Förderung von Infrastrukturinvestitionen in Südosteuropa
Europäische Förderung kleinerer und mittlerer Wasserkraftwerke in der Türkei und Albanien
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Robert Abzieher
- Abgabedatum: August 2010
- Umfang: 60 Seiten
- Dateigröße: 1.010,2 KB
- Note: 1,9
- Institution / Hochschule: Westpomeranian Business School Deutschland
- Bibliografie: ca. 47
- ISBN (eBook): 978-3-8428-1013-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Abzieher, Robert August 2010: Förderung von Infrastrukturinvestitionen in Südosteuropa, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Europäische Integration, Alternative Energie, Investitionsförderung, Wasserkraftwerk, Fördermittel
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Bachelorarbeit von Robert Abzieher
Einleitung:
Im Rahmen der steigenden Sensibilität gegenüber Abhängigkeitsstrukturen in der Energieversorgung und der steigenden CO2 Belastung unserer Atmosphäre treten alternative Energieformen zunehmend in den Vordergrund. Vorliegende Arbeit setzt sich daher neben der Untersuchung der Notwendigkeiten und der positiven Auswirkungen in den Beitrittsländern zur EU mit Fördermöglichkeiten im Zusammenhang mit der Finanzierung von kleinen und mittleren Wasserkraftwerken in den Ländern Türkei und Albanien auseinander. Diese Fördermöglichkeiten sind exemplarisch auch auf weitere Förderländer insbesondere im südosteuropäischen Bereich übertragbar.
Die Förderlandschaft ist attraktiv und die Investitionen werden für Direktinvestoren, aber auch für institutionelle Investoren und für Finanzunternehmen im Rahmen von geschlossenen Fonds umsetzbar dargestellt.
Das Resultat der Förderungen führt zu kalkulierbaren Risiken, kalkulierbaren Renditen und letztendlich zu risikoadäquaten Renditen auf Seiten der Investoren oder Endanleger. Auch der interessierte Anleger findet in diesem Buch grundlegende Informationen für die Entscheidung zur Investition in Wasserkraft.
Auf Seiten der Empfängerländer steht die Befriedigung nach Investitionen in den Energiesektor und die Übertragungsnetze, die Verringerung der Abhängigkeit von Energielieferanten und eine erhöhte Wertschöpfung im eigenen Land, Steigerung der sozio-ökonomischen Entwicklung und Aufbau künftiger Exportmärkte. Auf Seiten der Geberländer und - Institutionen werden die übergeordneten politischen Interessen an erster Stelle und die Förderung der heimischen Wirtschaftszweige im Bereich der Wasserkraftnutzung, -forschung, und -entwicklung befriedigt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Globale Grundlagen | 2 |
| 1.1 | Stromversorgung als Voraussetzung für Entwicklung | 2 |
| 1.2 | Die CO2 Problematik der Schwellenländer | 4 |
| 1.3 | Konsequenz | 5 |
| 1.4 | Wasserkraft in den Bewerberländern und Beitrittskandidaten zur EU | 7 |
| 1.5 | Gründe für die Förderung von Beitrittskandidaten und EU-Bewerberländer im Bereich der Wasserkraft | 7 |
| Beispiele für die Förderungsmöglichkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten | 11 | |
| 2. | Albanien | 11 |
| 2.1 | Hintergrundinformationen | 11 |
| 2.1.1 | Wirtschaftliche Entwicklung | 11 |
| 2.1.2 | Landesinformation | 12 |
| 2.1.3 | Aktuelle Probleme | 13 |
| 2.1.4 | Der Energiesektor | 13 |
| 2.2 | Die albanische Förderlandschaft | 14 |
| 2.3 | Programme im Detail | 15 |
| 2.3.1 | EIB | 15 |
| 2.3.2 | EBRD | 17 |
| 2.3.3 | OeEB | 18 |
| 2.3.4 | IFC | 19 |
| 2.3.5 | ADA | 20 |
| 2.3.6 | ORIO | 21 |
| 2.3.7 | VAT-Stundung / Transitorische Steuerabgrenzung | 22 |
| 2.3.8 | Zollentfall für den Energiesektor | 23 |
| 2.4 | Vorgehensweise | 23 |
| 2.5 | Zusammenfassung der Förderungen Albanien | 25 |
| 3. | Türkei | 27 |
| 3.1 | Hintergrundinformationen | 27 |
| 3.1.1 | Wirtschaftliche Entwicklung | 27 |
| 3.1.2 | Landesinformation | 28 |
| 3.1.3 | Der türkische Energiesektor | 28 |
| 3.2 | Fördermöglichkeiten im Detail | 29 |
| 3.2.1 | EIB | 29 |
| 3.2.2 | EBRD | 31 |
| 3.2.3 | OeEB | 31 |
| 3.2.4 | IFC | 32 |
| 3.2.5 | ADA | 33 |
| 3.2.6 | IPA | 33 |
| 3.2.7 | FDA | 34 |
| 3.2.8 | Förderungen und Begünstigungen der Regierung | 35 |
| 3.2.9 | Generelle Investitionsförderungen der Regierung | 36 |
