ePaymentsysteme
Eine Analyse existierender ePaymentsysteme illustriert an zwei Fallbeispielen aus dem Content-Bereich
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Thomas Bender
- Abgabedatum: August 2003
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 886,8 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7247-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7247-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7247-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bender, Thomas August 2003: ePaymentsysteme, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internetbezahlsysteme, Paid-Content, Publishingbereich, Musikbranche
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Bachelorarbeit von Thomas Bender
Einleitung:
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Wissenschaftlern und Managern von im Internet operierenden Unternehmen einen Beschreibungs- und Erklärungsrahmen für ePaymentsysteme und den damit im Zusammenhang stehenden Begriff „Paid-Content“ zu geben. Das Gebiet der Zahlungskonzepte im Internet gilt heute als ein eigener und komplexer Forschungszweig, der stetigen Modifikationen und Entwicklungen unterliegt. In dieser Arbeit werden bestehende Theorien und Erklärungsansätze verschiedener Autoren herangezogen und kontrovers diskutiert. Es ist nicht das Ziel, eine fertige Landkarte aller existierende ePaymentsysteme in Deutschland zu liefern, vielmehr dient diese Ausarbeitung als Entscheidungshilfe zur Bewertung der Systeme und ihren Einsatzmöglichkeiten. Aber warum ist diese Fragestellung zu dieser Zeit so interessant?
Das Internet als Medium ist nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Die Hälfte der deutschen Bevölkerung nutzt heute das Internet zur Kommunikation, Information und Unterhaltung. Nachdem die E-Business-Euphorie im Rahmen der New Economy in den vergangen Jahren abgeklungen ist, wird jetzt damit begonnen, erfolgreiche Geschäftsmodelle zu finden, um Webseiten mit hochwertigem Inhalt kostendeckend aber vor allem gewinnorientiert zu betreiben. Diese Zielsetzung erfordert eine neue Definition des Zahlungsverkehrs. Während beim traditionellen Endkundengeschäft die Aushändigung der Ware im Moment der Bezahlung üblich ist, stellt die physische Abwesenheit der Parteien bei der Geschäftsabwicklung im Internet eine neue Geschäftssituation dar, die adäquat gelöst werden muss.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit ist in sechs Kapitel gegliedert. Im Kapitel 1 wird der Leser an die Zielsetzung sowie die Motivation der Ausarbeitung herangeführt. Anschließend wird das Vorgehen beschrieben.
Kapitel 2 beschreibt die New Economy und definiert die damit in Verbindung gebrachten Begriffe E-Business und E-Commerce. Es werden die Markttransaktionsphasen des E-Commerce angesprochen. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die Abwicklungsphase gelegt, die sich mit den ePaymentsystemen beschäftigt.
In Kapitel 3 werden die Anforderungen an Internetzahlungssysteme spezifiziert und in drei Gruppen eingeteilt: (i) Allgemeine Anforderungen, (ii) Anforderungen der Kunden und (iii) Anforderungen der Händler. Zudem erfolgt eine Klassifizierung der Zahlungsbeträge.
Kapitel 4 betrachtet die am Markt eingesetzten Zahlungskonzepte anhand von acht Kategorien: (i) Klassische Offline-Verfahren, (ii) Klassische Online-Verfahren, (iii) Internet-adaptierte Verfahren, (iv) Cybergeld, (v) Inkasso-Systeme per Telefonrechnung, (vi) Inkasso-Systeme per Bankeinzug, (vii) Handy-gestützte Systeme und (viii) Hybride Verfahren.
In Kapitel 5 wird auf die Definition von Paid-Content eingegangen. Im Rahmen mehrerer Abrechnungsmodelle für Paid-Content wird je eine Fallstudien aus dem Publishingbereich und aus der Musikbranche betrachtet.
In Kapitel 6 wird die Erfüllung der Anforderungen aus Kapitel 3 unter Verwendung der Zahlungskonzepten aus Kapitel 4 bewertet. Im Folgenden wird eine aktuelle Studie der Universität Karlsruhe herangezogen, um die Rangfolge der von Kunden nachgefragten bzw. von Händler angebotenen Zahlungskonzepte darzustellen. Der nächste Abschnitt betrachtet die momentanen Weiterentwicklungen der existierenden und aufgeführten ePaymentsysteme. Abschließend wird ein Ausblick auf die weitere mögliche Entwicklung im Bereich der Zahlungskonzepte gegeben.
