernen 24
3.3.3 Offener Unterricht 24
3.3.4 Freie Arbeit 26
3.3.5 Erfahrungsbezogener Unterricht 26
3.3.6 Lernzielorientierter Unterricht 26
3.3.7 Soziales Lernen und Gruppenunterricht 27
3.3.8 Subjektive Didaktik – die Modellierung von Lernwelten 27
3.4 Handlungsorientierung in der Praxis des (Fach-)Unterrichts 28
3.5 Zusammenfassung 28
4. PROJEKTUNTERRICHT 30
5. ERLEBNIS- UND ERFAHRUNGSORIENTIERTE PÄDAGOGIK 33
5.1 Sinneswahrnehmung und Museumspädagogik 33
5.2 Zusammenfassung 34
6. GESCHICHTSUNTERRICHT 35
6.1 Methoden im Geschichtsunterricht 35
6.1.1 Lehrervortrag 35
6.1.2 Gespräch 37
6.1.3 Quellenarbeit 37
6.1.4 Referat 38
6.1.5 Darstellendes Spiel 38
6.1.6 Museumsbesuch, Besichtigung, Exkursion 39
6.1.7 Projekt 39
6.2 Medien des historischen Lehrens und Lernens 39
6.2.1 Schulgeschichtsbuch 40
6.2.2 Bild 40
6.2.3 Film 40
6.2.4 Tonträger 41
6.2.5 Geschichtskarte 41
6.2.6 Belletristik und Sachliteratur 42
6.3 Zusammenfassung 42
7. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN 44
7.1 Curriculare Grundlagen 44
7.1.1 Lehrplan der Sonderschule 44
7.1.2 Lehrplan der Volksschule 45
7.1.3 Lehrplan der Hauptschule (und der Unterstufe AHS) 46
7.1.4 Rückschlüsse für das Thema 46
7.2 ‘Geschichtsunterricht’ im Sachunterricht der Grundschule 47
7.3 Geschichtsunterricht im Bereich der Sonderpädagogik 48
7.4 Allgemeines zum Unterricht von Jugendlichen 50
7.5 Unterricht für Jugendliche im Bereich der Sekundarstufe 1 51
7.5.1 Didaktik des Geschichtsunterrichts 53
7.5.2 Handlungsorientierung als Prinzip historischen Lernens 55
7.6 Rolle des Lehrers 57
7.6.1 Die Lehrerpersönlichkeit 57
7.6.2 Die Lehrerrolle in verschiedenen Unterrichtssituationen 58
7.6.2.1 Die Lehrerrolle im handlungsorientierten Unterricht 58
7.6.2.2 Die Lehrerrolle beim Projektunterricht 59
8. RESÜMEE 60
8.1 Resümee der Voraussetzungen 60
8.2 Möglichkeiten der Umsetzung – eine kleine Ideenbörse 62
8.3 Möglichkeiten und Notwendigkeiten für die Sonderpädagogik 64
9. ZUSAMMENFASSUNG 66
10. LITERATURVERZEICHNIS 68
10.1 Methoden wissenschaftlichen Arbeitens 68
10.2 Museumspädagogik 68
10.3 Handlungsorientiertes Lernen 68
10.4 Didaktik allgemein 69
10.5 Geschichtsdidaktik 69
10.6 Quellen aus dem Internet 69
10.7 Zeitschriften 70

Textprobe:

Kapitel 2.4.3, Gegenständliche Tätigkeiten:

Dieser Bereich kommt in seiner grundsätzlichen Bedeutung sehr nahe an den sinnlichen Erlebnisbereich heran auf den auch noch im Kapitel ‘Erlebnis- und Erfahrungsorientierte Pädagogik’ eingegangen wird. Gerade im Hinblick auf die Verwendung im Bereich der Sonderpädagogik kann und soll man einen ‘historischen’ Schülerbegleiter so gestalten, dass gerade dem erlebenden, selbsttätigen Handeln ein großer Spielraum gegeben wird.

Klassisch praktizierte Umsetzungsmöglichkeiten dieser Methode sind das Abzeichnen oder Nachmodellieren von bekannten Kunstwerken oder das eigenständige Versuchen bestimmte spezifische Techniken oder Arbeitsweisen zu versuchen oder anzuwenden um beispielsweise Gesehenes und Erfahrenes zu reproduzieren. Ziel solcher Methoden sollte sein den Besucher, die Schüler zu Eigenaktivitäten zu motivieren.

Die Einsetzmöglichkeiten sind hierbei schier unendlich. Um einen besseren Überblick innerhalb der Thematik zu gewähren sollen einige Beispiele erwähnt sein:

• Druckwerkstatt (nach historischen Vorlagen).

• Fälscherwerkstatt (Originale nachmalen).

• Gemeinschaftswerke, Gemeinschaftsaufträge.

• Modellieren (Denkmalbau, Kartonstadt).

• Puppen, Masken (historische Kostüme, etc.).

• Kochen (historische Gerichte).

Aus dem sehr umfangreichen Katalog an Möglichkeiten ist schon ersichtlich, dass sich hierbei viele Möglichkeiten finden um fächerübergreifendes Unterrichten möglich zu machen oder um Projekte planen zu können.

