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Auswirkungen des Klimawandels auf den alpinen Wintertourismus und mögliche Anpassungsstrategien am Beispiel Sölden/Österreich

Auswirkungen des Klimawandels auf den alpinen Wintertourismus und mögliche Anpassungsstrategien am Beispiel Sölden/Österreich
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Caroline Heil
  • Abgabedatum: August 2009
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 7,9 MB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: accadis - Bad Homburg School of International Business Deutschland
  • Bibliografie: ca. 80
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4835-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heil, Caroline August 2009: Auswirkungen des Klimawandels auf den alpinen Wintertourismus und mögliche Anpassungsstrategien am Beispiel Sölden/Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Klimawandel, Wintertourismus, Alpen, Auswirkunegn, Ski

Bachelorarbeit von Caroline Heil

Einleitung:

Die Aufgabenstellung dieser wissenschaftlichen Arbeit beinhaltet, die bereits erfolgten und die prognostizierten Veränderungen im Rahmen des Klimawandels darzustellen. Diese sollen von der globalen Sicht bis hin zum konkreten Skigebiet Sölden/Österreich (im weiteren Verlauf Skigebiet Sölden genannt) dargestellt werden. Anhand dieser Darstellung sind zukünftige Folgen und Einwirkungen des Klimawandels zu thematisieren. Hinsichtlich dieser Folgen müssen potentielle, regionalbezogene Anpassungsstrategien erarbeitet und bewertet werden.

Gang der Untersuchung:

Die wissenschaftliche Arbeit wird entsprechend der Aufgabenstellung abgehandelt. Zu Beginn erfolgt eine Analyse des Klimawandels. Hierbei werden zunächst grundlegende Definitionen, die zum weiteren Verständnis beitragen, erläutert. Es folgt eine kurze Darstellung der Entstehung des heutigen Klimawandels. Ein besonderes Interesse wird auf die Folgen und Auswirkungen gelegt.

Eine Analyse des Skigebiets Sölden soll einen Einblick in die dort vorhandene touristische Infrastruktur und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus geben. Es wird erörtert, inwieweit sich die touristische Nachfrage innerhalb Söldens verändert hat bzw. verändern wird und in welchem Verhältnis diese Änderungen zur touristischen Abhängigkeit stehen. Die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen werden benannt.

Um sich, entsprechend den ökologischen und wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels, den neuen Gegebenheiten anzupassen bzw. weitere Einschnitte zu vermeiden, werden unterschiedliche Anpassungsstrategien erarbeitet. Diese beschäftigen sich im Speziellen mit der Aufrechterhaltung des Skigebiets Sölden als erfolgreiche Touristendestination. Hinsichtlich dieser Strategien werden mögliche Unterstützungspotentiale seitens der Politik, lokalen Gewerbetreibenden und Gäste untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Management Summary V
1. Einleitung 1
1.1 Aufgabenstellung 1
1.2 Vorgehen 1
2. Analyse des Klimawandels 2
2.1 Definitionen 2
2.2 Entstehung des Klimawandels 5
2.3 Auswirkungen des Klimawandels 9
2.3.1 Global 9
2.3.2 Alpen 14
2.3.3 Skigebiet Sölden 23
3. Analyse des Skigebiets 26
3.1 Allgemeines 26
3.2 Touristische Struktur des Orts Sölden 27
3.2.1 Unterkunft und Gastronomie 27
3.2.2 Möglichkeiten und Angebote zum Betreiben von Wintersport 27
3.2.3 Möglichkeiten und Angebote zum Betreiben von Sommersport 29
3.2.4 Möglichkeiten und Angebote zum Betreiben von wetterunabhängigen Aktivitäten 30
3.3 Wirtschaftliche Abhängigkeit der Region vom Tourismus 31
3.4 Veränderungen der Nachfrage im Ort Sölden 33
3.4.1 Veränderungen bis heute 33
3.4.2 Prognosen der Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot 35
4. Mögliche Anpassungsstrategien 37
4.1 Ad hoc Maßnahmen 38
4.2 Langfristige Anpassungsstrategien 44
4.2.1 Schneeabhängige Anpassungsstrategien 44
4.2.2 Schneeunabhängige Anpassungsstrategien 48
4.3 Bewertung der Anpassungsstrategien 54
5. Unterstützung durch das Umfeld 57
5.1 Staat und Politik 57
5.2 Gewerbetreibende 58
5.3 Gäste 59
6. Fazit 61
6.1 Allgemein 61
6.2 Persönlich 62
7. Literaturverzeichnis VI
8. Anhang XIII
8.1 Definitionen der IPCC Szenarien (Auszug aus Pachauri 2008) XIV
8.2 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Jochl Grießer vom 11.07.2009 XV
8.3 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Hansjörg Posch vom 13.07.2009 XVII
8.4 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Ewald Schmid vom 11.07.2009 XIX
8.5 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Florian Schmid vom 13.07.2009 XXI
8.6 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Ernst Schöpf vom 11.07.2009 XXII
8.7 Gesprächsprotokoll: Gespräch mit Alois Thurner vom 13.07.2009 XXIV

Textprobe:

Kapitel 1, Analyse des Klimawandels In diesem Kapitel wird das Phänomen des Klimawandels analysiert. Für das allgemeine Verständnis werden zunächst grundlegende Begriffe definiert. Darauf folgt eine Erklärung über die Entstehung des Klimawandels und eine Aufzählung der sich aus dem Klimawandel ergebenden Auswirkungen. Diese werden sowohl aus globaler Sichtweise als auch regional bezogen auf den Alpenraum und das Skigebiet Sölden benannt.