Diese Bachelorarbeit soll dazu dienen, bestehende Unsicherheiten der Unternehmen bezüglich der Zahlungsmodalitäten im E-Business abzubauen und einen Überblick über bestehende Zahlungssysteme zu geben. Ziel ist es erfolgsversprechende ePaymentsysteme zu erkennen und situationsgerecht einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| 1. | Einleitung | 6 |
| 1.1 | Zielsetzung und Motivation | 6 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 6 |
| 2. | Grundlagen | 8 |
| 2.1 | Definition von New Economy | 8 |
| 2.2 | Einordnung der Begriffe E-Business und E-Commerce | 9 |
| 3. | Anforderungen an Internetbezahlverfahren | 12 |
| 3.1 | Klassifizierung der Zahlungsbeträge | 12 |
| 3.2 | Anforderungen an Zahlungssysteme | 13 |
| 3.2.1 | Allgemeine Anforderungen | 14 |
| 3.2.2 | Anforderungen der Kunden | 16 |
| 3.2.3 | Anforderungen der Händler | 17 |
| 3.2.4 | Überblick der Anforderungen | 19 |
| 3.2.5 | Aktuelle Anforderung von Kunden und Händlern | 20 |
| 4. | Zahlungskonzepte im Internet | 22 |
| 4.1 | Klassische Offline-Verfahren | 24 |
| 4.1.1 | Nachnahme | 24 |
| 4.1.2 | Vorkasse | 24 |
| 4.1.3 | Rechnungsstellung | 25 |
| 4.2 | Klassische Online-Verfahren | 25 |
| 4.2.1 | Elektronisches Lastschriftverfahren (ELV) | 25 |
| 4.2.2 | Kreditkarte (unverschlüsselt/verschlüsselt) | 26 |
| 4.3 | Internet-adaptierte klassische Verfahren | 26 |
| 4.3.1 | Kreditkarte-SET | 27 |
| 4.3.1.1 | Funktionsweise | 27 |
| 4.3.1.2 | Kosten | 28 |
| 4.3.1.3 | Bewertung | 28 |
| 4.3.2 | Smartcard alias Geldkarte | 29 |
| 4.3.2.1 | Funktionsweise | 29 |
| 4.3.2.2 | Kosten | 30 |
| 4.3.2.3 | Bewertung | 30 |
| 4.3.3 | S-ITT | 31 |
| 4.3.3.1 | Funktionsweise | 31 |
| 4.3.3.2 | Kosten | 31 |
| 4.3.3.3 | Bewertung | 32 |
| 4.3.4 | iclear | 32 |
| 4.3.4.1 | Funktionsweise | 33 |
| 4.3.4.2 | Kosten | 33 |
| 4.3.4.3 | Bewertung | 33 |
| 4.3.5 | Pago Online-Überweisung | 34 |
| 4.3.5.1 | Funktionsweise | 34 |
| 4.3.5.2 | Kosten | 34 |
| 4.3.5.3 | Bewertung | 35 |
| 4.4 | Cybergeld | 35 |
| 4.4.1 | eCash | 36 |
| 4.4.1.1 | Funktionsweise | 36 |
| 4.4.1.2 | Kosten | 37 |
| 4.4.1.3 | Bewertung | 37 |
| 4.4.2 | paysafecard | 38 |
| 4.4.2.1 | Funktionsweise | 38 |
| 4.4.2.2 | Kosten | 39 |
| 4.4.2.3 | Bewertung | 39 |
| 4.5 | Inkasso-Systeme per Telefonrechnung | 39 |
| 4.5.1 | NET900 classic | 40 |
| 4.5.1.1 | Funktionsweise | 40 |
| 4.5.1.2 | Kosten | 41 |
| 4.5.1.3 | Bewertung | 41 |
| 4.5.2 | infin-MicroPayment | 41 |
| 4.5.2.1 | Funktionsweise | 42 |
| 4.5.2.2 | Kosten | 42 |
| 4.5.2.3 | Bewertung | 42 |
| 4.6 | Inkasso-Systeme per Bankeinzug | 43 |
| 4.6.1 | FIRSTGATE click&buy | 43 |
| 4.6.1.1 | Funktionsweise | 44 |
| 4.6.1.2 | Kosten | 45 |
| 4.6.1.3 | Bewertung | 46 |
| 4.7 | Handy-gestützte Verfahren | 47 |
| 4.7.1 | Paybox | 47 |
| 4.7.1.1 | Funktionsweise | 48 |