| 3.3 | Vorgehensweise | 40 |
| 3.4 | Zusammenfassung Förderinstrumente Türkei | 42 |
| 4. | Schlussbetrachtung | 44 |
Textprobe:
Kapitel 2.3, Programme im Detail:
2.3.1, EIB:
Die EIB – Europäische Investment Bank – ist als Finanzierungsinstrument der Europäischen Union den politischen Zielen der Union verpflichtet und hat einen Schwerpunkt in der Unterstützung der Entwicklungs- und Kooperationspolitik der EU gegenüber Partnerländern. Ausgestattet mit der Kapitalgarantie der EU-Mitgliedsländer vergibt die EIB Anleihen zur Refinanzierung ihrer Darlehen zu Vorzugsbedingungen. Die EIB kann maximal Darlehen in einem Gesamtvolumen von bis zu 250% ihres Gesamtkapitals vergeben. Für Albanien-Projekte stellt die EIB umfangreiche Mittel zu vergünstigten Konditionen bereit, solange sich die Projekte mit den politischen Zielen der EU decken. In diesem Fall als Beitrag zum Ausbau der Transeuropäischen Verkehrs- und Energienetze (TEN) und zur nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und sicheren Energieversorgung. Grundsätzlich finanziert die Bank höchstens 50% der Investitionskosten eines Projekts. Für die kleinen und mittleren Wasserkraftwerke kommen bei der EIB zwei unterschiedliche Finanzierungsfazilitäten in Frage:
Einzeldarlehen: Einzeldarlehen werden für tragfähige und solide Projekte und Programme gewährt, deren Gesamtkosten mehr als 25 Mio. EUR betragen und die den Finanzierungszielen der EIB entsprechen. Im Allgemeinen ist die EIB eher an Projekten von mindestens 50 Mio. oder besser 100 Mio. interessiert. Bei interessanten Projekten, vor allem im erneuerbaren Energiebereich sowie in weniger entwickelten Ländern, werden einzelne Projekte auch mit geringeren Investitionsvolumina durchaus als förderfähig bewertet. Der Zinssatz für Einzeldarlehen liegt in der Regel zwischen 1 bis 3 % unter den marktüblichen Konditionen.
Globaldarlehen: Hier handelt es sich um eine Mittelvergabe über Partnerinstitute, also an Banken und Finanzinstitute, um sie bei der Bereitstellung von Finanzierungsmitteln für kleine und mittlere Unternehmen mit förderungswürdigen Investitionsprogrammen oder Projekten, deren Gesamtkosten sich auf weniger als 25 Mio. EUR belaufen, zu unterstützen. Eine EIB Partnerbank oder Finanzinstitut in den Ländern, in denen die Projekte ihren Sitz haben, sind für diese Transaktion notwendig. Alle namhaften Institute haben diesen Status. Zu beachten wäre hier, dass diese Darlehen gegenüber den Einzeldarlehen durch das Zwischenschalten von Partnerbanken teurer sind, aber meist immer noch günstiger als der Marktzinssatz. Multiprojektfinanzierungen oder Fondsfinanzierungen sind prinzipiell auch möglich. Das heißt mehrere gleiche Investitionsprojekte des gleichen Investors können zu einer Gesamtinvestition zusammengefasst werden und für die Gesamtinvestitionssumme wird ein Rahmenkredit vergeben. Die Rückzahlung erfolgt üblicherweise in Halbjahres- oder in Jahresraten. Für die Bauphase eines Projekts kann ein tilgungsfreier Zeitraum vereinbart werden. Im Allgemeinen berechnet die EIB weder für die Bereitstellung noch für die Nicht-Inanspruchnahme von Darlehen Gebühren. In bestimmten Fällen kann sie jedoch Gebühren für die Projektprüfung und hierfür in Anspruch genommene juristische Dienstleistungen in Rechnung stellen.
Vorgehensweise:
Für die Einreichung eines Antrags auf ein Einzeldarlehen bei der EIB müsste der Antragsteller der für Finanzierungen zuständigen Direktion der Bank eine detaillierte Beschreibung seines Investitionsvorhabens wie auch die vorläufigen Finanzierungspläne vorlegen. Erste Kontakte zur Erläuterung des vorgeschlagenen Vorhabens können mit der Bank telefonisch, schriftlich, per Fax oder per E-Mail aufgenommen werden. Durchschnittlich dauert die Prüfungs- und Genehmigungsphase ca. 6 Monate.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842810136
Arbeit zitieren:
Abzieher, Robert August 2010: Förderung von Infrastrukturinvestitionen in Südosteuropa, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Europäische Integration, Alternative Energie, Investitionsförderung, Wasserkraftwerk, Fördermittel