Kapitel 1.1, Definitionen:

Klima:

Das Klima ist definiert als die statistische Beschreibung des Wetters in Form von Durchschnittswerten und der Variabilität relevanter Größen über eine Zeitspanne, die im Bereich von Monaten bis hin zu Tausenden oder Millionen von Jahren liegen kann.

Klimawandel:

Der Begriff Klimawandel wird vom Weltklimarat (International Panel on Climate Change) wie folgt definiert: ‘any change in climate over time, whether due to natural variability or as a result of human activity”.

Die Bezeichnung des Klimawandels muss somit in zwei Ursachen unterteilt werden. Er entsteht zum einen durch natürliche Schwankungen, zum anderen, und das verstärkt, durch menschliche Aktivitäten. Diese Schwankungen sind die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum und umfassen damit die bisherige Klimageschichte. Die verstärkten menschlichen Aktivitäten beziehen sich auf den Begriff globale Erwärmung, welcher die gegenwärtig gravierende Klimaveränderung hauptsächlich verursacht.

Natürliche Klimaschwankungen:

Natürliche Schwankungen des Klimas ergeben sich aus verschiedenen Szenarien. Eine Möglichkeit sind die sogenannten Orbitalvariationen. Das sind leichte Kreiselbewegungen der Erde, die dazu führen, dass zeitweise die Südhalbkugel und zeitweise die Nordhalbkugel der Erde mehr Sonnenstrahlung erhalten. Da sich das Meer auf der Erde nicht gleichmäßig verteilt, entstehen Klimaschwankungen. Daraus ergeben sich Zyklen zwischen 20.000 und 100.000 Jahren. Dieser Prozess läuft über Tausende von Jahren, daher kann sich das ökologische System anpassen und trägt keinen großen Schaden davon.

Globale Erwärmung:

Globale Erwärmung wird als die Temperaturerhöhung der erdnahen Atmosphäre, welche nicht durch den natürlichen Treibhauseffekt, sondern durch menschliche Eingriffe (anthropogener Treibhauseffekt) verursacht ist, definiert. Die globale Erwärmung führt zu der heutigen gravierenden Problematik des Klimawandels, welche seit Beginn der Industrialisierung zu beobachteten ist.

(Natürlicher) Treibhauseffekt:

Der Treibhauseffekt der Erde ist ein natürliches Phänomen, welches die Durchschnittstemperaturen regelt. Die auf die Erde treffenden Sonnenstrahlen werden zum einen von der Erdoberfläche aufgenommen, zum anderen in das Weltall reflektiert. Aufgrund des Vorhandenseins der Atmosphäre mit ihren natürlichen Treibhausgasen, wie Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid (CO2), werden die von der Erde reflektierten Wärmestrahlen absorbiert. Die Atmosphäre wiederum emittiert aus diesen absorbierten Wärmestrahlen ihrerseits langwellige Strahlung in Richtung Erdoberfläche. Dies führt zu einer zusätzlichen Erwärmung der Erdoberfläche. Deren Temperatur beträgt durch diesen natürlichen Effekt im globalen Mittel etwa +14°C. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die globale Durchschnittstemperatur bei -19°C liegen.

Treibhausgase:

Treibhausgase sind gasförmige Stoffe. Sie lagern in der Atmosphäre und sind für die Wärmerückstrahlung und somit für die erhöhte Erderwärmung (siehe natürlicher Treibhauseffekt) verantwortlich. Eine höhere Anzahl der in der Atmosphäre lagernden Treibhausgase bedeutet eine höhere Reflexion der Wärmestrahlen und somit eine weitere Erwärmung der Erde.

Durch die natürlichen Treibhausgase wird die Erdwärme auf einer lebensoptimalen Durchschnittstemperatur gehalten. Seit Beginn der Industrialisierung wird jedoch eine stark erhöhte Anzahl von Treibhausgasen in die Atmosphäre emittiert. Diese durch den Mensch verursachten, vermehrten Treibhausgase nennt man anthropogene Treibhausgase. Zu ihnen gehören Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O) und weitere synthetische Gase.

Anthropogener Treibhauseffekt:

Der anthropogene Treibhauseffekt, verursacht durch die erhöhte Emission anthropogener Treibhausgase, verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt, was zu einer weiteren Erwärmung der Erdoberfläche und somit zu einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur führt. Durch die erhöhte Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre werden mehr Sonnenstrahlen als natürlich angedacht absorbiert und wieder von der Atmosphäre als langwellige Strahlung in Richtung Erdoberfläche abgegeben. Im Ganzen gesehen kommt mehr Strahlung auf der Erdoberfläche an als von der Sonne ausging, so dass sich die Erdoberfläche über die Durchschnittstemperatur hinweg erwärmt.

Arbeit zitieren:
Heil, Caroline August 2009: Auswirkungen des Klimawandels auf den alpinen Wintertourismus und mögliche Anpassungsstrategien am Beispiel Sölden/Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Klimawandel, Wintertourismus, Alpen, Auswirkunegn, Ski

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