| 4.7.1.2 | Kosten | 48 |
| 4.7.1.3 | Bewertung | 48 |
| 4.7.2 | Geldhandy | 49 |
| 4.7.2.1 | Funktionsweise | 49 |
| 4.7.2.2 | Kosten | 50 |
| 4.7.2.3 | Bewertung | 50 |
| 4.8 | Hybride Verfahren | 51 |
| 4.8.1 | T-Pay | 51 |
| 4.8.1.1 | Funktionsweise | 52 |
| 4.8.1.2 | Kosten | 53 |
| 4.8.1.3 | Bewertung | 54 |
| 4.8.2 | ipayment | 54 |
| 4.8.2.1 | Funktionsweise | 55 |
| 4.8.2.2 | Kosten | 55 |
| 4.8.2.3 | Bewertung | 56 |
| 5. | Paid-Content | 57 |
| 5.1 | Nachgefragtes Gut wird zu Paid-Content | 57 |
| 5.2 | Paid-Content im Publishingbereich (stiftung-warentest.de) | 58 |
| 5.2.1 | Aktuelle Situation im Publishingbereich | 58 |
| 5.2.2 | Fallstudie Stiftung-Warentest.de | 59 |
| 5.2.2.1 | Strategie I | 61 |
| 5.2.2.2 | Strategie II | 62 |
| 5.2.3 | Ablauf des Bezahlvorganges mit Firstgate | 64 |
| 5.3 | Paid-Content in der Musikbranche (karstadt.de) | 67 |
| 5.3.1 | Aktuelle Situation in der Musikindustrie | 67 |
| 5.3.2 | Schutz- und Kontrollmechanismen | 70 |
| 5.3.2.1 | Digital-Rights-Management Systeme (DRM-Systeme) | 70 |
| 5.3.2.2 | Trusted Computing Platform Alliance (TCPA) | 71 |
| 5.3.2.3 | Kopierschutzverfahren | 72 |
| 5.3.2.4 | EU-Richtlinie 2001/29/EG | 72 |
| 5.3.3 | Fallstudie Karstadt.de | 74 |
| 6. | Fazit und Ausblick | 78 |
| 6.1 | Bewertung des Erfüllungsgrades der ePayment Anforderungen | 78 |
| 6.2 | Nachgefragte ePaymentsysteme der Kunden | 83 |
| 6.3 | Angebotene ePaymentsysteme der Händler | 86 |
| 6.4 | Weiterentwicklung existierender ePaymentsysteme | 87 |
| 6.4.1 | Kreditkartenzahlung mittels „Verified by Visa“ und „SecureCode“ | 87 |
| 6.4.2 | Online-Überweisung mittels Pago eTransaktion | 88 |
| 6.4.3 | Pre-Paid mittels Geldkarte | 88 |
| 6.5 | Ausblick | 89 |
| Quellenverzeichnis | 91 | |
| Erklärung | 97 |
Die FIRSTGATE Internet AG wurde im Januar 2000 von Norbert Stangl gegründet. Er war ein Mitgründer der Strato Internet AG, der zweitgrößte deutsche Internetprovider mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen FIRSTGATE beschäftigt derzeit 35 Mitarbeiter und der Firmensitz ist in Köln. Die Aktionäre sind Elton Participation Corporation in British Virgin/Stands und HBZ Prime Participation Holding AG im schweizer Baar zu je 16%. Der Hauptaktionär mit 65,6% ist die 3S Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Köln. Die Unternehmensziele sind die Entwicklung, Betrieb und Vermarktung des Zahlungssystems FIRSTGATE click&buy. Von der FIRSTGATE Internet AG wurde ein Abrechnungs-Komplett-System entwickelt, dass ohne Anpassung bestehender ECommerce Strukturen auskommt und somit zwischen bestehenden Webservern agiert. Die Installation von Soft- oder Hardware und Komponenten seitens des Anbieters entfällt, weil das System zentral im Rechenzentrum der FIRSTGATE Internet AG arbeitet und ge- [...]