2.4.4, Sammeln und Dokumentieren:

Diesem Teilbereich, genauso wie dem nächsten, der Exploration, ist innerhalb der Museumspädagogik besonders großer Wert beizumessen, da er wie kein anderer zum selbsttätigen Handeln motivieren soll und auch Grundeinsichten in die historischen Hilfswissenschaften und Methoden gewährt. Ganz allgemein bietet dieser Bereich auch viele Möglichkeiten in Hinblick auf einen Schülerbegleiter, da er ideal für Schüler der Sekundarstufe 1 geeignet ist. In diesen Bereich innerhalb der Museumspädagogik fallen viele bekannte Methoden, die für einen adäquaten Geschichtsunterricht unerlässlich sind. Dazu zählen u.a.:

• Sammeln von Objekten.

• Sammeln von Informationen (Interviews, Gespräche, Recherchen in Literatur und Internet).

• Bearbeiten, Gestalten und Ausstellen.

Hier kommt vor allem dem Lehrer entscheidende Bedeutung zu, da er quasi vorab die Funktion eines Tutors übernehmen muss um den Kindern und Schülern Hilfestellungen in der Erarbeitung und Ausgestaltung geben muss.

2.4.5, Exploration:

Der methodische Teilbereich der Exploration ist in seiner Grundbedeutung sehr eng mit dem voran beschriebenen verknüpft. Auch hierbei geht es um das Sammeln von Informationen, jedoch mit dem Unterschied, dass der Inhalt seitens des Lehrers auf gewisse Bereiche eingegrenzt wurde. So kann der Lehrer z.B. den Auftrag erteilen, dass die Schüler gewisse Fassaden von bestimmten Häusern ganz besonders untersuchen und beobachten sollen und all jene Auffälligkeiten, die sich aus diesen Beobachtungen ergeben, notieren oder anderweitig dokumentieren sollen. Dieser Bereich eignet sich also ganz besonders für ‘Altstadtrallyes’ aller Art oder Besuche von Städten oder besonderen Museen und Bauwerken.

2.4.6, Lehrdemonstrationen:

In den Bereich der Lehrdemonstrationen fallen speziell ‘klassische’ Lehrausgänge in Werkstätten, etc. bei denen die Schüler den Arbeitsschritten folgen können und am Stück erleben wie können, wie spezifische Berufsgruppen arbeiten oder – unter Berücksichtigung der historischen Dimension – in früheren Zeiten gelebt oder gearbeitet haben.

2.4.7, Umgang mit Medien:

Auch das Erlernen des Umgangs mit den diversen Medien ist ein unerlässlicher Bestandteil der modernen Museumspädagogik. Foren wie ‘wikipedia’ bieten einfache erste Recherchemöglichkeiten, aber auch immer mehr Homepages von renommierten Instituten, Universitäten, Archiven oder Bibliotheken bieten gute Recherche und Forschungsmöglichkeiten. Zum Umgang mit Medien zählt natürlich auch das ‘klassische Quellenstudium’, also wie Informationen aus Büchern, Zeitungen oder anderen, speziell Printmedien herausgearbeitet werden können. Gerade auch für diese Bereiche gibt es äußerst symbiotische Ideen für fächerübergreifende Schul- und Klassenprojekte im Bereich der Sekundarstufe 1 aber auch für Projekte die den Gesamtunterricht bedienen, speziell im Grundschulbereich.

2.5, Zusammenfassung:

Zum Schluss dieses Kapitels soll ein kurzer und überaus praktischer Überblick über angewandte Methoden der ‘musealen Vermittlung’ angeführt sein.

• Führungen, die exakt auf den Wissensstand und die Interessen der Zuhörerschaft abgestimmt werden.

• Aktivierung des Vorwissens und Anregung von gelenkten Diskussionen und Debatten in der Besuchergruppe (besonders im Zusammenhang mit Wertethemen und politischen Ausstellungen).

• Suchspiele, Beobachtungs- und Auswahlaufgaben, die die Lust am entdeckenden Lernen wecken, den Blick lenken und die Wahrnehmung schärfen.

• Rollenspiele mit und ohne Verkleiden: Historische Situationen und persönliche Befindlichkeiten werden dadurch vor allem von Kindern bis 12 Jahren auch innerlich nachvollzogen.

• Gestaltungsaufgaben unterschiedlicher Art: Sie ermöglichen Erfahrungslernen im Zusammenhang mit künstlerischen Gestaltungsprozessen, Techniken, Fragen der Formgebung usw., werden aber ebenso zur Auseinandersetzung mit dem emotionalen Gehalt und der Aussage von Kunstwerken eingesetzt.

• Schaffung von Erfahrungsmöglichkeiten: Über das Erlebnis zum Beispiel des Feuermachens mit altertümlichen Mitteln, über die Arbeit an nachgestellten archäologischen Grabungsfeldern oder über den Bau eines Radioempfängers aus Drahtstücken erschließt sich dem Einzelnen ein eindrückliches Erfahrungsfeld, das zu eigenen Erkenntnissen führt. Diese sind ungleich wertvoller und nachhaltiger als jede nur verbal aufgenommene Botschaft.

Arbeit zitieren:
Writzmann, Martin Oktober 2008: Baden sehen, erleben und verstehen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Museumspädagogik, Handlungsorientierter Unterricht, Projektunterricht, Geschichtsunterricht, erlebnisorientiert

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