- 42 zichtet auf die Installation von Software und auf die Übermittlung von Kontodaten des Kunden. Es handelt sich hierbei um ein Pay-Later-Verfahren im Micropayment-Bereich. Dieses System wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest auf den Bedarf von Anbieter und Kunden optimiert (Contentmanager.de, 2003). 4.5.2.1 Funktionsweise Mit dem infin-MicroPayment System bezahlt der Kunde den kostenpflichtigen Online-Abruf über die Telefonabrechnung der Deutschen Telekom AG. Der Kunde ruft eine ServiceTelefonnummer von infin-MicroPayment an. Die anzurufende Telefonnummer wird online angezeigt, wenn der Kunde infin-MicroPayment als Zahlsystem wählt. Der Anruf kann vom Festnetz oder über das Mobilnetz erfolgen. Dem Kunden wird von infin eine einmalige gültige TAN (Transaktionsnummer) mitgeteilt. Diese TAN gibt der Kunde dann online in das dafür vorgesehene Eingabefeld ein. Nach erfolgter positiver Eingabe wird der Kunde auf die gewünschte Seite mit dem kostenpflichtigem Inhalt weitergeleitet (Contentmanager.de, 2003). 4.5.2.2 Kosten Der Kunde zahlt EUR 0,12 pro Minute für den Anruf zzgl. den einmaligen Preis für den gewünschten kostenpflichtigen Inhalt. Die Durchschnittsdauer für einen Anruf beträgt 50 Sekunden. Die Preisstaffelung kann vom Händler zwischen EUR 0,25 und EUR 50 frei gewählt werden. Für den Händler fallen je nach Beratungs- und Implementierungsaufwand monatlich zwischen EUR 50 und EUR 250 an. Die angegebenen Preise beinhalten die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwertsteuer (Contentmanager.de, 2003). 4.5.2.3 Bewertung Die Vorteile des Systems sind: • • • • • • Große Partner (n-tv, Stiftung Warentest); Keine persönlichen Daten des Kunden über das Internet; Kosten werden über die Telefonrechnung abgerechnet; Es wird keine Software benötigt; Keine Registrierung des Kunden ist erforderlich; Anonymität des Käufers ist gewährleistet; [...]
- 41 Das erste Modell berechnet bei Eintritt der Webseite einmalig einen Festpreis, das andere Modell berechnet die Kosten zeitabhängig. Die Abrechnung der akkumulierten Kosten am Monatsende erfolgt über die Telekomrechnung der DTAG. Der Händler kann bei dem Payper-Use Modell die Preistarifierung zwischen DEM 0,29 und DEM 25 und bei dem Pay-perTime Modell zwischen DEM 0,29 und DEM 4,99 frei wählen. Dieses System ist auf digitale Inhalte beschränkt und kann nicht für die Bezahlung von physischen Gütern eingesetzt werden (ECIN, 20.09.01). 4.5.1.2 Kosten Der Kunde zahlt nur die Telefongebühren und den nachgefragten kostenpflichtigen Inhalt. Der Händler bezahlt bis zu 50% Umsatzprovision. Hinzu kommen noch einmalige Bereitstellungsgebühren in Höhe von DEM 75 sowie DEM 7,50 monatliche Grundgebühr (ECIN, 20.09.01). 4.5.1.3 Bewertung Die Vorteile des Systems sind: • • • • • • • Impulskäufe sind möglich; Für jede Nutzung der kostenpflichtigen Inhalte muss Kunde einmal Anrufen; Kein Debitorenrisiko für den Händler; Einfache Installation der Software; Händler hat geringe Integrationskosten; Das System ist abgesehen von den Telefongebühren kostenlos; Keine Weitergabe der Kontodaten an den Händler; [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472474
Arbeit zitieren:
Bender, Thomas August 2003: ePaymentsysteme, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internetbezahlsysteme, Paid-Content, Publishingbereich, Musikbranche



